Menschenwürdiges Wohnen für alle ermöglichen
Einsatz für die Ärmsten – mit der Kraft der Gemeinschaft: DAAD-Alumna Dr. Rosaleda Reynoso Arias studierte Städtebau, Stadtsoziologie und Stadtplanung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und promovierte mit einem DAAD-Forschungsstipendium an der Universität Stuttgart in Urbanismus. Später kehrte sie in die Dominikanische Republik zurück, um in ihrem Herkunftsland benachteiligte Menschen zu unterstützen.
Im Projekt „Casita para la vida“ (Häuschen fürs Leben) sanieren Helfende gemeinsam mit der Familie marode Dächer, ersetzen Holzwände durch Zement und verlegen Wasserrohre für eine Anbindung an die Kanalisation. Alles mit dem Ziel, Wohnraum zu schaffen und menschenwürdiges Wohnen auch für einkommensschwache Familien in informellen Siedlungen zu ermöglichen. Reynoso Arias und ihr Team sammeln Spenden und kaufen Materialien für Hausreparaturen und den Bau neuer Häuser. „So können wir diesen Familien bessere Lebensbedingungen bieten.“ Momentan arbeitet sie daran, das Projekt systematischer aufzubauen, um mehr Familien zu erreichen.
Austausch bedeutet für Rosaleda Reynoso Arias alles: Seit 2015 ist sie ehrenamtlich als „Botschafterin“ und regionale DAAD-Verbindungsperson (‚enlaces‘) in der Dominikanischen Republik tätig. Sie begleitet dabei die Anbahnung möglicher Hochschulkooperationen und stellt Verbindungen zu Politik und Wirtschaft her. Vor allem aber unterstützt sie den DAAD bei der Bewerbung von Stipendienprogrammen an Hochschulen und auf Messen, bei Vorträgen und Veranstaltungen, gibt Bewerbungstrainings und leistet individuelle Beratungsarbeit. „Mit dieser Arbeit kann ich etwas von den Chancen zurückgeben, die ich durch das Stipendium erhalten habe.“
Für ihr Engagement im deutsch-lateinamerikanischen Austausch wurde Rosaleda Reynoso Arias, die 2024 für das Amt der Bürgermeisterin in Santo Domingo kandidiert hatte, mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
Sarah Kanning (21. Oktober 2025)