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Oktober 2018

Libysche Delegation unter Leitung des Vize-Präsidenten der Universität Misurata zu Gast beim DAAD Tunis


Eine Delegation der Universität Misurata kam am 05. Oktober 2018 zum DAAD Büro Tunis zu einem Kennenlern- und Informationsgespräch.

Die Universität Misurata gehört zu den innovativsten Universitäten in Libyen. Zahlreiche Kooperationen gibt es bereits mit Universitäten in Frankreich, Italien und Spanien. Nun wolle man die Zusammenarbeit auch mit deutschen Universitäten in Gang setzen. Aus diesem Grund waren die Delegationsmitglieder besonders an den Kooperationsprogrammen des DAAD interessiert. Insbesondere die neue Ausschreibung der Transformationspartnerschaften stieß auf großes Interesse. Gerne wolle man mit Hilfe deutscher Hochschulen Karrierezentren aufbauen und gemeinsame Masterprogramme entwickeln. Das neu ausgeschriebene Programm eignet sich dafür hervorragend. Der Vizepräsident der Universität Misurata ist ein Deutschland-Alumnus, er wurde viele Jahre durch ein Regierungsstipendium in Deutschland gefördert. Neben einem Master im Bereich Maschinenbau hat er auch das PhD jeweils in Bochum und in Duisburg absolviert. Mit der Universität Gießen gebe es auch Interesse, im Bereich Geographie zusammenzuarbeiten, so der Direktor des International Offices, Dr. Ali Bakeer.

Da der DAAD im Moment aus Sicherheitsgründen nicht in Libyen sein kann, wurde bereits bei der Delegationsreise nach Deutschland im Juni beschlossen, einen Info-Point „DAAD“ an verschiedenen Hochschulen einzurichten. Der DAAD Tunis versorgte deshalb bei dieser Gelegenheit die Delegation mit Info-Material, Broschüren und Postern. Die Universität Misurata möchte eine Person nominieren, die für diesen Info-Point zuständig sein soll und die vom DAAD Tunis regelmäßig gecoacht werden soll. Mit Misurata soll das Modell „Info-Point“ als Pilot-Projekt gestartet werden. Andere libysche Hochschulen können folgen, wenn das Modell gut klappt.

Auch das Bildungsministerium nahm an dem Informationsgespräch teil. Der Generaldirektor für Information und Dokumentation möchte gerne enger mit dem DAAD zusammenarbeiten und sagte seine Zusammenarbeit für zukünftige Kooperationen zu.

Informationen zum Programm „Deutsch-Arabische Transformationspartnerschaften“ sind auf dem folgenden Link zu finden: https://www.daad.de/miniwebs/ictunis/fr/29663/index.html

Bericht: Salha Ennajeh

Bildnachweis: Syrine Mahjoubi

Juni 2018

Kooperation mit deutschen Hochschulen erwünscht: Direktoren von International Offices libyscher Hochschuleinrichtungen auf Erkundungsreise in Deutschland


@ Zehn Direktoren libyscher Hochschuleinrichtungen zu Besuch beim DAAD

Auf Einladung des DAAD haben Direktoren der International Offices aus Libyen vom 24.06.-30.06.2018 deutsche Hochschul- und Forschungseinrichtungen besucht. Im Vordergrund bei den Gesprächen standen persönliches Kennenlernen, Vertrauensbildung und Werbung für mehr Austausch und Kooperationen. Auch wenn der akademische Austausch mit Libyen zurzeit nur eine Einbahnstraße sein kann, lohnt es, in capacity building und Strukturaufbau für den Aufbau des vom Krieg zerrissenen Landes zu investieren.

Ziel der Informationsreise war der direkte und persönliche Kontakt zu Hochschulpartnern in Deutschland. Libysche Hochschulvertreter wünschen mehr Austausch und Kooperationen, sie sind in EU-Programmen mit MENA Ländern aktiv und suchen Partner und Matching für Aktivitäten und Projekte.  


In Gesprächen mit Vertretern der Akademischen Auslandsämter an der Universität zu Köln, Potsdam und TU Berlin und mit Fachkollegen an der TH Köln mussten sie aber auch erfahren, dass Austausch und Kooperation nicht top-down von Hochschulleitungen per MoU oder Vereinbarung verordnet wird, sondern dass schrittweise auf der Fach- und Fakultätsebene bottom-up Vertrauen und Partnerschaft aufgebaut werden müssen. Zudem haben viele deutsche Hochschulen strategische Partnerschaften, in denen sie sich auf einzelne Länder oder regional fokussieren. Nur wenn ein gemeinsames Interesse (win-win) da ist, kann langfristige und nachhaltige Kooperation gelingen.   


Vertrauensbildung stand auch bei den Begegnungen mit Parlamentariern der CDU, der GRÜNEN und der LINKEN sowie mit Vertretern im Auswärtigen Amt im Vordergrund. Dass die Delegation akademische Vertreter aus Benghazi, Sirte, Sabha, Sabratha, Misurata, Tripolis und Zawia vereinigt, und die Gruppe ein gemeinsames Interesse für alle Teile Libyens (Westen, Osten und Süden) vertritt, ist in einem politisch zerrissenen Land nicht selbstverständlich. Einig sind sich die Hochschulen darin, dass es eine gemeinsame Hochschulpolitik und Strategie braucht, dafür ist die Vernetzung innerhalb Libyens und in der Maghreb-Region wichtig.


@ Libysche Delegation beim Besuch im Auswärtigen Amt 

Für viele der zehn Delegationsvertreter war dies der erste Besuch in Deutschland. Die Direktoren der International Offices der libyschen Hochschuleinrichtungen, die zugleich auch in der akademischen Lehre oder Forschung tätig sind, haben alle im Ausland studiert oder promoviert. Sie bringen ihre internationale Erfahrung mit und sind Ansprechpartner und Multiplikatoren für Austausch und Kooperationen in ihren Hochschulen. Für deutsche Partner und den DAAD sind sie damit wichtige vis-à-vis, solange man aus Sicherheitsgründen nicht in Libyen operieren kann.

Am Ende konnten die Delegationsmitglieder mit vielen neuen Eindrücken, Kontakten und Know How die Heimreise antreten. Der DAAD unterstützt libysche Hochschulen als Multiplikatoren beim Aufbau von Info-Points und informiert und berät Interessierte via Webinar und mit Präsenzseminaren in Tunesien.

Bericht und Bildnachweis: Beate Schindler-Kovats. Leiterin DAAD Büro Tunis

April 2018

Briefing für libysche Multiplikatoren zur Deutschlandreise im Juni 2018

Zehn Direktoren der International Offices libyscher Hochschulen und Forschungszentren bereiteten sich im April 2018 in Tunis auf ihre Deutschlandreise vor. Vom 24.-30.06.2018 lädt der DAAD die libysche Delegation zu einer Informationstour nach Deutschland ein: auf dem Programm stehen Hochschulbesuche in Köln, Bonn, Aachen, Berlin und Potsdam, Treffen mit DAAD, DFG und AvH und bildungspolitische Gespräche in Berlin.



 

@ 5. DAAD-Seminar „Exchange – Networking – Training“ für libysche Hochschulen

Zum 5. DAAD Seminar „Exchange- Networking und Training“ in Tunis kamen Direktoren der International Cooperation Offices von Hochschulen und Forschungszentren in Libyen zusammen, um sich gemeinsam auf ihre Reise nach Deutschland vorzubereiten. Das Interesse an Deutschland und an Kooperationen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen ist hoch. „Wir möchten mehr über das deutsche Bildungs- und Hochschulsystem erfahren und wünschen uns, persönlich in Kontakt mit Fachkollegen und Partnern in Deutschland zu kommen, um gemeinsam Projekte und Vorhaben zu initiieren und umzusetzen“, so die Erwartung der Teilnehmer.

Programme für Austausch und Projekte mit Libyen bieten alle Förderorganisationen an. Libyen ist beispielsweise Partnerland in den Deutsch-Arabischen Transformationspartnerschaften und kann mit deutschen Hochschulen Maßnahmen beantragen.

Seit 2012 sind aus politischen Gründen die Beziehungen und Kontakte libyscher Hochschulen zu internationalen Partnern weitgehend ab- bzw. unterbrochen. Hier sucht man nun wieder Anschluss: Partner und Themen für die Kooperation zu identifizieren und deutsche Hochschulen zu überzeugen, dass libysche Hochschuleinrichtungen trotz der instabilen Situation im Land funktionieren und arbeiten, auch das sind Ziele der Reise: „Wir wollen uns als zuverlässige Partner präsentieren und für unsere Einrichtungen  werben“, so die Teilnehmer, „und zeigen, dass man auch in einem zerrissenen Land, zusammenarbeiten kann“.

 

@ Austausch der libyschen Delegation mit Gesandten Alexander Fierley von der Deutschen Botschaft Tripolis

Libysche Hochschulen wachsen schnell, es gibt mehr weibliche als männliche Studierende, und es gibt ein Problem in der Dozentenausbildung und in der Nachwuchsgewinnung für akademische Laufbahnen. Vielerorts hat das Personal an Hochschulen nur einen Bachelor- oder Masterabschluss, es gibt nur wenige Professoren, um der Qualitätssicherung und dem akademischen Anspruch zu genügen. Viel Potential für die akademische Zusammenarbeit mit Deutschland. Es lohnt sich, in Libyen zu investieren und für die Generation von morgen Perspektiven für den Aufbau des Landes aufzuzeigen.

Der DAAD hofft durch diese Reise, ein Netzwerk von Multiplikatoren und Alumni in Libyen aufzubauen. Da zurzeit keine Präsenz in Libyen möglich ist, können Partner der International Offices über Deutschland als Studien- und Forschungsstandort informieren und beraten. Die Delegationsteilnehmer kommen aus allen Teilen Libyens: aus der Universität und dem Forschungszentrum CEET in Benghazi, aus der Universität Sirte, Sabratha, Sabha, Zawia, Tripolis und Misurata, der Libyan Academy und der Libyan Authority for Science.

 

@ Briefing und Austausch beim 5. DAAD Seminar für libysche Hochschulen im April 2018 in Tunis

Beim Briefing in Tunis zeigte sich, dass der Austausch untereinander wichtig ist. Die Gruppe wuchs zusammen und vertritt gemeinsame Interessen. Diese wurden explizit gegenüber dem Gesandten der Deutschen Botschaft Tripolis, Alexander Fierley, formuliert. Die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Tripolis unterstützt den DAAD in der Intensivierung der akademischen Zusammenarbeit mit Libyen. Gesandter Fierley nahm sich ausreichend Zeit, um mit den Teilnehmern ins Gespräch zu kommen und war auch bei der offiziellen Zeremonie zur Übergabe der Einladungen des DAAD, unterzeichnet von der Generalsekretärin Frau Dr. Rüland, dabei.

