Neue Helmut-Schmidt-Professorin an der Johns-Hopkins-Universität

DAAD-Lehrstühle USA

Prof. Dr. Marina Henke, Professorin für Internationale Beziehungen an der Hertie School, übernimmt die renommierte Helmut-Schmidt-Gastprofessur am ‚Henry A. Kissinger Center for Global Affairs‘ der Johns-Hopkins-Universität in den USA. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert den Gastlehrstuhl aus Mitteln des Auswärtigen Amts.

Porträtbild Prof. Dr. Marina Henke


„Mit Marina Henke konnten wir eine international ausgewiesene Expertin für europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik für die Helmut-Schmidt-Professur an einer der renommiertesten Forschungsuniversitäten der Vereinigten Staaten gewinnen. Wir freuen uns daher sehr, dass sie ab Herbst am Kissinger Center gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der Johns-Hopkins-Universität zu sicherheitspolitischen Themen forschen wird. Wir erhoffen uns von ihrer Gastprofessur neue Perspektiven und Impulse zu aktuellen und zukünftigen Sicherheitsfragen. Mit ihrer Arbeit in den USA leistet sie zudem einen wichtigen Beitrag zum Ausbau des transatlantischen, wissenschaftlichen Dialogs“, sagte Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). 

Expertin für Sicherheits- und Verteidigungspolitik

Henke studierte Wirtschaftswissenschaften, Politik, Lateinamerika- sowie Entwicklungsstudien an der Sciences Po in Paris sowie der London School of Economics. Sie promovierte an der Princeton University und ist Professorin für internationale Beziehungen an der Hertie School in Berlin und Direktorin des ‚Centre for International Security‘. Zuvor lehrte Henke an der Northwestern University und der Princeton University in den USA. Ihre Forschungsthemen sind ‚Grand Strategy‘, Nukleare Sicherheit und europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik.

Helmut-Schmidt-Professur

Die Helmut-Schmidt-Gastprofessur am ‚Henry A. Kissinger Center for Global Affairs‘ der ‚Johns Hopkins University School of Advanced International Studies‘ (SAIS) wird seit 2018 vom DAAD mit Mitteln des Auswärtigen Amts gefördert. Der Gastlehrstuhl wurde zu Ehren des ehemaligen deutschen Bundeskanzlers Helmut Schmidt eingerichtet und erinnert an seine Freundschaft zum ehemaligen US-Außenminister Henry Kissinger, der kürzlich seinen 100. Geburtstag feierte. Die Gastprofessur wird jeweils für ein bis zwei Jahre mit einer renommierten Wissenschaftlerin oder einem renommierten Wissenschaftler einer deutschen Universität oder Forschungseinrichtung besetzt und fördert die transatlantische Zusammenarbeit zur Bewältigung globaler Herausforderungen. Neben der Gastprofessur unterstützt der DAAD zwei Postdoktorandenstellen an der Universität. Zudem werden Publikationen und Veranstaltungen gefördert, beispielsweise eine jährliche Konferenz in Deutschland sowie ein Workshop für den wissenschaftlichen Nachwuchs und politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in Washington, D.C.

Johns-Hopkins-Universität

Die 1876 gegründete Johns-Hopkins-Universität zählt zu den renommiertesten Wissenschaftsinstitutionen der USA und blickt auf Verbindungen zu derzeit rund 30 Nobelpreisträgern und Nobelpreisträgerinnen zurück. Die ‚School of Advanced International Studies‘ (SAIS) ist Teil der Universität und vermittelt Masterstudierenden und Promovierenden an den Standorten Bologna (Italien), Nanjing (China) und Washington, D.C. (USA) eine umfassende Perspektive auf internationale Beziehungen und die Herausforderungen der globalisierten Welt. Das 2016 gegründete ‚Henry A. Kissinger Center for Global Affairs‘ an der SAIS (Standort Washington, D.C.) bringt international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Außenpolitik und internationale Sicherheit zusammen. Aktuelle Forschungsthemen des Centers sind unter anderem die Rückkehr der Großmachtpolitik, China und der Einfluss von neuen Bedrohungen wie dem Klimawandel, künstlicher Intelligenz und Cyberkriegsführung auf die internationalen Beziehungen.