Die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften/Fachhochschulen (HAW/FH)

Zwei Studierende im Labor

Hohe Qualität der Lehre bei starkem Praxisbezug und Nähe zur Wirtschaft – das bieten die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften/Fachhochschulen (HAW/FH). Dank der engen Vernetzung mit regionalen, aber auch internationalen Unternehmen haben Absolventinnen und Absolventen gute Karrierechancen. Auch internationalen Studierenden eröffnen sich durch ein Studium an einer HAW/FH vielfältige Möglichkeiten, diesen besonderen Anwendungsbezug für ihren persönlichen Weg in eine erfolgreiche Karriere zu nutzen.

Das Konzept der HAW/FH

Die ersten HAW/FH wurden vor etwa 50 Jahren als sogenannte „Fachhochschulen“ gegründet. Viele der HAW/FH führen heute den Titel „Hochschule für angewandte Wissenschaften“. Die über 200 HAW/FH mit Fokus auf anwendungsbezogene Forschung und Lehre sind neben den Universitäten, die stärker auf Grundlagenforschung setzen, ein wichtiger Bestandteil der deutschen Hochschul- und Forschungslandschaft. Zu ihren Stärken zählen moderne Lehr- und Lernbedingungen und relativ kleine Unterrichtsgruppen. Im Fokus stehen dabei stets der Anwendungsbezug und die Ausrichtung auf berufliche Anforderungen. Zum Alltag gehören Praxisübungen, zum Beispiel in Laboren oder in technischen Projektgruppen. Zudem sind Praktika oder Praxissemester im Normalfall Pflicht.

Das Angebot und die Voraussetzungen

Aufgrund der Vermittlung von berufsrelevanten Fähigkeiten ist das Fächerspektrum an HAW/FH im Vergleich zu Universitäten eingeschränkter. Der Schwerpunkt liegt auf technisch-ingenieurwissenschaftlichen, wirtschaftswissenschaftlichen, gestalterischen und sozialwissenschaftlichen . Zudem gibt es Bachelor- und Masterangebote aus dem Bereich des Gesundheitswesens. Dabei orientiert sich neben der Lehre auch die Forschung an der Praxis: Ein wesentlicher Grundpfeiler des Konzepts ist die Kooperation zwischen Praxispartnern und den Hochschulen. Bewerberinnen und Bewerber für eine HAW/FH-Professur müssen eine mehrjährige Berufserfahrung nachweisen. Das ist zum Vorteil der Studierenden, die von dem praktischen Wissen und persönlichen Kontakten zu Unternehmen profitieren.

Wer sich an einer deutschen HAW/FH einschreiben möchte, muss eine Hochschulzugangsberechtigung besitzen. Das sind zum Beispiel die oder eine . Bestimmte öffnen ebenfalls den Weg an die HAW/FH. Je nach Fach und Studiengang sind oft auch ein Vorpraktikum, eine Berufsausbildung oder ein einjähriges Fachpraktikum nachzuweisen.

Sogenannte bieten die Möglichkeit, die notwendigen Kenntnisse für bestimmte Studienfächer zu erwerben, sollten diese noch nicht ausreichend vorhanden sein. Internationale Studierende können sich in der einen ersten Überblick verschaffen und sollten sich darüber hinaus zeitnah bei der HAW/FH ihres Interesses über die spezifischen Zulassungsbedingungen für ihr Wunschprogramm informieren.

Die sind Ansprechpartner und beantworten Fragen zu Studienvoraussetzungen, zu den einzelnen Studiengängen und zur Planung des Studiums und des Aufenthalts in Deutschland.

Nähe zu Praxispartnern bietet Chancen auch für internationale Studierende

Die HAW/FH gelten als Motor für die regionale Entwicklung und Innovationskraft. Forschungsergebnisse werden an ihnen gemeinsam mit Unternehmen umgesetzt und ein schneller Zugang zu Schlüsseltechnologien sichergestellt. Das gilt insbesondere für bestimmte Industriezweige Deutschlands wie beispielsweise die Automobil- und ihre Zulieferindustrie oder Erneuerbare Energien. Diese exportorientierten Industrien mit Produktionsstätten in vielen Regionen der Welt sind weltweit auf der Suche nach qualifizierten Fachleuten mit Sprachkenntnissen und interkulturellen Kompetenzen. Hier sind internationale Studierende mit dem lokalen Know-how aus ihren Heimatländern und mit ihren Sprachkenntnissen besonders gefragt. Sie haben daher nach einem Studienabschluss auch sehr gute Chancen auf Beschäftigung – ob in Deutschland oder weltweit.

Internationale Ausrichtung

Zahlreiche HAW/FH stehen im aktiven Austausch mit der  Wissenschaftscommunity, pflegen internationale Partnerschaften und  investieren verstärkt in die Internationalisierung. Ihr Ziel ist es,  deutsche und internationale Studierende für den globalen Arbeitsmarkt zu qualifizieren – interkulturelle Kompetenz und Sprachkenntnisse werden immer wichtiger. Dementsprechend bieten viele HAW/FH Kurse mit internationaler Ausrichtung und in Kooperation mit internationalen Partnern an. Zudem werden speziell auf internationale Studierende zugeschnittene Orientierungskurse und Betreuungs- und Buddy-Programme angeboten.

In Deutschland gibt es zahlreiche kurz- oder langfristige Stipendien und Förderungsmöglichkeiten für internationale Studierende. Viele davon können auch für ein Studium an einer HAW/FH genutzt werden. Informationen dazu stellt die bereit.

Nach dem Studium: berufliche oder akademische Karriere

Seit der europaweiten Bologna-Reform sind die Bachelor- und Masterabschlüsse der HAW/FH gleichwertig mit denen der Universitäten. Damit ist im Anschluss an das Studium eine Promotion möglich.  Darüber hinaus wird das Promotionsrecht an HAW/FH derzeit ausgebaut.

Berufsaussichten für Absolventinnen und Absolventen

Dank enger Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Wirtschaft, wertvollen Praktika und einer grundsätzlich berufsorientierten, am Arbeitsmarkt ausgerichteten akademischen Ausbildung finden Absolventinnen und Absolventen einer HAW/FH besonders häufig mit Abschluss des Studiums eine unbefristete Arbeitsstelle. Zusätzlich starten sie im Schnitt mit einem höheren Einstiegsgehalt, wie eine Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) zeigt. Dabei haben internationale Alumni nicht nur auf dem deutschen Arbeitsmarkt gute Chancen. Deutsche und internationale Firmen sind weltweit auf der Suche nach Fachkräften mit interkulturellen Kompetenzen. Das bietet mit einer Infos zu Karrieremöglichkeiten und unterstützt mit Webinaren bei der Bewerbung.

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