 

@ Gesandter der Botschaft Bundesrepublik Deutschland in Tripolis, Alexander Fierley, bei der Überreichung der Einladungen an die libyschen Delegationsteilnehmer der DAAD Reise nach Deutschland

Veranstaltungen für libysche Hochschulen und Webinare sind eine gute Möglichkeit, sich zu informieren und beraten zu lassen und den Kontakt aufrechtzuhalten.

Informationen für Libyer zu Veranstaltungen, Programmen und Stipendien: https://www.daad.de/miniwebs/ictunis/de/29008/index.html

Zum Webinarkalender: https://www.daad.de/miniwebs/ictunis/de/26078/index.html

Text: Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis

Photos: Anis Bouattour

Alle Rechte beim DAAD Tunis

Februar 2018

Deutsch- tunesisch-libyscher Austausch im DAAD Büro Tunis

DAAD Tunis als Plattform für regionales Networking von Partnern im Maghreb

Es war Zufall, dass Dr. Salah Al-Hengari, Professor an der Libyan Academy for Postgraduate studies in Tripolis, beim DAAD Büro in Tunis vorbeischaute. Er kam gerade von der Botschaft, wo er sein Visum für einen Deutschland Aufenthalt abgeholt hatte. Und es war Zufall, dass gerade an dem Tag ein Projektgespräch von Dr. Borhane Mahjoub, Institut Chott-Meriam, Universität Sousse und Prof. Klaus Kümmerer, Professor an der Leuphana Universität Lüneburg stattfand. Die drei Wissenschaftler verbindet das Thema Nachhaltigkeit von Ressourcen, Wasser und Aufbereitung von Wasser.


 

@ Deutsch- tunesisch-libyscher Austausch: v.l.n.r.: Dr. Borhane Mahjoub (Chott Meriem, Sousse), Prof. Klaus Kümmerer (Leuphana Universität Lüneburg), Beate Schindler-Kovats (DAAD Tunis), Dr. Salah Al-Hengari (Libyan Academy Tripolis)

So fand man schnell zusammen, tauschte sich aus und entwickelte spontan gemeinsame Projektideen. Dr. Borhane ist Partner im Exceed- Netzwerk und will sich dafür einsetzen, dass der libysche Partner integriert wird. Sousse und Lüneburg kooperieren bereits in Kurzmaßnahmen miteinander und wollen nun libysche Partner mit in ihre künftigen Vorhaben einbeziehen.

Einmal mehr zeigt sich, dass das DAAD Büro Tunis eine Plattform für den regionalen Austausch, das Matching und Netzwerken von Partnern im Maghreb ist. Für viele Projekte – beim DAAD, in der EU und bei anderen Organisationen – braucht man mehr als zwei Partner: die Partnersuche und das gemeinsame Beantragen von Fördermitteln gelingt besser, wenn man sich kennt, sich persönlich austauscht und gemeinsame Interessen hat.

Text: Beate Schindler-Kovats   

Bildnachweis: Salha Ennajeh

November 2017

Libysche Multiplikatoren werben für „Studieren und Forschen in Deutschland“ und engagieren sich für Kooperationen mit Deutschland 

20 libysche Hochschulvertreter trafen sich vom 17.-20. November 2017 auf Einladung des DAAD Tunis, um gemeinsam über Austausch, Programme und Kooperationsmöglichkeiten mit Deutschland zu diskutieren. Der deutsche Botschafter der Bundesrepublik Tripolis S.E. Dr. Christian Buck eröffnete die dreitägige Konferenz und machte den Teilnehmern Hoffnung, dass bald wieder eine Diplomatische Vertretung in Tripolis sein wird.


 

@ 4. DAAD-Seminar „Exchange – Networking – Training“ für libysche Hochschulen

Es ist das vierte Seminar zu „Exchange- Networking und Training“ für Partner libyscher Hochschulen in Tunesien, organisiert und gefördert vom DAAD. Aus allen Teilen Libyens – von Benghazi bis Sabha - kamen Hochschul- und Institutsvertreter am 15.-17.11.2017 in Tunis zusammen. Einmal mehr zeigte sich, dass das Seminar als Austausch untereinander ebenso wichtig ist wie für die regionale und internationale Vernetzung. Libyen ist Partnerland in den Deutsch-Arabischen Transformationspartnerschaften und kann mit deutschen Hochschulen Maßnahmen beantragen.

 

In der Vorstellungsrunde der libyschen Hochschulen gab es viel Neues, beachtliche Entwicklungen und vielfältige internationale Kooperationen, die im Land kaum bekannt sind und auch vom Bildungsministerium, das zwei Vertreterinnen geschickt hatte, interessiert aufgenommen wurden.

 

Libysche Hochschulen wachsen schnell, es gibt mehr weibliche als männliche Studierende, und es gibt ein großes Problem in der Dozentenausbildung und in der Nachwuchsgewinnung für akademische Laufbahnen. Vielerorts hat das Personal an Hochschulen nur einen Bachelor- oder Masterabschluss, es gibt nur wenige Professoren, um der Qualitätssicherung und dem akademischen Anspruch zu genügen.

