Qualität für Hochschulen in Ostafrika

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Seit 40 Jahren fördert der DAAD nachhaltige Entwicklung

Bonn/Nairobi, 3.6.2014. Die größte Herausforderung der Hochschulen in Ostafrika ist die Qualität von Forschung und Lehre. Aus diesem Grund setzt der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) mit seinen Stipendien und Hochschulkooperationen vor allem darauf, die Hochschullandschaft der Region zu entwickeln. Nun feierte die für Ostafrika zuständige DAAD-Außenstelle in Nairobi Ende Mai ihr 40-jähriges Jubiläum.

Immer mehr junge Menschen in Ostafrika studieren. Alleine in Kenia, wo der DAAD seine Außenstelle für die Region unterhält, sind mittlerweile über 300.000 Studentinnen und Studenten eingeschrieben. Damit wächst auch die Zahl der Hochschulen und Colleges des Landes: 2009 gab es 18 akkreditierte Hochschulen, heute sind es 68. „Diese quantitative Entwicklung ist positiv. Doch die Voraussetzungen für hochwertige Lehre und Forschung sind in Ostafrika nicht immer ideal. Deswegen ist uns die Qualitätssicherung der Hochschulen der Region besonders wichtig“, sagt DAAD-Präsidentin Prof. Margret Wintermantel.

Mit diesen Aufgaben hat sich die DAAD-Außenstelle Nairobi von einem Büro für Stipendien zu einem Netzwerkknoten entwickelt, der wissenschaftliche Kooperationen zwischen dem östlichen Afrika und Deutschland auf vielfältigen Ebenen fördert – von der Individualförderung über Hochschulpartnerschaften bis zur Weiterentwicklung der Hochschulsysteme. Von Kenia aus werden auch die Programme und Stipendiaten in den Nachbarländern betreut.

Die Qualitätssicherung der ostafrikanischen Hochschulen steht seit 2006 mit dem Programm „Dialogue on Innovative Higher Education Strategies“ (DIES) im Fokus des DAAD. In der Region, für die die Außenstelle Nairobi zuständig ist, wurden bereits mehr als 80 „Qualitätssicherungsbeauftragte“ sowie rund 50 externe Gutachter an 65 Universitäten ausgebildet. Ziel ist es, die Qualität und Relevanz von Studiengängen zu verbessern.

Neben dem Aufbau der Hochschulen unterstützt der DAAD die Entwicklung demokratischer Eliten in Ostafrika. „Wir fördern ganz gezielt Menschen, die den Abbau von sozialer Ungleichheit in ihren Ländern vorantreiben können“, sagt Wintermantel. Insgesamt wurden seit 1973 mehr als 2.400 Studenten aus Kenia vom DAAD in unterschiedlichen Programmen gefördert. Diese Alumni prägen die Region entscheidend: Während sie in den meisten Universitäten Kenias Führungspositionen übernommen haben, füllen in Tansania ehemalige DAAD-Stipendiaten hochrangige Regierungsstellen.

Zentral für die Arbeit des DAAD in Afrika ist zudem das Sur-Place Programm, mit dem jedes Jahr über 800 afrikanische Studierende ein Studium in Afrika vor Ort ermöglicht wird. Ziel des Programms ist die Ausbildung von zukünftigen Hochschullehrern. Dazu fördert der DAAD Master- und Promotionsvorhaben in den Heimatländern der Stipendiaten oder an fachlich besonders ausgewiesenen Zentren in afrikanischen Drittstaaten. Ein regionaler Schwerpunkt liegt im östlichen und südlichen Afrika, z.B. am renommierten International Livestock Research Institute in Nairobi.

Kontakt:

Christoph Hansert, DAAD, Leiter der Außenstelle Nairobi
Tel.: +254-733-929-929, E-Mail: hansert@daadafrica.org

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Anke Sobieraj
Leiterin Pressestelle
DAAD – Deutscher Akademischer Austauschdienst
Tel.: +49 (0)228 882-644
presse@daad.de