Verbundpartner

Eine nachhaltige Digitalisierung der Bildung erfordert Lösungen, die den dynamischen Anforderungen der Nutzenden gerecht werden. Dies betrifft nicht nur Lernende und Lehrende, sondern auch Bildungsträger, Anbieter und viele weitere Akteure. Am BIRD-Projekt arbeitete deshalb ein breit aufgestelltes Konsortium von Projektpartnern, die wissenschaftliche, technische, gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Dimensionen des Vernetzungsvorhabens erforschten.

Ein große Gruppe vor einer alten Steinmauer

Die BIRD-Konsortialpartner und ihre Zuständigkeiten im Projekt:

Logo Universität Potsdam

Die Universität Potsdam übernahm die Gesamtkoordination im Projekt und spielte eine zentrale Rolle bei der wissenschaftlichen, technischen und didaktischen Konzeption, Entwicklung und Evaluierung der prototypischen Vernetzungsinfrastruktur. Der Lehrstuhl für Komplexe Multimediale Anwendungsarchitekturen brachte dabei seine umfassende Expertise in föderierten IT-Systemen und Bildungstechnologie ein. Die Gruppe verantwortet zudem die Architekturkonzeption sowie die prototypische Umsetzung systemübergreifender Portallösungen. Ergänzt wurde dieser Fokus durch das Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZELB) sowie das Zentrum für Informationstechnologie und Medienmanagement (ZIM), das seine Kompetenzen in Bildungstechnologie, Betrieb und Integration digitaler Dienste in das Projekt einbrachte. Die Universität Potsdam griff dabei auf fundierte Vorerfahrungen aus Projekten wie Campus.UP zurück, in denen bereits die Integration komplexer IT-Systeme sowie der Aufbau serviceorientierter, nutzungszentrierter Bildungsportale erfolgreich umgesetzt wurden.

Logo DAAD

Durch die Teilhabe am Aufbau eines Prototyps für den digitalen nationalen Bildungsraum brachte der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) e.V. mit seiner jahrelangen Expertise des nationalen und internationalen Hochschulsektors wichtige Anknüpfungspunkte für den internationalen Bildungssektor sowie die Europäische Anschlussfähigkeit der Meta-Plattform mit. Die beabsichtigte prototypische Entwicklung einer Nationalen Digitalen Bildungsplattform bot vielfältige Synergien mit der Europäischen Initiative und gewährleistete, auch durch andere vom BMBF geförderte DAAD-Projekte, wie der Digitale Campus, die Berücksichtigung der internationalen Perspektive. Durch den Digitalen Campus und darin integrierte Services wie das DAAD-Informations- und Beratungsangebot My GUIDE und weitere Qualifizierungsangebote für internationale Studieninteressierte wurde einerseits Prozess-Know-How für internationale Mobilitäts- und Austauschverfahren bereitgestellt und andererseits ein auf die Zielgruppe ‘internationale Studierende’ zugeschnittenes Lehr-Lernangebot mit den digitalen Kollaborations-, Dokumentations- und Reflexionswerkzeugen sowie den über das Portal erschlossene Services erprobt.

Logo Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) übernahm eine zentrale Rolle bei der konzeptionellen und experimentellen Erprobung neuer Ansätze für digitale Bildungsräume. Mit dem Schwerpunkt auf dem "Experimentierlabor digitaler Bildungsraum" schaffte die OVGU einen Raum, in dem innovative Komponenten, Technologien und Nutzungsszenarien unter realitätsnahen Bedingungen getestet werden konnten. Ziel war es, technische, organisatorische und didaktische Lösungen iterativ weiterzuentwickeln und im Zusammenspiel mit anderen Projektteilen auf ihre Praxistauglichkeit zu prüfen. Dabei brachte die OVGU umfassende Expertise in der Modellierung verteilter Systeme, digitalen Plattformarchitekturen sowie im Aufbau und der Evaluation technischer Testumgebungen ein. Das Experimentierlabor bildete eine wichtige Brücke zwischen der konzeptionellen Entwicklung der digitalen Vernetzungsinfrastruktur und ihrer konkreten Anwendbarkeit in unterschiedlichen Bildungskontexten.

Logo gast

Die Gesellschaft für akademische Studienvorbereitung und Testentwicklung e.V. (g.a.s.t.) brachte ihre langjährige Erfahrung in der Entwicklung und dem Betrieb digitaler Prüfungs-, Lern- und Beratungssysteme in das Projekt ein. Im Rahmen der Technologie- und Infrastrukturentwicklung arbeitete g.a.s.t. an der Konzeption und Umsetzung von Schnittstellen, Komponenten und technischen Diensten, die eine sichere, interoperable und skalierbare Vernetzung bestehender Bildungsangebote ermöglichen. Besonderes Augenmerk lag dabei auf standardisierten Prozessen zur Authentifizierung, Autorisierung sowie zur datenschutzkonformen Übertragung und Verarbeitung von Bildungsdaten. Mit ihrer technologischen Expertise unterstützte g.a.s.t. das Projekt maßgeblich bei der Umsetzung einer föderierten digitalen Infrastruktur, die unterschiedliche Systeme und Akteure im Bildungsbereich effizient miteinander verbindet.

