Veranstaltungen und Events

Home

Rückblicke

September 2017

DAAD Tunis feiert 5-jähriges Bestehen

Der DAAD Tunis hat Partner, Alumni und Freunde zu einem „Maghrebinischen Abend“ anlässlich des fünfjährigen Bestehens ins Fondouk El Atterine eingeladen. Knapp 100 Gäste kamen zu einem bunten Abend mit Musik, Tanz und feierten bis spät in die Nacht.  


 

Das DAAD Büro Tunis feiert Geburtstag und blickt mit Partnern, Stipendiaten und Alumni aus Algerien, Marokko und Tunesien auf fünf erfolgreiche Jahre zurück. Im September 2012 hat der DAAD beschlossen eine zweite Präsenz in Nordafrika – nach der Außenstelle in Kairo – im Maghreb zu eröffnen. Auf die bewegten Ereignisse der sogenannten „Jasmin-Revolution“ in Tunesien im Dezember 2011 hat der DAAD schnell reagiert und in Tunis eine Anlaufstelle für die intensivierten Beziehungen und das große Interesse des Maghreb an Deutschland geschaffen.

 

@ Stipendiaten der 5. Maghreb-Akademie erhalten ihre Zertifikate

„Der DAAD erfüllt in Tunesien und im Maghreb eine wichtige Aufgabe“, so S.E. Dr. Andreas Reinicke, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Tunesien, und warb für eine aktivere Rolle und mehr Verantwortung der Akademiker in der Zivilgesellschaft und im öffentlichen Leben.

 

@ S.E. Botschafter Dr. Reinicke bei der Feier „5-Jahre DAAD Tunis“

Der DAAD kann 2017 eine positive Bilanz ziehen: Deutschland steht als Studien- und  Forschungsdestination nach Frankreich an zweiter Stelle, Austausch und Kooperationen haben an Dynamik zugenommen – Förderzahlen für Individual- und Projektaustausch haben sich vervielfacht – und die akademischen Beziehungen zwischen Deutschland und dem Maghreb sind noch enger und besser geworden.

„Wir sehen einen besonderen Mehrwert in der Kooperation mit der maghrebinischen  Hochschullandschaft und im Austausch mit Ihnen, den ehemaligen DAAD Geförderten“, so Direktor Christian Müller, der für das Auslandsnetzwerk des DAAD und für Strategiefragen in der Zentrale in Bonn zuständig ist und eigens zur Feier des Tages anreiste.

 

@ Christian Müller, Direktor für das Netzwerk und Strategie im DAAD Bonn

Das Büro Tunis ist in 5 Jahren expandiert: es ist räumlich und personell gewachsen, es hat mehr und mehr Aufgaben übernommen und seine regionale Zuständigkeit erweitert. Das IC Tunis leistet intensive Informations- und Beratungsarbeit, ist auf Info-Tagen und Messen in Tunesien und Algerien unterwegs, bringt Hochschulpartner zusammen und berät zu Kooperationsprogrammen. Überdies veranstaltet das Büro Tunis regelmäßig Seminare, Alumnitreffen, Fortbildungen und zudem eine Maghreb-Akademie in Marokko, Tunesien und Algerien und knüpft somit ein großes Netzwerk im Maghreb mit Partnern und Alumni aus Algerien, Libyen, Marokko und Tunesien.

 

„Seit 2012 erfüllen wir unsere regionale "Mission" für den Maghreb - Information und Beratung zu Studieren und Forschen in Deutschland, Kooperationsanbahnnung und Begleitung deutsch-maghrebinischer Partnerschaften und Pflege der Netzwerke und regionalen Zusammenarbeit“, resümiert Beate Schindler-Kovats, Leiterin des DAAD Büro Tunis, die das Informationszentrum vor fünf Jahren aufbaute. „Für mich ist das eine spannende Zeit und ich freue mich auf die weiteren Herausforderungen in den nächsten beiden Jahren“.   

 

Der DAAD ist damit dem Ziel nachgekommen, Hochschulen im Maghreb in ihrer weiteren Entwicklung im Bereich der Hochschulzusammenarbeit und Internationalisierung zu unterstützen. Mit der fünfjährigen Präsenz des DAAD Büros in Tunis zeigt der DAAD, dass er die Vorreiterrolle insbesondere Tunesiens in den Umwälzungsprozessen seit 2011 in der arabischen Welt anerkennt.

 

Text: Beate Schindler-Kovats

Fotos: Anis Bouattour

Bildrechte beim DAAD Tunis

DAAD Tunis informiert zu Förderprogrammen der deutsch-maghrebinischen Hochschulzusammenarbeit 

@ Es kamen Interessierte an Kooperationen aus Tunesien und Libyen um am Informationsseminar am 18/09/2017 in Tunis teilzunehmen.

Der DAAD als weltweit größte akademische Förderorganisation bietet individuelle Stipendien an und unterstützt Austausch und Zusammenarbeit durch Hochschulkooperationsprogramme.

Seit 2011 fördert und begleitet der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) aus Mitteln des Auswärtigen Amtes (AA) die politischen Umbrüche in der arabischen Region mit dem Programm Deutsch-Arabische Transformationspartnerschaft. 

Deutsch-Arabische Kurzmaßnahmen mit Partnerhochschulen in Tunesien, Marokko, Libyen, Jordanien, Jemen, Libanon und Irak können ab sofort für 2018 beantragt werden. Der DAAD Tunis hatte interessierte Kooperationspartner am 18.09.2017 ins Hotel Golden Tulip El Mechtel eingeladen, um über Hochschulpartnerschaften und Fördermöglichkeiten zu informieren.  Projektkoordinatoren aus Tunesien und Libyen berichteten über ihre Erfahrung und Aktivitäten mit deutschen Partnerhochschulen. Fragen nach der Art der Maßnahme, wie man einen deutschen Partner findet und welche Fachbereiche, Zielgruppen und Aktivitäten förderfähig sind, wurden diskutiert. 

In der Zusammenarbeit zwischen deutschen und arabischen Hochschulen steht besonders die Modernisierung der Lehre, der Strukturausbau in Forschung und Management sowie die Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit der Absolventen an den arabischen Partnerhochschulen im Mittelpunkt der Kooperationsprojekte.

@ Projektpartner und an Kooperationen Interessierte tauschen sich über Ihre Projekterfahrungen aus

Auch wenn tunesische und libysche Partner nicht selbst einen Antrag auf Förderung von Kurzmaßnahmen beim DAAD stellen können, sind sie doch häufig Impulsgeber und Initiator von Partnerschaft und Kooperationsprojekten. Veranstaltungen, Fachkurse, Sommerschulen, Anbahnungsreisen, Workshops, Seminare oder Tagungen sowie Mobilität zu Forschungs-/ Lehr- und Studienaufenthalten von Studierenden, Wissenschaftlern und Hochschulangehörigen können in Zusammenarbeit mit deutschen Hochschulen durchgeführt werden. Die Fördersumme pro Maßnahme beträgt max. 40.000 EUR.  Das Programm ist kompetitiv. Da aber nur wenige Länder beteiligt sind – Tunesien, Marokko, Libyen, Jordanien, Jemen, Libanon und Irak – ist die Chance auf Bewilligung des Antrags hoch.

In den Transformationspartnerschaften wurden seit Programmbeginn mit Tunesien 21 Hochschulpartnerschaften (Partenariats universitaires), 12 Forschungspartnerschaften (Partenariats pour la recherche – Al Tawasul) und  114 Kurzmaßnahmen gefördert. DAAD Tunis hat deutsch-maghrebinische Projekte in einen Reader zusammengestellt.

Für 2018 können neue Anträge für Kurzmaßnahmen wie gestellt werden:

Ausschreibung

Weitere Informationen

Texte: Beate Schindler-Kovats (Leiterien des DAAD Büro Tunis)

Photos: Anis Bouattour

Alle Rechte beim DAAD Tunis

5. Maghreb-Akademie

Deutschstudierende entdecken das kulturelle Erbe Maghreb

Tunis, 16. - 21. September 2017



@ DAAD Maghreb-Akademie 2017 in Tunis

 

Zum 5. Mal in Folge kamen 29 Deutschstudierende aus Marokko, Algerien und Tunesien zur Maghreb-Akademie in Tunis zusammen. Gemeinsame Sprache ist Deutsch - und das können die Studierenden der Germanistik, Medizin, Wirtschafts- und Naturwissenschaften so gut, dass die Kommunikation nicht nur interkulturell, sondern auch sprachlich gelingt.

„Ich freue mich auf den Kulturaustauch mit Studenten aus den Nachbarländern, wir wollen gemeinsam lernen, Spaß haben, Diskutieren, Tanzen und Singen“, so äußerte eine algerische Teilnehmerin ihre Wünsche für die fünftägige Akademie.

 

 @ Offizielle Eröffnung der 5. DAAD Maghrebakademie 2017

Die 29 Studierenden haben erfolgreich sich mit einem Referat zum kulturellen Erbe beworben, insgesamt gab es 85 Bewerbungen -  12 Teilnehmer/innen aus Algerien, 12 Teilnehmer/innen aus Marokko und 5 Teilnehmer/innen aus Tunesien. Erstmals ist es auch gelungen, eine ausgewogene Ge-schlechterteilung – 14 Teilnehmerinnen und 15 Teilnehmer– zu erreichen.

 

@ Interkultureller Austausch bei der 5. Maghreb-Akademie

Die Präsentationen der Nachwuchswissenschaftler beschäftigen sich mit Traditionen, Brauch, Archäologie und Architektur, Literatur, Musik und Tanz in der Region.

Das Programm ist bunt gemischt mit Workshops, Vorträgen und Exkursionen. Das Deutsche Archäologische Institut (DAI) unter fachkundiger Leitung von Herrn Dr. Bockmann hat die Gruppe zu den Ausgrabungsstätten in Carthage begleitet. Kulturelles Erbe konnte somit anschaulich erlebt werden.


@ Exkursion zur Ausgrabungsstätte Karthago

Die Architekturdoktorandin und DAAD Stipendiatin Petra Wiesbrock führte die Studierenden in ein architektonisches Stadtspiel „Derive“ in Sidi Bou Said ein. 

 

@ Petra Wiesbrock, HafenCity Universität Hamburg erläutert das „Derive“ Stadtspiel

Krönender Abschluss bildete der „Maghrebinische Abend“ im stilvollen Ambiente des Fondouk El Atterine in der Medina von Tunis. Die Studierenden gestalteten den Abend mit traditionellen Kleidern, Musik und Tanz und feierten mit Partnern, Alumni und Freunden den Geburtstag „5 Jahre DAAD Büro Tunis“. Bis spät in die Nacht wurde gesungen, getanzt und gelacht, bevor es am nächsten Tag früh zurück in die Heimat ging. „Wir bleiben als „Familie“ in Kontakt!“ versprachen sie Maghreb-Studierenden.

 

@ Maghrebinischer Abend zum Abschluss der Akademie

Der DAAD fördert die Maghreb-Akademie aus Mitteln „Transformationspartnerschaften“ des Auswärtigen Amtes und stipendiert die Teilnehmer mit Reisekosten, Unterbringung, Programm und Exkursionen.

 

@ Zertifikate für 29 Stipendiaten der Maghreb-Akademie 2017

Erstellt von: Beate Schindler-Kovats (Leiterin DAAD-Büro Tunis)
Fotos: Anis Bouattour

Bildrechte beim DAAD Tunis  

Juli 2017

Nach dem Abitur in Deutschland studieren?

DAAD informiert Schüler, Studenten und Eltern  bei „ Les nuits d'orientation et des études à l'étranger“ in Tunis

Das Interesse am Studienstandort Deutschland ist nach wie vor groß:  zu den Informationstagen  „Les nuits d'orientation et des études à l'étranger“ am 17. und 18. Juli, organisiert von ESTUDIANT, kamen ca. 200 Besucher.

Zielgruppe waren insbesondere  Abiturienten und ihre Eltern, die  nach ihrem  Schulabschluss  In Deutschland studieren wollen. 


   @ Das Interesse an der Konferenz des DAAD war groß

Der DAAD Tunis war mit einem Stand präsent und  informierte im Rahmen einer  Konferenz Schüler, Eltern und Studierende über Deutschlernangebote, Studienmöglichkeiten und Leben und Arbeiten in Deutschland. Der DAAD Stand und die  Konferenz wurden gut besucht und boten Orientierung und Hilfestellung für Studieninteressierte auf ihrem Weg zum Studium nach Deutschland.

 

   @ Besucher freuten sich über die kompetente Beratung  durch Mitarbeiterinnen des DAAD Büro Tunis

Mit seinen  kompetenten Informationsangeboten und kostenfreien Beratungen unterscheidet sich der DAAD von den vielen kommerziellen Agenturen in Tunesien. Der DAAD ist mit über 70 Außenbüros in aller Welt vertreten und arbeitet im Auftrag der deutschen Hochschulen als Mittlerorganisation der Auswärtigen Kulturpolitik.

Haben Sie Fragen zu „Studieren in Deutschland“?

Der DAAD Tunis informiert und berät kostenfrei per  E-Mail (info@daad.tn) oder persönlich in einem Beratungsgespräch (Termin zu buchen über http://rendezvous.daad.tn/).

Text: Beate Schindler-Kovats

Bildrechte: DAAD Tunis

Juni 2017

DAAD Tunisie sagt „danke“ für 10.000 Facebook Follower


Im Juni 2017 erreichte die Facebook Seite des DAAD Tunis 10.000 Follower. Der DAAD informiert mit regelmäßigen Posts Schüler, Studierende, Forscher und Interessierte über den Studienstandort Deutschland und veranstaltet eigene Events im Maghreb. Die meisten Facebook Fans kommen aus den maghrebinischen Ländern, insbesondere aus Tunesien und Algerien, es sind aber auch Follower aus Deutschland und aus insgesamt über 45 Ländern dabei!

Wir bedanken uns ganz herzlich und laden ein auf DAAD Tunisie unseren Aktivitäten und Veranstaltungen zu folgen! 

Mai 2017

                                    An Libyens Hochschulen fehlt es am Nötigsten–                                                                              und dennoch engagieren sich libysche Wissenschaftler für Bildung und Internationalisierung

 

Beim dritten DAAD Seminar für Führungskräfte und Multiplikatoren libyscher Hochschulen vom 5.-6. Mai 2017 in Hammamet/Tunesien kamen aktuelle Probleme, aber auch Perspektiven für die internationale Zusammenarbeit zur Sprache. 


 

@ Teilnehmer aus Libyen beim 3. DAAD Seminar vom 5.-6.5.2017 in Hammamet/Tunesien 

Offen diskutierten 11 libyscher Hochschulvertreter, größtenteils Leiter der Internationalen Büros, aus Zawia, Misurata, Tripoli, Sabrata, Sabha und erstmals aus den Neugründungen Al-Jabel Al Garby, Gharyan und Al-Mergib University sowie ein Vertreter des libyschen Hochschulministeriums über die aktuelle hochschulpolitische Situation in Libyen, über Desiderate und Herausforderungen, aber auch über Hoffnungen und Perspektiven für die künftige internationale Zusammenarbeit.

Der Staat ist wegen des langjährigen Bürgerkriegs und  der Korruption pleite, es gibt so gut wie keine staatliche finanzielle Unterstützung für den Bildungsbereich. Sachmittel fehlen, Gehälter werden nicht bezahlt, und dennoch arbeiten Dozenten und Administration daran, eine neue Generation für den Aufbau des Landes auszubilden und zu qualifizieren.

 
 

DAAD Tunis hat zum dritten Mal seit 2016 libysche Multiplikatoren nach Tunesien eingeladen. DAAD Programme – individuelle Stipendien für Doktoranden und Post-Docs und Hochschulkooperationsprogramme - existieren, leider gibt es seit Jahren kaum Bewerber. Möglichkeiten und Förderung zu „Studieren und Forschen in Deutschland“ sind in Libyen zu wenig bekannt, die Chancen internationaler Programme mit Englisch als Lehrsprache noch nicht entdeckt. 

 

Ein Ziel des Seminars bestand darin, Multiplikatoren mit Programmen und Förderungen in Deutschland vertraut zu machen. Und umgekehrt: Informationslücken in Deutschland über libysche Hochschulen zu schließen. Zehn libysche Hochschulen stellten sich vor. Dabei kam Überraschendes und Beachtliches zu Tage: die Universität Tripolis hat über 70.000 Studierende, viele Neugründungen im ganzen Land wachsen schnell, dabei stellt sich die Frage nach der Qualität der Studienprogrammen, der Lehrenden und der Abschlüsse. Viele Hochschulen bauen internationale Partnerschaften auf und nehmen an ERASMUS + Austausch und Forschungsprojekten teil.

„Wir bemühen uns, junge Leute aus den Milizverbänden zu lösen und sie an die Hochschulen zurückzuholen, um ihnen eine friedliche, konstruktive Zukunft zu weisen. Soziale Integration ist sehr wichtig, Milizsoldaten wieder an ein „normales“ Leben zu gewöhnen, auch mit soziopsychologischer und therapeutischer Hilfe, um Traumata zu überwinden“, so der Berater des Bildungsministeriums, der dies als eine wichtige Aufgabe der Hochschulen versteht.

 

Austausch, Diskussion und Verstehen untereinander war genauso wichtig wie das Netzwerken mit Partnern aus Tunesien und Algerien. Dazu gab es ausreichend Gelegenheit: bei den Trainingsmodulen der DAAD Kairo Akademie mischten sich die Gruppen und bildeten sich in  „Internationales Networking“ oder „Leading in times of change“ fort. “I would like to thank you very much for a very successful two days training that was everything and more than I expected.”, so das feedback eines Teilnehmers.

 
 

  @ Hochschulpartner aus Libyen, Tunesien und Algerien tauschen sich aus                                                

Libyen ist Partnerland im Programm der Deutsch-Arabischen Transformationspartnerschaften – wie auch Tunesien. Mit DAAD-Förderung können Austausch, Hochschulprojekte sowie kurzfristige Maßnahmen in bi- und multilateralen Kooperationen mit deutschen Partnern unterstützt werden.

Bericht: Beate Schindler-Kovats

Bildnachweis: Beate Schindler-Kovats und Syrine Mahjoubi

Deutsch- tunesische Hochschulkooperationen sichtbarer machen

Tunesische und algerische Projektkoordinatoren diskutierten über Öffentlichkeitsarbeit von Partnerschaftsprogrammen mit Deutschland beim 4. DAAD-Netzwerktreffen am 5. Mai 2017 in Hammamet

 
                         

@ Tunesische und algerische Projektpartner beim 4. DAAD-Netzwerktreffen 2017 in Hammamet

Bereits zum vierten Mal in Folge trafen sich tunesische und algerische Partner deutsch-maghrebinischer Projektkooperationen in Lehre und Forschung zu einem Erfahrungsaustausch und Netzwerktreffen in Tunesien.

Seit 2011 nimmt die Zahl der Hochschulpartnerschaften – dank der Förderung im Programm „Deutsch-Arabische Transformationspartnerschaften - mit Partnern aus Nordafrika zu. Es sind intensive und langjährige, auch persönliche  Beziehungen entstanden. Erfahrungen, Erfolge und Misserfolge, Herausforderungen, Leistungen und Ergebnisse sind in der tunesischen wie deutschen Öffentlichkeit kaum bekannt, werden oftmals selbst an den eigenen Hochschulen nicht wahrgenommen und erzielen (zu) wenig Aufmerksamkeit.

               

@ Tunesische und algerische Projektpartner tauschen sich beim Netzwerktreffen aus

Eine stärkere Sichtbarkeit und mehr Öffentlichkeitsarbeit  – das waren die Themen, die beim vierten Netzwerktreffen, organisiert vom DAAD Tunis, im Vordergrund standen.

Wie kann man den Hochschulprojekten wissenschaftlich aber auch journalistisch mehr Publicity geben? Welches sind die geeigneten Medien und Instrumente? Wer tut bereits was im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit? Und was könnte die Netzwerkgruppe gemeinsam unternehmen, um mehr Sichtbarkeit für die deutsch-maghrebinischen Hochschulprojekte zu erlagen?

 
     

@ Idee zu einer gemeinsamen Publikation für mehr Sichtbarkeit von Partnerschaftsprojekten mit Deutschland

Fragen zur PR und Öffentlichkeitarbeit wurden bis spät abends rege im Plenum und in Arbeitsgruppen diskutiert. Am Ende stand die Idee einer gemeinsamen Leistungsschau in Form einer Publikation als  „Schaufenster“ erfolgreicher Zusammenarbeit in Lehre und Forschung  zwischen Deutschland, Tunesien und Algerien.