„Es macht mich stolz, wenn ich sehe, wie Hochschuleinrichtungen trotz der instabilen Situation in Libyen sich für Lehre, Forschung und ihre Studenten engagieren und um Anerkennung kämpfen“, so eine Teilnehmerin. „Und es macht mir Mut, dass ich nicht alleine bin und andere mich unterstützen.“

 

Der Teamgeist beim dreitägigen Seminar stimmte – trotz der heterogen Gruppe und unterschiedlicher Erwartungen. Zum Seminar waren 20 Teilnehmer aus 150 Bewerbern ausgewählt worden, darunter Leiter von International Offices, Dozenten, Forscher und Administratoren - eine neue Erfahrung. Mit so vielen aktiven und an Deutschland interessierten Bewerbern hatte der DAAD Tunis nicht gerechnet und auch die Heterogenität der Gruppe war ein Wagnis, das zur Zufriedenheit aller gelungen ist.

Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Tripolis, S.E. Dr. Christian Buck, war vorsichtig optimistisch, dass es bald gelingen könnte, wieder eine diplomatische Vertretung in Libyen zu öffnen. In seinem Grußwort zeigte er sich vom Engagement und der Vielzahl der aktiven Kontakte im Hochschulbereich Libyens beeindruckt.

  

@ Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Tripolis, S.E. Dr. Christian Buck zur Eröffnung des DAAD Seminars für libysche Hochschulen am 15. November 2017 in Tunis

Am Ende des Seminars kamen beim „recap“ viele Themen, Wünsche und wurden Perspektiven für die weitere Zusammenarbeit diskutiert. DAAD Tunis wird auch in 2018 Seminare und Training für libysche Wissenschaftler anbieten und die Studieninformation und Beratung verstärken.

Da der DAAD zurzeit nicht in Libyen präsent sein kann, sind Veranstaltungen in Tunesien und Webinare eine gute Möglichkeit, zu informieren und zu beraten und den Kontakt aufrechtzuhalten.

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Das WEBINAR: "Study and research in Germany" and the "German research landscape" – speziell für Partner aus Libyen findet am 21.11. 2017 statt.

The DAAD Tunis will offer an exclusive and special webinar (online-seminar) on Tuesday, the 21st of November 2017 from 02:00 to 03.00 pm (Tunisian time). 

We will provide you with information about “What is the DAAD", about "Study and research in Germany” and about the “German research landscape”. At the end you will have the opportunity to interact with us and to ask your questions directly. Therefore, you will have access to our information and the opportunity to subsequently download respective information material.

Attention: In order to participate you need to register before the webinar. Please note that spots are limited and the webinar will be held exclusively in English.

In order to register, please follow this link: 

https://attendee.gotowebinar.com/register/9063116404633247489

Texte: Beate Schindler-Kovats (Leiterin des DAAD Büro Tunis)

Photos: Anis Bouattour

Alle Rechte beim DAAD Tunis

September 2017

Delegation unter Leitung des Deputy Ministers, Ministry of Education of the Government of National Accord in Libya, zu Gast beim DAAD Tunis

 

 @ Austausch mit einer Delegation des Ministry of Education of the Government of National Accord in Libya

Eine Delegation des libyschen Bildungsministeriums unter Leitung des stellvertretenden Ministers Prof. Dr. Abdulrahman Mohamed Abubaker kam am 19.09.2017 zu einem Kennenlern- und Informationsgespräch ins DAAD Büro Tunis.

Das Bildungsministerium der libyschen Regierung der Nationalen Einheit ist insbesondere an Trainingsmaßnahmen für Hochschulverwaltungen und -lehrer, an Sprachausbildung  und Förderprogrammen für die Region interessiert. Die jungen Leute sollen für den Aufbau des Landes ausgebildet werden, deshalb möchte man internationale Programme in der Region aufbauen und vernetzen.

Wegen der politischen Lage hat Libyen viele Experten verloren, die heute in aller Welt verstreut sind. Der akademische Nachwuchs soll im Land gehalten werden und vor Ort oder in den Nachbarländern Qualifikation erfahren, ebenso will man die Berufsausbildung und Fachkräftegewinnung stärker fördern.

Der DAAD Tunis bietet regelmäßig Seminare und Fortbildungen für libysche Hochschulpartner in Tunesien an. Das nächste Seminar zum Thema  „Forschungslandschaft in Deutschland“ findet im November statt.

Interessenten können sich beim DAAD Tunis informieren und registrieren: contact@daad.tn

DAAD Tunis informiert zu Förderprogrammen der deutsch-maghrebinischen Hochschulzusammenarbeit 

@ Interessierte an Kooperationen aus Tunesien und Libyen beim Informationsseminar am 18. September 2017 in Tunis

Der DAAD als weltweit größte akademische Förderorganisation bietet individuelle Stipendien an und unterstützt Austausch und Zusammenarbeit durch Hochschulkooperationsprogramme.

Seit 2011 fördert und begleitet der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) aus Mitteln des Auswärtigen Amtes (AA) die politischen Umbrüche in der arabischen Region mit dem Programm Deutsch-Arabische Transformationspartnerschaft. 