Logo Bündnis für Bildung

Das Bündnis für Bildung e.V. brachte die Perspektive eines branchenübergreifenden Netzwerks ein, das über 125 Akteur:innen aus Bildung, IT-Wirtschaft und Zivilgesellschaft vereint. Im Projekt unterstützte das BfB insbesondere die Community-orientierte Ausrichtung des Vorhabens: durch Vernetzungsaktivitäten, Dissemination und den strukturierten Dialog mit Bildungsanbietern und Lösungsanbietern. Mit seiner Erfahrung im Bereich digitaler Bildungsökosysteme trug das BfB dazu bei, Anforderungen aus der Praxis frühzeitig in den Entwicklungsprozess einzubinden und so die Anschlussfähigkeit der Infrastruktur zu stärken.

Logo edu-sharing

Der edu-sharing-Network e.V. wirkte mit seinen Kompetenzen bei der Metadatengenerierung u. a. mittels Einbindung von Machine Learning Services bei der Feinkonzeption und Umsetzung der technischen Infrastruktur mit, speziell im Bereich der Content-Infrastruktur. Dabei wurden die Erfahrungen und der Inhaltepool von WirLernenOnline übertragen bzw. angeschlossen. Zur praxisorientierten Gestaltung von Nutzungsszenarien unterstützte der Verein den Austausch mit der Open Education und Open Source Community.

Logo Technische Universität Berlin

Die Technische Universität Berlin war für zentrale Aufgaben in der Technologie- und Infrastrukturentwicklung verantwortlich. Sie brachte ihre langjährige Erfahrung in der Konzeption, Entwicklung und Integration verteilter IT-Systeme im Hochschulbereich ein – insbesondere im Umgang mit komplexen Datenflüssen, föderierten Schnittstellen und digitalen Nachweissystemen. Der Schwerpunkt lag auf der Umsetzung einer Middleware zur Koordination von Metadaten-Repositories, der Entwicklung standardisierter Konnektoren sowie der Validierung und Transformation digitaler Leistungsnachweise.

Logo GWDG

Die Gesellschaft für Wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen greift auf umfangreiche Erfahrungen im Aufbau skalierbarer OER-Infrastrukturen auf nationaler und europäischer Ebene zurück (JOINTLY, Up2U) und unterstützt deren Vernetzung und Anbindung. Darin entwickelte Handlungsempfehlungen und Standards, die sich mit der Vernetzung und Interoperabilität von Bildungsinfrastrukturen befassen, werden in verschiedenen OER-Projekten eingesetzt und ermöglichen einen einfachen Datenaustausch zwischen Plattformen.

Logo MathPlan

Die MathPlan GmbH brachte technische Expertise in der Entwicklung föderierter Schnittstellen, API-Design und datenbasierter Backend-Komponenten ein. Schwerpunkte lagen im Metadatenmanagement, der Systemintegration sowie in der Umsetzung interoperabler Dienste für die Referenzarchitektur. Das interdisziplinäre Team kombinierte Erfahrung in Softwareentwicklung, Datenmodellierung und technischer Beratung.

Logo FernUniversität in Hagen

Die Fernuniversität in Hagen trug ihre Expertise in Bildungstechnologie und mediendidaktischer Forschung bei. Sie fokussierte sich insbesondere auf die Gestaltung nutzerzentrierter digitaler Lernumgebungen und die Entwicklung von Konzepten zur Unterstützung individueller Lernprozesse. Im Projekt lag ihr Schwerpunkt auf der Erforschung von Nutzer:innenverhalten sowie der Evaluation von digitalen Vernetzungsinfrastrukturen, um die Akzeptanz und Wirksamkeit der entwickelten Lösungen zu fördern.

 

Logo T-Systems

T-Systems International GmbH übernahm Aufgaben im Bereich der technischen Infrastruktur und des Systembetriebs. Das Unternehmen stellte eine dedizierte Umgebung zur Verfügung, in der zentrale Komponenten der Referenzarchitektur (Certificate Authority, Wallet-Connector und Signaturdienste) entwickelt, integriert und getestet wurden. Mit ihrer Erfahrung im Aufbau sicherer und interoperabler IT-Systeme unterstützte T-Systems die technische Erprobung grundlegender Bausteine der digitalen Vernetzungsinfrastruktur.

 

 

Neben den geförderten Institutionen waren im Verlauf des Projekts zudem folgende externe Akteure durch beauftragte Leistungen beteiligt: VM.PL sp. z o.o.; Prodyna SE; Snoopmedia GmbH; j&s-soft AG; Hochschule der Medien (HdM); SemaLogic UG; bridgefield GmbH; TrainSpot sowie das Forschungszentrum Informatik (FZI). Ihre Beiträge haben das Projekt durch ergänzende Expertise und technische Unterstützung maßgeblich bereichert.