Globale Zentren für Klima und Umwelt sowie Gesundheit und Pandemievorsorge

Mann und Frau betrachten Pflanzen

Globale Herausforderungen können nur gemeinsam bewältigt werden. Vor dem Hintergrund dieser Überzeugung fördert der DAAD aus Mitteln des Auswärtigen Amtes den Aufbau von acht Globalen Zentren für Klima & Umwelt und für Gesundheit & Pandemievorsorge. Die internationale und interdisziplinäre Vernetzung der Zentren, die Zusammenarbeit mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sowie der Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis stehen dabei besonders im Mittelpunkt.

Hintergrund

Bei der Bewältigung globaler Herausforderungen kommt der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit über Fachgrenzen hinweg eine besondere Bedeutung zu, insbesondere auch zwischen Entwicklungs-/Schwellenländern und forschungsstarken Nationen. Lehre und Forschung müssen Herausforderungen wie den Klimawandel oder die Eindämmung von Pandemien global vernetzt denken und zugleich Lösungen entwickeln, die unterschiedliche Entwicklungsstände berücksichtigen und in diversen Kontexten erfolgversprechend sind. Dabei spielen sowohl akute Fragen der Eindämmung und Bekämpfung von Krisen als auch die Bewältigung der längerfristigen Folgen für die Gesellschaft, etwa in wirtschaftlicher oder sozialpolitischer Sicht, eine zentrale Rolle. Die Zentren werden an Hochschulen in Entwicklungs- und Schwellenländern angesiedelt, aber ganz gezielt auch mit Partnerinstitutionen in den Industrieländern kooperieren und untereinander vernetzt sein, so dass ein globales Netzwerk wissenschaftlicher Zusammenarbeit entsteht. 

Programmziele

Längerfristig haben die beiden Programme zum Ziel, einen Beitrag zu Wissensgenerierung-, transfer und -zirkulation in Klima- und Gesundheitsfragen zu leisten sowie die Leistungsfähigkeit und Internationalisierung der Hochschul-, Wissenschafts- und Innovationssysteme zu erhöhen. Sie begünstigen den engen Austausch zwischen Hochschul- und Wissenschaftseinrichtungen und hochschulexternen Akteuren. Damit tragen sie auch zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der Agenda 2030 bei, insbesondere zu SDG 3 (Gesundheit und Wohlergehen), SDGs 13 bis 15 (Klimaschutz, Leben unter Wasser, Leben an Land) und SDG 17 (Partnerschaften zur Erreichung der Ziele), aber je nach gewähltem Schwerpunkt auch zu anderen SDGs (beispielsweise SDGs 6, 7 oder 11). Als Einrichtungen des internationalen wissenschaftlichen Austauschs leisten sie außerdem einen Beitrag zur Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik (AKBP) der Bundesrepublik Deutschland. 
Die Zentren schaffen fachlich relevante Studien- und Promotionsmöglichkeiten für lokale und internationale Studierende und Nachwuchswissenschaftler.innen. Sie qualifizieren für den wissenschaftlichen und außerwissenschaftlichen Arbeitsmarkt in den Bereichen Klima & Umwelt und Gesundheit & Pandemievorsorge. Zudem tragen sie zum Kapazitätsaufbau in Forschung und Lehre sowie zum Wissenstransfer in die Praxis bei. 
Zur Erreichung dieser Ziele steht den Zentren eine breite Palette förderfähiger Maßnahmen zur Verfügung, wie etwa die Einrichtung eines Gastlehrstuhls und von Kurzzeitdozenturen, die Entwicklung von Master- und Doktorandenprogrammen oder die Vergabe von Stipendien für Studierende, Promovierende, Post-Docs und Wissenschaftler.innen. Digitale und hybride Formate in Lehre, Forschung, Kooperation und Transfer sollen da, wo es sinnvoll ist, besondere Berücksichtigung finden, auch mit Blick auf eine möglichst klima- und ressourcenschonende Projektdurchführung. 

gefördert durch:

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