Deutsch-Arabische Kurzmaßnahmen mit Partnerhochschulen in Tunesien, Marokko, Libyen, Jordanien, Jemen, Libanon und Irak können ab sofort für 2018 beantragt werden. Der DAAD Tunis hatte interessierte Kooperationspartner am 18.09.2017 ins Hotel Golden Tulip El Mechtel eingeladen, um über Hochschulpartnerschaften und Fördermöglichkeiten zu informieren.  Projektkoordinatoren aus Tunesien und Libyen berichteten über ihre Erfahrung und Aktivitäten mit deutschen Partnerhochschulen. Fragen nach der Art der Maßnahme, wie man einen deutschen Partner findet und welche Fachbereiche, Zielgruppen und Aktivitäten förderfähig sind, wurden diskutiert. 

In der Zusammenarbeit zwischen deutschen und arabischen Hochschulen steht besonders die Modernisierung der Lehre, der Strukturausbau in Forschung und Management sowie die Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit der Absolventen an den arabischen Partnerhochschulen im Mittelpunkt der Kooperationsprojekte.

@ Projektpartner und an Kooperationen Interessierte tauschen sich über Ihre Projekterfahrungen aus

Auch wenn tunesische und libysche Partner nicht selbst einen Antrag auf Förderung von Kurzmaßnahmen beim DAAD stellen können, sind sie doch häufig Impulsgeber und Initiator von Partnerschaft und Kooperationsprojekten. Veranstaltungen, Fachkurse, Sommerschulen, Anbahnungsreisen, Workshops, Seminare oder Tagungen sowie Mobilität zu Forschungs-/ Lehr- und Studienaufenthalten von Studierenden, Wissenschaftlern und Hochschulangehörigen können in Zusammenarbeit mit deutschen Hochschulen durchgeführt werden. Die Fördersumme pro Maßnahme beträgt max. 40.000 EUR.  Das Programm ist kompetitiv. Da aber nur wenige Länder beteiligt sind – Tunesien, Marokko, Libyen, Jordanien, Jemen, Libanon und Irak – ist die Chance auf Bewilligung des Antrags hoch.

In den Transformationspartnerschaften wurden seit Programmbeginn mit Tunesien 21 Hochschulpartnerschaften (Partenariats universitaires), 12 Forschungspartnerschaften (Partenariats pour la recherche – Al Tawasul) und  114 Kurzmaßnahmen gefördert. DAAD Tunis hat deutsch-maghrebinische Projekte in einen Reader zusammengestellt.

Für 2018 können neue Anträge für Kurzmaßnahmen wie gestellt werden:

 Ausschreibung

Weitere Informationen

Texte: Beate Schindler-Kovats (Leiterin des DAAD Büro Tunis)

Photos: Anis Bouattour

Alle Rechte beim DAAD Tunis

Mai 2017

 An Libyens Hochschulen fehlt es am Nötigsten –  
und dennoch engagieren sich libysche Wissenschaftler für Bildung und Internationalisierung

 

Beim dritten DAAD Seminar für Führungskräfte und Multiplikatoren libyscher Hochschulen vom 5.-6. Mai 2017 in Hammamet/Tunesien kamen aktuelle Probleme, aber auch Perspektiven für die internationale Zusammenarbeit zur Sprache. 


@ Teilnehmer aus Libyen beim 3. DAAD Seminar vom 5.-6.5.2017 in Hammamet/Tunesien 


Offen diskutierten 11 libyscher Hochschulvertreter, größtenteils Leiter der Internationalen Büros, aus Zawia, Misurata, Tripoli, Sabrata, Sabha und erstmals aus den Neugründungen Al-Jabel Al Garby, Gharyan und Al-Mergib University sowie ein Vertreter des libyschen Hochschulministeriums über die aktuelle hochschulpolitische Situation in Libyen, über Desiderate und Herausforderungen, aber auch über Hoffnungen und Perspektiven für die künftige internationale Zusammenarbeit.

Der Staat ist wegen des langjährigen Bürgerkriegs und  der Korruption pleite, es gibt so gut wie keine staatliche finanzielle Unterstützung für den Bildungsbereich. Sachmittel fehlen, Gehälter werden nicht bezahlt, und dennoch arbeiten Dozenten und Administration daran, eine neue Generation für den Aufbau des Landes auszubilden und zu qualifizieren.

 

 
 

DAAD Tunis hat zum dritten Mal seit 2016 libysche Multiplikatoren nach Tunesien eingeladen. DAAD Programme – individuelle Stipendien für Doktoranden und Post-Docs und Hochschulkooperationsprogramme - existieren, leider gibt es seit Jahren kaum Bewerber. Möglichkeiten und Förderung zu „Studieren und Forschen in Deutschland“ sind in Libyen zu wenig bekannt, die Chancen internationaler Programme mit Englisch als Lehrsprache noch nicht entdeckt. 

 

Ein Ziel des Seminars bestand darin, Multiplikatoren mit Programmen und Förderungen in Deutschland vertraut zu machen. Und umgekehrt: Informationslücken in Deutschland über libysche Hochschulen zu schließen. Zehn libysche Hochschulen stellten sich und ihre Hochschulen vor. Dabei kam Überraschendes und Beachtliches zu Tage: die Universität Tripolis hat über 70.000 Studierende, viele Neugründungen im ganzen Land wachsen schnell, dabei stellt sich die Frage nach der Qualität der Studienprogrammen, der Lehrenden und der Abschlüsse. Viele Hochschulen bauen internationale Partnerschaften auf und nehmen an ERASMUS + Austausch und Forschungsprojekten teil.

