Berlin/Washington, 8. Juni 2018. Gemeinsame Presseerklärung der Johns Hopkins School of Advanced International Studies und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes

DAAD und Johns Hopkins SAIS geben Kristina Spohr als neue Helmut-Schmidt-Professorin bekannt

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Neue Helmut-Schmidt-Professorin und sechs Postdoktorandinnen und Postdoktoranden, Forschungsthema „Die Vereinigten Staaten, Europa und die Weltordnung“

Die Johns Hopkins School of Advanced International Studies (SAIS) und der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) geben bekannt, dass Prof. Kristina Spohr für das akademische Jahr 2018/2019 die zum Herbst 2018 erstmals etablierte Helmut-Schmidt-Ehrenprofessur  am Henry A. Kissinger Center for Global Affairs der Universität übernehmen wird. Diese neue Professur soll der langen und tiefen Freundschaft zwischen Dr. Kissinger und Kanzler Schmidt Rechnung tragen. Sie ist Bestandteil eines mehrjährigen Programms mit dem Ziel, die transatlantischen Beziehungen der Johns Hopkins SAIS zu verbessern, vom DAAD mit großzügiger Unterstützung vom deutschen Auswärtigen Amt gefördert.

Aus diesem Anlass äußerte sich die Staatsministerin für internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt, Michelle Müntefering: „Deutschland und die USA verbindet eine langjährige Freundschaft. Wir müssen jedoch auch in Zukunft mehr übereinander lernen, um Missverständnissen vorzubeugen, unsere Freundschaft zu stärken und gemeinsamen globalen Herausforderungen zu begegnen. Hierbei spielt die akademische Führungsriege eine entscheidende Rolle.“

„Mit großer Begeisterung unterstützt das deutsche Auswärtige Amt die Einrichtung der Helmut-Schmidt-Ehrenprofessur am Henry A. Kissinger Center for Global Affairs. Diese Professur leistet mit ihrer wissenschaftlichen Perspektive aus transatlantisch deutsch-amerikanischer Sicht einen wichtigen Beitrag zur Lösung der dringlichsten Probleme der Welt“, erklärte Müntefering. „Wir sind gespannt auf die Forschungsvorhaben dieses Lehrstuhls. In Kombination mit dem Thomas Mann House in Pacific Palisades, der German Academy in New York und einer großen Kampagne für öffentliche Diplomatie, die im Oktober 2018 beginnen wird, stellt der Helmut-Schmidt-Lehrstuhl einen Teil der umfassenden Bemühungen des Auswärtigen Amts dar, sich gemeinsam mit seinen Partnern aktiv am breiten transatlantischen Dialog zu beteiligen.“

Francis J. Gavin, Inhaber der Giovanni-Agnelli-Ehrenprofessur und Direktor am Kissinger Center: „Wir sind hocherfreut, Prof. Kristina Spohr als neue Helmut-Schmidt-Professorin begrüßen zu dürfen. Sie ist eine renommierte Wissenschaftlerin auf den Gebieten transatlantische Beziehungen und historisch-informierte Strategie und Staatskunst.“

Prof. Margret Wintermantel, Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), betonte die zentrale Bedeutung transatlantischer Beziehungen – sowie der weltweiten Kooperation bei der Lösung aktueller globaler Herausforderungen – für die Arbeit des DAAD.

„Heute ist es wichtiger denn je, eine enge Partnerschaft zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland im europäischen Kontext sicherzustellen“, so Wintermantel. „Wir sind zuversichtlich, dass der Helmut-Schmidt-Lehrstuhl mit seinen jungen Forschern dazu beitragen kann, genau diese Probleme zu lösen und das deutsch-amerikanische Verhältnis zu stärken. Wir sind davon überzeugt, dass das Kissinger Center der Johns Hopkins SAIS der ideale Partner bei der Umsetzung dieser Bestrebungen ist.“

Kristina Spohr ist derzeit außerordentliche Professorin an der London School of Economics. Ihre Spezialgebiete sind internationale deutsche Geschichte ab 1945 sowie Theorie und Praxis zeitgenössischer Geschichte. „Ich freue mich sehr auf die Tätigkeit im Rahmen eines solch renommierten Programms und auf die Zusammenarbeit mit den Wissenschaftlern und Diplomaten in Washington“, berichtete sie.

Prof. Spohr ist Autorin und Herausgeberin von fünf Büchern, darunter die Werke „The Global Chancellor: Helmut Schmidt and the Reshaping of the International Order“ (Oxford University Press, 2016) mit der erweiterten deutschen Ausgabe „Der Weltkanzler“ (WBG/Theiss, 2016), „Transcending the Cold War: Summits, Statecraft, and the Dissolution of Bipolarity in Europe, 1970–1990“ (Oxford University Press, 2016) und „Germany and the Baltic problem after the Cold War: The Development of a New Ostpolitik, 1989–2000“ (Routledge, 2004).