 
                 

@ Rege Diskussionen in Arbeitsgruppen beim Netzwerktreffen in Hammamet 2017

Gemeinsam mit den Projektpartnern will DAAD Tunis eine Retrospektive und „Best Practice“ deutsch-tunesischer Hochschulzusammenarbeit erstellen. Ebenso soll es eine Projektseite auf der Webseite von DAAD Tunis geben, auf der die Projektpartner ihre Berichte, Termine und Ausschreibungen einstellen können.

Bericht: Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis

Bildnachweis: Beate Schindler-Kovats, Syrine Mahjoubi

April 2017

Rundtischgespräch über „Université Entrepreneuriale“

 

 Eine neue DAAD-Initiative der Hochschulkooperation im Rahmen der DIES-Programme

(Dialogue on Innovative Higher Education Strategies)

 

Der DAAD hat am 26. April 2017 Partner aus Wirtschaft, Hochschulen und Hochschulministerium zu einem Meinungsaustausch für einen Programmvorschlag  „l´Université Entrepreneuriale“ ins DAAD Büro Tunis geladen. Die neue DAAD-Initiative der Hochschulkooperation zielt darauf, Fähigkeiten und Strukturen der Hochschulbildung und Forschung zu verstärken, um die Bedürfnisse von Unternehmen und Studenten besser in Studienprogramme zu intergrieren.
 

©Rundtisch über die „Université Entrepreneuriale“ im DAAD Büro Tunis am 26. April 2017

Das DIES Programm (Dialogue on Innovative Higher Education Strategies), das zusammen vom DAAD und vom HRK entwickelt und vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert ist, bietet Maßnahmen und Qualifizierungsprojekte an. Projekte im DIES Programm zielen darauf hin, Universitäten in den Entwicklungsländern zu helfen, ihre Organisations- und Geschäftsführungsstrukturen nach internationalen Qualitätskriterien auszurichten, um eine Basis für die Entwicklung wettbewerbsfähiger Studienprogramme und attraktiver Forschungsbedingungen zu leisten.

Das neue Programm „l´Université Entrepreneuriale“ ist vom DIES Programm inspiriert worden. Das Projekt möchte Universitäten in Afrika an den Arbeitsmarkt und an die Internationalisierung orientieren. Studienangebote sollen eine stärkere Berufsorientierung und Praxisnähe erreichen, ebenso sollen Netzwerke von Hochschulpartnern mit ihrer wirtschaftlichen und sozialen Umwelt entwickelt und gestärkt werden. Dadurch wird der Wissenstransfer in der Gesellschaft verbessert. Universitäten müssen dafür ihre Strategie sowie Verwaltungs- und Lehrmethoden auf den Bereich Unternehmertum ausrichten.

  

© Experten diskutieren über die „Université Entrepreneuriale“ im DAAD Büro Tunis am 26.April 2017

Die Fact Finding Mission des DAAD in Begleitung einer Hochschulexpertin besuchte tunesische Hochschulen, führte Gespräche mit Verantwortlichen im Hochschulministerium und traf im Rundtischgespräch auf Experten aus Wirtschaft und Verbänden. Die Initiative bindet Partnerorganisationen wie Campus France, GIZ, AHK u.a. ein: im Ergebnis wurde ein koordiniertes Vorgehen vereinbart und Möglichkeiten der Zusammenarbeit und Ko-Finanzierung diskutiert. Im nächsten Schritt werden über eine DAAD-Ausschreibung Partnerhochschulen in Deutschland gesucht, die in Folge eines Matchmaking Kooperationspartner in Tunesien finden sollen. 

Bericht: Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis

Bildnachweis: Salha Ennajeh

DAAD Tunis auf der 4. „TBS Job Fair“

Das Karrierezentrum (4C) der Tunis Business School (TBS) veranstaltete am 26. April 2017 die 4. „TBS Job Fair“. Unter freiem Himmel, begleitet von live Musik informierten sich zahlreiche Studierende über Studien- und Arbeitsmöglichkeiten im In- und Ausland.


   

@ DAAD Tunis mit einem Stand auf der TBS Job Fair 2017

Auch Informationen über den deutschen Studienmarkt waren sehr gefragt. Der DAAD nahm gerne die Einladung der TBS an und beriet die Studierenden am Stand sowie mit einer ausführlichen Präsentation zu den Studienmöglichkeiten in Deutschland. Insbesondere die englischsprachigen „International Programmes“ an deutschen Hochschulen weckten großes Interesse.

@ Beratung zu Studieren und Forschen in Deutschland in der Tunis Business School

Zur Eröffnung der „Job Fair“ kam Prominenz: Hochschulminister Slim Khalbous und Prof. Amira Guermazi, ehemalige Leiterin der 4C an der TBS und nun Beraterin des Ministers, ermutigten die Studierenden und Gäste aus Wirtschaft zu mehr Eigeninitiative und Start-ups. Minister Khalbous lobte das ausgezeichnete Studienangebot der TBS und motivierte die Studierenden, sich auf die Anforderungen des Arbeitsmarkts vorzubereiten und von den breiten Informationsmöglichkeiten der Veranstaltung zu profitieren.

@ Hochschulminister Khalbous bei der Eröffnung der Job-Fair an der TBS 2017

Der Rundgang bei herrlichem Sommerwetter an den Ständen brachte den Minister auch an den DAAD-Stand: er wünsche sich „viele Kooperationen mit dem DAAD und deutsch-tunesische Hochschulpartnerschaften“, so der Minister.

DAAD Tunis ist regelmäßig zu Informationsveranstaltungen an tunesischen Hochschulen und berät zu „Studieren und Forschen in Deutschland“ und bringt tunesische und deutsche Hochschulpartner zusammen.

 

 

Bericht: Jutta Nagel, kulturweit Freiwillige

Bildnachweis: Jutta Nagel und Syrine Mahjoubi

Nach Tunis nun auch in Sfax 

DAAD Tunis informiert und berät auf der ESTUDIANT-Bildungsmesse

Nach dem erfolgreichen Start der dritten Edition der Bildungsmesse ESTUDIANT (Agentur für Kommunikation im Hochschulbereich: http://www.estudiant.tn) im Februar 2017 in Tunis hat der DAAD nun auch mit einem Stand und einer Konferenz am 22. April 2017 in Sfax teilgenommen.

 

@ DAAD Tunis beim „Tag der Orientierung für das Auslandsstudium“ am 22.04.2017  in Sfax

 Der gut sichtbare DAAD Stand wurde von vielen Abiturienten, Studierenden und Wissenschaftlern besucht, viele hörten vom DAAD zum ersten Mal und nahmen das Informationsangebot interessiert auf. 

  

@ Schüler, Eltern und Studierende wurden am DAAD Stand in Sfax kompetent beraten

Mit fast 200 Besuchern am Stand und knapp 100 Teilnehmern bei der Konferenz zu „Studieren und Forschen in Deutschland“ konnte der DAAD auch in Sfax eine erfolgreiche Bilanz ziehen. Dank der Unterstützung kompetenter Alumni gelang es, Informationen zum Studium in Deutschland aus erster Hand zu vermitteln. 

Die Konferenz mit Präsentation zum Thema „Studieren und Forschen in Deutschland“ wurde sehr gut besucht. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt, es wurden viele Fragen gestellt und Themen im Einzelnen diskutiert.

 
 

@ DAAD Präsentation „Studieren und Forschen in Deutschland“ bei ESTUDIANT in Sfax

Das DAAD Büro veranstaltet regelmäßig Informationsveranstaltungen zu „Studieren und Forschen in Deutschland und zu den Fördermöglichkeiten“ in Tunesien und Algerien.

Weitere Informationen zu den DAAD Veranstaltungen und einen Terminkalender finden Sie auf unserer Webseite: www.daad.tn

 
 

Das DAAD-Büro bietet zudem wöchentlich Sprechstunden für individuelle Fragen und Beratung an. Vereinbaren Sie gerne einen Termin mit uns.

Bericht: Beate Schindler-Kovats

Bildnachweis:  Jutta Nagel und Syrine Mahjoubi

März 2017

DAAD erstmals auf der Bildungsmesse „Le Salon de l‘étudiant“ in Algier

Fast 1000 Besucher informierten sich vom 25.- 26.März 2017 am DAAD Stand und auf der Konferenz „Studieren und Forschen in Deutschland“ im Palais de la Culture,  Algier

 Erstmals nahm der DAAD an zwei Tagen erfolgreich an der Bildungsmesse The Graduate Fair: „Le Salon de l‘ESTUDIANT Algérien im Palais de la Culture in Algier teil.

 

 @ DAAD Tunis bei der Bildungsmesse „Le Salon de l‘ESTUDIANT Algérien » im Palais de la Culture in Algier

 Die vierte Edition der Bildungsmesse mit ca. 20 Ausstellern, darunter internationale Organisationen wie DAAD und Campus France, US-Botschaft, kommerzielle Agenturen und Hochschulen aus Dubai, Spanien, Russland, Frankreich, Malta und Zypern wurde gut besucht.

 

  Schon früh drängten sich die Interessenten am DAAD Stand: Fragen zu Deutschlernen, Studium in Deutschland, internationalen Studienprogrammen, Doktorat und Forschen in Deutschland wurden von fünf kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des DAAD Tunis und des Goethe-Institut Algier beantwortet. Der Gemeinschaftsstand lockte viele an und war einer der Hauptattraktionspunkte der Messe.

 „Als ich hörte, dass der DAAD an dieser Messe teilnimmt, bin ich direkt aus Constantine gekommen“, berichtet Abdelwahab, 40 Jahre, Soziologiestudent aus Constantine, „es war toll mit den Beraterinnen des DAAD zu sprechen, sie haben mir viele Informationen gegeben. Die Veranstaltung hat alle meine Erwartungen erfüllt!“

 

@ Der gemeinsame Auftritt DAAD Tunis und Goethe Institut Algier lockte viele Besucher an

Auf der Konferenz „Studieren und Forschen in Deutschland“ im Auditorium wurde das Programm des DAAD vorgestellt und der Weg zum Studium in Deutschland erklärt. Viele nützliche links helfen bei der Suche nach einem Studienplatz, geben Hinweise und Orientierung zu Anerkennung, Studentenleben, Förderprogrammen und unterstützen mit praktischen Tipps.

  

@ DAAD Tunis auf der Konferenz im Palais de la Culture Algier zu „Studieren und Forschen in Deutschland“

Das Feedback der Besucher war insgesamt sehr positiv (Lesen Sie mehr im Porträt des Monats). Viele kannten den DAAD nicht und freuen sich, dass sie künftig mit dem DAAD Tunis direkt in Kontakt treten können. DAAD Tunis berät über mail (info@daad.tn), Webinare – online-Seminare - stellen zudem eine gute Möglichkeit der direkten und interaktiven Kommunikation dar.

Das DAAD Team Tunis freut sich über das Interesse und bietet als Mittlerorganisation der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik, kostenfrei Service für deutsche und algerische Hochschulen und ist offizieller Partner für die Kampagne „Study and research in Germany“.

 

 @ DAAD Team auf der Messe in Algier

Das DAAD Büro veranstaltet regelmäßig  Informationsveranstaltungen zu „Studieren und Forschen in Deutschland und zu den Fördermöglichkeiten“ in Tunesien und Algerien.

Weitere Informationen zu den DAAD Veranstaltungen und einen Terminkalender finden Sie auf unserer Webseite: www.daad.tn

 

Bericht: Beate Schindler-Kovats

Bildnachweis: Beate Schindler-Kovats und Syrine Mahjoubi

Tour zur Etablierung von Karrierezentren 4C" an tunesischen Hochschulen

Tunesisches Hochschulministerium (MESRS) in Kooperation mit BRCP und USAID präsentiert neue Maßnahmen zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit von Hochschulabsolventen

 

Mit drei Themen startet das  Tunesische Hochschulministerium (MESRS) unter neuer Führung von Minister Slim Khalbous ins neue Jahr: 1)  Modernisierung und Reform der Lehrmethodik an Hochschulen in Tunesien, darin auch Fort- und Weiterbildung in Hochschuldidaktik für Dozenten, 2) Stärkung der sozialen Kompetenzen und außercurricularen Aktivitäten der Studierenden und 3) Etablierung von Karrierezentren (4cs) an Hochschulen zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit.

 

@ Auftakt der Tour zur Etablierung der 4Cs in Tunesien, 01.02.2017 in Tunis

Auftakt zur Tournee zur Etablierung der 4Cs bildete eine Veranstaltung am 1. Februar 2017 in der Cité des Sciences Tunis mit Partnern aus Hochschulen, aus der Industrie und zahlreichen Studierenden.

Seit Oktober gibt es einen Gesetzesrahmen zur Institutionalisierung der zurzeit 38 Karrierezentren in Tunesien: landesweit sind 20 4cs an ISETs angesiedelt,  18 an Hochschulen. An den Karrierezentren soll Studierenden soft skills, Sprache und Bewerbungstraining vermittelt werden, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt, für die Bewerbung um einen weiterführenden Studienplatz, für ein Praktikum oder einem Job im Ausland zu verbessern. Die 4cs stehen vor großen Herausforderungen: es braucht Strukturen und Know-How im Management, es braucht qualifizierte Trainer und es braucht Netzwerke zu Unternehmen und Industrie.

 

@ Hochschulminister Slim Khalbous im Gespräch mit Studierenden zu 4Cs in Tunesien

DAAD Tunis ist Partner des Ministeriums in Programmen zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit von Hochschulabsolventen in Tunesien. In der Cité des Sciences war DAAD Tunis mit einem Informationsstand präsent. Es ist geplant, auch an anderen Standorten der Tournee (ISET Ksar Helal, in Sfax, Gafsa und Gabès und ISET Bizerte) mit einem DAAD Stand und einem Atelier/Beitrag zu unterstützen.

  

@ DAAD Stand beim Informationstag zur Etablierung der 4Cs in Tunesien

In Sousse an der ENISo unterstützte DAAD Tunis am 07.02.2017 mit einem Stand und informierte Studierende in einem Atelier zu „Studieren und Forschen in Deutschland“.

 

DAAD-Lektorat Gabès nahm am Journée découverte du Centre de Carrière et de Certification des Compétences de l’Université de Gabès teil

Mit ca. 200 BesucherInnen war die 4C Veranstaltung in Gabès am 28. Fébruar 2017 am Institut Supérieur des Arts et métiers (ISAM) ein guter Start für die Etablierung des Karrierezentrums. Leider erschien keiner der eingeladenen Partner aus der Industrie.

Der DAAD Stand, organisiert und betreut von der DAAD Lektorin Selma Dündar, wurde gut besucht. Studierende aus verschiedenen Bereichen der Naturwissenschaften sowie Geisteswissenschaften, Eltern und SchülerInnen informierten sich zu Studien- und  Beschäftigungsmöglichkeiten in Deutschland und Tunesien.


 

@ DAAD Lektorin Selma Dündar beim « Journée découverte du Centre de Carrière et de Certification des Compétences de l’Université de Gabès »

Das DAAD Lektorat an der Universität Gabès bietet regelmäßig am Mittwoch individuelle Beratung zu „Studieren und Forschen in Deutschland“ am Institut Supérieur des Langues de Gabès (ISLG) an.

Nähere Informationen: https://www.daad.de/miniwebs/ictunis/de/24821/index.html

Abschluss der Tour der 4C in Nabeul

Durch das gesamte Land tourte das Team der 4C, um die 38 Karrierezentren an tunesischen Hochschulen zu etablieren. DAAD Tunis begleitete die Tour an vier Standorten – Tunis, Sousse, Gabès und Nabeul.

 

@DAAD Tunis zu Besuch am ISET Nabeul

Das Tunesische Hochschulministerium in Kooperation mit « Business Reform and Competitiveness Project » BRCP – USAID hatte die Tour organisiert. Informationen, Service und Beratung der „Centres de Carrière et de Certification des Compétences (les 4C)" sollten so besser an die Studierenden gelangen.

 

DAAD Tunis als Partner des Ministeriums unterstützt die Einrichtung der 4Cs in Tunesien und bildet Verantwortliche der 4Cs in „Train-the-Trainer“ Kursen fort. Im Dezember 2016 konnten 4C-Mitarbeiter an DAAD- Weiterbildungsseminaren zu „Proposal Writing“ und „Conflict Management“ teilnehmen.

Bei der Abschlussveranstaltung am ISET Nabeul war der DAAD mit einem Stand präsent und informierte Studierende und Hochschullehrer über die Arbeit des DAAD in Tunesien.

 

@ Das Interesse am DAAD Stand im ISET Nabeul war groß

 

  

Bericht: Beate Schindler-Kovats

Bildnachweis:  Beate Schindler-Kovats, Syrine Mahjoubi, Salha Ennajeh und Selma Dündar

Info-Tag des DAAD in der Cité des Sciences Tunis nur schwach besucht

Es bot sich ein ungewöhnliches Bild am ersten Info-Tag 2017 des DAAD in Tunis: nur 70 Besucher kamen, um sich zu Studieren in Deutschland, zu den Förderprogrammen und zu Forschungsmöglichkeiten zu informieren – in 2016 kamen zu Info-Tagen des DAAD durchschnittlich 200 Interessierte.

 

 @ Intensive Beratung am DAAD-Info-Tag in der Cité des Sciences am 15. März 2017

War der Zeitpunkt vor den Ferien schlecht gewählt - oder ist Deutschland als Studienstandort nicht mehr attraktiv?

Die, die kamen, genossen eine intensive Beratung und hatten den Vorteil, exklusive Informationen und Broschüren mitzunehmen. In Einzelgesprächen konnten Schüler, Eltern und Studierende  individuell ihre Fragen stellen und Masteranden und Wissenschaftler sich über das Doktorat in Deutschland informieren.

 

DAAD Tunis veranstaltet regelmäßig Info-Tage und nimmt an Messen und Karrieretagen teil.   DAAD ist Partner in der Kampagne „Germany – Land of Ideas“ und wirbt für Studieren und Forschen in Deutschland.


                              

 Informationen zu den DAAD Veranstaltungen finden Sie in unserem Terminkalender.

Bericht und Bildnachweis: Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis

Workshop zu algerisch-deutschen Wissenschaftsbeziehungen: Bilanz und Perspektiven, Constantine 5.-6.März 2017 

DAAD Tunis nahm am Workshop „ The Algerian-German Scientific Cooperation: State of the Art and Perspectives“,   am 5. - 6. März 2017 an der Universität Constantine 3/Algerien teil und bot gleich zweimal hintereinander eine Info-Präsentation zu „Studieren, Forschen und Stipendien in Deutschland“ an.

 

@ The Algerian-German Scientific Cooperation: State of the Art and Perspectives, 5. - 6. März 2017, Universität Constantine 3/Algerien

Die Universität Constantine 3 hatte – auf Initiative des DAAD-Alumnus, Prof. Dr. Ing. Redjem Hadef  - deutsche und algerische Partner zu einem  Workshop „ The Algerian-German Scientific Cooperation: State of the Art and Perspectives“,   am 5./6. März 2017 in die neue moderne Universitätsstadt eingeladen.  Die Universität Constantine 3 wurde 2011 gegründet und hat mittlerweile 21.000 Studierende, darunter ca. 300 internationale Studenten, in 6 Fakultäten mit 17 Abteilungen und einem Institut.

 

@ Universität Constantine 3 in Algerien

Der Einladung im Namen des Präsidenten Prof. Bouras waren deutsche Kooperationspartner der Universität des Saarlands, der Universität Tübingen, der Universität Ilmenau, der TU Dortmund und der Universität Stuttgart sowie Vertreter der Deutschen Botschaft, der DLR, der GIZ Algerien, der DFG, der AvH und des DAAD gefolgt.

Nicht nur Rektoren und Direktoren der algerischen Universitäten im Osten des Landes, u.a. Annaba, Constantine, Sétif, Batna, sondern auch deutsche Partner konnten sich einen guten Überblick über die deutsch-algerischen Kooperationen verschaffen. Die Universitäten im Osten Algeriens sind in einem Hochschulverband – ähnlich der Struktur der deutschen HRK (Hochschulrektorenkonferenz) – mit dem Präsidenten Prof. Latreche (zugleich Rektor der Universität Constantine2) vertreten.