„Wir bemühen uns, junge Leute aus den Milizverbänden zu lösen und sie an die Hochschulen zurückzuholen, um ihnen eine friedliche, konstruktive Zukunft zu weisen. Soziale Integration ist sehr wichtig, Milizsoldaten wieder an ein „normales“ Leben zu gewöhnen, auch mit soziopsychologischer und therapeutischer Hilfe, um Traumata zu überwinden“, so der Berater des Bildungsministeriums, der dies als eine wichtige Aufgabe der Hochschulen versteht.

 

Austausch, Diskussion und Verstehen untereinander war genauso wichtig wie das Netzwerken mit Partnern aus Tunesien und Algerien. Dazu gab es ausreichend Gelegenheit: bei den Trainingsmodulen der DAAD Kairo Akademie mischten sich die Gruppen und bildeten sich in  „Internationales Networking“ oder „Leading in times of change“ fort. “I would like to thank you very much for a very successful two days training that was everything and more than I expected.”, so das feedback eines Teilnehmers.

 

 
 

  @ Hochschulpartner aus Libyen, Tunesien und Algerien tauschen sich aus                                                

Libyen ist Partnerland im Programm der Deutsch-Arabischen Transformationspartnerschaften – wie auch Tunesien. Mit DAAD-Förderung können Austausch, Hochschulprojekte sowie kurzfristige Maßnahmen in bi- und multilateralen Kooperationen mit deutschen Partnern unterstützt werden.

Bericht: Beate Schindler-Kovats

Bildnachweis: Beate Schindler-Kovats und Syrine Mahjoubi

Anstoß der ersten Kooperation zur Ausbildung von Lehrpersonal zwischen deutschen und libyschen Universitäten 

Seit Beginn der Revolution und dem andauernden Bürgerkrieg, hat Libyen radikale Veränderungen durchlaufen, die auch für das Hochschulwesen weitreichende Konsequenzen haben. In Anbetracht der schwierigen Lage, werden Universitäten eine erhebliche Rolle spielen, um den Wiederaufbau und die Entwicklung des Landes in den Nachkriegszeiten zu unterstützen. Effektive Hochschulbildung und gut qualifiziertes Lehrpersonal werden für den Transformationsprozess gebraucht. Der Kapazitätsaufbau von Lehrkräften an Universitäten kann daher als vorrangiges Ziel gesehen werden, um die Hochschulbildung, insbesondere an der Sabratha Universität, zu verbessern, ebenso aber die Anhebung der Bildungs- und Ausbildungsniveaus an Universitäten landesweit.

Die nur limitiert bestehenden und erreichbaren Informationen über die aktuelle Lage in Libyen erfordern einen Workshop zur Tatsachenfeststellung um die Sabratha Universität effektiv bei der Verbesserung der Ausbildungsmöglichkeiten für Lehrkräfte zu unterstützen. Aus diesem Grund haben die humanwissenschaftliche Fakultät Köln und die Sabratha Universität einen Workshop in Tunis/Tunesien vom 04.-08- Dezember 2016 durchgeführt.  15 Universitätslehrkräfte der Sabratha Universität, mit verschiedenen akademischen Graden und weitreichenden Disziplinen, diskutieren zusammen mit Experten aus Deutschland Möglichkeiten für ein effektives Training des Lehrpersonals der Sabratha Universität und Libyens. Die Situationsanalyse lieferte wichtige Erkenntnisse über die Hauptherausforderungen für effektive Ausbildungsmöglichkeiten auf der universitären, systematischen und individuellen Ebene. Diese Ergebnisse wurden in ein Design für Prioritätsprojekte übertragen, als Basis für die Entwicklung einer übergreifenden Zukunftsstrategie und die Kooperation zwischen zwei Universitäten.

Bericht: Capacity Building Partnership

Netzwerk maghrebinischer Hochschulen

Libyens Hochschulen üben sich im Konfliktmanagement

Projekte aufbauen – Partner begegnen – Kooperationen stärken

Das DAAD Büro Tunis mit regionalen Aufgaben für Algerien und Libyen veranstaltet am ersten Dezemberwochenende ein Netzwerktreffen für algerische, tunesische und libysche Partner.

Zum zweiten Mal in diesem Jahr lädt der DAAD libysche Hochschulvertreter vom 3.-4.12.2016 zu Austausch und Fortbildung nach Tunesien ein. Sie treffen dabei auf Partner aus Algerien und Tunesien.

Die Lage in Libyen hat sich in der letzten Woche wieder zugespitzt. Es gab Kämpfe und gewaltsame Auseinandersetzungen am Donnerstag und Freitag mit Toten und Verletzten in Tripolis. Nichtsdestotrotz folgten neun von zehn eingeladenen Repräsentanten von Hochschulen aus Benghazi, Zawia, Misurata, Tripoli, Sirte, Sabrata und Sabha der Einladung des DAAD zum Netzwerktreffen mit Fortbildungsseminar am 3.-4.12.2016 in Tunis.

