Konferenz zur Zukunft von Erasmus+

Experten diskutieren über die weitere Entwicklung des europäischen Austauschprogramms

Bonn, 24.5.2017. Seit 30 Jahren bietet das europäische Bildungsprogramm Erasmus Studierenden, Lehrenden und administrativem Hochschulpersonal die Möglichkeit, Auslandserfahrungen zu sammeln, sich mit neuen Lehr- und Lernmethoden auseinanderzusetzen sowie andere Länder, Menschen, Kulturen und Sprachen besser kennenzulernen. Die Erasmus+ Jahrestagung der Nationalen Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit im Deutschen Akademischen Austauschdienst (NA DAAD), die am 1. und 2. Juni an der Universität Heidelberg stattfindet, widmet sich dem Thema: Was soll Erasmus+ künftig leisten und wie kann das Programm eine europäische Identität schaffen?

„Der grenzenlose europäische Austausch gehört mittlerweile zum Selbstverständnis einer ganzen Generation. Wir brauchen diese ,Generation Erasmus‘, die politische Diskussionen sucht und den Wert eines offenen Europas betont“, sagt DAAD-Präsidentin Prof. Margret Wintermantel.

Zu den rund 400 deutschen und europäischen Teilnehmern zählen Programmverantwortliche, Vertreter von Hochschulen und Wegbegleiter. Gemeinsam mit ihnen betrachtet die Nationale Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit im DAAD die Errungenschaften und wegweisenden Veränderungen des Bildungsprogramms seit seiner Entstehung 1987. Dieser Rückblick wird von Zeitzeugen kommentiert. Vertreter des BMBF und der Europäischen Kommission diskutieren über den aktuellen Stand des Erasmus-Programms und dessen Zukunft nach 2020.

Das Programm wird abgerundet durch eine Kunstinstallation zum Thema „30 Jahre Erasmus“ des britischen Künstlers Prof. Patrick Thomas von der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Diese bezieht auch die Bevölkerung mit ein. Studierende der „Lokalen Erasmus+ Initiative“ (LEI) informieren Heidelberger Bürger in der Innenstadt. Am Abend findet ein Dialog mit Publikumsdiskussion unter dem Titel „Erasmus (+) und Europa: damals und heute“ statt, an dem Dr. des. Inken Heldt und Alan Smith, einer der „Väter“ des Erasmus-Programms teilnehmen.

„Auslandsaufenthalte von Studierenden und Hochschulmitarbeitern ebenso wie internationale Hochschulkooperationen tragen dazu bei, aus jungen Menschen verantwortungsbewusste und weltoffene Mitglieder der Gesellschaft zu machen. Die Hochschulen leisten durch die Teilnahme an Erasmus+ einen wichtigen Beitrag zur Förderung des Europaverständnisses“, so die DAAD-Präsidentin.

Hintergrund

Mit Unterstützung der NA DAAD und des BMBF finden in diesem Jahr an Hochschulen und mit „Lokalen studentischen Erasmus+ Initiativen“ zahlreiche Jubiläums-Veranstaltungen und Aktionen in ganz Deutschland statt. Auf der Website der NA DAAD finden Sie weitere Informationen über Veranstaltungen und Themen im Jubiläumsjahr, Porträts von Erasmus-Alumni, Zahlen und Fakten sowie Erfolgs- und Projektgeschichten: https://eu.daad.de/30-jahre-erasmus-2017.

Der DAAD betreut seit 1987 als Nationale Agentur das europäische Erfolgsprogramm Erasmus. Zu seinen Kernaufgaben gehört die interkulturelle Verständigung. Weiterhin möchte der DAAD mit der Mitmach-Aktion #Europabewegen ein Zeichen für Europa setzen. Ziel der Kampagne in den sozialen Medien ist es, dass sich die Bürger der vielen positiven Werte Europas bewusst werden. https://www.europabewegen.de

Erasmus+ ermöglichte allein im Hochschuljahr 2014/15 rund 44.700 Auslandsaufenthalte von deutschen Studierenden und Hochschulangehörigen. Zusätzlich stehen Mittel für europäische und internationale Hochschulpartnerschaften und Kooperationsprojekte zur Verfügung.

Journalisten sind zur Jahrestagung herzlich eingeladen. Um Anmeldung wird gebeten unter erasmus@daad.de.

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