Surplace-/ Drittlandstipendienprogramm in Entwicklungsländern

Eine Frau arbeitet lächelnd am Laptop.

Mit dem Surplace-/Drittlandprogramm fördert der DAAD die Ausbildung zukünftiger Fach- und Führungskräfte in Entwicklungsländern, insbesondere von Hochschullehrern. Die Förderung erfolgt im Rahmen von Postgraduierten-Studiengängen bis hin zur Promotion.

Hintergrund

In vielen Entwicklungsländern gibt es nicht genügend gut ausgebildete Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen, gerade in entwicklungsrelevanten Fachgebieten. Das verringert die Qualität der Hochschulausbildung: Da Dozent/innen fehlen, können nicht ausreichend adäquate Studienplätze zur Verfügung gestellt werden. Ein gut entwickelter Hochschulsektor ist jedoch eine wesentliche Voraussetzung für die Ausbildung von Fach- und Führungskräften, die für den politischen, wirtschaftlichen und sozialen Erfolg der Entwicklungsländer dringend benötigt werden.

Das Surplace-/Drittlandprogramm in Entwicklungsländern soll durch die Ausbildung von Fach- und Führungskräften zur nachhaltigen Entwicklung in den Partnerländern und zum Aufbau leistungsfähiger und weltoffener Hochschulen beitragen. Das Programm bietet daher zukünftigen Hochschullehrer/innen aus Entwicklungsländern Stipendien für Postgraduierten-Studiengänge bis zur Promotion. Sie studieren an Hochschulen im Heimatland oder an überregionalen, fachlich besonders qualifizierten Institutionen der Region, die sich zum Teil in Netzwerken organisieren. Begleitmaßnahmen an deutschen Universitäten, bieten zusätzliche Möglichkeiten zur Fort-/und Weiterbildung.

Die Partnerhochschulen und Partnerinstitutionen vor Ort sind dabei Mittler, profitieren jedoch durch die Übernahme der Studiengebühren auch direkt von dem Programm.

Der regionale Schwerpunkt des Programms liegt in Subsahara-Afrika, das Programm wird in gleicher Weise aber auch in Zentralamerika, Südamerika, Süd- und Ostasien und im Nahen Osten durchgeführt.

Programmziele

Ziel des Programms ist es, die Absolventen des Programms für die Übernahme verantwortungsvoller Positionen in entwicklungsrelevanten Themen im Bereich von Lehre und Forschung zu qualifizieren. Frauen und benachteiligte Gruppen sollen in ihrer Teilhabe gestärkt und die organisatorischen, finanziellen und personellen Kapazitäten der Partnerinstitutionen gefestigt werden.

Wirkungen

Die Anzahl der Geförderten und damit der zusätzlich ausgebildeten Fachkräfte ist im gesamten Programm in den letzten Jahren stetig gestiegen. Im Jahr 2018 hat der DAAD insgesamt 443 Stipendien vergeben. Benachteiligte Gruppen profitieren in besonderem Maße von der Förderung. Rund 29 Prozent der Stipendien gingen im Jahr 2018 durchschnittlich an Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus LDC-Ländern. Der Frauenanteil lag im Jahr 2018 insgesamt bei 51 Prozent. Mit dem Erwerb einer höheren Qualifikation steigen die Chancen der Geförderten auf eine entsprechende Arbeitsstelle sowie auf eine Führungsposition. Überdurchschnittlich viele Absolventen und Absolventinnen gaben an, einen hohen beruflichen Nutzen aus dem Stipendium zu ziehen.

Um die angestrebten Programmziele noch besser erreichen zu können, richtet der DAAD seine Förderinstrumente gezielt auf die Bedarfe von Entwicklungs- und Schwellenländern aus und untersucht die Wirkung seiner Förderprogramme. Die Nutzung eines übergreifendenden trägt dazu bei, die Qualität und Transparenz unserer Arbeit weiter zu verbessern.

 

 

Gefördert von:

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung