Grimmpreis des DAAD geht an amerikanischen Germanisten

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DAAD vergibt Jacob- und Wilhelm-Grimm-Preis und Förderpreis am 27. September in Bayreuth

Bonn, 27.09.2016 Der renommierte Jacob- und Wilhelm-Grimm-Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) geht in diesem Jahr an den Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Mark L. Louden aus Wisconsin, USA. Der Preis ist dotiert mit 10.000 Euro und verbunden mit einem vierwöchigen Forschungsaufenthalt in Deutschland.

„Wir freuen uns, mit Professor Louden einen international renommierten Sprachwissenschaftler zu ehren, der sich in vielfältiger Weise mit der deutschen Sprache beschäftigt und dabei insbesondere deutsche Sprachinseln in den USA untersucht. Seine wissenschaftliche Auseinandersetzung zeichnet sich im Sinne einer modernen Linguistik durch seine gesamtheitliche Betrachtung soziolinguistischer, historischer, grammatikalischer und phonetischer Fragenstellungen aus“, sagt DAAD-Präsidentin Prof. Margret Wintermantel.

Professor Louden, Professor für Germanistische Sprachwissenschaft und Direktor des Max-Kade-Instituts für deutsch-amerikanische Studien an der University of Wisconsin-Madison, gilt als einer der führenden Forscher zur deutschen Sprache in Amerika. Er beschäftigt sich nicht nur wissenschaftlich intensiv mit Minderheitensprachen wie dem Pennsylvania Dutch oder auch dem Jiddischen, sondert fungiert darüber hinaus auch als Dolmetscher und kultureller Vermittler für Amish und Alt-Mennoniten.

Grimm-Preis Verleihung des DAAD an der Universität Bayreuth

DAAD

Mit dem Jacob- und Wilhelm-Grimm-Förderpreis wird in diesem Jahr die slowenische Nachwuchswissenschaftlerin Dr. Tanja Škerlavaj geehrt. Neben einem Forschungsaufenthalt in Deutschland ist dieser Preis, den der DAAD seit 2011 an Nachwuchswissenschaftler aus den Bereichen Germanistik und Deutsch als Fremdsprache verleiht, mit einem Preisgeld von 3.000 Euro verbunden.

Tanja Škerlavaj ist bereits durch ihre Forschungen zur deutschen Semantik und Stilistik hervorgetreten, nicht zuletzt durch ihre Dissertation, in der sie sich mit der Sprache von Werbetexten auseinandersetzt. Als Stipendiatin des DAAD konnte sie zahlreiche wissenschaftliche Kontakte zwischen ihrer Heimatuniversität in Ljubljana und deutschen Hochschulen knüpfen.

Hintergrund

Mit den Jacob- und Wilhelm-Grimm-Preisen zeichnet der DAAD Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland aus, die sich neben ihrer fachlichen Leistung in besonderer Weise für die internationale Zusammenarbeit in den Fachbereichen Germanistik und Deutsch als Fremdsprache engagieren. Vergabejury ist der Beirat Germanistik des DAAD, der den DAAD in allen Belangen der Förderung von Germanistik und Deutsch an Hochschulen berät. Die Preise werden aus Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert.

Zur Preisverleihung am Dienstag, dem 27. September 2016, im Rahmen des Deutschen Germanistentages wird Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, Vizepräsident des DAAD, Preisträger und Gäste begrüßen. Die Laudatio auf den Preisträger hält Prof. Dr. Peter Auer, Ordinarius für Germanische Philologie und Direktor der FRIAS School of Language & Literature an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg (Breisgau).

Kontakt:

Susanne Lüdtke, DAAD, Referat S14: Germanistik, deutsche Sprache und Lektorenprogramm
Tel.: 0228 / 882-579
E-Mail: Luedtke@daad.de

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Anke Sobieraj
Leiterin Pressestelle
Tel: 0228 / 882-454, Fax: 0228 / 882-659
Mail: presse@daad.de, www.daad.de
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