Berlin/Bonn, 5. Juni 2018

Weiterer Aufwärtstrend bei Stipendien und Programmen: DAAD zieht positive Bilanz für den Wissenschaftsaustausch 2017

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Die Nachfrage nach Stipendien und Programmen des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) entwickelt sich auch in der zunehmend instabilen Weltlage weiterhin vielversprechend. DAAD-Präsidentin Prof. Margret Wintermantel und Generalsekretärin Dr. Dorothea Rüland zogen heute beim DAAD-Jahrespressegespräch in Berlin eine positive Bilanz. 2017 hat der DAAD Auslandsaufenthalte von fast 140.000 Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Professorinnen und Professoren gefördert, 7 Prozent mehr als im Vorjahr.

Europa und die Welt befinden sich in unruhigen Zeiten. Gerade deshalb müssen wir die Bedeutung von Internationalisierung erkennen und verstehen: Der akademische Austausch sichert die Exzellenz in Wissenschaft und Forschung und trägt damit zum Wohlstand Deutschlands bei. Es ist daher umso erfreulicher, dass eine immer größer werdende Zahl junger Menschen ins Ausland geht oder aus dem Ausland zu uns kommt“, sagt DAAD-Präsidentin Prof. Margret Wintermantel. „Internationale Erfahrung schafft nicht nur einen Wert in der individuellen Bildungsbiografie, sondern verbindet Länder und Kontinente. Unsere Aufgabe muss es aber auch sein, diejenigen vom Wert der Internationalisierung zu überzeugen, die nicht direkt von ihr profitieren oder die den Mehrwert nicht ohne weiteres erkennen können.“

Die wichtigsten Zielregionen für deutsche Bewerber bleiben Westeuropa, Asien und Nordamerika. Bei den Jahresstipendien für Graduierte und Doktoranden steht weiterhin Großbritannien ganz oben auf der Skala der beliebtesten Zielländer. Die meisten Geförderten aus Deutschland sind im Bereich der Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften eingeschrieben, gefolgt von den Sprach- und Kulturwissenschaften. Auch Geförderte aus den Ingenieurwissenschaften, Mathematik und den Naturwissenschaften sind stark vertreten.

Unter den Geförderten aus dem Ausland bildet die Gruppe der Graduierten, also der Studierenden auf Master-Niveau und der Doktoranden, den größten Anteil. Die größten Bewerberzahlen verzeichnet der DAAD aus der Russischen Föderation; die USA steht an zweiter Stelle und überraschenderweise Aserbaidschan an dritter Stelle. Auch Südkorea findet sich im Aufwind.

Die Dynamik der Internationalisierung im Bildungsbereich erfordert zukunftsfähige Konzepte und belastbare internationale Netzwerke“, sagt DAAD-Generalsekretärin Dr. Dorothea Rüland. „Der DAAD kann sich auf die professionelle Erfahrung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und sein weltweites Netzwerk stützen. Auf Grundlage dieses Wissens ist der DAAD wesentlicher Impulsgeber der Internationalisierung des Wissenschaftssystems – national und international.“

Die Bedeutung von Netzwerken wurde etwa im Zusammenhang mit den Deutschen Wissenschafts- und Innovationshäusern (DWIH) diskutiert: Seit dem letzten Jahr hat der DAAD die Aufgabe übernommen, das weltweite Netzwerk der DWIH an den Standorten Tokyo, Moskau, Neu-Delhi, New York und São Paulo zu managen und weiterzuentwickeln. Die DWIH sind zugleich Plattformen internationaler Zusammenarbeit und deutscher Repräsentation und damit Innovationsmotoren für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Deutschland.

Auch bei den zurzeit intensiv diskutierten Europäischen Hochschulen spielt der Netzwerkgedanke eine zentrale Rolle. Bereits 2012 hat der DAAD das Programm ‚Strategische Partnerschaften und Thematische Netzwerke‘ konzipiert und wird damit auch beim Konzept der ‚Europäischen Universitäten‘ mit seiner Expertise und Erfahrung wesentliche Impulse setzen.

Der DAAD

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ist die Organisation der deutschen Hochschulen und ihrer Studierenden zur Internationalisie-rung des Wissenschaftssystems. Er schafft Zugänge zu den besten Studien- und Forschungsmöglichkeiten für Studierende, Forschende und Lehrende durch die Vergabe von Stipendien. Er fördert transnationale Kooperationen und Partnerschaften zwischen Hochschulen und ist die Nationale Agentur für die europäische Hochschulzusammenarbeit.

Der DAAD unterstützt damit die Ziele der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik, der nationalen Wissenschaftspolitik und der Entwicklungszu-sammenarbeit. Er unterhält dafür ein Netzwerk mit über 70 Auslandsbüros und rund 450 Lektorate weltweit sowie die internationale DAAD-Akademie (iDA).

Im Jahr 2017 hat der DAAD inklusive der EU-Programme knapp 140.000 Deutsche und Ausländer rund um den Globus gefördert. Das Budget stammt überwiegend aus Bundesmitteln verschiedener Ministerien, der Europäischen Union sowie von Unternehmen, Organisationen und ausländischen Regierungen.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Bjoern Wilck
Leiter Pressestelle
Tel: +49 228 882-644, Fax: +49 228 882-659
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