Bär: Das 1.000-Köpfe-Plus-Programm ist ein starkes Zeichen für Deutschlands Attraktivität als Wissenschaftsstandort

Pressemitteilung des BMFTR

Bereits 286 Bewilligungen an Forschende aus 45 Ländern im ersten Jahr der Bundesregierung ausgesprochen 

Mit dem 1.000-Köpfe-Plus-Programm, englisch Global Minds Initiative Germany, bietet die Bundesregierung Forschenden aus aller Welt und allen Disziplinen attraktive Karriereperspektiven in Deutschland. Bereits im ersten Programmjahr haben die Bewilligungen die Marke von mehr als 250 Förderungen überschritten.

Fahnen vor der DAAD-Zentrale in Bonn

Dazu erklärt die Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär: „Das 1.000-Köpfe-Plus-Programm wirkt. Schon nach einem Jahr haben wir 286 Bewilligungen erreicht – ein starkes Zeichen für Deutschlands Attraktivität als Wissenschaftsstandort. Internationale Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher kommen nach Deutschland, gerade auch aus dem MINT-Bereich. Das bestätigt: Unser Land hat weltweit einen exzellenten Ruf, den wir mit dem 1.000-Köpfe-Plus-Programm weiter auszubauen werden – zusammen mit unseren starken Partnern: der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Alexander von Humboldt-Stiftung und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst.“

Die Präsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Prof. Dr. Katja Becker, unterstreicht: „Wir setzen weiter auf die Verknüpfung des 1.000-Köpfe-Plus-Programms mit unseren international hochangesehenen Förderprogrammen.  Gerade durch solche Synergien lässt sich die Sichtbarkeit unseres Forschungssystems weiter stärken. Eben erst konnten wir so vier zusätzliche Emmy-Noether-Gruppen zu Künstlicher Intelligenz einrichten. Und schon jetzt freuen wir uns auf die Professuren und Fellowships in Exzellenzclustern und Sonderforschungsbereichen, über die wir im Rahmen unserer Beteiligung im Sommer entscheiden.“  

Prof. Robert Schlögl, Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH), sagt dazu: „Wissenschaft und Forschung bringen unsere Gesellschaft voran. Daher freuen wir uns, dass das 1.000-Köpfe-Plus-Programm so rege genutzt wird und wir die anhaltend hohe Nachfrage nach unseren Förderprogrammen besser bedienen können. Über 95 Nominierungen für die erstmals ausgeschriebenen Humboldt Research Professorships zeigen, wie attraktiv das neue Angebot der Bundesregierung für akademische Mobilität ist. Spitzenwissenschaftler*innen bekommen die Chance auf ein Standbein in Deutschland mit einer eigenen Arbeitsgruppe. Die Humboldt-Professuren werden künftig noch bedeutender mit einer Förderung von bis zu sieben Jahren und einer Dotierung von bis zu 10 Millionen Euro.“

Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), betont: „Im internationalen Wettbewerb um die klügsten Köpfe entscheidet sich früh, wo Talente ihre wissenschaftliche Laufbahn gestalten. Mit dem 1.000-Köpfe-Plus-Programm stärkt die Bundesregierung gezielt die Attraktivität des Wissenschaftsstandorts Deutschland. Mit unserem Förderprogramm ‚Academic Horizons‘ unterstützen wir im Rahmen von 1.000-Köpfe-Plus die deutschen Hochschulen dabei, exzellente internationale Studierende und Promovierende anzuwerben, professionell zu integrieren und langfristig an Deutschland zu binden – genau dort, wo die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von morgen gewonnen werden.“

Die Verteilung der Bewilligungen auf die verschiedenen Wissenschaftsbereiche zeigt deutlich, wie das Programm zu den Zukunftsfeldern der Hightech Agenda Deutschland (HTAD) beiträgt: 35 Prozent Lebenswissenschaften, 32 Prozent Naturwissenschaften, 22 Prozent, Ingenieurwissenschaften, 12 Prozent Geistes- und Sozialwissenschaften. Die meisten der 286 Geförderten kommen aus Europa (37 Prozent), gefolgt von Asien (30 Prozent), Nordamerika (20 Prozent), dem Nahen und Mittleren Osten/Nordafrika (6 Prozent), Mittel- und Südamerika (4 Prozent), aus Subsahara-Afrika (2 Prozent), sowie Australien/Neuseeland/Ozeanien (2 Prozent). Das Programm stärkt deutsche Hochschulen und Forschungseinrichtungen: 74 Prozent der Forschenden nehmen ihre Förderungen an Hochschulen wahr, 25 Prozent an außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

Neben den Personenförderungen und den anlaufenden strukturwirksamen Förderungen, wie den Alexander von Humboldt-Professuren der AvH oder den zusätzlichen Professuren in den großen Forschungsverbünden der DFG, stärkt das Programm die Attraktivität des Hochschulstandortes Deutschland zusätzlich durch flankierende Maßnahmen. Das Programm „Academic Horizons – Attracting Global Minds“ des DAAD unterstützt den Ausbau von Beratungs  und Onboarding Angeboten an deutschen Hochschulen, um diese im internationalen Wettbewerb um die talentiertesten Studierenden und Promovierenden – die Fachkräfte von morgen – weiter zu stärken. Die ausgewählten Projekte werden voraussichtlich Ende April bekannt gegeben.

Hintergrund 

Das Programm setzt das im Koalitionsvertrag vereinbarte „1000 Köpfe-Programm“ um und leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung zentraler Zukunftsfelder der HTAD, indem es langfristig internationale exzellente Forschende für den Wissenschaftsstandort Deutschland gewinnt und zu dessen internationaler Vernetzung beiträgt.

Die Bundesregierung investiert allein im Zeitraum von 2025 bis 2029 insgesamt 602 Millionen Euro in das 1.000-Köpfe-Plus-Programm. Das macht das Programm zum größten nationalen Förderprogramm für internationale Forschende in Europa.