Gemeinsam blickte man auf Projekte und Programme zurück und diskutierte im Beisein des Generaldirektors für Forschung und Technologie, Prof. Abdelhafid Aourag  vom Hochschulministerium (DGRSDT) über Perspektiven der Zusammenarbeit in Lehre und Forschung.

 

Während GIZ und das deutsch-algerische Hochschulprojekt PAUWES sich insbesondere um Umweltthemen Energie, Wasser, Abfall kümmern, gibt es zwischen deutschen und algerischen Hochschulen bi- und multilaterale Zusammenarbeit im Bereich Architektur (ENAU Alger- Universität Stuttgart), Chemie (Universität des Saarlandes und Universität Tübingen mit der Universität Bel Abbès) und seit Jahrzehnten eine Kooperation der Universität Ilmenau mit der Universität Sétif. Und wie so oft sind es persönliche Kontakte, die die Partner zusammenbringt: der Alumnus Prof. Bouafia (Universität Sétif) war Doktorand  beim nun emeritierten Partner in Ilmenau, der seine Kontakte an seinen Nachfolger übergab.  Die AvH Alumna Sekkal in Sidi Bel Abbès kooperiert im Rahmen eines Humboldtprojekts im Fachbereich Chemie. Die beiden deutschen Fachpartner hatten vor dem Workshop in Constantine Blockseminare für Studierende und Doktoranden in Sidi Bel Abbès angeboten.

Es gibt langjährige und partnerschaftliche algerisch-deutsche Hochschulbeziehungen, wenngleich diese in Relation zur Größe des Landes, zum Potential und Interesse  an Deutschland quantitativ noch ausbaufähig sind. Die algerische Seite wünscht sich eine stärkere Internationalisierung und betreibt die Öffnung in die MENA Region. China und die Türkei sind bereits sehr aktiv in Algerien, nicht nur in den Wirtschaftsbeziehungen, sondern auch im Bildungsbereich.  Die EU Programme – ERASMUS + und ERASMUS Mundus – bieten für den Austausch mit Europa ideale Bedingungen. 


 

@ Besuch an der Universität für Islamwissenschaften Emir Abdelkader Constantine

Eine Annäherung an Europa sucht auch die Theologische Universität in Constantine, die auf dem Gelände der großen Moschee Islamwissenschaften, Religionsstudien, Sprachen und Geisteswissenschaften unterrichtet. Das Interesse an Kooperationspartnern für vergleichende Religionswissenschaften sei vorhanden, so der Vizerektor Professor Djaballah, auch mit deutschen Partnern wolle man stärker zusammenarbeiten.

Studierende und Doktoranden sind sehr an Mobilitätsprogrammen und an Studienmöglichkeiten in Deutschland interessiert. Die  DAAD Informationsveranstaltung „Studieren, Forschen und Stipendien in Deutschland“ musste aus Platzgründen geschlossen werden, zu viele Studenten drängten sich in das Amphitheater, das mit 250 Plätzen voll besetzt war. Studenten warteten zwei Stunden geduldig auf die Wiederholung der Info-Veranstaltung.

 

Am Ende des Tages gab es viel Lob für die gelungene Initiative und die Hoffnung, dass die algerisch-deutschen Wissenschaftsbeziehungen einen neuen Impuls und Schwung bekommen haben.    

Bericht und Bildmaterial: Beate Schindler-Kovats

DAAD-Info Tag in Constantine/Algerien mit über 500 Studierenden und Wissenschaftlern 

DAAD Tunis nahm am Workshop „ The Algerian-German Scientific Cooperation: State of the Art and Perspectives“,   am 5. - 6. März 2017 an der Universität Constantine 3/Algerien teil und bot gleich zweimal hintereinander eine Info-Präsentation zu „Studieren, Forschen und Stipendien in Deutschland“ an.

 

@ Studieninteressierte beim DAAD Info-Tag „Studieren, Forschen und Stipendien in Deutschland“ in Constantine

Die Universität Constantine 3 hatte – auf Initiative des DAAD - und AvH Alumnus, Prof. Dr. Ing. Redjem Hadef  - deutsche Partner und Hochschulen zu einem  Workshop „ The Algerian-German Scientific Cooperation: State of the Art and Perspectives“,   am 5./6. März 2017 in die neue moderne Universitätsstadt eingeladen. 

Im Rahmen des Workshops bot DAAD Tunis ein Atelier zu „Studieren, Forschen und Stipendien in Deutschland“  an.  Die Präsentation für Studierende, Doktoranden und Forscher musste gleich zweimal hintereinander gehalten werden: zu viele drängten sich in das Amphitheater, das mit 250 Plätzen voll besetzt war. Interessierte warteten zwei Stunden geduldig auf die Wiederholung der Info-Veranstaltung.

„Mit so vielen Interessierten hatten wir nicht gerechnet“, so die Organisatoren der Universität Constantine 3. Über Facebook hatte sich die Ankündigung, dass der DAAD in Constantine ist, schnell verbreitet. Über 500 Studenten kamen aus allen drei Universitäten in Constantine, aus Annaba, Batna und Sétif, einige sogar aus Algier.

 

  @ Großer Andrang beim DAAD Info-Tag in Constantine

Eine starke Gruppe bildeten die Architekturstudierenden und Städteplaner. In Algerien herrscht ein wahrer Bauboom, nicht nur Großprojekte wie die Moschee und der Flughafen in Algier, auch Straßenbau, Wohnungen und Universitäts“städte“ werden in kurzer Zeit hochgezogen. Der DAAD bietet für Architektur und Stadtplanung Studienstipendien (https://www.daad.de/imperia/md/content/informationszentren/ictunis/alg__rie-architecture2017.pdf) und Sonderprogramme wie das IUSD Programm (http://www.iusd.uni-stuttgart.de/) an.

Großes Interesse gibt es auch an der deutschen Sprache: an Constantiner Universitäten kann man Englisch, Französisch, Chinesisch, Türkisch, Russisch, Italienisch und Spanisch lernen, nicht aber Deutsch. Der Präsident der Universität Constantine 1 möchte dies gerne ändern und eine Deutschabteilung einrichten. 

Algerische Studieninteressierte können sich auf der Webseite des DAAD (www.daad.tn) informieren, sich per mail beraten lassen (info@daad.tn) oder an einem Webinar teilnehmen.

DAAD Tunis ist das nächste Mal am 25./26.3.2017 in Algier beim 4 ème salon de l'étudiant Algérien"  "The graduate Fair".

Weitere Informationen zu den DAAD Veranstaltungen und einen Terminkalender finden Sie auf unserer Webseite: www.daad.tn

Bericht und Bildmaterial: Beate Schindler-Kovats

Februar 2017

Studium in Deutschland sehr beliebt

DAAD Tunis informiert und berät auf der ESTUDIANT-Bildungsmesse

Auch in diesem Jahr hat DAAD Tunis mit einem Stand und einer Konferenz an der dritten Edition der Bildungsmesse ESTUDIANT (Agentur für Kommunikation im Hochschulbereich: http://www.estudiant.tn) beim „Tag der Orientierung für das Auslandsstudium“ am 25.02.2017 im Hotel Africa, Tunis erfolgreich teilgenommen.

Für die Bildungsmesse mit ca. 25 Ausstellern, darunter internationale Organisationen wie DAAD und Campus France, Botschaften und Hochschulen hatten sich mehr als 3.000 Teilnehmer über Facebook registriert. Laut Veranstalter waren über die Hälfte (fast 55%) der Besucher Studierende und ca. 30 Prozent Schüler und Eltern, die meisten aus dem Großraum Tunis.

 
 

 @DAAD Tunis beim „Tag der Orientierung für das Auslandsstudium“ am 25.02.2017  in Tunis

Der DAAD Stand im neuen Design mit großer Messewand und Desk bot reichlich Informationsmaterialien.Schüler, Eltern und Studierende wurden von kompetenten DAAD-Mitarbeiterinnen beraten.

 
 

 @Schüler, Eltern und Studierende wurden am DAAD Stand kompetent beraten

Mit fast 300 Besuchern am Stand und 110 Teilnehmern bei der Konferenz zu „Studieren und Forschen in Deutschland“ war der DAAD einer der attraktivsten und meist besuchtesten Anlaufstellen auf der Messe.


 @ Starker Andrang am DAAD Stand beim „Tag der Orientierung für das Auslandsstudium“ in Tunis 

„Es ist toll, dass ich beim DAAD objektiv Informationen bekomme und die Beratung kompetent und kostenfrei ist“, freut sich ein Vater, dessen Sohn nach dem Abitur in Deutschland studieren will, „bei der Vielzahl der Agenturen weiß man nicht, was man glauben und tun soll.“

In Tunesien werben zahlreiche kommerzielle Agenturen für das Studium und einen Sprachkurs in Deutschland. Der DAAD ist keine Agentur, er bietet als Mittlerorganisation der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik, kostenfrei Service für deutsche und ausländische Hochschulen an und ist offizieller Partner für die Kampagne „Study and research in Germany“.


 

 @DAAD Präsentation „Studieren und Forschen in Deutschland“ bei ESTUDIANT in Tunis

Die Konferenz mit Präsentation zum Thema „Studieren und Forschen in Deutschland“ wurde sehr gut besucht. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt, es wurden viele Fragen gestellt und Themen im Einzelnen diskutiert.

Das DAAD Büro veranstaltet regelmäßig  Informationsveranstaltungen zu „Studieren und Forschen in Deutschland und zu den Fördermöglichkeiten“ in Tunesien und Algerien.


 

Der nächste Info-Tag des DAAD in Tunesien zu „Studieren und Forschen in Deutschland“ findet in der Cité des Sciences, Tunis am 15.03.2017 statt.

Weitere Informationen zu den DAAD Veranstaltungen und einen Terminkalender finden Sie auf unserer Webseite: www.daad.tn

Das DAAD-Büro bietet zudem wöchentlich Sprechstunden für individuelle Fragen und Beratung an. Vereinbaren Sie gerne einen Termin mit uns.

Bericht und Bildnachweis: Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis

Dezember 2016

Deutscher Botschafter und DAAD Tunis zu Antrittsbesuch beim neuen Tunesischen Hochschulminister Prof. Slim Khalbous

Von rechts nach links: Beraterin des Ministers, Dr. Amira Guermazi, Minister Prof. Khalbous, S.E. Botschafter Reinicke, Lena Al-Odeh, (Kultur/Presse Deutsche Botschaft Tunis), Beate Schindler-Kovats (DAAD Tunis), Generaldirektor für internationale Kooperation, Prof. Slim Choura

Der deutsche Botschafter, S.E. Dr. Andreas Reinicke und DAAD Tunis  trafen am 09. Dezember 2016 den neuen Tunesischen Hochschulminister, Prof. Slim Khalbous. Der Minister, bis zu seiner Ernennung Direktor des Instituts für Hautes études commerciales de Carthage (IHEC), möchte  Unternehmertum und Management in die tunesischen Hochschulen bringen.

Zentrales Gesprächsthema war das Projekt der „Deutsch-Tunesischen Universität“. Das Ministerium steht zum Projekt und  den bisherigen Aussagen, möchte aber Modifikationen vornehmen.

Bericht: Beate Schindler-Kovats

Bildnachweis: Salha Ennajeh

Dezember 2016

Regionales Alumnitreffen Algerien-Tunesien in Tunis

Maghrebinische Hochschulen vernetzen sich

Veranstaltungen mit Alumni haben beim DAAD Tradition. Jährlich organisiert der DAAD in Deutschland Alumnitreffen für Stipendiaten an Hochschulen, im Ausland sind Alumni in Vereinen oder Freundeskreisen vernetzt. Bereits zum zweiten Mal fand ein regionales Treffen maghrebinischer Alumni statt: 2014 in Rabat und nun 2016 in Tunis.

Zusammen kam eine vielfältige Mischung aus verschiedenen Landesteilen des Maghrebs: 19 algerische Alumni aus Oran, Algier, Chlef, Setif, Constantine und Sidi Bel Abbès trafen auf Partner libyscher Hochschulen in Benghazi, Zawia, Misurata, Tripoli, Sirte, Sabrata und Sabha sowie knapp 50 tunesische Alumni. Man verstand sich schnell und gut, tauschte sich intensiv aus und lernte zusammen in Workshops zu „Proposal Writing“, „Conflict Management“ und „Teams erfolgreich führen“.

Es war ein intensives Wochenende mit Möglichkeiten zum Projekt-Netzwerken, Speed-Dating, zur Fortbildung und zum Informationsaustausch. Im Mittelpunkt standen aber die Alumni und ihre Geschichten: fast 1.200 ehemalige Stipendiaten zählt das deutsch-tunesische Regierungsstipendienprogramm, ebenso viele auch in Algerien. Ein großer Teil der  Deutschlandalumni ging als Selbstzahler nach Deutschland. Im Deutschland-Portal sind eine beachtliche Zahl von fast 6.000 Deutschlandalumni aus dem Maghreb registriert.

Gelungene Re-Integration war das Thema eines Panels mit „success-stories“ rückgekehrter Deutschlandalumni, die an Hochschulen, in der Industrie oder als Unternehmer ihr Wissen und ihre Expertise zurück ins Heimatland gebracht haben. Beispiele, die Mut machen und Vorbild für andere sein können. Die Idee eines Coachings für Remigranten und für Stipendiaten, die ausreisen, gehört zu den Alumniprojekten, die Partner umsetzen wollen.

Besonders viel Anklang fand das Speed-Dating, das in kurzer Zeit viele Leute zusammenbrachte: 60 Teilnehmer konnten in 60 Minuten sich kennenlernen, Kontakte knüpfen und austauschen.

Gutes feedback bekamen auch die Fortbildungsangebote, die in Kooperation mit der DAAD Kairo Akademie auf Deutsch und Englisch angeboten wurden. Teilnehmer konnten zwischen Proposal Writing“, „Conflict Management“ und „Teambuilding“ wählen.

Das DAAD Büro Tunis verfügt über eine Alumni-Database von ca. 400 aktiven Kontakten in Tunesien. Teilnehmer aus Algerien hatten sich auf eine mail des DAAD Tunis im Sommer zurückgemeldet.

Der DAAD möchte mit den Stipendiaten, die in Deutschland studiert und geforscht haben, in Kontakt bleiben. Wenn Sie Deutschland-Alumnus/Alumna sind und gerne auf der Datenbank für künftige Veranstaltungen registriert sein möchten, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf:

Registrierung für Tunesier

Registrierung für Algerier

Bericht: Beate Schindler-Kovats

Bildnachweis: Beate Schindler-Kovats, Anis Bouattour

             

Dezember 2016

Netzwerk maghrebinischer Hochschulen


Libyens Hochschulen üben sich im Konfliktmanagement

Projekte aufbauen – Partner begegnen – Kooperationen stärken

Das DAAD Büro Tunis mit regionalen Aufgaben für Algerien und Libyen veranstaltet am ersten Dezemberwochenende ein Netzwerktreffen für algerische, tunesische und libysche Partner.

Zum zweiten Mal in diesem Jahr lädt der DAAD libysche Hochschulvertreter vom 3.-4.12.2016 zu Austausch und Fortbildung nach Tunesien ein. Sie treffen dabei auf Partner aus Algerien und Tunesien.

Die Lage in Libyen hat sich in der letzten Woche wieder zugespitzt. Es gab Kämpfe und gewaltsame Auseinandersetzungen am Donnerstag und Freitag mit Toten und Verletzten in Tripolis. Nichtsdestotrotz folgten neun von zehn eingeladenen Repräsentanten von Hochschulen aus Benghazi, Zawia, Misurata, Tripoli, Sirte, Sabrata und Sabha der Einladung des DAAD zum Netzwerktreffen mit Fortbildungsseminar am 3.-4.12.2016 in Tunis.

 

 @ Teilnehmer aus Libyen beim Netzwerktreffen in Tunis

„Wir sind froh, dass wir hier teilnehmen können und freuen uns, die Kollegen aus anderen Universitäten in Libyen hier zu treffen,“ war im feedback der Teilnehmer zu lesen, „und es ist eine wunderbare Gelegenheit, Partner aus der Region kennenzulernen.“

Kontakte zu knüpfen, gemeinsame Themen und Projekte zu identifizieren – dies gelang erfolgreich beim Speed-Dating. Die Teilnehmer lobten das Format für einen Erstkontakt und für den lebendigen Austausch waren aktiv und engagiert bei der Sache. 

 

@ Hochschulpartner und Alumni aus Libyen, Tunesien und Algerien vernetzen sich beim Speed-Dating

Das Treffen libyscher Hochschulvertreter in Tunesien ist das zweite in 2016. Im April fand in Sousse ein Kick-off Seminar mit Kennenlernen und Informationsaustausch statt. Damals wurde der Wunsch nach Fortbildungen geäußert. Speziell wurde ein Training in Konfliktmanagement angeregt.

Diesem Wunsch konnte nun mit dem Modul „Managing Conflicts using Constructive Negotiation Techniques” entsprochen werden.

DAAD Tunis in Kooperation mit der DAAD Kairo Akademie hatte die erfahrene Trainerin Dr. Claudia Groß nach Tunis eingeladen. Interaktiv und praxisorientiert wurden Situationen und Konfliktfälle diskutiert und Handlungsweisen simuliert und ausprobiert.

  

@ Trainingsmodul Managing Conflicts using Constructive Negotiation Techniques”

 Am Ende des Seminars stand die Hoffnung, dass es bald an libyschen Hochschulen Deutschunterricht und einen Info-Point für die Informationen zu Studieren und Forschen in Deutschland geben wird. 

Libyen ist Partnerland im Programm der Deutsch-Arabischen Transformationspartnerschaft – wie auch Tunesien. Mit DAAD-Förderung können Austausch, Hochschulprojekte sowie kurzfristige Maßnahmen in bi- und multilateralen Kooperationen mit deutschen Partnern unterstützt werden.


Bericht: Beate Schindler-Kovats

Bildnachweis: Beate Schindler-Kovats, Anis Bouattour

Dezember 2016

Der Trend geht zu multilateralen Kooperationen
Erstes algerisch-tunesisches Netzwerktreffen

Tunesische und algerische Partner mit Kooperationsinteresse an Deutschland treffen sich am 2. Dezember 2016 auf Einladung des DAAD in Tunis, um gemeinsam Themen und Projekte auszuloten

 

Fast 100 deutsch-tunesische Hochschulkooperationen – Kurzmaßnahmen und langfristige Partnerschaften in Lehre und Forschung – sind seit 2011 entstanden. Alumni haben ihre Kontakte und Partner aus Deutschland mitgebracht und an tunesischen Hochschulen, Technopoles und Forschungseinrichtungen Projekte und Studienprogramme aufgebaut. Aus bilateralen Partnerschaften werden häufig multilaterale Kooperationen. Regionale Netzwerke lassen sich im Maghreb leicht und gut knüpfen: man spricht dieselbe Sprache, teilt ein Bildungs- und Hochschulsystem und steht vor ähnlichen Herausforderungen.

Beim ersten algerisch-tunesischen Netzwerktreffen am 2.12.2016 in Tunis, organsiert und gefördert vom DAAD, trafen sich 19 algerische Alumni mit tunesischen Partnern. Man fand schnell zusammen, kam ins Gespräch und diskutierte rege.

 

Der Trend geht zu multilateralen Kooperationen, ob bei EU-Projekten und ERASMUS+, bei DAAD Programmen oder bei Forschungspartnerschaften. Deutsche Hochschulen profitieren davon. Wenn sie mit Tunesien kooperieren, können sie zugleich auch Partnernetzwerke im Maghreb und nach Sub-Sahara gewinnen.

 

Die Entwicklung des Masterprogramms „African Studies“ an der Universität Sousse in Kooperation mit der Universität Bayreuth ist auf afrikanische Partner angewiesen. Das Masterprogramm „REMENA“ – eine Kooperation mit der Universität Kassel - startete in Kairo, wird nun auch in Monastir angeboten und kann Studierende aus Libyen, Marokko und Algerien einbinden.

 

Mehr Informationen zu Projektförderung des DAAD:

Partenariat Germano-Arabe pour la Transition:

www.daad.de/transformationwww.changebyexchange.de

Dialogue avec le Monde Islamique: www.daad.de/hochschuldialog

Partenariat entre les universités et les entreprises: www.daad.de/praxispartnerschaften

PAGEL – Partenariats pour le domaine de la santé:  www.daad.de/pagel/

Bericht: Beate Schindler-Kovats

Bildnachweis: Syrine Mahjoubi

Falling Walls Lab Tunisia, 2016


In Juli 2016 hat der DAAD Tunis, wie ihr euch bestimmt erinnern könnt, das Falling Walls Lab in Tunis organisiert. 

Auf diesen folgenden Dokumenten findet ihr einen Bericht und ein Feedback zum Falling Walls Lab Finale, das am 9. November 2016 in Berlin stattgefunden hat:

Der Bericht

Das Feedback

Die Fotos

November 2016

Info-Tag zu „Studieren und Forschen in Deutschland“ – Hochschulsommerkurse  - und das IPS Stipendium des Deutschen Bundestags

Gleich drei Präsentationen, Info-Stände und eine Kaffeepause wurden am Info-Tag des DAAD in Kooperation mit der Deutschen Botschaft Tunis am 16.11.2016 in der Cité des Sciences Tunis geboten: die Besucher interessierten sich für Studieren und Forschen in Deutschland, für Deutschkurse an deutschen Hochschulen und für das Parlamentsstipendium des Deutschen Bundestags

 @DAAD Info-Tag in der Cité des Sciences, Tunis am 16. November 2016

Der DAAD Tunis hat zum letzten Informationstag in 2016 eingeladen. Und wie immer erfreute sich die Veranstaltung großer Beliebtheit. Fast 300 Besucher kamen in die Cité des Sciences Tunis. 

„Studieren in Deutschland“ – ist immer noch der Wunsch vieler tunesischer Studenten. Mit Austauschprogrammen wie ERASMUS+ und zahlreichen Stipendienprogrammen, unter anderem des DAAD, bietet Deutschland sehr gute Bedingungen und Studienprogramme mit internationaler Ausrichtung und exzellentem Ruf. Aber auch für Selbstzahler ist das Studium an deutschen Hochschulen attraktiv: für Studienprogramme an staatlichen deutschen Hochschulen zahlt man keine Studiengebühren, die International Offices an Hochschulen bieten Unterstützung, Rat und Hilfe an, die Lebenskosten sind moderat und Studenten können neben dem Studium arbeiten und Geld verdienen – ganz legal an 120 Tagen pro Jahr für ausländische Studierende.

An Info-Ständen im Foyer konnten sich die Besucher informierten, Fragen stellen und Merkblätter, Broschüren und Kontakthinweise mitnehmen.

@DAAD Beratung an Info-Ständen im Foyer

Deutsch lernen ist im Trend in Tunesien. Viele Studenten wollen schnell und intensiv Deutsch erlernen, um im Master oder PhD in Deutschland weiterzustudieren oder zu arbeiten. 380 internationale Hochschulsommerkurse bieten Intensivsprachkurse an, man lernt Deutsch in Deutschland, macht interkulturelle Erfahrungen und knüpft Kontakte zu deutschen Hochschulen. Hochschulsommerkurse können auf eigene Kosten gebucht werden, der DAAD bietet für fortgeschrittene Deutschlerner aller Fachbereiche Stipendien für den Besuch des Hochschulsommerkurses 2017 an. Bis zum 1.12. können Bewerbungen eingereicht werden. Nähere Informationen.

@MdB Schulte-Drüggelte präsentiert das IPS Parlamentsstipendium des Deutschen Bundestags

Das Spezialprogramm „Internationales Parlamentsstipendium“ des Deutschen Bundestags wurde vom Bundestagsabgeordneten Bernhard Schulte-Drüggelte präsentiert. Eine Parlamentsdelegation befindet sich in Tunis, um die Parlamentsstipendiaten für 2017 auszuwählen. Für das vierwöchige „Kurzprogramm“ ab September 2017 kann man sich noch bis zum 31.01.2017 bewerben. Nähere Informationen.

DAAD Tunesien organisiert regelmäßig Informationstage zu „Deutschland – Land der Ideen in Tunesien und Algerien. Informationen zu den DAAD Veranstaltungen und einen Terminkalender finden Sie auf unserer Webseite.

Bericht und Fotos:  Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis

November 2016

Roundtable zu Erneuerbaren Energien im DAAD Büro Tunis

Hochschul- und Wirtschaftspartner aus Deutschland und Tunesien diskutieren zu

Kooperationen im Bereich Erneuerbare Energien 

Mehr als 22 Prozent der weltweiten Stromproduktion werden inzwischen aus erneuerbaren Energien gewonnen. Deutschland ist Vorreiter im Bereich der erneuerbaren Energien, Tunesien hat diesbezüglich noch enorm aufzuholen. Obwohl Sonne (Photovoltaik) und Wind in Tunesien ausreichend vorhanden sind, wird die Energieversorgung vorwiegend aus traditionellen, fossilen Energiequellen gewonnen. Auch die Forschung in Tunesien ist bisher wenig an erneuerbaren Energien ausgerichtet.

In Begleitung der Delegation des MdB Stein reisten Wirtschafts- und HochschuIvertreter aus Rostock nach Tunesien. Professor Ritschel, Experte für Windenenergie der Universität Rostock, traf im DAAD Büro Tunis Kollegen des Instituts für Energietechnologie CRTEN, Projektpartner der DAAD geförderten Kooperation REMENA der Universität Kassel zum Aufbau eines Studiengangs für Erneuerbare Energien in Monastir sowie den Co-Founder von Saphon-Energy.

Im Kennenlerngespräch wurden Ideen für Kooperationen, gemeinsame Workshops und eine Anbahnungsreise gebrainstormt und diskutiert.  

© Roundtable zu Erneuerbaren Energien im DAAD Büro Tunis am 15.11.2016

Bericht: Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis

Bildnachweis: Fatima Ayari, DAAD Büro Tunis 

Oktober 2016

4. Maghreb-Akademie 2016                                                 

"Maghrebinische Geschichten - Erfolgreiche Projekte", Tunis, 27. - 31. Oktober 2016

"Ich wollte Freunde treffen - und habe eine Familie gefunden"


@ Maghreb-Akademie 2016 in Tunis

Zum 4. Mal kamen Deutschstudierende aus Marokko, Algerien und Tunesien im Oktober zur Maghreb-Akademie in Tunis zusammen.  Und auch in diesem Jahr schreibt die Akademie „maghrebinische Geschichten“  rund um Projektideen und Methoden interaktiver Projektkompetenz.

Austausch, interkulturelle Erfahrung und Teamgeist wurden auch 2016 bei der Maghreb-Akademie, organisiert vom DAAD Büro Tunis, großgeschrieben. 28 junge Deutschstudierende hatten die Gelegenheit, sich kennenzulernen,  miteinander zu lernen, zu diskutieren und  Spaß zu haben.  Ein abwechslungsreiches Programm  - von der Schatzsuche über interaktive Projektmethoden der Gruppe liqa bis zum Projekt-Slam - füllte die drei Tage. Und natürlich Deutschlernen.  „Wir haben alle gewonnen“, so ein algerischer Student, „gewonnen an Erfahrung, an der Möglichkeit, in Teams zu arbeiten und  neue Freunde“. 

   

 Die Gruppe fand in diesem Jahr sehr schnell zusammen: schon nach wenigen Stunden hatte sich ein guter Spirit und eine dynamische Teamatmosphäre entwickelt. Bei der „Schatzsuche in der Medina“ entdeckten aktive und engagierte Studierende Kultur, Stadt und Menschen. Das Programm dauerte zwei Stunden länger als geplant, weil es so viel zu entdecken gab,  an jeder Ecke Selfies gemacht wurden – und der Bus im Freitagabendverkehr stecken blieb.

  

 Für viele war es das erste Mal in Tunesien, andere kamen bereits zum zweiten Mal zur Maghreb-Akademie. Die Gruppe mischte sich schnell, bald schon wusste man nicht, kommt jemand aus Algerien, aus Marokko oder aus Tunesien. Und das war auch nicht wichtig: „Wir sind eine maghrebinische Familie, ich habe Schwestern und Brüder gefunden“, so ein marokkanischer Teilnehmer „gemeinsam können wir Spaß haben und Probleme lösen.“

   

  

Höhepunkt war der Projekt-Slam, eine für viele neue Erfahrung: in drei Minuten musste das eigene Projekt oder eine Projektidee vor Publikum präsentiert werden, auf Deutsch.

    

Eine Jury aus erfahrenen Projektkoordinatoren bewertete die 28 „Slamer“ und prämierte die besten drei:

  1. Amar Snani aus Algerien  für das deutschsprachige Studentenmagazin „Begabung“
  2. Zineb Zaki Zaki aus Marokko für ein Leseprojekt für Deutschstudierende
  3. Said Ayoujil aus Marokko für Deutschlernen per Fernunterricht

 Msa13  

@ Gewinner Said Ayoujil  (3.Platz)                                  @ Gewinnerin Zineb Zaki Zaki (2. Platz)

 

@ Hauptpreisgewinner Amar Snani    

Ausgelassen ging es zu beim maghrebinischen Abend im traditionellen Stil und zu Rhythmen der Musikband „Troupe Chichkhane“, die die Teilnehmer am Samstag so richtig in Schwung brachte. Es wurde bis spät in die Nacht getanzt, gesungen und gelacht.

                

   

Kein Wunder, dass das feedback der Stipendiaten positiv ausfiel: „Wir haben viele Inputs bekommen, wertvolle und aktuelle Diskussionen erlebt, mehr Verständnis von- und miteinander, eine tolle Atmosphäre  und eine unvergessliche Erfahrung“, so die Kommentare in mails und im facebook.  

 

Der DAAD Tunis veranstaltet die Maghreb-Sommerakademie zum vierten Mal im Programm „Deutsch-Arabische Transformationspartnerschaften“ und fördert die Teilnehmer  mit Stipendien.  Von 80 Bewerbungen wurden 28 Teilnehmer ausgewählt:  13 aus Algerien, 8 aus Marokko, 5 aus Tunesien und 2 Gäste aus Deutschland.

 

Erstellt von: Beate Schindler-Kovats (Leiterin DAAD-Büro Tunis)
Fotos: Anis Bouattour

Bildrechte beim DAAD Tunis  

 

September 2016

Sm 1           

Das "FRAUNHOFER MODELL" - wenn Industrie und Hochschulen kooperieren

Es ist ein deutsches Erfolgsmodell: die über 60 Institute der Fraunhofer Gesellschaft in Deutschland schaffen es, eine Brücke zwischen exzellenter Wissenschaft und Industrie zu schlagen. In mehr als 60 Jahren seit Gründung 1949 haben Fraunhofer Institute innovative Ideen und Erfindungen, zuletzt der MP3 Player, erforscht und Produkte des alltäglichen Lebens auf den Weg gebracht. Fraunhofer arbeitet anwendungsorientiert und zukunftsorientiert in Forschungsfeldern, die sich nach den Bedürfnissen der Menschen: Gesundheit, Sicherheit, Kommunikation, Mobilität, Energie und Umwelt richten.

Fraunhofer ist die größte Forschungsorganisation für anwendungsorientierte Forschung in Europa. Fraunhofer Institute kooperieren international. Mit Fraunhofer Representative Offices und Fraunhofer Senior Advisors gibt es weltweit eine Brücke zu den lokalen Märkten. 

   

@Dr. Mona El Tobgui, Senior Advisor Fraunhofer beim Vortrag in Tunis

Dr. Mona El Tobgui, Senior Advisor für Nordafrika, präsentierte in ihrem beeindruckenden Vortrag auf Einladung des DAAD Tunis am 28.September 2016 in Tunis, Stärken und Herausforderungen des „Fraunhofer Modells“. Aus eigener Erfahrung weiß die Forscherin des National Research Instituts Kairo, wie groß der „gap“ zwischen Hochschulen und Wirtschaft in den Ländern Nordafrikas zuweilen ist. Schwerfällige und traditionelle Hochschulstrukturen, Forschung ohne Bezug zu Anwendung und Industriebedarf sowie Denken und Mentalität in akademischen Einrichtungen, das wenig mit Unternehmertum und Innovation zu tun hat, sind Hemmnisse.

Erfindungen und Forschungsergebnisse der Fraunhofer Institute schaffen Arbeitsplätze, in der Folge des MP3 Players wurden mehr als 9.000 Jobs geschaffen. Und die Institute bilden aus: Master und PhD-Studenten forschen mit Firmenauftrag auf innovativen Gebieten.

Dem Publikum in Tunesien -  leider nicht so zahlreich wie erwartet und leider kaum aus der Industrie – wurde ein sehr guter Über- und Einblick in Geschichte, Mission und Arbeitsweise der Fraunhofer Institute gewährt. Am Ende stand die Hoffnung, dass die regionalen Märkte Nordafrikas künftig für eine Kooperation mit Fraunhofer attraktiv sind. Auch Hochschulen können daran arbeiten, Voraussetzungen und Felder für internationale innovative und anwendungsorientierte Partnerschaft zu öffnen.

 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der DAAD Kairo Akademie mit dem DAAD Büro Tunis

                 

Bericht und Bildmaterial: Beate Schindler-Kovats

September 2016

Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela de Ridder und Gabriele Groneberg zu Besuch beim DAAD Tunesien

Die beiden Bundestagsabgeordneten (MdB) und Mitglieder der Parlamentarischen Maghreb-Gruppe Frau Dr. Daniela de Ridder (SPD) und Gabriele Groneberg (SPD) tauschten sich mit Projektpartnern deutsch-tunesischer Hochschulkooperationen und dem DAAD-Team Tunesien aus.


Es war nicht der erste Besuch der beiden MdBs in Tunesien und im Maghreb: Dr. de Ridder war 2014 in Rabat beim regionalen DAAD-Alumnitreffen bereits mit Partnern aus dem Maghreb ins Gespräch gekommen, Gabriele Groneberg kennt als Fremdsprachensekretärin die Region Nordafrika und Nahost. 

Anlässlich ihres politischen Besuchs in Tunis vom 19.-21.08.2016 besuchten sie auch das DAAD Büro Tunis und konnten einen Eindruck von der Arbeit, von Projekten und den Kooperationen der Deutsch-Arabischen Transformationspartnerschaft mitnehmen. Man war sich einig, dass bi- und multilaterale Hochschulprogramme kontinuierlich und nachhaltig gefördert werden müssen: mit fast 100 deutsch-tunesischen Kooperationen ist in den letzten Jahren eine beeindruckende und vertrauensvolle Zusammenarbeit aufgebaut worden. Diese gilt es nun zu pflegen und zu stärken.


Die Transformation in den nordafrikanischen Ländern braucht noch Geduld, Unterstützung und einen „langen Atem“. Das wird in Zeiten weltweiter Krisen oft vergessen. Deshalb sollten För-derprogramme wie die Deutsch-Arabischen Transformationspartnerschaften auch in der nächs-ten Legislaturperiode nach den Wahlen 2017 eine Rolle spielen, dafür wollen sie die beiden MdBs einsetzen.

Mit Sorge sehen die Abgeordneten das Bewusstsein für den Maghreb auch bei ihren Kollegen im Parlament schwinden. Zudem prägen die Ereignisse der Silvesternacht  in Köln das Bild Nordafrikas und des Maghreb in der deutschen Öffentlichkeit.

Mehr Sichtbarkeit und Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland für „success-stories“ deutsch-tunesischer Zusammenarbeit sind notwendig – so war man sich einig: deutsche Hochschulen und politische Entscheidungsträger wissen zu wenig über die Erfolge der Transformationspartnerschaft. Eine Projekt-Landkarte mit deutschen Kooperationen in Tunesien wurde angeregt, ebenso sollten best-practise Beispiele und gelungene Re-Integration tunesischer Alumni in Schlüsselpositionen in Tunesien stärker „vermarktet“ werden.


@ MdB Dr. Daniela de Ridder (3.v.r.) und Gabriele Groneberg (5.v.r.) im Austausch mit Projektpartnern,

Khaled Jerbi (1.v.r.), Ahmed Debez (4.v.r.) und Ramzi Ben Amara (3.v.l.) beim DAAD Tunesien

***

Bericht: Beate Schindler-Kovats, DAAD Tunesien

Bildnachweis: DAAD Tunesien

Juli 2016

Großer Zulauf am DAAD-Stand bei ESTUDIANT - Les nuits de l'orientation - in Tunis und Sousse


Drei Tage lang konnten sich Besucher der „Nächte der Orientierung“  am DAAD-Stand zum Thema „Studieren und Forschen in Deutschland“ informieren und beraten lassen. Die von der Kommunikationsagentur ESTUDIANT organisierte abendliche Orientierungsmesse fand am 12. und 13. Juli im Hotel Africa in Tunis und am darauffolgenden Tag im Hotel El Ksar in Sousse statt. Fünfzig verschiedene Aussteller präsentierten ihre Organisationen und deren Angebote.  Der DAAD Tunis war an allen drei Abenden dabei und wieder besonders gefragt. 

 
 

Zahlreiche Besucher nutzten die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch mit dem Beraterteam, um ihre individuellen Fragen zu stellen. Neben Nachfragen zu Stipendien- und Fördermöglichkeiten des DAAD war auch das Interesse an allgemeinen Informationen zum Studienalltag und zur Universitäts- und Forschungslandschaft in Deutschland sehr groß. Auch Informationsmaterialien zum Thema „Deutsch lernen in Tunesien und Deutschland“  erfreuten sich großer Beliebtheit. Die Besuchergruppe des DAAD-Stands war sehr vielfältig. Neben Schülern und deren Eltern kamen Studierende aus allen Fachsemestern sowie Absolventen und Doktoranten. Auch einige DAAD-Alumni nutzen die Möglichkeit, um sich über aktuelle Programme und neue Partnerschaftsprojekte des DAAD zu informieren.



Bericht: Verena Michaeli, kulturweit-Frewillige, DAAD Tunis

Fotos: Fatima Ayari, Verena Michaeli

Juni 2016

Trotz Ferien und Ramadan - knapp 300 Besucher beim DAAD Info-Tag


Ein letztes Mal vor der Sommerpause und vor den Bewerbungsfristen 2016 informierte DAAD Tunis am 28.06.2016 in der Cité des Sciences zu Studium und Stipendien in Deutschland.


@DAAD Info-Tag in der Cité des Sciences, Tunis am 28. Juni 2016

Die Abiturprüfungen sind vorbei, die Ergebnisse bekannt: erwartungsgemäß kamen viele Schüler und ihre Eltern, um sich zu Studienmöglichkeiten, Zugang, Studienkollegs und Leben und Kosten in Deutschland informieren und beraten zu lassen.

„Studieren in Deutschland“ – für viele tunesische Abiturienten und Studierende ist Deutschland ein attraktives Ziel. Kein Wunder: Deutschland bietet qualitativ sehr gute Studienprogramme an renommierten Hochschulen, verfügt über ein einzigartiges praxisorientiertes Hochschulmodell mit Fachhochschulen, Technischen Hochschulen und Universitäten. Erst kürzlich hat eine Studie des British Council Deutschland exzellente Noten für seine Internationalisierung und Programme für internationalen Austausch bescheinigt.



@DAAD Beratung am Stand 

Es bildeten sich Warteschlangen vor der Registrierung. Knapp 300 Besucher konnten sich bei zwei Präsentationen, durch Filme und Beratung am DAAD-Stand informieren, Fragen stellen und Merkblätter, Broschüren und Kontakthinweise mitnehmen.


@Wartende beim DAAD Info-Tag 

DAAD Tunesien organisiert regelmäßig mehrmals im Jahr Informationstage zu „Deutschland – Land der Ideen". Informationen zu den DAAD Veranstaltungen und einen Terminkalender finden Sie auf unserer Webseite.

Studieninteressierte finden Informationen auch elektronisch und online.

Das Portal www.study-in.de  stellt wichtige Informationen rund um das Studium bereit.

DAAD Tunis hat eigens ein Schülerheft für Schüler und Eltern für das Erststudium zusammengestellt.

Eltern können sich mit der Elternbroschüre informieren. 

Gute Gründe in Deutschland zu studieren

Bericht und Fotos: Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis

Young innovators compete in the first Falling Walls Lab Tunisia

13 young Tunisian innovators participated in the first edition of Falling Walls Lab Tunisia. The winner of the competition will travel to Berlin and compete in the international Falling Walls Lab finale.


@ Bilel Moslah, winner of the first Falling Walls Lab Tunisia

On June 24, DAAD Tunis organized the first Falling Walls Lab Tunisia, inviting young scientists and founders of start-ups to showcase their most innovative research and business projects. Every participant had 3 minutes on stage to convince the audience and the jury of their ideas. The jury – consisting of representatives from science, business and international organizations – had the task to choose the winner of the competition who will travel to Berlin and participate in the Falling Walls Lab finale. 40 people answered the call for applications and 13 were selected to present their projects on the evening of the 24th in the Tunisia Palace in Tunis. 


