Bonn, 26. November 2018

Germanistik-Preise des DAAD gehen nach Indien und in die Ukraine

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Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) vergibt den Jacob- und Wilhelm-Grimm-Preis und -Förderpreis am 26. November in Berlin: Der renommierte Germanistikpreis des DAAD geht in diesem Jahr an die Germanistin Prof. Dr. Vibha Surana aus Mumbai. Mit dem gleichnamigen Förderpreis ehrt der DAAD den ukrainischen Literaturwissenschaftler Dr. Lyubomyr Borakovskyy. Neben den Preisgeldern in Höhe von 10.000 und 3.000 Euro erwartet die Preisträger ein Forschungsaufenthalt in Deutschland.

Wir freuen uns, mit Prof. Vibha Surana eine international renommierte Wissenschaftlerin zu ehren, die sich in vielfältiger Weise mit der deutschen Sprache und Literatur beschäftigt“, sagt DAAD-Präsidentin Prof. Margret Wintermantel. „Sie hat sich in Forschung und Lehre als außergewöhnlich engagierte und innovative Wissenschaftlerin verdient gemacht, deren kulturelle Perspektive der indischen Germanistik und der internationalen und kulturellen Verständigung neue Impulse zu geben vermag.

               Prof. Vibha Surana   Dr. Lyubomyr Borakovskyy
                Prof. Vibha Surana und Dr. Lyubomyr Borakovskyy 

Mit Vibha Surana und Lyubomyr Borakovskyy ehrt der DAAD in diesem Jahr eine ausländische Wissenschaftlerin und einen ausländischen Wissenschaftler, die beide mit ihrer Arbeit den interkulturellen Dialog engagiert befördern“, sagt DAAD-Vizepräsident Prof. Joybrato Mukherjee. „Beide sind weltweit vernetzt, greifen im Austausch mit Kolleginnen und Kollegen international relevante Fragestellungen auf und verhelfen der Germanistik damit zu weitreichender Sichtbarkeit.“

Prof. Vibha Surana lehrt am Department of German der Universität Mumbai und promovierte mit einer interkulturellen Studie zu Goethes ‚Die Leiden des jungen Werthers‘ und ‚Agyeyas Shekhar: ek Jivani‘. Im Zentrum ihrer Forschungsarbeiten steht die Analyse kultureller Dynamiken in literarischen Diskursen. Als Alumna des DAAD, als Mitglied internationaler Germanistik-Verbände und der Goethe Society of India ist Prof. Surana hervorragend vernetzt und eine international angesehene Expertin für deutsche Sprache und Kultur.

Preisträger des Grimm-Förderpreises ist der ukrainische Germanist Dr. Lyubomyr Borakovskyy vom Lehrstuhl für Interkulturelle Kommunikation und Translationswissenschaft der Ivan-Franko-Universität Lwiw. Insbesondere mit seinen Forschungen zu jüdisch-christlicher Literatur hat sich Dr. Borakovskyy hervorgetan. 2017 betreute er ein erfolgreiches DAAD-Projekt („Synergiya“) im Rahmen des Deutsch-Ukrainischen Sprachenjahrs. Sein außergewöhnliches wissenschaftliches und fachpolitisches Engagement wird die ukrainische germanistische Literaturwissenschaft nachhaltig bereichern.

Zur diesjährigen Preisverleihung wird DAAD-Vizepräsident Prof. Joybrato Mukherjee die Preisträger und Gäste in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften begrüßen. Aus dem Auswärtigen Amt wird Ronald Münch ein Grußwort an das Publikum richten. Die Laudatio auf die Preisträgerin hält Prof. Andrea Bogner von der Georg-August-Universität Göttingen.

Journalisten sind herzlich zur Preisverleihung am 26. November 2018 um 18.30 Uhr in die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften eingeladen. Um Anmeldung per E-Mail unter grimmpreis@daad.de wird gebeten.

Das Programm des Abends, weitere Informationen zur Veranstaltung sowie Fotos der Preisträger finden Sie anbei.

Hintergrund

Mit den Jacob- und Wilhelm-Grimm-Preisen zeichnet der DAAD ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus, die sich neben ihrer fachlichen Leistung in besonderer Weise für die internationale Zusammenarbeit in den Fachbereichen Germanistik und Deutsch als Fremdsprache engagieren. Vergabejury ist der Beirat Germanistik des DAAD, der den DAAD in allen Belangen der Förderung von Germanistik und Deutsch an Hochschulen berät. Die Preise werden aus Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert.

Der DAAD

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ist die Organisation der deutschen Hochschulen und ihrer Studierenden zur Internationalisierung des Wissenschaftssystems. Er schafft Zugänge zu den besten Studien- und Forschungsmöglichkeiten für Studierende, Forschende und Lehrende durch die Vergabe von Stipendien. Er fördert transnationale Kooperationen und Partnerschaften zwischen Hochschulen und ist die Nationale Agentur für die europäische Hochschulzusammenarbeit.
Der DAAD unterstützt damit die Ziele der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik, der nationalen Wissenschaftspolitik und der Entwicklungszusammenarbeit. Er unterhält dafür ein Netzwerk mit über 70 Auslandsbüros und rund 450 Lektorate weltweit sowie die internationale DAAD-Akademie (iDA).
Im Jahr 2017 hat der DAAD inklusive der EU-Programme knapp 140.000 Deutsche und Ausländer rund um den Globus gefördert. Das Budget stammt überwiegend aus Bundesmitteln verschiedener Ministerien, der Europäischen Union sowie von Unternehmen, Organisationen und ausländischen Regierungen.

Kontakt:

Susanne Lüdtke
Referat Germanistik, deutsche Sprache und Lektorenprogramm – S14
DAAD – Deutscher Akademischer Austauschdienst
+49 228 882-579
luedtke@daad.de

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Bjoern Wilck
Leiter Pressestelle
Tel: +49 228 882-644, Fax: +49 228 882-659
E-Mail: presse@daad.de, www.daad.de
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