(Wissens-)Sicherheit
Spionage, Cyberangriffe, der Abfluss sensibler Forschungsdaten – Wissenssicherheit ist zu einer zentralen Herausforderung für Hochschulen und Forschungseinrichtungen geworden. Wissenschaft lebt von Offenheit und internationalem Austausch, doch neue Bedrohungsszenarien erfordern ein wachsendes Bewusstsein für den Schutz von Forschungsergebnissen und wissenschaftlicher Infrastruktur. Wissenssicherheit ist dabei kein Widerspruch zu internationaler Kooperation, sondern ihre Voraussetzung: Nur wer Risiken kennt und verantwortungsvoll mit ihnen umgeht, kann vertrauensvoll zusammenarbeiten. Vor diesem Hintergrund widmet das DAAD Journal 2026 dem Thema „(Wissens-)Sicherheit“ einen eigenen Schwerpunkt. Er schließt auch das Thema Desinformation mit ein, denn gezielte Falschinformationen können wissenschaftliche Erkenntnisse untergraben, das Vertrauen in Forschung schwächen und so die Wissenssicherheit von innen heraus gefährden. Konkret soll der Schwerpunkt folgende Aspekte berücksichtigen:
- Cybersicherheit an Hochschulen: Wie sich Forschungseinrichtungen gegen digitale Bedrohungen wappnen.
- Erfahrungsberichte aus der Praxis: Wie deutsche und internationale Hochschulen sensible Bereiche schützen, ohne den internationalen Austausch einzuschränken.
- Geopolitik und Wissenschaftsfreiheit: Wo die Grenzen der Offenheit liegen und wie ein verantwortungsvoller Umgang gelingen kann.
- Desinformation und Wissenschaft: Wie gezielte Falschinformationen die Glaubwürdigkeit von Forschung gefährden und die Gesellschaft spalten – und welche Strategien Hochschulen und Initiativen dagegen entwickeln.
- KI und Sicherheit: Welche Rolle Zukunftstechnologien bei Bedrohungsszenarien und Schutzstrategien spielen.