@ Group picture participants and jury

The presenters covered issues from a wide variety of research fields in engineering, IT, Agronomy, Business, Education, Medicine and Pharmacy. Under the motto “Breaking the Wall of…” they demonstrated how their ideas could solve a problem in their respective fields. The jury judged their performance according to the criteria “Breakthrough Factor”, “Relevance” and “Presentation”. After a long jury evaluation session, Bilel Moslah of the Faculty of Pharmacy in Monastir was proclaimed the winner of Falling Walls Lab Tunisia. With the title “Breaking the wall of Forensic Epidemiology” the PhD student suggested a method of mapping drug consumption in the Greater Tunis area by analyzing waste water. His aim is to better understand patterns of abuse and thus help to fight crime. The jury congratulated the participants for their commitment but also urged them to maximize their potential by improving their presentation skills.


@ participants at the Falling Walls Lab Tunisia (left: 2nd place, second to left: 3rd place)

The Falling Walls Lab Tunisia is part of a series of Falling Walls events taking place all over the world. Initiated by the Falling Walls Foundation, a Non-Profit-Organization dedicated towards the internationalization of scientific exchange, the Labs are being held globally every year since 2011. In 2016 a total of 51 Falling Walls Labs will take place in 44 different countries. The winners of these Labs will meet in Berlin on November, 8th to compete with their international colleagues and attend the prestigious Falling Walls Conference 2016.

More information about the Falling Walls Foundation


Report: Verena Michaeli

Photos: Anis Bouattour

56 Studierende der Université Libre de Tunis (ULT) entdecken Deutschland

ULT-Studenten der Natur- und Ingenieurwissenschaften auf Studienreise in Aachen, Köln und Frankfurt. 

56 Studenten der privaten Université Libre de Tunis brechen im Juli und August zu Studienreisen nach Deutschland auf: sie lernen in Hochschulsommerkursen in Aachen, Köln und Frankfurt a. M. intensiv Deutsch, besuchen Firmen und lernen Land und Leute kennen.


@ Studierende an der ULT bereiten sich auf ihre Studienreise vor 

Initiator und Organisator dieser außergewöhnlichen Gruppenreise ist Dr. Yassin Mokkadem, der an der Universität zu Köln seine Ausbildung zum Chemieingenieur selbst finanzierte. Seine guten Erfahrungen von Leben und Studieren in Deutschland will er gerne an seine Studenten weitergeben. Seit seiner Rückkehr unterrichtet er an der ULT und macht sich für Deutsch und die Kooperation mit Deutschland stark.

Hochschulsommerkurse in Deutschland sind ein ideales  „Starter-Paket“:  man lernt intensiv Deutsch in internationalen Gruppen und  „schnuppert“ in Leben, Hochschulatmosphäre und Alltag der Deutschen hinein.

Die Studierenden der ULT – alle haben die Studienreise in Begleitung ihrer Lehrer selbst finanziert – sind hoch motiviert, davon konnte sich der DAAD Tunis bei einem Treffen in der ULT überzeugen. Es kamen Fragen zu Leben in Deutschland, Studienmöglichkeiten und wie man sich an eine Hochschule in Deutschland immatrikulieren kann. Viele interessieren sich für ein Weiterstudium oder Praktikum (PFE) in Deutschland. 



Hochschulsommerkurse in Deutschland sind eine gute und interkulturell attraktive Möglichkeit, schnell und effektiv Deutsch zu lernen.

Kursliste

Bericht: Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis 

DAAD: Der meistbesuchte Stand auf der virtuellen Messe "Trained in Germany"

Am 2. Juni 2016 fand von 9 bis 15 Uhr die erste Auflage der virtuellen Karrieremesse „Trained in Germany“  für Tunesien statt. Fast 400 Besucher nutzten die Gelegenheit, um via Chat mit Vertretern deutscher Firmen aus verschiedenen Bereichen, wie der Automobil-, IT-, Finanz- oder Dienstleistungsbranche, zu diskutieren. Ein  virtueller Konferenzsaal machte es außerdem möglich, an Konferenzen und Schulungen teilzunehmen. Mit mehr als 170 Teilnehmern war der Stand des DAAD der am meisten besuchte der virtuellen Messe. Studierende, Absolventen und Berufseinsteiger zeigten großes Interesse am Thema „Studieren und Forschen in Deutschland“ und am Deutschlernen. Die Besucher schätzen das innovative Format der Messe: So hatten sie die Möglichkeit, praktische Informationen zu erhalten und potentielle Arbeitgeber kennenzulernen ohne sich von der Stelle zu bewegen!

Mai 2016

„Markt der Möglichkeiten" - DAAD und deutsche Organisationen präsentieren sich und ihre Arbeit in Tunesien

 

Anlässlich der dritten Deutsch-Tunesischen Regierungskonsultationen am 26.5.2016, zu der fünf Staatssekretäre mit einer 13-köpfigen Delegation verschiedener Partnerministerien nach Tunis gereist sind, präsentierten deutsche Institutionen sich und ihre Arbeit in Tunesien auf einem “Markt der Möglichkeiten”, organisiert von der AHK Tunesien.

@ Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Uwe Beckmeyer, am DAAD Stand

@ Tunesischer Handelsminister Mohsen Hassan am Stand des DAAD Tunis

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Uwe Beckmeyer,  überzeugte sich mit dem tunesischen Handelsminister Mohsen Hassan von der Vielfalt der deutschen Förderung und der guten Zusammenarbeit.

Deutschland ist der drittgrößte Handelspartner Tunesiens. Das bilaterale Handelsvolumen betrug im Jahr 2015 mehr als drei Milliarden Euro. Die rund 250 im Land tätigen deutschen Unternehmen beschäftigen ca. 55.000 tunesische Arbeitskräfte.

Bericht: Beate Schindler-Kovats

Bildnachweis: Fatima Ayari

April 2016

Der "Countdown läuft"- Bewerbungen für das Studium in Deutschland für 2016/2017

DAAD Tunis informiert und berät am Freitag, den 06. Mai 2016, zu Studienbewerbungen und Stipendienmöglichkeiten an deutschen Hochschulen in der Cité des Sciences, Tunis 


 

@ DAAD Info-Tag in der Cité des Sciences, Tunis am 06. Mai 2016

„Studieren in Deutschland“ – für viele tunesische Abiturienten und Studierende ist Deutschland ein attraktives Ziel. Die Entscheidung, in Deutschland zu studieren oder zu forschen will gut überlegt und sehr gut vorbereitet sein - und es braucht Zeit. Deshalb veranstaltet DAAD Tunis seinen 2. Informationstag 2016 zu „Studieren und Forschen in Deutschland“ und zu den Förderprogrammen rechtzeitig im Mai, um Interessenten Hinweise zur Bewerbung, praktische Tipps zur Studienwahl und zum Deutschlernen zu geben.

  

@DAAD Beratung am Stand 

Etwa 200 Besucher kamen in die Cité des Sciences und stellten Fragen zur Präsentation, informierten sich am DAAD Stand zu den Stipendienprogramm.

  

@Interessenten am DAAD Stand 

Speziell für Doktoranden informierte der DAAD zum Thema „Doing a doctorate in Germany“. Der DAAD bietet jährlich Forschungsstipendien für Doktoranden und Post-Docs an – mit Deadline am 31.08.2016. Und auch hier ist es wichtig, frühzeitig die Bewerbungsunterlagen mit Einladung einer deutschen Hochschule, Exposé etc., vorzubereiten. Nur eine vollständige, komplette und pünktliche Bewerbung hat Chancen in das Auswahlverfahren zu kommen.

  

@ DAAD das Seminar „Doing a doctorate in Germany“

An deutschen Hochschulen studieren 320.000 internationale Studenten aus aller Welt. Mit 1.700 internationalen Studienprogrammen, 26.000 ausländischen Doktoranden und 38.000 Gastprofessoren ist Deutschland als akademischer Standort auf dem internationalen Bildungsmarkt nach USA und UK attraktiv und beliebt.

    

Der DAAD Tunesien organisiert regelmäßig mehrmals im Jahr Informationstage zu „Deutschland – Land der Ideen. Informationen zu den DAAD Veranstaltungen und einen Terminkalender finden Sie auf unserer Webseite: www.daad.tn

Das DAAD Büro Tunis bietet individuelle Beratung an. Information, Beratung und Studienbroschüren sind kostenfrei.

Hier finden Sie die Zeiten für die Sprechstunden und das Terminsystem.

Bericht von Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis

Deutschlernen in Deutschland - ein Wunsch geht in Erfüllung 

DAAD Tunis überreicht Stipendienurkunden für die Teilnahme an einem Intensivsprachkurs im Sommer 2016 an 19 tunesische Studierende, die sich erfolgreich um ein DAAD  Hochschulsommerkursstipendien beworben haben


 

 @Urkundenübergabe für die DAAD-Stipdendiaten der HSK-Sommerkurse 2016

Auch in diesem Jahr können 19 DAAD-Stipendiatinnen und Stipendiaten an eine deutsche Hochschule reisen, um intensiv Deutsch in einem internationalen Umfeld zu lernen. Für die Studierenden der Germanistik, Medizin, der Ingenieur- und Naturwissenschaften aus Tunis, Sousse, Gabès, Mahdia und Monastir ist dies das erste Mal, dass sie nach Deutschland fahren. „Ein Wunsch geht in Erfüllung,“, so eine Germanistikstudentin „ich lerne endlich das Land kennen, dessen Sprache ich studiere!“.

Unter ca. 340 Kursangeboten haben die Stipendiaten die Stadt, den Kurs und das Niveau gewählt. Es ist eine bunte Mischung an Kursen, die in ganz Deutschland verteilt sind – von Berlin, Ilmenau, Köln und Bonn bis nach Stuttgart und Freiburg im Süden.

Das DAAD Büro Tunis hat die Stipendiaten zu einem Informationsseminar am Mittwoch, den 4. Mai 2016 eingeladen. 

Herzlichen Glückwunsch an alle Stipendiaten und viel Erfolg!

Staatliche bzw. staatlich anerkannte deutsche Hochschulen und den Hochschulen angeschlossene Sprachkursanbieter bieten sprach- und landeskundliche sowie fachsprachliche Kurse zum Deutschlernen im Sommer an. Kurssanbieter wie Kursangebot finden Sie auf der DAAD-Homepage unter: HSK-Kursliste.

Der DAAD stellt jährlich Stipendien für die Teilnahme an Hochschulsommerkursen bereit. Kriterien für ein Stipendium sind sehr gute Notenleistungen, ein Motivationsschreiben, das die Gründe für das Stipendium erläutert und eine überzeugende Vorstellung vor der Auswahlkommission.

Sie können einen Hochschulsommerkurs 2016 noch buchen (mit Eigenfinanzierung).

Nähere Informationen finden Sie hier.

Ab sofort können Sie sich für das Hochschulsommerkursstipendium 2017 bewerben. Bewerbungsfrist ist der 30.11.2016.

Bericht von Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis 

Erfolgreiche deutsch-tunesische Projektkooperationen in Lehre und Forschung

15 Tunesische Projektkoordinator/Innen von Partnerschaftsprogrammen mit Deutschland trafen sich zum 3. Netzwerktreffen am 16. April 2016 in Sousse


 

Auch in diesem Jahr hat DAAD Tunis tunesische Partner deutsch-tunesischer Projektkooperationen in Lehre und Forschung zu einem Netzwerktreffen eingeladen. Die Zahl der Projektpartnerschaften mit deutschen Hochschulen steigt: insgesamt 19 Projekte werden durch den DAAD gefördert, 17 davon präsentierten am 16.04.2016 in Sousse anhand von Postern ihre Fortschritte und Ergebnisse. 

  

Projektpartner sind wichtige Multiplikatoren und Experten für die deutsch-tunesische Hochschulzusammenarbeit. Oftmals sind sie Alumni, die ihre Kontakte aus Deutschland mitbringen und neue Impulse in das tunesische Bildungssystem einbringen. Nachhaltigkeit und langfristige Partnerschaft waren wichtige Themen, über die die Partner diskutierten, aber auch Tipps und Hilfe bei administrativen Vorgängen wurden ausgetauscht.

  

Die Vielfältigkeit, Innovation und Praxisrelevanz der Projektaktivitäten war beeindruckend:  so erforscht das Projekt BIOlive (Kooperation des Institut de l’Olivier, Sfax mit der Hochschule Geisenheim) Bakterien und Pilze als Pathogene und Endosymbionten von Olivenschädlingen, das CBBC in Partnerschaft mit der Universität Hannover untersucht und testet Nutzpflanzen, die besonderen Umweltbedingungen ausgesetzt werden können (Proteomics and Halophyte Stress Tolerance). Beide Projekte haben unmittelbar Wirkung auf die Landwirtschaft in Tunesien. Die fachliche Breite der Projekte – von Agrarwissenschaften, Ingenieurwesen und IT bis zu den Geisteswissenschaften und Medizin - ist ausgewogen. Gewachsene Partnerschaften kooperieren bereits langjährig und in verschiedenen Förderschienen, wie z.B. die TU Chemnitz, die seit 2010 beim Aufbau von Lehrprogrammen und im Austausch mit der Universität Sfax (ENIS) aktiv ist.


 

Vom „best practice“ der deutsch-tunesischen Hochschulzusammenarbeit konnten sich auch libysche Partner überzeugen, die zum Netzwerktreffen hinzugeladen waren und Interesse an der Beteiligung zeigten. Libyen, wie auch Tunesien, partizipieren am Sonderprogramm  „ Deutsch Arabische Transformationspartnerschaft“. Multilaterale Kooperationen sind erwünscht und haben Mehrwert für alle Partner, insbesondere, weil DAAD und deutsche Hochschulen derzeit nicht direkt in Libyen operieren können.

  

Der DAAD fördert die Hochschulzusammenarbeit und Forschungsgruppen in der Region im Programm „ Deutsch Arabische Transformationspartnerschaft“ und mit dem Programm „Hochschuldialog mit der islamischen Welt“. In den Transformationspartnerschaften werden neben Tunesien Projekte mit Jordanien, Libyen, Marokko und Ägypten gefördert. Die Bilanz für Tunesien lässt sich sehen: 8 Hochschulkooperationen zum Aufbau von innovativen und praxisorientierten Lehrstrukturen, 8 Partnerschaften „Al Tawasul“ zur Stärkung der Forschungsstrukturen und über 80 Kurzzeitmaßnahmen - Workshops, Konferenzen, Summerschools – seit 2011.


 

Poster und Projektaktivitäten

Nähere Informationen zur DAAD-Projektförderung

Islamdialog

www.changebyexchange.de


 

 

Bericht: Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis

Bildnachweis: Anis Bouattour

Libyens Hochschulen suchen den Anschluss an die internationale Gemeinschaft

Koinzidenz mit Signalwirkung - DAAD Tunis lädt libysche Hochschulen zu einem Informations- und Netzwerkseminar nach Sousse/Tunesien ein

Während der Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier am Samstag, den 16.4.2016, zu einem überraschenden Kurzbesuch in der libyschen Hauptstadt Tripolis weilte, fand zeitgleich in Sousse/Tunesien ein Seminar, organisiert vom DAAD Tunis, für libysche Hochschulen statt. Der DAAD hatte Leiter der internationalen Büros und Vertreter der größten Universitäten Tripolis, Benghasi, Misurata, Sabrata, Sabha und Zawia zu einem Netzwerk- und Informationsseminar eingeladen. 


 


Ein solches Treffen ist derzeit in Libyen nicht möglich, deshalb treffen sich acht libysche Hochschulvertreter im benachbarten „Ausland“, um gemeinsam mit dem DAAD über Kooperation, Austausch und Fördermöglichkeiten zu diskutieren. Sie nehmen lange und gefährliche Wege in Kauf, um ihre Hochschulen zu präsentieren, Wünsche und Bedürfnisse zu äußern. Nicht nur der Kontakt zum DAAD, sondern auch das Treffen libyscher Hochschulpartner untereinander auf neutralem „Boden“ wurde positiv erwähnt. Am Ende des Seminars konnten konkrete Vorschläge zu Follow-up Maßnahmen gefasst werden. 

Hochschulen spielen eine wichtige Rolle beim Wiederaufbau des Landes

Das nordafrikanische Libyen ist gespalten und fragmentiert, das Land befindet sich seit Jahren im Bürgerkrieg, in dem rivalisierende Milizen und auch Kräfte des sogenannten IS herrschen. Terror, Anschläge und Entführungen sind an der Tagesordnung - und dennoch laufen Alltag, Schulen und Hochschulbetrieb weiter. Libysche Hochschulvertreter richteten einen Appell an den DAAD und internationale Organisationen: „Vergesst uns nicht, wir brauchen den Anschluss an die internationale Gemeinschaft und die Qualifizierung unserer Jugend, um das Land wiederaufzubauen.“ 


 


 

Hochschulen spielen eine wichtige Rolle beim Wiederaufbau des Landes, davon sind alle überzeugt. Über alle politischen Hindernisse und Meinungsverschiedenheiten hinaus sind sich die Hochschulen von Ost bis West einig, dass sie gemeinsam in die Ausbildung der jungen Generation investieren wollen und für den bildungspolitischen Auftrag die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft brauchen. Offenheit und Diskursfreudigkeit der libyschen Partner überraschen und machen Hoffnung. 

Deutsch-Arabische Transformationspartnerschaft mit Libyen

Das DAAD Seminar kommt genau zum rechten Zeitpunkt: Libyen ist Partnerland im Programm der Deutsch-Arabischen Transformationspartnerschaft – wie auch Tunesien. Mit DAAD-Förderung können Austausch, Hochschulprojekte sowie kurzfristige Maßnahmen in bi- und multilateralen Kooperationen mit deutschen Partnern unterstützt werden.


 
 

So ist es kein Zufall, dass das jährliche Netzwerktreffen tunesischer Projektkoordinatoren deutsch-arabischer Transformationspartnerschaften parallel an dem Wochenende in Sousse stattfand. Anhand von Posterpräsentationen der Hochschul- und Forschungspartnerschaften (Linie 1 und 4) kamen tunesische und libysche Partner ins Gespräch. In Netzwerke bestehender deutsch-tunesischer Kooperationen sollen künftig libysche Partner und Studierende integriert werden. Beide Seiten stellten erstaunt fest, dass es viele Gemeinsamkeiten, Probleme und regionale Herausforderungen im Hochschulbereich gibt und verabredeten eine engere Zusammenarbeit.


  
 

Das Seminar bot für alle Seiten eine win-win-Erfahrung: der DAAD erhält Einblick und Verständnis in die Situation libyscher Hochschulen sowie persönliche Kontakte und Partner in einem schwierigen Land. Die libyschen Partner gehen als Multiplikatoren mit Informationen zu „Studieren und Forschen in Deutschland“ und Best-practice Beispielen zu den Transformationsprogrammen im Gepäck an ihre Heimathochschulen zurück. Und die tunesischen Partner bringen neue Impulse und Partner in ihre regionalen Netzwerke ein. “I would like to express my sincere thanks for your invitation to DAAD meeting in Sousse which opened our eyes to new class of cooperation that we do not know anything about it before”, so der Direktor  des International Cooperation Office (ICO) der Universität Tripolis - und ein tunesischer Projektverantwortlicher bat unmittelbar nach dem Seminar um ein Beratungsgespräch mit seinem deutschen Counterpart zur Einbeziehung libyscher Partner.


 

Bericht: Beate Schindler-Kovats

Bildnachweis: Beate Schindler-Kovats, Anis Bouattour

Februar 2016

Rekordbesucherzahl beim Info-Tag des DAAD in der Cité des Sciences, Tunis

Fast 450 Studieninteressierte kamen zum  ersten Info-Tag 2016 des DAAD, um sich zu „Studieren und Forschen in Deutschland“ und zu den Förderprogrammen zu informieren – so viele wie noch nie an einem Tag. 

@Warteschlangen bei der Registrierung zum DAAD-Info-Tag in der Cité des Sciences am 26. Februar 2016

Auftakt für das Jahr 2016 bildete die Veranstaltung in der Cité des Sciences Tunis am 26. Februar 2016, zu dem Schüler, Studenten und Hochschullehrer eingeladen wurden. Eine Präsentation gab einen Überblick zu den Studien- und Forschungsmöglichkeiten, Filme berichteten von internationalen Studierenden in Deutschland, an Info-Ständen im Foyer konnten sich  Interessierte zu „Deutsch lernen“, „Studium und Forschen“ und zu „Mit Deutschland kooperieren“ beraten lassen. 

