Vier DAAD-Alumni erhalten Leibniz-Preise

DFG-Forschungspreise

Deutschlands wichtigster Forschungsförderpreis, der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis, geht in diesem Jahr unter anderem an vier ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ehrt die Geoökologin Ulrike Herzschuh, den Kryptographen Eike Kiltz, den Historiker Jörn Leonhard und die Mathematikerin Eva Viehmann mit dem mit jeweils 2,5 Millionen Euro dotierten Preis. Die Verleihung findet am 13. März 2024 in Berlin statt.

Leibniz-Denkmal in der Universität seiner Geburtsstadt Leipzig.

„Wir gratulieren unseren Alumnae und Alumni herzlich zu dieser hervorragenden Auszeichnung. Es zeigt, wie wichtig Studien- und Forschungserfahrungen im Ausland als erste Meilensteine einer wissenschaftlichen Karriere sind. Wir sind als DAAD daher sehr stolz darauf, die Karrieren dieser vier herausragenden Persönlichkeiten und Leibniz-Preisträger gefördert zu haben“, sagte DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee. 

Professorin Dr. Ulrike Herzschuh erhält den Leibniz-Preis für ihre Forschung auf dem Gebiet der Geoökologie zum Einfluss von Klimaschwankungen auf Biodiversität und Polargebiete. Sie etablierte mit ihrer Arbeitsgruppe unter anderem Analysemethoden fossiler DNA aus See- und Meeressedimenten als Gradmesser für Biodiversitätsveränderungen. Herzschuh war von 1999 bis 2000 mit einem DAAD-Stipendium in China. Seit 2012 leitet die DAAD-Alumna die Sektion Polare Terrestrische Umweltsysteme am Alfred-Wegener-Institut (AWI) und ist Professorin der Universität Potsdam.

Professor Dr. Eike Kiltz wird für seine wegweisenden Arbeiten auf dem Gebiet der sicheren Verschlüsselungstechnik geehrt. Mit seinen Teams entwickelte er unter anderem Verfahren für eine Kryptografie im Zeitalter der Quantencomputer. Kiltz war nach seiner Promotion in Mathematik von 2004 bis 2005 als Postdoktorand mit einem DAAD-Stipendium an der University of California in San Diego. Seit 2010 lehrt der DAAD-Alumnus an der Ruhr-Universität Bochum.

Professor Dr. Jörn Leonhard erhält den Leibniz-Preis für seine Forschung zur europäischen und transatlantischen Kultur- und Politikgeschichte, mit der er die internationalen Forschungen zur Kriegs- und Nachkriegszeit zwischen 1914 und 1924 auf eine neue Grundlage stellte. Nach seiner Promotion an der Universität Heidelberg arbeitete er von 1998 bis 2003 als DAAD-Fachlektor für Neuere Deutsche und Europäische Geschichte an der Universität Oxford. Seit 2006 ist der DAAD-Alumnus Professor an der Universität Freiburg.

Professorin Dr. Eva Margarete Viehmann wird für ihre Arbeiten zur arithmetischen algebraischen Geometrie zum Langlands-Programms ausgezeichnet. Das Langlands-Programm besteht aus einer Reihe von Vermutungen, die Zahlen- und Darstellungstheorie miteinander verknüpfen und ist noch nicht vollständig erforscht. Nach ihrer Promotion an der Universität Bonn förderte der DAAD von 2005 bis 2006 Viehmanns Forschungsaufenthalt im französischen Orsay. Seit 2022 ist die DAAD-Alumna Professorin an der Universität Münster.