 

 @ Teilnehmer aus Libyen beim Netzwerktreffen in Tunis

„Wir sind froh, dass wir hier teilnehmen können und freuen uns, die Kollegen aus anderen Universitäten in Libyen hier zu treffen,“ war im feedback der Teilnehmer zu lesen, „und es ist eine wunderbare Gelegenheit, Partner aus der Region kennenzulernen.“

Kontakte zu knüpfen, gemeinsame Themen und Projekte zu identifizieren – dies gelang erfolgreich beim Speed-Dating. Die Teilnehmer lobten das Format für einen Erstkontakt und für den lebendigen Austausch waren aktiv und engagiert bei der Sache. 

 

@ Hochschulpartner und Alumni aus Libyen, Tunesien und Algerien vernetzen sich beim Speed-Dating

Das Treffen libyscher Hochschulvertreter in Tunesien ist das zweite in 2016. Im April fand in Sousse ein Kick-off Seminar mit Kennenlernen und Informationsaustausch statt. Damals wurde der Wunsch nach Fortbildungen geäußert. Speziell wurde ein Training in Konfliktmanagement angeregt.

Diesem Wunsch konnte nun mit dem Modul „Managing Conflicts using Constructive Negotiation Techniques” entsprochen werden.

DAAD Tunis in Kooperation mit der DAAD Kairo Akademie hatte die erfahrene Trainerin Dr. Claudia Groß nach Tunis eingeladen. Interaktiv und praxisorientiert wurden Situationen und Konfliktfälle diskutiert und Handlungsweisen simuliert und ausprobiert.

  

@ Trainingsmodul Managing Conflicts using Constructive Negotiation Techniques”

 Am Ende des Seminars stand die Hoffnung, dass es bald an libyschen Hochschulen Deutschunterricht und einen Info-Point für die Informationen zu Studieren und Forschen in Deutschland geben wird. 

Libyen ist Partnerland im Programm der Deutsch-Arabischen Transformationspartnerschaft – wie auch Tunesien. Mit DAAD-Förderung können Austausch, Hochschulprojekte sowie kurzfristige Maßnahmen in bi- und multilateralen Kooperationen mit deutschen Partnern unterstützt werden.


Bericht: Beate Schindler-Kovats

Bildnachweis: Beate Schindler-Kovats, Anis Bouattour

Libyens Hochschulen suchen den Anschluss an die internationale Gemeinschaft

Koinzidenz mit Signalwirkung - DAAD Tunis lädt libysche Hochschulen zu einem Informations- und Netzwerkseminar nach Sousse/Tunesien ein

Während der Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier am Samstag, den 16.4.2016, zu einem überraschenden Kurzbesuch in der libyschen Hauptstadt Tripolis weilte, fand zeitgleich in Sousse/Tunesien ein Seminar, organisiert vom DAAD Tunis, für libysche Hochschulen statt. Der DAAD hatte Leiter der internationalen Büros und Vertreter der größten Universitäten Tripolis, Benghasi, Misurata, Sabrata, Sabha und Zawia zu einem Netzwerk- und Informationsseminar eingeladen. 



Ein solches Treffen ist derzeit in Libyen nicht möglich, deshalb treffen sich acht libysche Hochschulvertreter im benachbarten „Ausland“, um gemeinsam mit dem DAAD über Kooperation, Austausch und Fördermöglichkeiten zu diskutieren. Sie nehmen lange und gefährliche Wege in Kauf, um ihre Hochschulen zu präsentieren, Wünsche und Bedürfnisse zu äußern. Nicht nur der Kontakt zum DAAD, sondern auch das Treffen libyscher Hochschulpartner untereinander auf neutralem „Boden“ wurde positiv erwähnt. Am Ende des Seminars konnten konkrete Vorschläge zu Follow-up Maßnahmen gefasst werden. 

Hochschulen spielen eine wichtige Rolle beim Wiederaufbau des Landes

Das nordafrikanische Libyen ist gespalten und fragmentiert, das Land befindet sich seit Jahren im Bürgerkrieg, in dem rivalisierende Milizen und auch Kräfte des sogenannten IS herrschen. Terror, Anschläge und Entführungen sind an der Tagesordnung - und dennoch laufen Alltag, Schulen und Hochschulbetrieb weiter. Libysche Hochschulvertreter richteten einen Appell an den DAAD und internationale Organisationen: „Vergesst uns nicht, wir brauchen den Anschluss an die internationale Gemeinschaft und die Qualifizierung unserer Jugend, um das Land wiederaufzubauen.“ 



Hochschulen spielen eine wichtige Rolle beim Wiederaufbau des Landes, davon sind alle überzeugt. Über alle politischen Hindernisse und Meinungsverschiedenheiten hinaus sind sich die Hochschulen von Ost bis West einig, dass sie gemeinsam in die Ausbildung der jungen Generation investieren wollen und für den bildungspolitischen Auftrag die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft brauchen. Offenheit und Diskursfreudigkeit der libyschen Partner überraschen und machen Hoffnung. 

Deutsch-Arabische Transformationspartnerschaft mit Libyen

Das DAAD Seminar kommt genau zum rechten Zeitpunkt: Libyen ist Partnerland im Programm der Deutsch-Arabischen Transformationspartnerschaft – wie auch Tunesien. Mit DAAD-Förderung können Austausch, Hochschulprojekte sowie kurzfristige Maßnahmen in bi- und multilateralen Kooperationen mit deutschen Partnern unterstützt werden.