@DAAD Info-Tag in der Cité des Sciences am 26. Februar 2016

An deutschen Hochschulen studieren 320.000 internationale Studenten aus aller Welt.   Mit 1.700 internationalen Studienprogrammen, 26.000 ausländischen Doktoranden und 38.000 Gastprofessoren ist Deutschland als akademischer Standort auf dem internationalen Bildungsmarkt nach USA und UK attraktiv und beliebt.

  

Wegen der großen Nachfrage wurde erstmals für Doktoranden eine Präsentation „How to do a doctorate in Germany?“ angeboten.  Nicht nur der DAAD, auch zahlreiche der über 1000 Forschungseinrichtungen in Deutschland bieten Plätze und Fördermöglichkeiten für internationale Doktoranden an. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt: die Zuhörer bekamen viele wertvolle Hinweise, Links und Adressen und konnten sich am „best practice“ von Dr. Shirine Jeradi, die über ihre Erfahrung als Doktorandin an  der Universität zu Köln berichtete,  über Verfahren und Vorbereitung informieren.

DAAD Tunesien organisiert regelmäßig mehrmals im Jahr Informationstage zu „Deutschland – Land der Ideen“ in Tunis, Sousse, Monastir, Sfax und Gabès. Der nächste Info-Tag findet am 01.03.2016 am ISLG der Universität Gabès statt.  Im April und Mai sind Info-Tage in der Palais des Sciences in Monastir und an Hochschulen in Sousse und Sfax geplant. Informationen zu den DAAD Veranstaltungen und einen Terminkalender finden Sie auf unserer Webseite.

Das DAAD Büro Tunis und die DAAD-Lektorinnen an der Universität La Manouba, Carthage (ISLT) und Universität Gabès  stehen in Sprechstunden für individuelle Beratung zur Verfügung. Information, Beratung und Studienbroschüren sind kostenfrei.

Sprechstunden für individuelle Information und Beratung 

DAAD Lektorate 

Erstellt von Beate Schindler-Kovats, Le iterin DAAD Büro Tunis

Bildnachweis: Beate Schindler-Kovats, Fatima Ayari

Forschen in Deutschland – eine gute Idee!

140 Forscher und Nachwuchswissenschaftler informieren, diskutieren und tauschen sich beim „1. German Research Day“ am 16. Februar 2016 in Tunis aus.


Deutschland hat in Europa und im weltweiten Vergleich eine herausragende Position in Wissenschaft, Forschung und Entwicklung. Deutsche Unternehmen sind Vorreiter in der Entwicklung innovativer Produkte. Seit Jahrzehnten bürgt das Gütesiegel „Made in Germany“ international für Qualität.

  

Forschen in Deutschland? Diese Frage stellen sich viele tunesische Wissenschaftler und Nachwuchsforscher – mit 200 Hochschuleinrichtungen und 33 öffentlich geförderten Forschungszentren nimmt Tunesien in der Forschungsbilanz Platz 2  in der arabischen Welt (Arab Knowledge Report, 2009) und Platz 38 im weltweiten Vergleich (Global Competitiveness Report 2010/2011) ein. 

Seit Jahrzehnten beteiligen sich tunesische Forscher an europäischen und internationalen Forschungsprogrammen. Tunesien hat eine hohe Anzahl an Forschungspublikationen vorzuweisen – bisher vorrangig mit französischen Partnern. Das Interesse an Forschungszusammenarbeit mit anderen europäischen Ländern wächst. Deutschland rangiert dabei ganz oben auf der Wunschliste der Kooperationsländer.

So also nicht erstaunlich, dass die Zahl der Interessenten zur Ankündigung des ersten „German Research Day“ in Tunis sehr hoch war: über 250 tunesische Forscher und Nachwuchswissenschaftler meldeten sich zum Informationsseminar, organisiert vom DAAD Tunis an. 80 Wissenschaftler und 60 Doktoranden wurden eingeladen und informierten sich am 16. Februar zur Forschungslandschaft und zu den Fördermöglichkeiten für Forschung und Kooperation in Deutschland.


Der Vormittag des eintägigen Seminars gab Über- und Einblicke in die deutsche Forschungsarbeit: mit über 1000 universitären und  nicht universitären Forschungseinrichtungen verfügt Deutschland über eine reiche und vielfältige Landschaft. Grundlagenforschung und angewandte Forschung wird nicht nur an den ca. 400 Hochschuleinrichtungen betrieben, an großen außeruniversitären Forschungszentren wie Fraunhofer Institut, Max Planck Gesellschaft, Leibniz und Helmholtz Instituten wird nicht nur gelehrt, sondern insbesondere geforscht. 

Eine Stärke der deutschen Forschung ist die Industrienähe. Deutsche Firmen und Unternehmen gehören zu den innovativsten in Europa - und sie investieren in die Forschung: zwei Drittel aller R&D Ausgaben (80 Milliarden EUR) kommen aus der Industrie (ca. 56.1 Milliarden EUR).

    

Warum die Zusammenarbeit mit der Industrie für Hochschulen wichtig ist, wie sie funktioniert und wer von ihr profitiert, stellte Prof. Christoph Hilgers (RWTH Aachen/KIT) anschaulich dar. Mittel und Förderung für sein Forschungsgebiet in der Geologie kommen zu einem hohen Prozentsatz aus der Industrie, zum Nutzen der Studenten und des Instituts. „90% seiner Studenten brauchen einen Job –und sie bekommen einen Job“, so Prof. Hilgers. Die Studenten werden dank der industrienahen Forschung für die künftigen Arbeitsfelder bestens vorbereitet und praxisnah qualifiziert.


So vielfältig wie die Forschungslandschaft sind auch die Fördermöglichkeiten für deutsche und ausländische Forscher, Post-Docs und Doktoranden. Die Datenbank des DAAD (www.funding-guide.de) weist 79 Förderprogramme für Tunesien auf. Nicht nur DAAD und Alexander von Humboldt vergeben Stipendien, auch außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und private Stiftungen bieten Förderprogramme an. 

     

„Ich bin erstaunt, wie viele internationale Förderprogramme es gibt“, so ein tunesischer Forscher und kritisiert die mangelnde Transparenz bei der Ausschreibung, Auswahl nationaler Programme und die Informationsdefizite. „Mit Frankreich kennen wir uns aus, das klappt, von Programmen anderer europäischer Länder wissen wir zu wenig“.

Information, Kommunikation und Vernetzung standen im Zentrum der Veranstaltung. Der DAAD – Partner in der Kampagne „Research in Germany“ – will mit dem „German Research Day“ informieren, beraten und bei der Partnersuche unterstützen. Dankbar nahmen die Teilnehmer des Seminars Hinweise, Links und Broschüren auf. Besonders positiv wurde der Austausch in Workshops bewertet. Deutsche und tunesische Projektpartner berichteten aus ihrer Best-practice Erfahrung und gaben wertvolle Tipps für die Kooperationsanbahnung und die Zusammenarbeit. 


Wie findet man Kooperationspartner? Wie gestaltet man die partnerschaftlichen Projekte in Lehre und Forschung? Und wie funktioniert Zusammenarbeit und Management in multilateralen Projekten? – Diese Fragen diskutierten internationale Experten: Prof. Karl Wohlmuth, Universität Bremen (Deutschland), Dr. Ramzi Ben Amara, Universität Sousse (Tunesien) und Prof. Abdel Meguid Kassem Cairo Universität (Ägypten) mit der Leiterin des DAAD Büro Tunis, Beate Schindler-Kovats auf einem Panel. Die Diskutanten lobten die gute Zusammenarbeit mit deutschen Partnern – „mit Deutschland kooperieren ist eine „win-win“ Partnerschaft auf Augenhöhe“, war man sich einig.

   

Mit der Initiative „Werbung für den Innovations- und Forschungsstandort Deutschland“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wird der Forschungsstandort Deutschland seit November 2006 unter der Marke „Research in Germany – Land of Ideas“ international präsentiert. Partner des internationalen Forschungsmarketings sind deutsche Forschungs- und Förderorganisationen wie der DAAD (Deutsche Akademische Austauschdienst), Alexander von Humboldt Stiftung, DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft).

Bericht: Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis

Bildnachweis: Anis Bouattour

Januar 2016 

„Trained in GermanY“ - Zur ersten deutsch-tunesischen Karrieremesse kamen mehr als 700 Besucher



Für Tunesier ist Deutschland als Studien-und Forschungsland sehr attraktiv. Aber auch Praktika, Arbeiten und Karriere in deutschen Firmen in Tunesien und im Ausland stehen bei tunesischen Hochschulabsolventen hoch im Kurs. 

Mehr als 1.220 DAAD-Regierungsstipendiaten und ca. 1.500 registrierte Alumni aus Tunesien auf Alumni-Portal Deutschland haben es vorgemacht: Sie haben Deutsch gelernt, studiert und in Deutschland gearbeitet. Und viele von ihnen sind nach Tunesien zurückgekehrt und bringen ihre Erfahrungen und ihr Know-How ein.

 

Um Alumni-Erfolgsgeschichten, um Spracherwerb, interkulturelle Kompetenzen  und um Bewerbungstraining ging es auf Panels und Workshops am 27. Januar 2016 auf der  1. Deutsch-Tunesischen Karrieremesse in Tunis.

@ Panel mit Erfolgsgeschichten von Deutschlandalumni.
@ Panel mit Erfolgsgeschichten von Deutschlandalumni.
 

Mehr als 700 Besucher konnten sich  bei 19 Firmenaustellern aus der Automobil-, Textil-, IT-, Finanz- und Servicebranche, an Ständen deutscher Institutionen sowie am Ständen des Alumni-Portal Deutschlands und DAAD Tunesien informieren und Kontakte knüpfen.


Der Andrang am DAAD Stand war - wie immer-  sehr groß: Alumni, Studieninteressierte, Jobsuchende und Partner nahmen die Gelegenheit wahr, sich über Karrierechancen rund um die deutsche Sprache beraten zu lassen. Deutschland unterstützt mit zahlreichen Programmen im Rahmen der deutsch-tunesischen Partnerschaft Ausbildung, Austausch  und Beschäftigung.

 

Bei einem Rundgang über die Messe verschafften sich der deutsche Botschafter in Tunesien Dr. Andreas Reinicke und  Zied Ladhari, Minister für Ausbildung und Beschäftigung in Tunesien einen Überblick über die Karrieremöglichkeiten.  Raouf Ben Debba, Präsident der AHK Tunesien, betonte: „Die Anforderungen der Unternehmen stimmen nicht immer mit den Kompetenzen der Absolventen überein. Eine solche Veranstaltung ist eine gute Gelegenheit für jungen Menschen, die Unternehmen kennenzulernen und sich mit Akteuren aus Wirtschaft und Politik in Panels und Workshops auszutauschen.“

Zied Ladhari, Minister für Ausbildung und Beschäftigung Tunesiens am DAAD Stand.
Zied Ladhari, Minister für Ausbildung und Beschäftigung Tunesiens am DAAD Stand.

Die Karrieremesse ist ein Gemeinschaftsprojekt des Alumniportal Deutschland mit den  Kooperationspartnern der Alexander von Humboldt Stiftung, des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), des Goethe Instituts, der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Es wird gefördert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und dem Auswärtigen Amt (AA).

„Trained in GermanY“ geht 2016 weiter und zwar virtuell. „Unser Ziel ist es, Unternehmen und qualifizierte Mitarbeiter nicht nur an realen Orten in Kontakt zu bringen, sondern ihnen über virtuelle Austauschformate wie Foren, Blogs, Webinare und virtuelle Messen vielfältige Möglichkeiten für eine nachhaltige Vernetzung zu bieten“, so Sabine Olthof, Gesamtprojektleiterin des Alumniportals Deutschland bei der GIZ.

Das Alumniportal Deutschland ist ein soziales Netzwerk für Menschen aus aller Welt, die in Deutschland studiert, geforscht oder eine Weiterbildung absolviert haben. Die Alumni Community umfasst inzwischen mehr als 120.000 Mitglieder weltweit.

Bericht: Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis

Bildnachweis: Anis Bouattour

Dezember 2015

Der tunesische Ingenieur Bilel Kallel an der Uni Chemnitz:

"Die beste Verbindung von Theorie und Praxis: Ich promoviere in Deutschland."

Bilel Kallel aus Tunesien promoviert gerade an der Technischen Universität Chemnitz am Lehrstuhl für Mess- und Sensortechnik.

Er ist Elektromechanik-Ingenieur, graduiert an der Uni Sfax (Ecole Nationale d'Ingénieurs de Sfax) und hat einen Master of Science in Robotik.

Im Video erzählt er von seinem Leben in Deutschland, seinen beruflichen Zielen und den Unterschieden zwischen Tunesien und Deutschland. 

https://www.youtube.com/watch?v=B35iVtW1EU8

Dezember 2015

Zum Jahresausklang 2015 


Freunde, Partner und Alumni, die die Arbeit des DAAD Tunesien 2015 besonders engagiert und tatkräftig unterstützt haben, kamen auf Einladung des DAAD am 15.Dezember 2015 zu einem Jahresabschlusstreffen im Restaurant „Le Pirate“ zusammen.

Bei Speis und Trank im Kerzenlicht und erwärmt durch das Kaminfeuer tauschten sich Gäste und DAAD über Ereignisse, Erfahrungen und Projekte in 2015 aus. Das vergangene Jahr bescherte weltweit Unruhen, Terror und Flüchtlingsbewegungen - aber auch hoffnungsvolle Zeichen wie den Friedensnobelpreis für Tunesien.

Der DAAD hat zur Arbeit des DAAD in Tunesien einen Rückblick 2012-2015 zusammengestellt, der im Januar erscheinen wird. Gerne stellen wir Ihnen ein Print-Exemplar zur Verfügung. 

Der größte Wunsch für 2016 – darin sind sich alle einig – ist Frieden und Stabilität für Tunesien und für die Welt. Dass dieses Jahr die Geburt Christi und der Geburtstag des Propheten (Mouled) auf einen Tag fallen – ein hoffnungsvolles Symbol und gutes Omen für das neue Jahr.

Der DAAD wird auch 2016 weiter mit Förderprogrammen und Projekten dazu beitragen, dass  mit Partnern weltweit und im Maghreb Brücken über Grenzen und Konfliktlinien hinweg gebaut werden.

In diesem Sinne: Vielen Dank für die Zusammenarbeit 2015 und Vorfreude auf die weitere Kooperation in 2016!

   

Erstellt von Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis

Oktober 2015


Besucherrekord beim „Tag der deutschen Sprache“

Fast 400 Besucher kamen zum Informationstag „Hochschulsommerkurse in Deutschland“ am 29. Oktober 2015, veranstaltet und organisiert vom DAAD Tunesien im Hôtel Tunisia Palace im Zentrum von Tunis. Das Interesse, Deutsch zu lernen und in Deutschland zu studieren oder zu forschen, steigt weltweit – auch in Tunesien.

„Mit so vielen Besuchern hatten wir nicht gerechnet,“ so Beate Schindler-Kovats, Leiterin des DAAD Büro Tunis, „wir freuen uns aber über das große Interesse und hoffen, dass Schüler, Eltern, Studierende und Wissenschaftler an den Informationsständen, in Gesprächen und bei den Präsentationen vielfältige und nützliche Informationen und Beratung bekommen haben.“ Der DAAD Tunis veranstaltet mehrmals im Jahr Informationstage, noch nie haben sich aber an einem Tag so viele Interessenten eingeschrieben.


Non-stop wurde an den Themen-Ständen informiert und beraten. Ob zu Sprachkursen an Hochschulen in Deutschland, zu Hochschulsommerkursen, für die der DAAD Stipendien anbietet, oder zu Studium und Forschung – das DAAD Team bietet kompetent, objektiv, sachlich – und kostenfrei – seinen Service an.


Man kam ins Gespräch mit ehemaligen DAAD Stipendiaten, die in Deutschland die Sprache gelernt, studiert oder geforscht haben. Testimonials und Deutschlandalumni machen gut und authentisch Werbung für den Studienstandort Deutschland. Sie wissen aus eigener Erfahrung, wie Leben und Studieren in Deutschland funktionieren und haben wertvolle Tipps. (Portrait des Monats)


Im Zentrum des DAAD-Info-Tags standen „Deutschsprachkurse an Hochschulen“. Über 350 deutsche Hochschulen bieten das ganze Jahr – besonders aber im Sommer - Intensivkurse an (daad.de/sommerkurse). Das Sprachpaket umfasst Sprachkurs und Rahmenprogramm, Unterkunft und Verpflegung können hinzugebucht werden. Mit Hochschulsommerkursen kann man in deutsche Hochschulen hineinschnuppern und interkulturelle Erfahrung in internationalen Lerngruppen machen.

   

Der DAAD bietet weltweit Stipendien für den Besuch von Hochschulsommerkursen in Deutschland an – aus Tunesien werden jährlich 22 Studierende gefördert. Bis zum 30.11.2015 können sich Studierende aller Fachbereiche mit fortgeschrittenen Deutschkenntnissen für einen Sommerkurs Deutsch 2016 bewerben. Informationen zum Stipendienprogramm, zum Bewerbungsverfahren und zu den Bewerbungsvoraussetzungen findet man hier.


Das DAAD Büro veranstaltet regelmäßig Informationsveranstaltungen zu „Studieren und Forschen in Deutschland und zu den Fördermöglichkeiten“.

Weitere Informationen zu den DAAD Veranstaltungen und einen Terminkalender finden Sie auf unserer Webseite: www.daad.tn

Das DAAD-Büro bietet zudem wöchentlich kostenfrei Sprechstunden für individuelle Fragen und Beratung an. Terminvereinbarung hier

Bericht: Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis

Bildnachweis: Anis Bouattour

Präsidium der Deutsch-Tunesischen Gesellschaft e.V. (DTG) informiert sich über die Arbeit des DAAD in Tunesien

v.l.n.r.: Geschäftsführer Ezzedine Zerria, Präsident Werner Böckle, Frau Ludemann, Schriftführer Dr. Peter Ludemann, Leiterin DAAD Tunis Beate Schindler-Kovats, Vizepräsident AHK Tunesien Moncef Zeghal
v.l.n.r.: Geschäftsführer Ezzedine Zerria, Präsident Werner Böckle, Frau Ludemann, Schriftführer Dr. Peter Ludemann, Leiterin DAAD Tunis Beate Schindler-Kovats, Vizepräsident AHK Tunesien Moncef Zeghal

Man weiß voneinander, kennt sich und begegnet sich gelegentlich auf Veranstaltungen und Empfängen. DTG und DAAD bemühen sich beide um ein partnerschaftliches deutsch-tunesisches Verhältnis und unterstützen die Beziehungen zwischen beiden Ländern.

Beim ersten offiziellen Besuch des Präsidiums der DTG im DAAD Büro Tunis am 6. Oktober 2015 tauschte man sich aus, informierte sich gegenseitig über laufende Aktivitäten und Projekte und sondierte Felder künftiger Zusammenarbeit.

Die Deutsch-Tunesische Gesellschaft e.V. (DTG) ist eine gemeinnützige, überparteiliche und private Organisation mit 500 Mitgliedern, die kulturelle, politische und wirtschaftliche Beziehungen zwischen den Menschen beider Länder fördert. Die ehrenamtlichen Mitglieder der Gesellschaft setzen sich für Austausch, Information und Völkerverständigung ein.

Auch der DAAD ist eine Austauschorganisation und fördert die akademischen Beziehungen zwischen Tunesien und Deutschland. Bei Projekten in der Deutschförderung, im Schul- und Hochschulbereich und in der Studentenberatung gibt es gemeinsame Schnittmengen und Interessen. DAAD und DTG wollen künftig enger zusammenarbeiten, ihre Netzwerke stärken und sich gegenseitig bei Projekten und Programmen unterstützen.

www.deutsch-tunesische-gesellschaft.de

  

  • 90 Jahre DAAD
    WIR FEIERN! Neun Jahrzehnte erfolgreicher Wandel durch Austausch

1992 besucht ein Student aus Heidelberg die USA und organisiert in New York Stipendien für seine Kommilitonen. 1925 ensteht aus dieser Initiative heraus der DAAD. In diesem Jahr feiert der DAAD sein 90-jähriges Jubiläum, gemeinsam mit über 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Partnern auf der ganzen Welt.


