Praxispartnerschaften zwischen Hochschulen und Unternehmen in Deutschland und in Entwicklungsländern

Zwei Studenten in der Bibliothek

Seit 2012 fördert das Programm „Praxispartnerschaften zwischen Hochschulen und Unternehmen in Deutschland und in Entwicklungsländern“ die Entwicklung arbeitsmarktrelevanter und praxisnaher Studiengänge, die dem lokalen Kontext und dem Stand der Wissenschaft entsprechen.

Hintergrund

Der Wohlstand einer Volkswirtschaft hängt auch in (afrikanischen) Entwicklungs- und Schwellenländern (ESL) zunehmend von der Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitnehmer ab. Die individuellen Perspektiven von Hochschulabsolventen sind zudem zentral von der Passgenauigkeit ihrer Ausbildung auf die Anforderungen des Berufslebens abhängig. Die Lücke zwischen (abstrakter) Hochschulbildung und (konkreter) beruflicher Anwendbarkeit stellt also sowohl auf der individuellen als auch auf der gesellschaftlichen Ebene ein Problem dar, zudem angesichts zunehmender globaler Herausforderungen. Eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Wirtschaft ist daher notwendig. Sie stärkt den Praxisbezug in Studiengängen und sichert damit sowohl die Beschäftigungsfähigkeit der Absolventen als auch ein Reservoir gut ausgebildeter Arbeitskräfte, wirkt dem Brain drain entgegen und ermöglicht zudem den Transfer innovativer Forschungsergebnisse in die berufliche Praxis, indem Netzwerke zwischen Hochschule und Wirtschaft gestärkt und der Austausch forciert werden.

Programmziele

Durch das Programm der „Praxispartnerschaften“ soll besonders dieser Wissenstransfer zwischen Hochschule und Wirtschaft gefördert werden, um zur Verzahnung von Hochschule und Wirtschaft beizutragen und den Dialog auszubauen. Mittelfristig leistet das Programm einen Beitrag dazu, dass die Ausbildung an Hochschulen den Anforderungen und Entwicklungen des Arbeitsmarktes besser gerecht wird. Der Wissenstransfer zwischen Hochschule und Wirtschaft soll gefördert werden, damit Absolventen den Anforderungen und Entwicklungen des Arbeitsmarktes besser gerecht werden. Im Rahmen der geförderten Praxispartnerschaften sollen tragfähige Strukturen der Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Institutionen und Wirtschaftspartnern etabliert werden.
Im Kontext der Sonderinitiative Ausbildung und Beschäftigung leistet das Programm einen Beitrag zur stärkeren Praxisorientierung der Hochschulbildung in den folgenden, für die Sonderinitiative relevanten Ländern und Themenbereichen:

    Äthiopien: Textilsektor
    Cote d’Ivoire: Agro-Business, lebensmittelverarbeitende Industrie
    Ghana: Verbrauchsgüter (einschließlich lebensmittelverarbeitende Industrie)
    Marokko: Automobilsektor, Agro-Business, lebensmittelverarbeitende Industrie
    Senegal: Agro-Business, lebensmittelverarbeitende Industrie
    Tunesien: Automobilsektor, Luftfahrt/Aeronautik

Indem in diesen Feldern die Lücke zwischen der eher theoretisch orientierten Hochschulbildung und der praxisorientierten Wirtschaft geschlossen wird, stehen perspektivisch für den Arbeitsmarkt in den betreffenden Ländern mehr gut qualifizierte Absolventen zur Verfügung, was sich mittelfristig positiv auf das Investitionsklima auswirkt.

 

 

Gefördert von:

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