Internationalisation in Higher Education for Society (IHES) - Internationalisierung und gesellschaftliche Verantwortung zusammen denken

Wie kann Internationalisierung einen Beitrag zur Lösung drängender Gesellschaftsprobleme wie Flüchtlingsintegration, Radikalisierung, Populismus oder Sicherung der Demokratie leisten? Die vom DAAD in Auftrag gegebene Studie „Internationalisation in Higher Education for Society (IHES) – Concept, Current Research and Examples of Good Practice“ zeigt erste Lösungsansätze und versammelt Good-Practice-Beispiele.

Sie heißen „Making Heimat“, „SMiLE“ oder „FameLab“ und behandeln so unterschiedliche Themen wie Wissenschaftskommunikation, Fremdsprachenlehre oder Heimtatgefühle. Allen Projekten gemeinsam ist, dass sie die Internationalisierung der Hochschulbildung nutzen, um gesellschaftlichen Wandel auch außerhalb der Hochschulen anzustoßen oder voranzutreiben. Ziel der Studie ist es, ein Schlaglicht auf die gesellschaftliche Verantwortung der Hochschulen zu werfen und das Thema in Forschung und Praxis weiter voranzubringen.

Grafik zur IHES Studie

„Alle an unseren Mitgliedshochschulen geförderten Internationalisierungsprojekte entfalten gesellschaftliche Wirkung, entweder in Deutschland oder in den Partnerländern der Projekte“, so DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee in Bonn. Bislang habe aber ein konzeptioneller Ansatz gefehlt, um Wirkungen und Akteure außerhalb der Hochschulen als festen Bestandteil von Internationalisierungsmaßnahmen mitzudenken und bei der Umsetzung direkt einzubeziehen, so Mukherjee weiter.

„Wir wollen mit der Studie einen zentralen Beitrag dazu leisten, eine Systematisierung des Konzeptes von International Higher Education for Society (IHES), also Internationalisierung für die Gesellschaft, zu ermöglichen. Besonders wichtig ist uns, gute Ansätze und Beispiele aus der Praxis zu sammeln, die unseren Mitgliedshochschulen helfen, voneinander zu lernen und IHES so weiter voranzutreiben“, so auch DAAD-Generalsekretärin Dr. Dorothea Rüland.

Die Studie zeige, dass Hochschulen, die ihre Internationalisierung intensiv vorantrieben, damit auch wichtige Beiträge zur positiven Entwicklung des regionalen Umfelds ihrer Hochschulen und der jeweiligen Partnerhochschulen im Ausland leisten könnten, so Rüland. Dieses Potenzial liege bislang noch zu oft brach, zudem fehlten unter anderem strukturierte Fördermaßnahmen. „Wir werden daher zukünftig die Einbeziehung außerhochschulischer Akteure und Wirkungen im Rahmen unserer Fördermaßnahmen noch gezielter unterstützen entsprechende Komponenten in aktuelle und neue Programme einbauen“, sagte Dorothea Rüland.

Die Studie als

Ansprechpartner

Dr. Jan Kercher
Experte für externe Studien & Statistiken
Referat Forschung und Studien – S15
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