Das passende Studium

Letzte Aktualisierung: September 2017

Ob Bachelor, Master, Staatsexamen oder Promotion: Das Angebot an Studiengängen und Abschlüssen in Deutschland ist groß. Es lohnt sich, die Unterschiede zu kennen.

Bachelor und Master

Der Bachelor ist der erste Hochschulabschluss. Er vermittelt die Grundlagen in einem Fach und wird als vollwertiges Studium anerkannt. Danach kann man direkt ins Berufsleben starten. Die häufigsten Bachelorgrade sind Bachelor of Arts (B.A.), Bachelor of Science (B.Sc.) und Bachelor of Engineering (B.Eng.).

Besonderheiten:

  • Regelstudienzeit: meist sechs Semester
  • ein Fach (Standard) oder zwei Fächer (zwei Hauptfächer oder Hauptfach und Nebenfach)
  • Vorteile: kurze Studiendauer, Flexibilität bei der späteren Spezialisierung

Wer nach dem Bachelor weiter studieren möchte, kann einen Master als zweiten Hochschulabschluss anstreben.

Besonderheiten:

  • Voraussetzung: abgeschlossenes Bachelorstudium (oder gleichwertiges Studium)
  • Regelstudienzeit zwischen zwei und vier Semestern
  • dient zum Beispiel dazu, Fachwissen aus dem Bachelor zu vertiefen, zu erweitern oder sich zu spezialisieren
  • bereitet auf wissenschaftliche Arbeit an Hochschulen vor; eine anschließende Promotion ist möglich
  • wird in manchen Berufsfeldern als Voraussetzung verlangt

Bachelor- und Masterstudiengänge finden

Es gibt mehr als 17.000 Bachelor- und Masterstudiengänge in Deutschland. In verschiedenen Datenbanken können Sie nach bestimmten Studiengängen suchen:

TIPP: Die Hochschulen listen alle Studiengänge, die sie anbieten, mit Informationen zu Inhalten und Bewerbung auf ihren Websites auf. Erster Ansprechpartner ist immer das Akademische Auslandsamt der jeweiligen Hochschule.

Staatsexamen

Manche Studiengänge schließen mit dem Staatsexamen ab. Das heißt, dass die Abschlussprüfung der Studierenden von einem staatlichen Ausschuss organisiert und abgenommen wird. Wer in Deutschland als Arzt, Anwalt, Lehrer oder Pharmazeut arbeiten möchte, braucht ein Staatsexamen.

Besonderheiten:

  • Abschluss des theoretischen Studiums mit dem ersten Staatsexamen
  • anschließende praktische Ausbildungsphase, die mit dem zweiten Staatsexamen endet

TIPP: Internationale Studierende sollten vorher unbedingt klären, ob dieser Abschluss in ihrem Heimatland anerkannt wird. In der Studiengangssuche des DAAD können Sie Studienfächer recherchieren, die mit dem Staatsexamen abschließen.

Promotion

Während des Promotionsstudiums wird eine komplexe wissenschaftliche Forschungsarbeit in einem bestimmten Fach angefertigt, die Dissertation oder Doktorarbeit. Die Dauer ist abhängig von dem jeweiligen Forschungsthema. Am Ende steht die Verleihung des Doktortitels.

Besonderheiten:

  • traditionelles Modell: freie, selbstbestimmte Arbeit an der Dissertation, Betreuung durch einen Professor der Fakultät, Dauer: etwa zwei bis fünf Jahre
  • strukturierte Promotion: oft auf drei Jahre begrenzt, festgelegte Arbeitszeiträume, mehrere betreuende Wissenschaftler, Beispiele: Graduiertenkollegs, Graduate Schools, Internationale Promotionsprogramme

Promotionsprogramme finden

2015 haben in Deutschland 27.707 Studierende promoviert. In diesen Datenbanken können Sie nach Promotionsangeboten suchen:

TIPP: Wenn Sie frei promovieren wollen, müssen Sie zunächst einen Doktorvater finden, der von Ihrer Forschungsarbeit überzeugt ist und Sie betreut. Informieren Sie sich rechtzeitig, für welche Hochschule und welchen Forschungsschwerpunkt ihre Arbeit in Frage kommt, zum Beispiel hier.

Welches Studium passt?

Wer noch nicht sicher ist, was er studieren möchte, sollte gründlich über seine Interessen und Fähigkeiten nachdenken. Im Internet gibt es einige Orientierungstests, die dabei helfen: