Schmelztiegel Hochschule

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Die „Profildaten zur Internationalität an deutschen Hochschulen“ werden demnächst auf einer Online-Plattform zur Verfügung gestellt

Dank einer neuen Online-Plattform können Hochschulen bald einfach und im Detail sehen, wo sie aktuell beim Thema Internationalität stehen. Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative des DAAD, der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) sowie der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). 2018 trat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) als Projektpartner hinzu.

20,5 Prozent der Studienanfängerinnen und -anfänger an deutschen Hochschulen – rund jeder Fünfte – hatte 2017 einen ausländischen Pass. Zahlen wie diese ermittelt seit 2009 das Projekt zur Ermittlung von „Profildaten zur Internationalität an deutschen Hochschulen“. Künftig können Hochschulen noch einfacher und detaillierter feststellen, wie es um ihre Internationalität bestimmt ist. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat Ende 2018 Mittel zum Ausbau des Projekts bewilligt. Ziel ist eine benutzerfreundliche Online-Plattform, auf der die jährlich erhobenen Daten zu verschiedenen Aspekten der Internationalisierung zur Verfügung gestellt werden.

Bislang lagen diese Daten nur in gedruckter Form vor. Der jährlich erscheinende Gesamtbericht analysierte allgemeine Entwicklungen, und individualisierte Dossiers ermöglichten den Hochschulen einen Vergleich zu anderen Hochschulen.
Eine Wahl der Bezugsparameter war bisher nicht erforderlich. „Die Online-Plattform wird Hochschulen die flexible Auswertung der Daten ermöglichen und neue, spannende Indikatoren beinhalten – unter anderem zur Internationalisierung der Forschung“, erklärt Axel Karpenstein vom DAAD, der die gemeinsame Geschäftsstelle des Projekts leitet. Ergänzt werden soll das Portal durch Workshops und Beratungsangebote für Hochschulen. „Die Projektpartner möchten das Portal damit langfristig als Informations-, Monitoring- und Planungsinstrument auf Hochschulebene etablieren“, sagt Karpenstein. Diandra Dachtera und Axel Karpenstein vom Projektteam freuen sich über Rückfragen und Anregungen und stellen gerne weitere Informationen zur Verfügung.

Peter Nederstigt (3. Mai 2019)