Mehr...

                                                            Herzlicher Empfang beim Info-Tag des DAAD in der
                                                            Palais des Sciences in Monastir am 12. Juni 2015

                                                                                                                       

                                                                                                      DAAD Info-Tag in der Palais des Sciences Monastir am 12. Juni 2015

Der Direktor der Palais des Sciences, Prof. Salah Nasr, in Monastir hatte dem DAAD Team Tunis einen herzlichen Empfang bereitet: alles war perfekt vorbereitet im großen Amphitheater, ein Banner zeigte die Veranstaltung an und in den Medien war geworben worden. So wundert es nicht, dass trotz Prüfungszeit und Ende des Semesters sich mehr als 130 Studenten und Schüler für Informationen zu „Studieren und Forschen in Deutschland und zu den Fördermöglichkeiten“ interessierten.  

                                                                                                                           

                                                                                         Direktor der Palais des Sciences, Prof. Salah Nasr begrüßt den DAAD

Es gab viele Fragen, die an Info-Ständen im Foyer vom DAAD Team beantwortet und beraten wurden. Zu „Deutschlernen“, zu „Studieren in Deutschland“ und zu „Forschen und Kooperation“ konnte man sich im Anschluss an die Powerpoint-Präsentation austauschen.

Der DAAD wird nach der Sommerpause im Herbst eine speziellen Info-Tag für Schüler in Kooperation mit der Palais des Sciences Monastir organisieren. Dazu sind alle Schüler, die an einem Studium in Deustchland interessiert sind, herzlich eingeladen. 

                                                                                                                                    

                                                                                                                                    DAAD Team beim Info-Tag in Monastir

Der DAAD veranstaltet regelmäßig Info-Tage: Das DAAD Büro Tunis und die DAAD-Lektorinnen an der Universität La Manouba, Carthage (ISLT) und Universität Gabès  stehen zudem für individuelle Beratung zur Verfügung. Information, Beratung und Studienbroschüren sind kostenfrei.

Terminvergabesystem

Info zu DAAD-Büro und Lektoren: hier

Weitere Informationen zu den DAAD Veranstaltungen und einen Terminkalender finden Sie auf unserer Webseite: www.daad.tn

Bericht: Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis,
Bildnachweis: Beate Schindler-Kovats

                                            Kopf frei“ für die Orientierung zu einem Auslandsstudium
                                Info-Tag des DAAD in der Cité des Sciences, Tunis am 05.Juni 2015

                                                                                                         

                                                                                                      DAAD Info-Tag in der Cité des Sciences am 5. Juni 2015

Der Termin war gut gewählt: nach den Hochschulprüfungen, vor der Sommerpause und rechtzeitig, um sich für ein Studium in Deutschland zu orientieren und vorzubereiten. Der DAAD Tunis veranstaltete am 5. Juni 2015 in der Cité des Sciences einen Info-Tag zu „Studieren und Forschen in Deutschland und zu den Fördermöglichkeiten“.

                                                               

Ca. 150 Studierende und Wissenschaftler aus Tunis, Sousse, Sfax und sogar aus Gabès informierten sich beim Vortrag und an den Info-Ständen im Foyer. Stände mit fachkundiger Beratung  zu „Deutschlernen“, „Studium in Deutschland“ und „Forschen in Deutschland“ boten Merkblätter und Broschüren. Für Einzelberatung und Gespräche konnte man sich in Terminlisten eintragen.

Immer mehr tunesische Studierende interessieren sich für den Austausch mit Deutschland:  deutsche Hochschulen bieten exzellente Qualität, eine Vielfalt an Studienprogrammen auf hohem Niveau und mit internationalen Standards  - und das alles ohne Studiengebühren. Mehr als 12% internationale Studenten aus aller Welt sind an deutschen Hochschulen eingeschrieben. Und die deutsche Sprache ist „in“: über 98 Mio. Menschen auf der Welt sprechen Deutsch als Muttersprache, 15,4 Mio. Menschen  lernen weltweit Deutsch. 

                                            

Der nächste Info-Tag findet am 12.06.2015 in der Palais des Sciences in Monastir statt. Studierende, insbesondere der Universitäten Sousse,  Monastir, Sfax und Kairouan sind herzlich eingeladen.

Der DAAD veranstaltet regelmäßig Info-Tage: Das DAAD Büro Tunis und die DAAD-Lektorinnen an der Universität La Manouba, Carthage (ISLT) und Universität Gabès  stehen in Sprechstunden für individuelle Beratung zur Verfügung. Information, Beratung und Studienbrosch sind kostenfrei.

Terminvergabesystem: http://rendezvous.daad.tn/

Info zu DAAD-Büro und Lektoren: hier

                                                                                                               

Weitere Informationen zu den DAAD Veranstaltungen und einen Terminkalender finden Sie auf unserer Webseite: www.daad.tn

Bericht: Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis,
Bildnachweis: Beate Schindler-Kovats

     22 tunesische Studierende lernen im Sommer 2015 mit einem DAAD-Hochschulsommerkursstipendien intensiv Deutsch

                                                                                                      

                                                                                                         22 glückliche Hochschulsommerkursstipendiaten

Lange mussten sie auf die Ergebnisse warten, nun aber sind es 10 Stipendien mehr für Tunesien als im Vorjahr: 22 Studierende tunesischer Hochschulen – vom ISLT, der Universität La Manouba, INSAT, Universität El Manar, ENIT, ISLG Gabès und Medenine, Esprit und Tekup – können sich über ein DAAD-Hochschulsommerkursstipendium freuen.  Sie haben sich erfolgreich unter 78 Bewerber durchgesetzt und fahren nun für einen Monat im Sommer an eine deutsche Hochschule, um intensiv Deutsch zu lernen. Berlin, Stuttgart, Frankfurt, München, Köln – das sind die Hochschulorte, die sie gewählt haben. Sie werden mit internationalen Studierenden aus aller Welt zusammentreffen, Leben und Studieren in Deutschland kennenlernen und neue Freundschaften schließen.

Das DAAD Büro Tunis hat auch in diesem Jahr alle Stipendiaten zur feierlichen Übergabe der Stipendienurkunde und zu einem Informationsseminar eingeladen.

                                                                                                 HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH und viel Spaß in Deutschland!

                                                                                                       

Das Hochschulsommerkursstipendien (HSK) wird in jedem Jahr angeboten: bewerben können sich Studierende aller Fachrichtungen mit fortgeschrittenen Deutschkenntnissen (B1). Der nächste Bewerbungstermin für ein Stipendium im Sommer 2016 ist der 30.11.2015.

Informationen  zur HSK-Bewerbung: hier

Hochschulsommerkurse können auch mit Eigenfinanzierung gebucht werden. Für Sommer 2015 gibt es noch freie Plätze. Nähere Informationen unter:  www.daad.de/sommerkurse

Bericht: Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis,
Bildnachweis: Beate Schindler-Kovats

                                                           Großer Zulauf am DAAD-Stand bei ESTUDIANT
                                                         Les journées d'orientation et les études à l'étranger

ESTUDIANT – eine staatliche Agentur für Kommunikation im Hochschulbereich (www.estudiant.tn) hat erstmals am 24.- 25.04.2015 „Tage der Orientierung“ im Hotel Africa, Tunis organisiert.

Die Bildungsmesse mit ca. 20 Anbietern und Ausstellern, darunter internationale Organisationen wie DAAD und Campus France, Botschaften und Hochschulen wurde sehr gut angenommen. Die Besucher mussten sich registrieren, über facebook haben sich ca. 14.000 Besucher interessiert gezeigt.

                                                                                                                  

                                                                                                    DAAD Tunis bei den „Tagen der Orientierung“ im Hotel Africa, Tunis

Der DAAD Stand bot umfangreiche Informationsmaterialien (Broschüren) und war neben Campus France am stärksten frequentiert. Besucher wollten intensiv beraten werden, viele Eltern kamen mit ihren Kindern (Schülern) zu ausführlichen Gesprächen. Insgesamt waren ca. 800 Besucher am DAAD Stand an beiden Tagen, Besucherfragebogen wurden von knapp 500 Besuchern aus dem Großraum Tunis und aus der Provinz (Sousse, Sfax u.a.) ausgewertet. Wichtige Gründe für das Interesse an Deutschland als Studienstandort sind – laut Umfrage - : hohe akademische Qualität, internationaler Ruf der deutschen Hochschulen, große Programmvielfalt und Arbeitsmöglichkeiten in Deutschland.

Fragen zu Studieren in Deutschland betrafen insbesondere das Studienangebot, internationale Programme, Hochschulzugang, Hochschulsystem, Spracherfordernisse und Visa. Eine eigens erstellte Kurz-Broschüre (französischsprachig) fand guten Absatz (Broschüre zum Downloaden: hier )

Erwartungsgemäß waren die Ingenieurwissenschaften die stärkste Fachgruppe, überraschend viele Sozial–, Wirtschafts- und Rechtswissenschaftler interessieren sich für ein Weiterstudium in Deutschland -  Zielgruppen, die neu erschlossen wurden.

                                                                                                                   

Der DAAD hatte – wie alle anderen Aussteller auch – die Möglichkeit einer einstündigen Konferenz mit Präsentation zum Thema „Studieren und Forschen in Deutschland“. Der Saal war bis auf dem letzten Platz gefüllt, viele kamen im Anschluss an den DAAD-Stand.

ESTUDIANT-Reportage "Les journées d'orientation et les études à l'étranger": hier

                                                                                                                   

Das DAAD Büro veranstaltet regelmäßig  Informationsveranstaltungen zu „Studieren und Forschen in Deutschland und zu den Fördermöglichkeiten“.

Der nächste Info-Tag findet in der Cité des Sciences, Tunis am 05.06.2015 und in der Palais des Sciences Monastir am 12.06.2015 statt.

Weitere Informationen zu den DAAD Veranstaltungen und einen Terminkalender finden Sie auf unserer Webseite: www.daad.tn

Das DAAD-Büro bietet zudem wöchentlich Sprechstunden für individuelle Fragen und Beratung an. Terminvereinbarung unter: http://rendezvous.daad.tn/

Bericht: Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis,
Bildnachweis: Beate Schindler-Kovats

                                                 Info-Tag zu „Studieren und Forschen in Deutschland“ an der ENISo
                                                Universität Sousse kooperiert eng mit deutschen Partnerhochschulen 

                                                                                                                                         

Bereits zum zweiten Mal war der DAAD Tunis zu Gast an der Universität Sousse und führte am 30.04.2015 einen Info-Tag zu  „Studieren und Forschen in Deutschland und zu den Fördermöglichkeiten“ durch.  Im Amphitheater an der ENISo interessierten sich ca. 60 Studierende und Doktoranden aus dem Ingenieurwissenschaften, den Rechts-, Natur-  und Wirtschaftswissenschaften für den Austausch mit Deutschland. Es gab viele Fragen zu den erforderlichen Sprachkenntnissen, Hochschulzugang und Finanzierung des Studiums.

                                                                                                                                        

Die Universität Sousse ist ein guter und langjähriger Partner des DAAD und engagiert sich im Austausch mit deutschen Partnerhochschulen in EU-Programmen und aktuell in vier DAAD-geförderten Projekten:  im Fachbereich Medizin gibt es einen gemeinsamen Studiengang Kinderkardiologie mit der UK Köln , mit der Universität Bayreuth beim Aufbau eines Afrika-Centers, mit der Universität Passau in einem Forschungsprojekt zu „Tunesien im Wandel“ und mit der Universität Hamburg ein Projekt in den Rechtswissenschaften.

                                                                                                                   

Ein Besuch in der Pépinière "Sousse Tech" zeigte, dass es drei deutsche DAAD Alumni gibt, die Projekte mit deutschen Partnern (CADFEM und YAMAICHI Electronics) aufbauen und leiten.

Weitere Informationen zu den DAAD Veranstaltungen und einen Terminkalender finden Sie auf unserer Webseite: www.daad.tn

Bericht: Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis,
Bildnachweis: Beate Schindler-Kovats                                                          

                                                                Freiheit ist ein Grundbedürfnis des Menschen
                                                            Bundespräsident Gauck würdigt den Mut Tunesiens

Joachim Gauck auf Staatsbesuch in Tunesien vom 27.04.-29.04.2015

Auf der Agenda des Bundespräsidenten für seinen Staatsbesuch in Tunesien stehen nicht nur politische Termine, wichtig sind ihm auch persönliche Begegnung und Würdigung: er wird vom Präsidenten Essebsi empfangen, führt politische Gespräche mit Vertretern des Parlaments und mit Ministerpräsident Essid, fährt aber auch in die 100 Kilometer südlich gelegene Provinz Siliana, um ein von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) unterstütztes Bürgerbüro zu besuchen sowie das Werk des deutschen Autozulieferers Dräxlmaier.

                                                                                                                          

                                                                                                                    Bundespräsident Gauck auf Staatsbesuch in Tunesien

Tunesien und Europa sind sich nicht nur geografisch nah

In seiner Eröffnungsrede bei der "Europäischen Nachbarschaftskonferenz" der Bertelsmann-Stiftung in Tunis betonte der Bundespräsident vor Gästen aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft die Nähe Europas mit Tunesien: nicht nur die Flüchtlingsdramen auf dem Mittelmeer verbinden, sondern auch islamistische Terroranschläge wie zuletzt in Paris und Bardo: „Wir sehen, dass einige grundlegende Fragen, mit denen Sie sich beschäftigen, nicht weit entfernt sind von den Fragen, mit denen wir uns in Deutschland beschäftigten. Für mich ist das, was augenblicklich in Ihrem Land geschieht, daher sehr nah. Es berührt mich.“

Und Gauck versicherte dem Tunesischen Premierminister Essid: “ Als Verbündete im Geiste und in der Politik der Demokratisierung stehen Deutschland und Europa fest an Ihrer Seite.“

                                                                                      

                                                                    Der Tunesische Premierminister Essid und Bundespräsident Gauck auf der Tagung der Bertelsmannstiftung in Tunesien

DAAD Alumni treffen den Bundespräsidenten

Auch für persönliche Begegnungen nahm sich Gauck Zeit. Im Rahmen des Delegationsabends in der Residenz des Deutschen Botschafters in Tunesien würdigte er die Arbeit der deutschen Mittler in Tunesien und versprach weitere Unterstützung aus Transformationsmitteln und Entwicklungshilfe.

                                                                                                                         

                                                                                                              Persönliche Begegnungen beim Delegationsabend in der Residenz

Einige DAAD-Alumni hatten die Gelegenheit, den Bundespräsidenten über ihre Erfahrungen in Deutschland berichten zu können. Gauck zeigte sich beeindruckt von Engagement und Einsatz der Ehemaligen und wünschte der jungen Demokratie in Tunesien mehr solche Rückkehrer mit Brückenfunktion.

                                                                                                                         

                                                                                                                         

                                                                                                                        DAAD Alumni treffen Bundespräsident Gauck in Tunesien

Hand in Hand gegen den Terrorismus

Person und Rede Gaucks wirken in Tunesien sehr authentisch, auch weil Gauck aus eigener Erfahrung spricht und Parallelen des Transformationsprozesses in Tunesien zum Übergang Ostdeutschlands nach dem Mauerfall 1989 zieht. Immer wieder betont er die wichtige Rolle der Zivilgesellschaft in beiden Ländern und ruft zu Gemeinsamkeit und Wachsamkeit auf: „Doch eine Demokratie muss wehrhaft sein. Es war ein wichtiges Signal, dass sich Ende März auf arabischem Boden erstmals Menschen aus vielen Ländern der Welt gegen den international vernetzten Terrorismus zusammenfanden: Tunesier, Franzosen, Italiener, Deutsche und Abgesandte der EU demonstrierten in Tunis Hand in Hand.“

 

Text der Rede von Bundespräsident Gauck zum Nachlesen:

Deutsch: http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Joachim-Gauck/Reden/2015/04/150428-Tunesien-Bertelsmann.html

Französisch: http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Downloads/DE/Reden/2015/04/150428-Tunesien-Bertelsmann-franzoesisch.pdf?__blob=publicationFile

Bericht: Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis,
Bildnachweis: Beate Schindler-Kovats

DAAD präsentiert Programme und Projekte auf der SIED Messe in der Foire du Kram, beim Networking Day im Technopôle La Manouba und bei der Konferenz Nanotech Tunisia 2015 in Hammamet

Energie, IT und Nanotech sind wichtige und interessante Fachbereiche für die deutsch-tunesische Kooperation in Forschung und Lehre.

DAAD Tunis präsentiert in Zusammenarbeit mit der Association Tunisienne de Maitrise de l’Energie seine Programme zum Thema Energie und Erneuerbare Ressourcen  beim Salon International des Energies Durables S.I.E.D. am 9.April 2015 in Kram/Tunis.

Ca. 80 Fachexperten, Studenten und junge Berufstätige waren gekommen, um mehr über die Möglichkeiten des Studiums und der Forschung in Deutschland zu erfahren und Austausch zu initiieren.

                                                                                                   

DAAD Tunis nahm als Partner und auf Einladung des IPSI am Networking Day der Universität La Manouba im Technopôle teil. Auch wenn nur wenige Interessenten die kurzfristig organisierte Veranstaltung am 15. April 2015 besuchten, will der DAAD mit seiner Präsenz die langjährigen guten Beziehungen zur Universität La Manouba stärken. An der La Manouba gibt es das älteste DAAD Lektorat und viele Kooperationsprojekte mit deutschen Partnerhochschulen.

                                                                                                     

Die Konferenz „Nanotech Tunisia“ findet 2015 zum zweiten Mal vom 22.-24.04. in Hammamet statt. Wissenschaftler aus aller Welt tauschen sich zu Fach, Zusammenarbeit und Forschung aus. So viel internationale Präsenz nutzte der DAAD Tunis, um seine individuellen Programme (Stipendien für Doktoranden und Post Docs) und seine Projekt- und Programmförderung für Hochschulpartnerschaften vorzustellen. Insbesondere die multilaterale Zusammenarbeit innerhalb der Maghrebstaaten und auf dem afrikanischen Kontinent sind wichtiges Anliegen und Mission des DAAD als weltweit größte Austauschorganisation.

                                                                                                     

Weitere Informationen zu den DAAD Veranstaltungen und einen Terminkalender finden Sie auf unserer Webseite: www.daad.tn

Bericht: Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis,
Bildnachweis: Fatima Ayari, DAAD Tunis und Prof. Abdelghani, INSAT

                                                                          DAAD an der Universität Sfax

Die Universität Sfax ist ein starker Partner für deutsch-tunesische Kooperationen, an keiner tunesischen Hochschule werden so viele Projekte in verschiedenen Fachbereichen - Medizin, Ingenieurwesen, Naturwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften/Unternehmertum – gefördert. Seit 2012/13 laufen drei langfristige Partnerschaften der TU Dresden (Geografie), TU Chemnitz (Elektrotechnik) und Universität Marburg (Unternehmertum), neue Projekte werden ab 2015 von der Hochschule Neu-Ulm (Medizin) und Hochschule Geisenheim (Agrarwissenschaften) gestartet. 

                                                                                                                            

                                                                                  © Studierende der deutsch-tunesischen Projektzusammenarbeit ENSI mit TU Dresden und TU Chemnitz

Von der engagierten und aktiven Zusammenarbeit zwischen deutschen und tunesischen Partnern konnte sich der DAAD bei seinem Projektbesuch an der ENSI überzeugen. Professoren  und Studierende des DAAD geförderten Projekts „Remote monitoring of land degradation in southern Tunisia-soil salinity of oases and related wetland“ unter Leitung der TU Dresden (Koordinator Dr. Moncef Boauziz -DAAD Alumnus) präsentierten ihre Forschungsergebnisse. Die Studierenden waren an der TU Dresden zu Deutschlandaufenthalten und konnten ihre Abschlussarbeiten in das Projekt einbringen. Der DAAD fördert seit 2013 die  Forschungszusammenarbeit im Rahmen der „Deutsch-Arabischen Transformationspartnerschaft“ Al Tawasul.  

                                                                                                                                 

                                                                                                                              © Studierende präsentieren ihre Forschungsprojekte

Empfangen wurde der DAAD vom Präsidenten der Universität Sfax, Prof. Rafik Bouaziz, der seine volle Unterstützung für die Zusammenarbeit mit Deutschland zusagte. Die Universität Sfax hat – so eine Präsentation des Vizepräidenten Prof. Lotfi Kammoun – große Zukunftspläne und will Campus und Programme erweitern. Dafür spielen internationale Kooperationen eine wichtige Rolle.

