Germanistische Institutspartnerschaften (GIP)

Eine Bibliotheksszene. Im Vordergrund sind Bücher deutscher Schriftsteller zu sehen.

Mit dem Programm Germanistische Institutspartnerschaften (GIP) werden aus Mitteln des Auswärtigen Amtes Kooperationen zwischen Instituten, die das Fach Germanistik und/oder Deutsch als Fremdsprache an einer deutschen Hochschule anbieten, und ihren Partnerinstituten im Ausland gefördert.

Hintergrund

Der DAAD fördert seit 1993 Germanistische Institutspartnerschaften (GIP) deutscher Hochschulen mit Hochschulen im Ausland. Die GIP haben sich als Instrument zur Förderung der deutschen Sprache im Ausland bewährt: Neben dem wissenschaftlichen Austausch und der Internationalisierung der Hochschulen trägt das Programm wesentlich zum Erhalt und zur Stärkung des Stellenwerts der deutschen Sprache und Kultur im Ausland bei - wie die 2019 durchgeführte Evaluation bestätigte.

Seinen Anfang nahm das Programm mit Partnerschaften in Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas sowie in den Nachfolgestaaten der UdSSR. Seit 2008 steht das Programm auch für Vorhaben in Ländern Asiens, Lateinamerikas, Afrikas und seit 2017 auch für Israel und die Palästinensischen Gebiete zur Verfügung. Ab 2021 sind Partnerschaften weltweit möglich.

Das Vladimir-Admoni-Programm (VAP) wurde 2006 ins Leben gerufen, um den durch das Programm Germanistische Institutspartnerschaften geschaffenen Grundlagen eine Perspektive im Bereich der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Gestalt „Kleiner Doktorandenschulen“ zu geben. Zielgruppe des VAP sind Graduierte (Master), die eine Promotion anstreben und nach eigenem Wunsch, aufgrund der persönlichen und fachlichen Eignung und nach Absicht der Hochschule den künftigen wissenschaftlichen Nachwuchs darstellen sollen. Ab 2021 wird das Vladimir-Admoni-Programm als Förderlinie in das Programm „Germanistische Institutspartnerschaften“ integriert.

Programmziele

Das Programm „Germanistische Institutspartnerschaften weltweit“ ist Teil des Konzepts zur Deutschförderung des DAAD und zielt seit seiner Genese darauf ab, die Internationalisierung der Germanistik in Deutschland und weltweit zu stärken. Dies beinhaltet unter anderem die Ausbildung einer neuen Generation von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern und die Zusammenarbeit bei der Curriculums-Entwicklung in den Partnerländern. Zugleich sollen die Germanistischen Institutspartnerschaften auf die Lehre und Forschung am deutschen Partnerinstitut zurückwirken, indem die beteiligten Studierenden und Lehrkräfte über die internationale Kooperation eine neue Perspektive auf ihren Gegenstand entwickeln.

Die langfristigen Ziele des Programms (Impacts) sind zum einen, dass überregionale Partnerschaften zwischen den deutschen und einer oder mehreren ausländischen Institutionen entstehen und Hochschulen in Deutschland die Beziehungen zu ihren Partnerregionen intensivieren und Netzwerke bilden. Des Weiteren soll das Programm den Erhalt und Ausbau der Vermittlung der deutschen Sprache und Kultur in den Zielregionen unterstützen und die Entwicklung von innovativen, bedarfsorientierten und gesellschaftlich relevanten Formaten in Forschung und Lehre fördern.

Darüber hinaus soll das Programm einen Beitrag zur Steigerung der Attraktivität des Faches Germanistik bzw. Deutsch im Ausland leisten. Weiterhin sollen die Germanistischen Institutspartnerschaften zur Vermittlung von Sprache, Kultur und Literatur und zum kulturellen Austausch aus Deutschland im Ausland beitragen.

Aus diesen langfristigen Zielen (Impacts) leiten sich die folgenden Programmziele (Outcomes) ab:

  • Partnerinstitute bieten anwendungsorientierte und gesellschaftlich relevante Studiengänge an, die dem lokalen Bedarf und dem Stand der Wissenschaft entsprechen.
  • Im Bereich Germanistik/DaF werden zeitgemäße Inhalte unter Anwendung aktueller und innovativer Forschungsmethoden erforscht und nach aktuellen didaktischen Standards vermittelt.
  • Gemeinsame Forschungs- / Lehrvorhaben bzw. Publikationen werden umgesetzt.
  • Doktorandinnen und Doktoranden schließen an den Partnerinstituten im Ausland und in Deutschland ihre Promotion erfolgreich ab.

Gefördert durch

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