Absichtserklärung zur Gründung einer Deutsch-Ostafrikanischen Hochschule unterzeichnet

DAAD-Präsidentin Prof. Margret Wintermantel begrüßt den Aufbau einer binationalen Hochschule für angewandte Wissenschaften in Kenia

Nairobi/Bonn, 09.02.2017. Am Rande des German-African Business Summit in Nairobi haben heute die deutsche Botschafterin in Nairobi, Jutta Frasch, und der kenianische Bildungsminister Dr. Fred Matiang’i eine gemeinsame Absichtserklärung zur Einrichtung einer „Eastern African-German University of Applied Sciences“ unterzeichnet, die nach dem deutschen Modell der Hochschulen für angewandte Wissenschaften aufgebaut werden soll. Das langfristig angelegte Kooperationsprojekt soll in Kenia implementiert werden und Studiengänge anbieten, die dem Ausbildungsbedarf des Landes und der Region entsprechen.

„Seit vielen Jahren besteht ein fruchtbarer akademischer Austausch zwischen Deutschland und Kenia. Die Bildungs- und Hochschullandschaft des Landes befindet sich aktuell in einer rasanten Wachstumsphase. Die Wirtschaft und diverse Industriezweige boomen, es gibt eine florierende mittelständische Gründerszene“, sagt DAAD-Präsidentin Prof. Margret Wintermantel. „Ich freue mich, dass wir im Rahmen dieses neuen Vorhabens die Kooperation mit Kenia und der Region Ostafrika weiter vertiefen können.“

Der deutsche Beitrag zur geplanten Fachhochschule wird über den DAAD aus Mitteln des Auswärtigen Amtes gefördert. Das Lehrangebot orientiert sich am Ausbildungsbedarf in Ostafrika und den aktuellen bildungs-, wirtschafts- und entwicklungspolitischen Anforderungen an die Hochschulen der Region: Das Ausbildungskonzept ist daher anwendungsbezogen und sieht eine enge Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen und der Wirtschaft vor. Die Hochschule soll Modellcharakter für die gesamte Region haben und einen Beitrag zur Neuorientierung der Hochschulsysteme in Ostafrika leisten. Über ein wettbewerbliches Verfahren sollen deutsche Hochschulen für angewandte Wissenschaften gewonnen werden, die z.B. im Rahmen eines Konsortiums die akademische Verantwortung auf deutscher Seite übernehmen.

„Es ist dem DAAD ein großes Anliegen, mit dem Aufbau und der Einrichtung dieses innovativen und anwendungsorientierten Hochschulmodells essentiell zur „Employability“ junger Hochschulabsolventen beizutragen. Wir stehen mit unserer Expertise im Bereich der transnationalen Bildungsprojekte für Qualität, Nachhaltigkeit und fundierte, partnerschaftliche Kooperationen weltweit und freuen uns, dieses ehrgeizige Vorhaben gemeinsam mit unseren kenianischen Partnern aufzubauen und voranzubringen“, so DAAD-Präsidentin Prof. Wintermantel.


Hintergrund
Die Nachfrage nach deutschen Bildungsangeboten weltweit und insbesondere nach anwendungsorientierten und praxisnahen Hochschulgründungen ist immens. Seit mehr als fünfzehn Jahren fördert der DAAD transnationale Hochschulgründungen und deutsche Studienangebote im Ausland. Internationalisierung ist ein Trend, der viele Interessen vereint. Er bringt Studierende und Hochschulen im In- und Ausland zusammen und stärkt internationale Beziehungen zwischen den Ländern. Besonders bedarfsorientierte, innovative und praxisbezogene Studienangebote sind für die Zielländer von großer Bedeutung und leisten einen wichtigen Beitrag, Hochschulabsolventen optimal auf den jeweiligen Arbeitsmarkt vorzubereiten und die Beschäftigungszahlen zu steigern. Hochwertige akademische Ausbildung geht hier Hand in Hand mit konkretem Praxisbezug und internationalem Know-how. Transnationale Bildungsangebote können zudem wichtige Impulsgeber für notwendige Veränderungen in der Hochschullandschaft sein und haben daher großes Potential, sich zu Leuchttürmen der internationalen Wissenschaftskooperation zu entwickeln.

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