Wirkung & Erfolgskontrolle

Weltkarte

Der DAAD lernt aus Erfahrung und verbessert stetig die Qualität und Transparenz seiner Arbeit. Dabei setzt er auf eine wirkungsorientierte Planung und Steuerung seiner Programme. Der Dialog mit den deutschen Hochschulen und ihren Partnern in den Entwicklungsländern ist dafür ein entscheidender Schlüssel.

Welche Veränderungen erreichen wir in den Partnerländern? Was sind Erfolgsfaktoren? Wo liegen Risiken und Herausforderungen? Und wie lässt sich der Beitrag der Hochschulzusammenarbeit zu international vereinbarten Entwicklungszielen weiter steigern?

Um diese Fragen zu beantworten und die Qualität und Wirksamkeit seiner Förderangebote kontinuierlich zu erhöhen hat verankert der DAAD wirkungsorientierte Planung, Monitoring und Evaluation fest in seiner Programmarbeit. Er knüpft damit an die im Rahmen der und der vereinbarten Grundprinzipien wirksamer Entwicklungszusammenarbeit an.

Der DAAD will

  • die Eigenverantwortung der Partner stärken,
  • in der Kooperation auf vorhandenen Strukturen und Kapazitäten aufbauen und einen Dialog auf Augenhöhe ermöglichen,
  • Programme und Maßnahmen wirkungsorientiert planen und steuern und
  • den entwicklungspolitischen Erfolg an den erzielten Ergebnissen messen.

Mit diesem Anspruch werden die vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und anderen Geldgebern geförderten Programme regelmäßig durch externe Gutachterinnen und Gutachter auf ihre Relevanz, Effektivität, Wirksamkeit und Nachhaltigkeit überprüft. Parallel dazu berichtet der DAAD in jährlichen Fortschrittsberichten über Aktivitäten, Ergebnisse und den Stand der Zielerreichung. Als Mittlerorganisation nutzt er dabei Berichte und Informationen der Hochschulen. Auf dieser Grundlage und im kontinuierlichen Dialog mit den Projektpartnern und Geförderten kann der DAAD aus Erfahrungen lernen, seine Arbeit am aktuellen Bedarf ausrichten und seine Förderangebote kontinuierlich weiterentwickeln.

 

Wirkungsorientiertes Monitoring: Fortschritte beobachten und Trends frühzeitig erkennen

Ein zentrales Instrument für die fortlaufende Beobachtung von Ergebnissen und Wirkungen des DAAD Engagements in der Entwicklungszusammenarbeit ist das Wirkungsorientierte Monitoring (WoM). Der DAAD versteht hierunter einen kontinuierlichen Prozess der Erhebung und Auswertung von Informationen anhand von Indikatoren, bei dem tatsächlich eingetretene Veränderungen mit erwarteten Veränderungen abgeglichen werden. Auf diese Weise können schon während der Durchführung Aussagen darüber getroffen werden, in welchem Maße die angestrebten Ergebnisse (Outputs) und kurz- bzw. mittelfristigen Ziele (Outcomes) eines Programms oder einer Maßnahme voraussichtlich erreicht werden. Zudem bildet das WoM durch die kontinuierliche Sammlung von Daten eine wichtige Grundlage für die Durchführung von Evaluationen. Dort kann dann besser beurteilt werden, ob ein Programm seine langfristigen Ziele (Impacts) erreicht hat oder ob durch das Programm nicht intendierte Wirkungen hervorgerufen wurden.

Wirkungsorientierte Planung, Monitoring und Evaluation sind zentrale Instrumente, mit deren Hilfe der DAAD seine Programme bedarfsorientiert weiterentwickelt, um auch in Zukunft wirksam und nachhaltig zum Aufbau weltoffener Hochschulsysteme und zur Bewältigung globaler Herausforderungen beizutragen.
 

Evaluationen: Aus Erfahrung lernen

Die Analyse und Bewertung der Zielerreichung durch Evaluationen ist in der Arbeit des DAAD fest verankert. Evaluationen dienen der internen Steuerung der Förderprogramme, ihrer Weiterentwicklung sowie der Rechenschaftslegung gegenüber der Öffentlichkeit und den Geldgebern. Darüber hinaus tragen Erkenntnisse aus Evaluationen zum öffentlichen und wissenschaftlichen Diskurs zur Internationalität von Forschung und Lehre bei.

Evaluationen können sich auf ein einzelnes Projekt oder Programm, aber auch auf programmübergreifende, strategische oder regionale Fragestellungen beziehen. Im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit erfolgt die Bewertung entlang von fünf Schlüsselkriterien, auf die sich die internationale Gebergemeinschaft im Ausschuss für Entwicklungshilfe der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung geeinigt hat: Relevanz, Effektivität, Effizienz, übergeordnete entwicklungspolitische Wirkungen und Nachhaltigkeit.