Derzeit arbeitet sie an einem Buch über den globalen Ausstieg aus dem Kalten Krieg im Zeitraum 1989 bis 1992, das im Jahr 2019 erscheinen soll. Prof. Spohr studierte an der University of East Anglia, am Sciences Po in Paris und an der Cambridge University – dort erhielt sie ihren Doktortitel in Geschichte und war im Anschluss als Postdoktoranden-Stipendiatin tätig. Darüber hinaus arbeitete sie ein Jahr lang als Forschungsstipendiatin im Büro des NATO-Generalsekretärs am NATO-Hauptquartier in Brüssel.

Prof. Spohr wird gemeinsam mit dem Johns Hopkins SAIS-Professor Daniel Hamilton eine Forschungsgruppe leiten, die sich aus sechs Postdoktorandinnen und Postdoktoranden aus den Vereinigten Staaten und Europa zusammensetzt und die Arbeit am Foreign Policy Institute aufnehmen wird, dem außenpolitischen Institut der Johns Hopkins SAIS. Die Stipendiaten 2018/2019 forschen zum Thema „Die Vereinigten Staaten, Europa und die Weltordnung“. Ihre Namen werden am 1. Juli 2018 bekannt gegeben.

Pressekontakt
Stacy A. Anderson
Communications Manager
Johns Hopkins SAIS
+1.202.663.5620 office
+1.202.853.7983 mobile
sande100@jhu.edu
 
Die Johns Hopkins SAIS
Die School of Advanced International Studies (SAIS) gehört zur Johns Hopkins University und ist eine globale Institution, die ihren Studentinnen und Studenten eine internationale Perspektive auf die kritischen Themen von heute bietet. Seit fast 75 Jahren bringt die Johns Hopkins SAIS herausragende Führungspersönlichkeiten, Denker und Fachkräfte im Bereich internationale Beziehungen hervor. Führungspersönlichkeiten des öffentlichen und des privaten Sektors gleichermaßen lassen sich von den Fakultätsmitgliedern beraten, deren Ideen und Forschungstätigkeit die Politik informieren und gestalten. Die Johns Hopkins SAIS bietet an drei Campus-Standorten eine globale Perspektive: Bologna in Italien, Nanjing in China und Washington, D.C in den USA. Das interdisziplinäre Curriculum ist stark am Studium internationaler Wirtschaftswissenschaften, internationaler Beziehungen und regionaler Landeskunde ausgerichtet und bereitet die Studierenden darauf vor, den vielfältigen Herausforde-rungen der heutigen Welt zu begegnen.
  
Das Henry A. Kissinger Center for Global Affairs
Das 2016 ins Leben gerufene Henry Kissinger Center for Global Affairs an der Johns Hopkins SAIS beherbergt eine Vielzahl renommierter Wissenschaftler, mit denen die Forschung im Bereich historisch-informierter Strategie und Staatskunst vorangetrieben werden soll.
 
Das Foreign Policy Institute 
Das Foreign Policy Institute an der Johns Hopkins SAIS wurde 1980 gegründet, um die beiden Welten Wissenschaft und Politik zusammenzuführen und gemeinsam realistische Antworten auf internationale Probleme zu finden, mit denen die Vereinigten Staaten und die Welt konfrontiert sind. Das Institut fördert praktisch orientierte Forschungsbemühungen und die außenpolitische Diskussion.
 
Der DAAD
Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ist die Organisation der deutschen Hochschulen und ihrer Studierenden zur Internationalisierung des Wissenschaftssystems. Er schafft Zugänge zu den besten Studien- und Forschungsmöglichkeiten für Studierende, Forschende und Lehrende durch die Vergabe von Stipendien. Er fördert transnationale Kooperationen und Partnerschaften zwischen Hochschulen und ist die Nationale Agentur für die europäische Hochschulzusammenarbeit.

Der DAAD unterstützt damit die Ziele der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik, der nationalen Wissenschaftspolitik und der Entwicklungszusammenarbeit. Er unterhält dafür ein Netzwerk mit über 70 Auslandsbüros und rund 450 Lektorate weltweit sowie die internationale DAAD-Akademie (iDA).

Im Jahr 2017 hat der DAAD inklusive der EU-Programme knapp 140.000 Deutsche und Ausländer rund um den Globus gefördert. Das Budget stammt überwiegend aus Bundesmitteln verschiedener Ministerien, der Europäischen Union sowie von Unternehmen, Organisationen und ausländischen Regierungen.

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