Digitale Internationalität

DAAD unterstützt virtuelle Hochschulkooperationen

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert ab heute 60 neue Projekte zur virtuellen Hochschulzusammenarbeit im Programm „International Virtual Academic Collaboration (IVAC)“. Die Projekte an 46 Hochschulen werden bis Ende 2022 aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert. In einer ersten Ausschreibung waren bereits 61 grenzüberschreitende digitale Hochschulkollaborationen gefördert worden.

Frau sitzend am Laptop

Die anhaltende Corona-Pandemie verändert die Lehre an den Hochschulen in Deutschland und weltweit und beeinträchtigt die internationale Studierendenmobilität. An vielen Hochschulen ist die Anwesenheit vor Ort weiterhin kaum möglich, internationale Studienaufenthalte sind oftmals nur unter großen Herausforderungen umsetzbar. Zum zweiten Mal hat der DAAD daher aus Mitteln des BMBF das Förderprogramm IVAC ausgeschrieben. Ziel ist es, digitales Lernen und Arbeiten an den Hochschulen weiterzuentwickeln und internationale Hochschulzusammenarbeit grenzübergreifend zu gestalten.

Mit dem Programm IVAC unterstützt der DAAD sowohl einzelne Lehrende als auch Hochschulen darin, internationale Hochschulkooperationen und weltweite Mobilität digital zu vertiefen. IVAC bietet dazu vielfältige Fördermöglichkeiten vom Aufbau innovativer Kollaborationsformate über den Ausbau digitaler Kompetenzen von Hochschulbeschäftigen und Studierenden bis hin zu hochschulübergreifenden Digitalisierungsprozessen in Studium, Lehre oder Mobilität.

Die Projekte decken dabei eine große inhaltliche Spannbreite ab: Das interdisziplinäre Kooperationsprojekt „(In)Visible Women in Social Sciences and Social Work“ der Evangelischen Hochschule Dresden mit Partnerhochschulen in Finnland und Österreich konzentriert sich auf Themen zu den UN-Nachhaltigkeitszielen „Hochwertige Bildung“ und „Geschlechtergerechtigkeit“. In digitalen Kollaborationsformaten werden Studierendenteams so genannte ‚Educational Comics‘ erarbeiten, die anschließend als Lehrmaterialien der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Virtuelles Co-Teaching und Co-Learning beim Wasser- und Energiemanagement steht hingegen beim gemeinsamen Projekt der RWTH Aachen und der Polytechnischen Universität Mailand im Mittelpunkt. Hier arbeiten Studierende als digitale Avatare gemeinsam an Semesterprojekten.