Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Goethe-Institut und der Universitätsallianz Ruhr; Bonn/Bochum, 11. März 2019

Internationale Studierende und künftige Fachkräfte für Deutschland gewinnen: Goethe-Institut, Universitätsallianz Ruhr und DAAD bauen ‚Studienbrücke‘ weiter aus

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Der demografische Wandel führt zu einem Rückgang von Studentinnen und Studenten an deutschen Hochschulen. Umso wichtiger ist es, Studierende aus dem Ausland zu gewinnen, die sich durch ein Studium in Deutschland auch für den hiesigen Arbeitsmarkt qualifizieren. Mit dem Bildungsprogramm ‚Studienbrücke‘ bereiten das Goethe-Institut, die Universitätsallianz Ruhr und der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) seit 2015 internationale Schulabsolventen in bislang 18 Ländern für ein Studium an einer deutschen Hochschule vor. Im Beisein der Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Isabel Pfeiffer-Poensgen, unterzeichneten die Partner am 8. März 2019 ein Memorandum of Understanding, um die ‚Studienbrücke‘ weiter auszuweiten.

Unterzeichnung des Memorandums of Unterstanding zum Bildungsprogramm Studienbrücke

RUB/Marquard

Feierliche Unterzeichnung des Memorandums of Understanding am 8. März 2019 in Bochum (von links): Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts, Dorothea Rüland, Generalsekretärin des DAAD, Axel Schölmerich, Rektor der Ruhr-Universität Bochum, Insa Melle, Prorektorin Studium der Technischen Universität Dortmund, und Ulrich Radtke, Rektor der Universität Duisburg-Essen 

Über 130 Studienbrückler studieren aktuell an einer deutschen Hochschule, mehr als 630 Schülerinnen und Schüler nehmen derzeit an der mehrjährigen Vorbereitung in ihrem Land teil. Goethe-Institut, Universitätsallianz Ruhr und DAAD einigten sich nun, das Programm in weiteren Ländern auszubauen und zusätzliche Partnerhochschulen zu gewinnen. Ministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen erklärte am vergangenen Freitag in Bochum in ihrem Grußwort: „Die feierliche Unterzeichnung des Memorandum of Understanding zwischen Goethe-Institut, Universitätsallianz Ruhr und DAAD ist nicht nur ein wichtiger Schritt für die Beteiligten, sondern strahlt auch auf die nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit des Wissenschaftsstandorts Nordrhein-Westfalen insgesamt aus. Hochqualifizierte Studierende aus dem Ausland zu gewinnen, dient nicht allein der Internationalisierung der Hochschulen, sondern stärkt ihr wissenschaftliches Profil insgesamt.“

Die Studienbrücke sei ein nachhaltiges Programm für die Förderung internationaler Bildungsbiografien und die Gewinnung von Fachkräften, betonte Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts: „Das Programm Studienbrücke ist eine wichtige Investition in den internationalen Bildungsaustausch. Die Zahl der Studentinnen und Studenten an Deutschlands Hochschulen sinken, Fachkräfte fehlen. Deshalb bündeln Goethe-Institut, DAAD und deutsche Hochschulen mit der Studienbrücke ihre Kompetenzen und ermöglichen jungen qualifizierten Menschen aus dem Ausland einen direkten Weg zum Studium in Deutschland. Wir freuen uns, dass wir mit dem Ausbau nun weitere Länder und Partnerhochschulen dazugewinnen werden.“

Der Erfolg des Programms basiert auch wesentlich auf der Attraktivität der Partnerhochschulen. Axel Schölmerich, Rektor der Ruhr-Universität Bochum, unterstrich: „Die Universitätsallianz Ruhr sieht sich als starken Partner in diesem Netzwerk – wir bieten Studieninteressierten eine beispiellose Fächervielfalt an drei großen Universitäten, gute Zukunftsperspektiven in der aufstrebenden wissensbasierten Wirtschaft und ein spannendes Umfeld in einer der größten Metropolregionen Europas.“

Der Ausbau der Studienbrücke und die damit verbundene Internationalisierung deutscher Hochschulen sind insbesondere auch durch die Digitalisierung möglich. Dies betonte Dorothea Rüland, Generalsekretärin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes: „Der geöffnete Hochschulzugang, für den sich der DAAD seit vielen Jahren einsetzt, hat die Studienbrücke erst möglich gemacht. Es wird nun von essentieller Bedeutung sein, die Pionierarbeit vom DAAD und seinen Partnern auch in anderen Bereichen auszubauen. Die Studienbrücke ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie wir mit dem umfangreichen Instrumentarium der digitalen Transformation die Internationalisierung von Hochschulen ausbauen können.“

Die Studienbrücke

Das Goethe-Institut hat 2015 gemeinsam mit der Universitätsallianz Ruhr unter Federführung der Ruhr-Universität Bochum und in Kooperation mit dem DAAD und weiteren Partnerhochschulen aus NRW und Brandenburg das Bildungsprogramm Studienbrücke ins Leben gerufen. Herausragende Schülerinnen und Schüler aus dem Ausland werden in ihrem Heimatland gezielt sprachlich, fachsprachlich und lernkulturell für ein Bachelorstudium in einem MINT-Fach oder in den Wirtschaftswissenschaften vorbereitet, um dann den direkten Studieneinstieg an einer deutschen Partnerhochschule zu erhalten. Die Studienbrücke wird seit ihrem Start bislang in 18 Ländern angeboten, darunter Russland, die Ukraine, Belarus, Georgien, die USA, China, Vietnam oder Brasilien. Über 130 Studentinnen und Studenten studierten 2018 im Rahmen der Studienbrücke an einer der deutschen Partnerhochschulen, mehr als 630 Schülerinnen und Schüler befinden sich aktuell in der Vorbereitungsphase in ihrem Heimatland. Durch den Ausbau werden nun weitere Länder und Partnerhochschulen dazukommen.

Der DAAD

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ist die Organisation der deutschen Hochschulen und ihrer Studierenden zur Internationalisierung des Wissenschaftssystems. Er schafft Zugänge zu den besten Studien- und Forschungsmöglichkeiten für Studierende, Forschende und Lehrende durch die Vergabe von Stipendien. Er fördert transnationale Kooperationen und Partnerschaften zwischen Hochschulen und ist die Nationale Agentur für die europäische Hochschulzusammenarbeit.

Der DAAD unterstützt damit die Ziele der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik, der nationalen Wissenschaftspolitik und der Entwicklungszusammenarbeit. Er unterhält dafür ein Netzwerk mit über 70 Auslandsbüros und rund 450 Lektorate weltweit sowie die internationale DAAD-Akademie (iDA).

Im Jahr 2017 hat der DAAD inklusive der EU-Programme knapp 140.000 Deutsche und Ausländer rund um den Globus gefördert. Das Budget stammt überwiegend aus Bundesmitteln verschiedener Ministerien, der Europäischen Union sowie von Unternehmen, Organisationen und ausländischen Regierungen.

Der DAAD ist nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Bjoern Wilck
Leiter der Pressestelle, Pressesprecher – SB03
DAAD – Deutscher Akademischer Austauschdienst
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