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Profildaten zur Internationalität deutscher Hochschulen

Vier Hefte der DAAD Studie Internationalität an deutschen Hochschulen liegen auf einem Tisch

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), die Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH), die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und (seit 2018) die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) führen in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für empirische Studien (GES) ein Serviceprojekt zur Erhebung von Profildaten zur Internationalität der deutschen Hochschulen durch.

Im Anschluss an eine Pilotstudie in den Jahren 2009/2010 erfolgt seit 2011 eine jährliche Datenerhebung, um den Hochschulen, politischen Entscheidungsträgern und der interessierten Öffentlichkeit aktuelle Daten zur Einschätzung der Internationalisierung im Hochschulbereich zur Verfügung zu stellen. Hierbei werden ausschließlich Kennzahlen verwendet, die die am Projekt beteiligten Organisationen oder das Statistische Bundesamt bereits in systematischer Weise Daten erfassen (u. a. Destatis-Daten zum Ausländerstudium, DAAD- und AvH-Förderzahlen, Erasmus-Geförderte, Daten aus dem HRK-Hochschulkompass zu internationalen Studiengängen und internationalen Kooperationen). In die Auswertung zum Jahr 2017 wurden außerdem Daten zu Drittmitteln aufgenommen, die die Hochschulen bei der Europäischen Union eingeworben haben.

Die Daten werden nur in anonymisierter Form veröffentlicht, d.h. nur die Empfängerhochschule selbst erhält über die jährlich verschickten Hochschuldossiers die für sie ermittelten Daten, zusammen mit anonymisierten Vergleichsdaten anderer Hochschulen aus demselben Hochschul-Cluster. Gleichzeitig werden die Ergebnisse und die zeitliche Entwicklung aller Hochschul-Cluster in den jährlichen Gesamtberichten zusammengefasst, die auf dieser Seite heruntergeladen werden können. Inzwischen kann auf Daten aus einem Zeitraum von zehn Erhebungsjahren zurückgegriffen werden (2008-2017).

Die Hochschulen in Deutschland werden für die Ergebnisberichte in sechs Gruppen bzw. Hochschul-Cluster eingeteilt:

  • Technische Universitäten;
  • Große Universitäten (mehr als 20.000 Studierende);
  • Kleine Universitäten (bis 20.000 Studierende);
  • Große Fachhochschulen (mehr als 5.000 Studierende);
  • Kleine Fachhochschulen (bis 5.000 Studierende);
  • Kunst- und Musikhochschulen.

Durch diese Einteilung wird vermieden, dass Hochschulen miteinander verglichen werden, die aufgrund ihrer Spezifika von sehr unterschiedlichen Voraussetzungen ausgehen. Philosophisch-Theologische Hochschulen und staatliche Verwaltungshochschulen sind bei der Clusterbildung nicht berücksichtigt worden, da an diesen Hochschultypen nur von geringen internationalen Aktivitäten auszugehen ist.

Digitalisierung und Ausbau des Projekts

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung bewilligte im Dezember 2018 einen Antrag der Projektpartner zum Ausbau des Profildatenprojekts. Im Vordergrund steht die digitale Bereitstellung der Daten und die Flexibilisierung der Datennutzung. Unter dem Arbeitstitel „Internationalisierungsprofile deutscher Hochschulen“ wird eine benutzerfreundliche Online-Plattform entwickelt, die die flexible Nutzung und Auswertung der Daten ermöglichen soll und zusätzliche Indikatoren beinhaltet – insbesondere zur Internationalisierung der Forschung. Mittelfristig soll es den Hochschulen ermöglicht werden, individuell angepasste Datensammlungen zusammenzustellen, die dann als Grundlage für die hochschulinternen Entscheidungsprozesse dienen können. Das Datenportal soll durch Workshops und Beratungsangebote für die Hochschulen ergänzt werden, um es als zentrales Informations-, Monitoring- und Planungsinstrument auf Hochschulebene zu etablieren.