Deutschland und Brasilien eröffnen gemeinsames Zentrum für Deutschland- und Europastudien in Porto Alegre

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Bonn, 6.4.2017. Seit 1991 hat der Deutsche Akademische Austauschdienst, finanziert aus Mitteln des Auswärtigen Amts, an international renommierten Universitäten im Ausland ein weltweites Netzwerk für Deutschland- und Europastudien aufgebaut. Nun wird in Brasilien mit dem Centro de Estudos Europeus e Alemães (CDEA) in Porto Alegre das erste Zentrum auf der Südhalbkugel eröffnet. Gemeinsam getragen wird es vom DAAD, der Bundesuniversität Universidade Federal do Rio Grande do Sul (UFRGS) und der päpstlich-katholischen Pontifícia Universidade Católica do Rio Grande do Sul (PUCRS).

„Ziel der interdisziplinär ausgerichteten Zentren ist es, einer jungen Generation von Studierenden und Nachwuchswissenschaftlern Deutschland- und Europaexpertise zu vermitteln. Aus den Zentren ist ein weltweit einmaliges Netzwerk von herausragenden sozial- und kulturwissenschaftlichen Deutschland- und Europaexperten entstanden, die sich untereinander austauschen und gemeinsame Forschungsthemen mit Deutschlandbezug bearbeiten. Die lateinamerikanische Perspektive ist ein großer Gewinn für das gesamte Netzwerk“, sagt DAAD-Präsidentin Prof. Margret Wintermantel.

„Wir freuen uns, dass zukünftig auch am neuen Zentrum in Porto Alegre junge Studierende sowie Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in interdisziplinären und innovativen Master- und Promotionsprogrammen ausgebildet werden. Dadurch stärken wir nicht nur den wissenschaftlichen Austausch, sondern schaffen eine Basis für eine vertiefte wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Brasilien“, sagt DAAD-Vizepräsident Prof. Joybrato Mukherjee, der am 10. April mit den Präsidenten der UFRGS und der PUCRS das gemeinsame Abkommen zur Einrichtung des Zentrums in Porto Alegre unterzeichnet.

Vorausgegangen war eine landesweite DAAD-Ausschreibung in Brasilien sowie eine Vorab-Evaluation durch unabhängige Fachgutachter. Das Zentrum wird vom DAAD aus Mitteln des Auswärtigen Amts für zunächst fünf Jahre mit bis zu 250.000 Euro pro Jahr gefördert. Gleichzeitig stellen die beiden Partneruniversitäten für das Zentrum Mittel in mindestens derselben Höhe zur Verfügung. Insgesamt verfügt das Zentrum über ein Gesamtbudget von 2,5 Mio. Euro über fünf Jahre für aktuelle und gegenwartsbezogene Forschung und Lehre zu Deutschland und Europa.

Hintergrund

Der DAAD fördert seit 1991 mit Mitteln des Auswärtigen Amtes interdisziplinäre Zentren für Deutschland- und Europastudien an herausragenden ausländischen Hochschulen in derzeit zwölf Ländern. Die Zentren bilden sozial- und kulturwissenschaftliche Deutschland- und Europaexperten aus und führen Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit in der Beschäftigung mit Deutschland und Europa zusammen. Den ersten drei Zentren in Harvard, Berkeley und Washington D.C. folgten weitere Standorte in Nordamerika, Europa, Ostasien, Russland und Israel.

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