Bonn, 10. Oktober 2018

Königswinter wird für zwei Tage zum internationalen Zentrum der Klima-, Energie- und Erdsystemforschung

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Zum Auftakt des Förderprogramms für Klima-, Energie- und Erdsystemforschung versammelt das erste Treffen aller ausgewählten internationalen Forscherinnen und Forscher und der deutschen Partner am 11. und 12. Oktober in Königswinter Expertise auf Weltniveau. Sie werden für die nächsten vier Jahre an renommierten deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Rahmen des deutsch-französischen Programms „Make Our Planet Great Again – German Research Initiative“, das aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert wird, forschen.

Zusammen mit ihren deutschen Forschungspartnern reisen die 13 ausgewählten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt auf Einladung des DAAD, der das Programm durchführt, nach Königswinter, um einander kennenzulernen und sich fachlich auszutauschen. Das Treffen dient zudem der Information über den detaillierten Ablauf des auf vier Jahre angelegten Programms und die zahlreichen Gestaltungsmöglichkeiten der Forschenden.

Der Klimawandel gehört zu unseren größten Herausforderungen – weltweit, aber auch hier in Deutschland. Wir brauchen starke Beiträge aus der Forschung, um ihn in den Griff zu bekommen. Deshalb haben wir gemeinsam mit Frankreich die Forschungsinitiative ‚Make Our Planet Great Again‘ ins Leben gerufen“, sagt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek, deren Ministerium die deutsche Programminitiative seit 2017 fördert. „In diesen Tagen bauen die ersten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre neuen Forschungsgruppen in Deutschland und Frankreich auf. Sie arbeiten daran, den Klimawandel zu verlangsamen und seine Folgen zu beherrschen. Diese gemeinsame Initiative zeigt: Deutschland und Frankreich sind entschlossen, die Ziele des internationalen Pariser Klimaabkommens zu verwirklichen.“

Der vertiefte fachliche Austausch wird auch von den beteiligten Projektträgern des BMBF – Projektträger Jülich (PTJ) in Jülich und Rostock und DLR-Projektträger – maßgeblich unterstützt.

„Im Lichte der jüngsten Forderungen des Weltklimarats ist die Schaffung wirksamer internationaler Mechanismen für den Wissenstransfer und die grenzüberschreitende Förderung der besten Forscherinnen und Forschern eine wesentliche Aufgabe bei der Bekämpfung des Klimawandels“, sagt DAAD-Präsidentin Prof. Margret Wintermantel. „Das deutsch-französische Förderprogramm für Klima-, Energie- und Erdsystemforschung zeigt, welch entscheidende Bedeutung die internationale Zusammenarbeit gerade in diesem Forschungsbereich hat und dass der Forschungsstandort Deutschland auf exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus diesen Disziplinen große Anziehungskraft besitzt.“

Deutsch-Französisches Förderprogramm für Klima-, Energie- und Erdsystemforschung („Make Our Planet Great Again – German Research Initiative“)

Das auf Initiative des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron zurückgehende und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung angelegte deutsch-französische Förderprogramm richtet sich an exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Nationalitäten, die mit ihrer Arbeit in der Klima-, Energie- und Erdsystemforschung zum Erreichen der Klimaziele des Pariser Abkommens beitragen.

Es bietet 13 Forscherinnen und Forschern die Möglichkeit, in Kooperation mit einer Universität oder einer außeruniversitären Forschungseinrichtung in Deutschland eine mit Personal- und Sachmitteln ausgestattete Forschungsgruppe zu etablieren.

Die Projekte werden zwischen dem 1. Juli 2018 und dem 31. Dezember 2022 durchgeführt. Für den Zeitraum stehen den Forschungsgruppen jeweils bis zu 1 Mio. Euro (Junior Researcher) bzw. bis zu 1,5 Mio. Euro (Senior Researcher) zur Verfügung. Insgesamt hat das BMBF für die Durchführung des Programms 15 Mio. Euro für die Jahre 2017 bis 2022 bereitgestellt.
 

Der DAAD

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ist die Organisation der deutschen Hochschulen und ihrer Studierenden zur Internationalisierung des Wissenschaftssystems. Er schafft Zugänge zu den besten Studien- und Forschungsmöglichkeiten für Studierende, Forschende und Lehrende durch die Vergabe von Stipendien. Er fördert transnationale Kooperationen und Partnerschaften zwischen Hochschulen und ist die Nationale Agentur für die europäische Hochschulzusammenarbeit.

Der DAAD unterstützt damit die Ziele der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik, der nationalen Wissenschaftspolitik und der Entwicklungszusammenarbeit. Er unterhält dafür ein Netzwerk mit über 70 Auslandsbüros und rund 450 Lektorate weltweit sowie die internationale DAAD-Akademie (iDA).

Im Jahr 2017 hat der DAAD inklusive der EU-Programme knapp 140.000 Deutsche und Ausländer rund um den Globus gefördert. Das Budget stammt überwiegend aus Bundesmitteln verschiedener Ministerien, der Europäischen Union sowie von Unternehmen, Organisationen und ausländischen Regierungen.

Kontakt:

Anke Stahl
Bereichsleiterin Grundsatzfragen Projekte und Internationalisierung der deutschen Hochschulen
DAAD – Deutscher Akademischer Austauschdienst
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