Hochschulexzellenz in der Entwicklungszusammenarbeit – exceed

Gruppenfoto_Menschen stehen vor einem Gebäude

Mit dem Förderprogramm „exceed – Hochschulexzellenz in der Entwicklungszusammenarbeit“ fördert der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) internationale Hochschulnetzwerke auf vier Kontinenten. 

Hintergrund

Logo DAAD exceed

Seit dem Programmstart im Jahr 2009 bündelt exceed das entwicklungs-politische Engagement deutscher Hochschulen mit universitären und außeruniversitären Partnerinstitutionen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Orientierungsrahmen ist dabei die Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs). exceed bringt deutsche Hochschulen mit Partneruniversitäten im Globalen Süden zusammen – mit dem gemeinsamen Ziel, Antworten auf globale Herausforderungen zu finden. 

2009–2019: Aufbauphase des Programms 

Mit Beginn der Förderung durch den DAAD haben die exceed-Vorhaben entscheidend zum Aufbau und zur Konsolidierung internationaler Hochschulpartnerschaften im Sinne der Agenda 2030 beigetragen. Sie unterstützen Partnerhochschulen im Globalen Süden beim Aufbau nachhaltiger Strukturen, der Einführung international standardisierter Master- und Promotionsprogramme sowie bei der Qualifizierung künftiger Fach- und Führungskräfte in Lehre, Forschung und Wissenstransfer. 

2020–2029: Ausbau und thematische Weiterentwicklung 

In der aktuellen Förderphase stehen der Auf- und Ausbau neuer Netzwerke sowie die Stärkung der Internationalisierung in Lehre und Forschung im Zentrum. Dabei richtet sich der Fokus der exceed-Netzwerke gezielt auf die Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen. Die Entwicklung und bedarfsgerechte Anpassung von Curricula an aktuelle wissenschaftliche Standards sowie eine Vielzahl von Workshops, Summer Schools und internationalen Konferenzen fördern den Austausch zwischen Hochschulen, Praxis und Politik. Zugleich wird das internationale Profil der exceed-Netzwerke weiter geschärft, herausragende Fach- und Führungskräfte auf Master- und Promotionsniveau qualifiziert und Chancengerechtigkeit gezielt gestärkt – insbesondere durch die Förderung von Frauen und benachteiligten Gruppen. Darüber hinaus entstehen zahlreiche Forschungsprojekte und Publikationen zu entwicklungspolitisch relevanten Themen im Rahmen der Agenda 2030. 

Programmziele

Das Programm „exceed – Hochschulexzellenz in der Entwicklungszusammenarbeit“ verfolgt das Ziel, das entwicklungspolitische Engagement deutscher Hochschulen und ihrer Partnerinstitutionen im Globalen Süden gezielt zu stärken und systematisch für die deutsche und internationale Entwicklungszusammenarbeit nutzbar zu machen. Zentral ist dabei die Idee, akademische Partnerschaften so zu gestalten, dass sie zur Lösung globaler Herausforderungen beitragen – im Einklang mit den Zielen der Agenda 2030. 

Studierende und Absolvent*innen werden durch das Programm gezielt darauf vorbereitet, künftig Verantwortung zu übernehmen und aktiv zur nachhaltigen Entwicklung in ihren Herkunftsregionen oder im internationalen Kontext beizutragen. 

Langfristig verfolgt das exceed-Programm folgende Wirkungen: 

  • Die beteiligten Hochschulen erwerben anwendungsbezogene Expertise in der Entwicklungszusammenarbeit. 
  • Es entstehen tragfähige Netzwerke mit außeruniversitären Partnern – unter besonderer Berücksichtigung von Frauen und benachteiligten Gruppen. 
  • Die Netzwerke entwickeln praxisnahe Lösungsansätze für zentrale Entwicklungsfragen. 
  • Absolventinnen und Absolventen der geförderten Studiengänge wirken aktiv an der Bewältigung gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen mit. 

Mittelfristig zielt das Förderprogramm darauf ab: 

  • Die Netzwerke organisieren sich dezentral und professionell – auf Grundlage transparenter Abläufe und klarer Entscheidungsprozesse. 
  • Strategien zur Sicherung des Wissenstransfers und der langfristigen Wirkung werden gemeinsam mit außeruniversitären Partnern entwickelt und umgesetzt. 
  • Forschungsergebnisse zu entwicklungspolitischen Themen liegen vor und werden zielgruppengerecht verbreitet. 
  • Masterstudierende sowie Doktorandinnen und Doktoranden schließen ihre Studien bzw. Promotionsvorhaben erfolgreich ab und finden ihrer Qualifikation entsprechende berufliche Perspektiven. 
  • Die beteiligten Hochschulen bieten praxisnahe, forschungsbasierte Studiengänge auf Master- und Promotionsebene an. 
  • Digitale und IKT-gestützte Lehr- und Betreuungsformate werden systematisch weiterentwickelt und integriert. 

Wer wird gefördert?

Aktuell werden im Rahmen des exceed-Programms sieben interdisziplinäre Netzwerke gefördert, die sich mit globalen Herausforderungen befassen. Gemeinsam mit Partnerinstitutionen im Globalen Süden arbeiten deutsche Hochschulen an praxisnahen Lösungen für nachhaltige Entwicklung. 

Die thematischen Schwerpunkte der Netzwerke sind breit gefächert: Sie reichen von nachhaltiger Energieversorgung über Gesundheit und soziale Teilhabe bis hin zu Fragen der Stadtentwicklung, der globalen Gerechtigkeit und des Arbeitsmarktzugangs. 

  • Nachhaltige Energien, Unternehmertum und Entwicklung 
  • Globale Gesundheit im One-Health-Ansatz 
  • Globale Partnerschaften für die Agenda 2030 
  • Nexus-Ansätze für nachhaltige Entwicklung  
  • Raumbezogene Methoden für nachhaltige Stadtentwicklung 
  • Berufliche Qualifizierung und Kompetenzerwerb für den Arbeitsmarkt 
  • Soziale Arbeit und Stärkung von NGOs in der Entwicklungszusammenarbeit 

 

Diese sieben Netzwerke vereinen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Lehrende und Studierende aus verschiedenen Disziplinen. Sie bündeln Wissen, stärken regionale Handlungskompetenzen und leisten konkrete Beiträge zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs). 

Die einzelnen Netzwerke:  

Gefördert von:

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