Germanistik-Preise des DAAD gehen nach Japan und in den Iran

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Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) verleiht am 24.09.2019 in Saarbrücken den renommierten Jacob- und Wilhelm-Grimm-Preis sowie den gleichnamigen Förderpreis. Geehrt werden in diesem Jahr der Germanist Prof. Dr. Yoshiki Mori aus Tokio und die iranische Literaturwissenschaftlerin Dr. Rana Raeisi Dastenaei. Die Preisträger erhalten ein Preisgeld von 10.000 bzw. 3.000 Euro verbunden mit einem vierwöchigen Forschungsaufenthalt in Deutschland.

Im Vorfeld der Preisverleihung sagte DAAD-Präsidentin Prof. Dr. Margret Wintermantel:

„Ich freue mich, dass wir auch in diesem Jahr zwei herausragende Persönlichkeiten mit den renommierten Grimm-Preisen auszeichnen, um ihre Verdienste für die Germanistik zu würdigen. ‚Was haben wir denn Gemeinsameres als unsere Sprache und Literatur?‘, fragte Jacob Grimm und unterstrich die Bedeutung, die die Sprache in der Gesellschaft einnimmt. Als Schlüssel zum Verständnis einer Kultur fördert ihre Erforschung in hohem Maße auch den interkulturellen Dialog. Diesen haben die heute Geehrten durch ihr besonderes Engagement weiter vorangetrieben: Es gelang und gelingt ihnen, wissenschaftlichen Diskursen national und international neue Impulse zu geben und dadurch Brücken zwischen den Kulturen zu bauen.“

Grimm-Verleihung

manuela meyer fotografie
manuela meyer fotografie

(v.l.n.r.: Dr. Rana Raeisi Dastenaei, Prof. Dr. Margret Wintermantel, Prof. Dr. Yoshiki Mori)

Yoshiki Mori ist ordentlicher Professor an der Graduate School of Arts and Sciences der Universität Tokio, wo er zu Themen der Germanistischen Linguistik sowie zur allgemeinen Linguistik lehrt und forscht. Ein besonderes Anliegen ist dem DAAD-Alumnus die regionale wie die interkontinentale Vernetzung der Germanistik. Er ist Mitglied der Japanischen Gesellschaft für Germanistik (JGG) und des Internationalen Wissenschaftlichen Rats des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache (IDS) und erhält den Jacob- und Wilhelm-Grimm-Preis für seine wegweisenden Publikationen in deutscher, japanischer und englischer Sprache sowie für sein Engagement, durch das er dem wissenschaftlichen Nachwuchs zugleich Ansporn und Vorbild ist.

Preisträgerin des Grimm-Förderpreises ist Rana Raeisi Dastenaei, die im Jahr 2011 an der Universität Teheran in der Fachrichtung Deutsch als Fremdsprache promoviert hat. Ihre wissenschaftliche Tätigkeit führte sie als Assistenzprofessorin an die Deutschabteilung der Universität Isfahan und immer wieder zu Stipendienaufenthalten - auch mit dem DAAD - nach Deutschland, zuletzt mit einem Forschungsstipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung nach Berlin. Durch ihr Interesse an interkulturellen und vergleichenden Fragestellungen im Zusammenhang mit sprach- wie literaturwissenschaftlichen Themen fördert sie den interkulturellen Dialog zwischen Deutschland und dem Iran.  

Journalistinnen und Journalisten sind herzlich zur Preisverleihung am 24. September 2019 um 19 Uhr an der Universität des Saarlandes (Campus B4 1, Raum 0.19, 66123 Saarbrücken) eingeladen. Um Anmeldung per E-Mail unter grimmpreis@daad.de wird gebeten.

Das Programm des Abends und weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie anbei.

Hintergrund

Mit den Jacob- und Wilhelm-Grimm-Preisen zeichnet der DAAD ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus, die sich neben ihrer fachlichen Leistung in besonderer Weise für die internationale Zusammenarbeit in den Fachbereichen Germanistik und Deutsch als Fremdsprache engagieren. Vergabejury ist der Beirat Germanistik des DAAD, der den DAAD in allen Belangen der Förderung von Germanistik und Deutsch an Hochschulen berät. Die Preise werden aus Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert.

Der DAAD

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ist die Organisation der deutschen Hochschulen und ihrer Studierenden zur Internationalisierung des Wissenschaftssystems. Er schafft Zugänge zu den besten Studien- und Forschungsmöglichkeiten für Studierende, Forschende und Lehrende durch die Vergabe von Stipendien. Er fördert transnationale Kooperationen und Partnerschaften zwischen Hochschulen und ist die Nationale Agentur für die europäische Hochschulzusammenarbeit.

Der DAAD unterstützt damit die Ziele der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik, der nationalen Wissenschaftspolitik und der Entwicklungszusammenarbeit. Er unterhält dafür ein Netzwerk mit über 70 Auslandsbüros und rund 450 Lektorate weltweit sowie die internationale DAAD-Akademie (iDA).

Im Jahr 2018 hat der DAAD inklusive der EU-Programme rund 145.000 Deutsche und Ausländer rund um den Globus gefördert. Das Budget stammt überwiegend aus Mitteln des Auswärtigen Amts, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der Europäischen Union sowie von Unternehmen, Organisationen und ausländischen Regierungen.

Kontakt:

Susanne Lüdtke
Referat Germanistik, deutsche Sprache und Lektorenprogramm – S14
DAAD – Deutscher Akademischer Austauschdienst
+49 228 882-579
luedtke@daad.de

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Cordula Luckassen
Komm. Leiterin Pressestelle / Pressesprecherin – SB03
DAAD – Deutscher Akademischer Austauschdienst
Tel.: +49 (0)228 882-644
presse@daad.de