 

So ist es kein Zufall, dass das jährliche Netzwerktreffen tunesischer Projektkoordinatoren deutsch-arabischer Transformationspartnerschaften parallel an dem Wochenende in Sousse stattfand. Anhand von Posterpräsentationen der Hochschul- und Forschungspartnerschaften (Linie 1 und 4) kamen tunesische und libysche Partner ins Gespräch. In Netzwerke bestehender deutsch-tunesischer Kooperationen sollen künftig libysche Partner und Studierende integriert werden. Beide Seiten stellten erstaunt fest, dass es viele Gemeinsamkeiten, Probleme und regionale Herausforderungen im Hochschulbereich gibt und verabredeten eine engere Zusammenarbeit.


  

Das Seminar bot für alle Seiten eine win-win-Erfahrung: der DAAD erhält Einblick und Verständnis in die Situation libyscher Hochschulen sowie persönliche Kontakte und Partner in einem schwierigen Land. Die libyschen Partner gehen als Multiplikatoren mit Informationen zu „Studieren und Forschen in Deutschland“ und Best-practice Beispielen zu den Transformationsprogrammen im Gepäck an ihre Heimathochschulen zurück. Und die tunesischen Partner bringen neue Impulse und Partner in ihre regionalen Netzwerke ein. “I would like to express my sincere thanks for your invitation to DAAD meeting in Sousse which opened our eyes to new class of cooperation that we do not know anything about it before”, so der Direktor  des International Cooperation Office (ICO) der Universität Tripolis - und ein tunesischer Projektverantwortlicher bat unmittelbar nach dem Seminar um ein Beratungsgespräch mit seinem deutschen Counterpart zur Einbeziehung libyscher Partner.


Bericht: Beate Schindler-Kovats

Bildnachweis: Beate Schindler-Kovats, Anis Bouattour

Hochschulzusammenarbeit mit Libyen

DAAD Tunis will libysche Hochschulen in Kooperationsnetzwerke einbinden und lädt libysche Hochschulvertreter zu einem Informationsseminar zu Hochschulzusammenarbeit in Sousse ein

Trotz der schwierigen politischen Lage setzt die Bundesregierung ihr Engagement in Libyen fort. Das 2011 im Auswärtigen Amt geschaffene Programm der Transformationspartnerschaft bietet auch für Libyen ein breites Spektrum an Möglichkeiten zur Projektfinanzierung in vielen Bereichen, u.a.  Demokratieförderung, Förderung der Zivilgesellschaft, Menschenrechte, Berufsbildung und Jugendbeschäftigung, Vorhaben im Kultur- und Medienbereich sowie Stipendien und Forschungszusammenarbeit.

 

Dr. Dia Abuhadra, GIZ Koordinator für Libyen, beim Besuch im DAAD Büro Tunis. Dr. Abuhadra vermittelt dem DAAD Tunis Kontakte in die libysche Hochschullandschaft
Dr. Dia Abuhadra, GIZ Koordinator für Libyen, beim Besuch im DAAD Büro Tunis. Dr. Abuhadra vermittelt dem DAAD Tunis Kontakte in die libysche Hochschullandschaft

Dr. Dia Abuhadra, GIZ Koordinator für Libyen, beim Besuch im DAAD Büro Tunis. Dr. Abuhadra vermittelt dem DAAD Tunis Kontakte in die libysche Hochschullandschaft 


@ Dr. Dia Abuhadra, GIZ Koordinator für Libyen, beim Besuch im DAAD Büro Tunis. Dr. Abuhadra vermittelt dem DAAD Tunis Kontakte in die libysche Hochschullandschaft 

Der DAAD knüpft daran an und lädt 11 Hochschulverantwortliche der wichtigsten libyschen Universitäten zu einem Seminar “Study and research in Germany” und “German-Arab Transformationspartnership“ nach Tunesien ein. Libyen ist – wie Tunesien – eins der Länder, die am Programm “Transformationspartnerschaft” des Auswärtigen Amtes partizipiert. Selbst wenn deutsch-libysche Kooperationsprojekte nicht in Libyen stattfinden können, Maßnahmen zur Unterstützung und zur internationalen Zusammenarbeit können dennoch gestartet und entwickelt werden – in Deutschland oder sur place in Tunesien.

Ziel des Seminars ist es, libyschen Hochschulen den Anschluss an die internationale Wissensgesellschaft auch weiterhin zu gewähren und möglichst viele tri- oder multilaterale Projektaktivitäten anzuregen. Libysche Partner treffen in Sousse am 16.4. auf tunesische Projektkoordinatoren, die in Strukturprojekten mit Deutschland kooperieren.  Die regionale Vernetzung kann auch für deutsche Partner ein Mehrwert sein und ihnen größere Fachnetzwerke eröffnen.

2014 hat der DAAD im Rahmen von Stipendienprogrammen und Projekten insgesamt 8 libysche Staatsbürger gefördert. 2015 wurde eine Forschungskooperation als Kurzmaßnahme im Programm Transformationspartnerschaft zwischen den Universitäten Saarbrücken und Benghazi unterstützt.

Programme und Fördermöglichkeiten für Libyen finden Sie unter: Link zu Länderseite Libyen www.funding-guide.de Libyen 

Bericht: Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis

Bildnachweis: Fatima Ayari