DAAD gratuliert seinem Alumnus Fazil Say zum Internationalen Beethovenpreis 2016

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Bonn, 15.12.2016. Die Beethoven Academy zeichnet den türkischen Pianisten und Komponisten Fazil Say am 17. Dezember 2016 für seine gesellschaftlichen Verdienste aus und setzt mit ihrem Preis ein Zeichen für Menschenrechte, Frieden, Freiheit und weltoffenes Leben. Dies sind Werte, für die auch der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) eintritt, dessen Stipendiat Fazil Say von Oktober 1987 bis Juli 1991 zu seiner Zeit an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf war.

„Der DAAD freut sich daher besonders, unter seinen ehemaligen Stipendiaten einen international bekannten Konzertpianisten wie Fazil Say zu haben, der sich mit seinem Renommee und seinen internationalen Verbindungen für den Kulturdialog einsetzt“, erklärt DAAD-Präsidentin Prof. Margret Wintermantel. „Mit dem Festkonzert in Bonn, bei dem Künstlerinnen und Künstler verschiedener Kulturräume gemeinsam auftreten, setzt Fazil Say gemeinsam mit der einladenden Beethoven Academy ein deutliches Zeichen für das lebendige Miteinander in politisch unruhigen Zeiten.“ So soll auch der Erlös des Abends in Projekte der Academy fließen, die vor allem Musikprojekte in Krisengebieten realisieren helfen.

In seinen Kompositionen greift Say immer wieder Themen wie Krieg, Hass und Zerstörung auf. Er betont: „Wenn man die Kulturen als Feinde sieht, wenn man andere Kulturen nicht als Dialogpartner sieht, sondern als Feind, dann fängt der Kulturenkrieg an.“

Dialog zwischen den Kulturen ist auch ein erklärtes Förderziel des DAAD. Als Reaktion auf die steigenden Spannungen nach dem 11. September 2001 und als eigenen Beitrag zur Krisenprävention legte der DAAD ein spezielles Programm auf, in dem er Kulturdialog über fachliche Kooperationen zwischen deutschen Hochschulen und Hochschulen in der islamischen Welt fördert, darunter auch Musikhochschulen. „Es sind engagierte Menschen wie Fazil Say, die gerade den jüngeren Studierenden Mut machen, sich selbst einzubringen. Deswegen sind Preise wie der Internationale Beethovenpreis wichtig, um auch einer breiten Öffentlichkeit die Brückenbauer unserer Gegenwart vorzustellen“, erklärt Prof. Margret Wintermantel.  

Zum Preis der Beethoven Academy

Der Internationale Beethovenpreis für Menschenrechte, Frieden, Freiheit, Armutsbekämpfung und Inklusion wird getragen von der Beethoven Academy. Schirmherr ist Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller. Ins Leben gerufen hat ihn der Intendant der Beethoven Academy Torsten Schreiber, sowie der Präsident des Festivals Junger Künstler Bayreuth, Andreas Loesch, der ebenfalls Gesellschafter der Academy ist. Weitere Gesellschafterin der Beethoven Academy ist u.a. auch die Klavierlegende Martha Argerich.

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