                                                                                                                             

                                                                                                          © Hochschulleitung der Universität Sfax bei der DAAD-Informationsveranstaltung

Nicht verwunderlich, dass das Interesse an „Studieren und Forschen in Deutschland“ auch in Sfax groß ist. Zur Informationsveranstaltung an der Faculté des Sciences am 11.März 2015 kamen ca. 100 Studierende, Wissenschaftler und Professoren aus allen Fachbereichen. Es gab sehr viele Fragen, die mitgebrachten Merkblätter und Broschüren des DAAD Büro Tunis waren schnell vergriffen.

                                                                                            

                                                                                                                 © Informationsveranstaltung an der Faculté des Sciences der Universität Sfax

Weitere Informationen zu den DAAD Veranstaltungen und einen Terminkalender finden Sie auf unserer Webseite: www.daad.tn

Erstellt von Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis
Bildnachweis: Beate Schindler-Kovats

                                                          DAAD Tunis besucht ESIER in Medjez El Bab

                                                                                                        

Die TU Dresden mit Projektkoordinator Dr. Moncef Boauziz (DAAD Alumnus) kooperiert mit Tunesien seit 2013 im Projekt „Remote monitoring of land degradation in southern Tunisia-soil salinity of oases and related wetland“. Die Forschungszusammenarbeit wird vom DAAD im Rahmen der „Deutsch-Arabischen Transformationspartnerschaft“ Al Tawasul gefördert. Auf Initiative und durch Kontakte des Alumnus Bouaziz besuchte DAAD Tunis am 09. März 2015 die Ecole Supérieure des Ingénieurs de l’Equipement Rural de Medjez El Bab (ESIER).

                                                                                                        

Der Direktor von ESIER, Dr. Kharroubi stellte die Einrichtung, Programme  und seine Kollegen vor. ESIER kooperiert international in mehreren EU-Projekten, eine  vertiefte Zusammenarbeit mit Deutschland  ist erwünscht. Im Projektgespräch wurden Möglichkeiten der Kooperation diskutiert und ausgelotet, die TU Dresden kann sich vorstellen, ESIER in bestehende tunesisch-deutsche Projektaktivitäten einzubinden.

Erstellt von Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis
Bildnachweis: Beate Schindler-Kovats

                                                     Auftakt zu Info-Tagen 2015: "Studieren und Forschen in Deutschland"
                                        DAAD in der Cité des Sciences (Tunis) und in der Tunisian Business School (TBS)

                                                                                                                                

                                                                                                                         Info-Tag in der Cité des Sciences, Tunis am 03.03.2015

Das Amphitheater der Cité des Sciences war bis auf den letzten Platz gefüllt, viele bekamen nur einen Stehplatz. Ca. 300 Studieninteressierte aus allen Hochschulen in Tunis, aus Sousse und sogar Gabès waren zum ersten Informationstag 2015, veranstaltet vom DAAD Tunis, gekommen.  Über drei Stunden dauerten die Präsentationen und  es gab viele Fragen …

Studieren und Forschen in Deutschland erfreut sich auch weiterhin großer Beliebtheit und  Nachfrage. Der DAAD zeigt, wie man ein Studienprogramm findet, wie man Kontakt aufnimmt und gibt Tipps zu Leben und Arbeiten in Deutschland. Im Jahr 2013 hat der DAAD die deutsch-tunesische Mobilität von mehr als 1.100 Personen gefördert, individuelle Stipendien, aber auch im Rahmen von Hochschulpartnerschaften und Projekten. Der DAAD bietet in Tunesien Förderprogramme für alle akademische Stufen an und unterstützt deutsch-tunesische Kooperationen.

                                                                                                                              

                                                                                                             DAAD in der Cité des Sciences vor ca. 300 Studieninteressierten

Auf Einladung  der Tunisian Business School (TBS) der Universität Tunis konnten Interessierte sich über englischsprachige Studienprogramme an deutschen Hochschulen am 04.03.2015 an der TBS informieren. Für Studierende mit einem guten Englischniveau gibt es mit mehr als 1600 internationalen Studienangeboten – auf Bachelor, Master und PhD- Niveau -  vielfältige Studienmöglichkeiten an deutschen Hochschulen. Der Dekan der TBS, Prof. BENABDALLAH wünscht sich für die Business  School mehr Zusammenarbeit mit Deutschland und motiviert TBS-Studierende zu einem Auslandsaufenthalt.

                                                                                              

                                                                                                                              DAAD Tunis beim Info-Tag an der TBS am 04.3.2015

Das DAAD Büro veranstaltet regelmäßig  Informationsveranstaltungen zu „Studieren und Forschen in Deutschland und zu den Fördermöglichkeiten“. Der nächste Info-Tag findet an der Universität Sfax am 11.03.2015 statt.

Das DAAD-Büro bietet zudem wöchentlich Sprechstunden für individuelle Fragen und Beratung an. Terminvereinbarung unter: http://rendezvous.daad.tn/

Weitere Informationen zu den DAAD Veranstaltungen und einen Terminkalender finden Sie auf unserer Webseite: www.daad.tn

Erstellt von Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis
Bildnachweis: Beate Schindler-Kovats

                                                   Antrittsbesuch beim neuen Tunesischen Hochschulminister

Der deutsche Botschafter, S.E. Dr. Andreas Reinicke und DAAD Tunis  haben am 24. Februar 2015 den neuen Tunesischen Hochschulminister, Prof. Chiheb Bouden,  besucht und ihm für seine Tätigkeit viel Erfolg gewünscht.  Bei der Gelegenheit wurde auch ein Gratulationsschreiben von Frau Dr. Rüland, Generealsekretärin des DAAD, überreicht.

Der Minister nahm sich ausreichend Zeit für das Gespräch mit dem Botschafter und den Vertreterinnen des DAAD. Die guten deutsch-tunesischen Beziehungen im Hochschulbereich und die Vielzahl der Programme und Projekte waren Thema. Der DAAD hat 2013 den Austausch mit Tunesien mit fast 3 Mio. EUR und über 1.100 Geförderten unterstützt.

Minister Bouden, der den DAAD aus seiner Zeit als Direktor der ENIT gut kennt, will sich für eine Intensivierung der Partnerschaft zu Deutschland einsetzen. Insbesondere in den Bereichen Forschung und in der Förderung von Deutsch ans Hochschulen soll mehr getan werden. Großes Interesse habe man an angewandter Forschung, z.B. nach dem Fraunhofer Modell. Aber auch gemeinsame Studienprogramme mit doppelten oder gemeinsamen Abschlüssen sollen entstehen.

In den Kontext passe auch das Vorhaben einer Deutsch-Tunesischen Hochschule.  Das Ministerium ist vom Tunesischen Premierminister beauftragt, das Projekt weiterzuverfolgen. BM Steinmeier hatte im Januar bei seinem Besuch in Tunis ein „aide mémoire“ überreicht. Die Deutsch-Tunesische Hochschule soll eine Exzellenz-Universität werden, die öffentlich zugänglich und auch internationale Studierende anziehen soll. Die Hochschule soll, so der Minister, eine wirtschaftliche Attraktion für Tunesien sein. Tunesien sei bereit in Gebäude und  den Betrieb zu investieren.

                                                                                                                             

                       Von rechts nach links: Malek Kochlef (MESRS/Sous-Directeur Bilaterale Kooperationen), Botschafter Andreas Reinicke (Deutsche Botschaft), Minister Chiheb Bouden (MESRS), Beate Schindler-Kovats (DAAD), Salha Ennajeh (DAAD), Amina Maamar (MESRS/Sous-Directrice Internationale Kooperation), Manuel Sänger (Deutsche Botschaft/Kultur)

Erstellt von Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis

                                                                     DAAD Tunis startet ins neue Jahr

                             Jahresempfang 2015 im Beisein von Frau Dr. Dorothea Rüland, Generalsekretärin des DAAD

                                                                                                                  

                                                                                                   v.r.n.l.: Dr. Rüland (DAAD), Laarmann (KfW), Schindler-Kovats (DAAD)

Anlässlich des Tunis-Besuchs von Frau Dr. Dorothea Rüland, Generalsekretärin des DAAD, im Rahmen der Delegationsreise von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat DAAD Tunis zu einem Umtrunk im neuen Jahr eingeladen.

Partner, Alumni und Freunde des DAAD trafen sich zu einem „Get Together“ im DAAD Büro.

                                                                                                                     

                                                                                                                        DAAD Jahresempfang 2015 im DAAD Büro Tunis

Trotz des winterlichen und regnerischen Wetters kamen ungefähr 35 Gäste, um gemeinsam über das alte Jahr zu resümieren und Pläne und Ideen für das neue Jahr zu schmieden. Aktuelle Themen und die Maghreb-Reise des deutschen Außenministers standen im Vordergrund der Gespräche.

      

Auf dem Programm der Kulturdelegation stand ein Besuch im Bardo Museum, das zum Jubiläum der "Tunisreise 1914" eine Premiere mit der Ausstellung "Klee Macke Moillet – Tunis 2014" in Tunesien feiert.

                                                                                                                                         

Ca. 300 Studierende, Hochschulangehörige und Wissenschaftler kamen am Samstag in die Rechtsfakultät der Universität El Manar zur Grundsatzrede des deutschen Außenministers Steinmeier. Während draußen Ingenieurstudierende protestierten, schlug der Minister nachdenkliche und warnende Töne an und ermutigte die Zuhörenden, eigene Wege und Orientierung zu suchen und sich nicht Feindbildern und Demagogen zu verschreiben.

                                                                                                                          

                                                                                                  BM Steinmeier spricht vor Studierenden an der Universität El Manar, Tunis  

Im Gespräch mit tunesischen Bloggern im Maison de l’Image wurden Presse- und Meinungsfreiheit, Würde und Macht der sozialen Medien unter dem Eindruck der Anschläge auf das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" vom 7. Januar diskutiert.

                                                                                                                               

                                                                                                    Deutsche Kulturvertreter und Presse bei tunesischen Bloggern im Maison de l’Image, Tunis

Der DAAD fördert auch 2015 individuell (Stipendien) und institutionell (Projekte und Partnerschaften) den deutsch-tunesischen Austausch. Informationen zu den Förderprogrammen finden Sie unter: www.funding-guide.de

Die Gesamtausgaben der DAAD-Förderung mit Tunesien betrugen  in 2013  ca. drei Mio €. Über alle DAAD-Programme hinweg wurden 1.129 Personen gefördert, davon 827 Stipendiaten aus Tunesien und 302 Deutsche nach Tunesien, die weitaus größere Anzahl über Projektförderung.

Erstellt von: Beate Schindler-Kovats (Leiterin DAAD-Büro Tunis)
Bildnachweis: Anis Bouattour, Beate Schindler-Kovats

                                  Keine einfachen Antworten auf schwierige Fragen und Krisen in der Welt

             Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier mit großer Wirtschafts- und Kulturdelegation im Maghreb unterwegs

                                                                                                                         

                                                                                                                          BM Steinmeier besucht Tunis  am 23.-24. Januar 2015

Vier Tage – vom 22.-25.01.2015 - nahm sich der deutsche Außenminister Steinmeier Zeit, mit einer fast 70-köpfigen Delegation die Beziehungen zu den Maghrebstaaten Algerien, Marokko und Tunesien zu intensivieren. In Zeiten von PEGIDA und den Terroranschlägen von Paris und Brüssel – ein Zeichen der Annäherung und Unterstützung. Politische und wirtschaftliche Fragen, aber auch Bildung und Kultur gehörten zu den Gesprächsthemen. In Tunesien hielt der deutsche Außenminister eine Grundsatzrede an der Universität El Manar in Tunis.

                                                                                                                        

                                                                                                             BM Steinmeier vor Studierenden an der Universität El Manar, Tunis

Tunesien war nach Marokko – und vor Algerien – die zweite Reisestation. Neben politischen Partnern der scheidenden und neuen tunesischen Regierung, Investoren und Pressevertretern stand besonders das Treffen mit jungen Menschen im Vordergrund. Ca. 300 Studierende, Hochschulangehörige und Wissenschaftler kamen am Samstag in die Rechtsfakultät der Universität El Manar, um einer nachdenklichen und sehr persönlichen Rede Steinmeiers zu lauschen.

                                                                                                                             

                                                                                                           BM Steinmeier warnt bei seiner Rede in Tunis vor Stereotypen und Feindbildern

Hüte dich vor einfachen Antworten“, so der Leitgedanke der Rede – und folge nicht dem „Lockruf der Feindbilder“, so rief der Außenminister den Studierenden zu, die hör- und sichtbar mit Transparenten gegen Probleme im Bildungsbereich demonstrierten.  Protest und Streiks sind Errungenschaften der Revolution und demokratische Rechte – dennoch hatte man das Gefühl, dass es kein Zuhören gab – und dass zwischen der Selbstreflexion und mahnenden Stimme Steinmeiers und den Fragen, Sorgen und Antworten der Protestierenden „Welten“ liegen.

                                                                                            

                                                                                                                                 Studenten protestieren für eine bessere Bildung

Deutschland unterstützt Tunesien auf dem Weg in die Demokratie mit Programmen der „Deutsch-Arabischen Transformationspartnerschaft. Der DAAD fördert  im Rahmen der Transformationspartnerschaftsprojekte 6 deutsch-tunesische Hochschulpartnerschaften, 2 tri- und multilaterale Projekte mit tunesischer Beteiligung und 7 Forschungspartnerschaften (Al Tawasul). Von 150 kurz- oder mittelfristigen Kooperationsmaßnahmen seit 2011 werden 52 mit tunesischen Hochschulen unterstützt.

Informationen zu den Projekten der Deutsch-Arabischen Transformationspartnerschaft:

https://www.daad.de/miniwebs/ictunis/de/26161/index.html

http://www.allemagnepartenaire.tn/Fr/accueil_46_4

Text der Rede von BM Steinmeier zum Nachlesen: http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Infoservice/Presse/Reden/2015/150124_BM_Rede_Universität_Tunis.html?nn=389500

Erstellt von: Beate Schindler-Kovats (Leiterin DAAD-Büro Tunis)
Bildnachweis: Beate Schindler-Kovats,
Thomas Trutschel/photothek.net

 

 

Alumni Logo
Alumni Logo

              Uns verbindet viel mit Deutschland...
                                         2. DAAD-Alumni-Treffen in Tunesien

Es gibt mehrere hunderte tunesische Alumni und fast tausend Regierungsstipendiaten, die an deutschen Hochschulen studiert und geforscht haben, zum Teil haben sie mehr als 10 Jahre in Deutschland verbracht: „Deutschland war für mich eine wichtige Lebensphase“, so ein Alumnus der TU Braunschweig. Mit Deutschland verbinden Alumni aber nicht nur das Studium und ihre Ausbildung, sondern auch die Art zu leben und zu arbeiten. Viele der Ehemaligen haben in Tunesien Firmen gegründet oder sind an Hochschulen tätig, und die meisten sprechen sehr gut Deutsch.

So wundert  es nicht, dass auf dem 2. Alumnitreffen in Tunesien am 20. Oktober 2014 im Hotel Majestic Tunis vor allem Deutsch gehört und geredet wurde: „Ich freue mich immer, wenn ich mein Deutsch üben und anwenden kann,“ so eine jüngere Alumna, „und dass wir uns auch in Tunesien untereinander treffen und vernetzen.“



Deutschland-Alumni treffen sich in Tunesien

Kennenlernen, Austausch und Vernetzung  - das war das Ziel der Veranstaltung mit ca. 80 Alumni, gefördert vom DAAD,
von der Humboldtstiftung und von der Tunesischen Regierung. Unter ihnen die prominente DAAD Alumna, Amel Karboul, zurzeit Tourismusministerin Tunesiens. Sie begrüßte die Alumni und forderte sie auf,  Werte, Initiativen und Arbeitshaltung, so wie sie sie in Deutschland und im Ausland erfahren haben, in den Transformationsprozess in  Tunesien einzubringen.



DAAD-Alumna und Tourismusministerin Amel Karboul im Gespräch über die DAAD-Arbeit in Tunesien

Und auch der Deutsche Botschafter, S.E. Dr. Andreas Reinicke, sprach den Alumni Mut und Wertschätzung für das bisher Geleistete aus und betonte, dass Alumni als Brücke zwischen den Ländern fungieren. „Die Perspektive und Orientierung, die Deutschland den Alumni ins Leben mitgegeben hat, sollten Sie an die nächste Generation vermitteln.“, so der Wunsch von Beate Schindler-Kovats,  Leiterin des DAAD Büro Tunis.



Gute Stimmung beim 2. Alumni-Treffen Tunesien im Oktober 2014

Das DAAD Büro Tunis hatte zur der Veranstaltung eingeladen und erfasst Alumni auf einer Datenbank, die mittlerweile über 200 Kontakten verfügt. Der DAAD möchte mit den Stipendiaten, die in Deutschland studiert und geforscht haben, in Kontakt bleiben und veranstaltet regelmäßig Treffen, Fachtagungen und regionale Seminare für und mit Alumni.

 

Wenn Sie Deutschland-Alumnus/Alumna sind und gerne auf der Datenbank für künftige Veranstaltungen registriert sein möchten,


nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf: contact@daad.tn

Anmeldeformular

Grußwort zur Veranstaltung

Erstellt von: Beate Schindler-Kovats (Leiterin DAAD-Büro Tunis)
Bildnachweis: Anis Bouattour


Treffen der DAAD- Alumni aus dem Maghreb in Rabat/Marokko zum Thema:

                                   Ökologie im Maghreb – Lebensräume schützen, Zukunft gestalten

„Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.“ Mit diesem Zitat von Albert Einstein eröffnete die Generalsekretärin des DAAD, Frau Dr. Rüland, das Alumnitreffen „Maghreb“ in Rabat, der Hauptstadt Marokkos. Mehr als 120 Alumni aus Algerien, Marokko und Tunesien, darunter 24 tunesische Ehemalige und das DAAD Büro Tunis, waren der Einladung gefolgt, gemeinsam über Sorgen, Probleme, aber auch Lösungsansätze für einen ökologischen Umgang und mehr Nachhaltigkeit für die Lebensräume im Maghreb zu diskutieren. Weltweit werden wir mit dem Resultat unserer immer stärker industrialisierten Welt konfrontiert: Klimaerwärmung, Umweltverschmutzung, Wasserknappheit sind nur einige Aspekte der globalen Problematik.

                                                                                                      

                                                                                 DAAD Generalsekretärin Dr. Rüland begrüßt die Teilnehmer

In Vorträgen, Workshops und Paneldiskussion wurde auf der zweitägigen Tagung (14.-16.11.2014) erörtert, welchen Beitrag wissenschaftliche Zusammenarbeit zur Lösung der in der Agenda 21 genannten globalen Fragen leisten kann: welche Bedeutung haben  Alumni? Wo kann und muss man Verantwortung übernehmen? Und wie gelingt eine kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsum in einer Region, die „Nachholbedarf“ hat?

                                                                                                    

                                                                         Teilnehmer aus den Maghreb-Staaten beim Alumni-Seminar in Rabat

„Think globally, act locally!“ – so die Aufforderung der Abgeordneten des Deutschen Bundestags und Mitglied des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgen, Dr. Daniela De Ridder, die die Konferenz nutzte, um mit Alumni ins Gespräch zu kommen, aber auch Impulse und Anregungen für die Arbeit und Partnerschaft mit den Maghrebstaaten in den Deutschen Bundestag mitzunehmen.  „Globale Probleme können nicht national gelöst werden. Weder der internationale Terrorismus und schon gar nicht die Gefahren des Klimawandels,“  weiß die Politikerin und fordert die Alumni auf: „Bewusstseinsschärfung, Vernetzung und Zusammenarbeit voran zu bringen, ist angesichts der ökologischen, ökonomischen und sozialen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts von größter Bedeutung. Wir brauchen globale Kooperation.“

                                                                                                    

                                                                                Bundestagsabgeordnete Dr. De Ridder beim Eröffnungsvortrag

Der Maghreb hat in den letzten Jahrzehnten einen starken wirtschaftlichen Aufschwung erlebt mit erheblichen Folgen für die Umwelt. Zu den größten Umweltproblemen der maghrebinischen Länder zählen die Verschmutzung der Küsten und Meere, die Abfallbeseitigungsproblematik und vor allem Quantität und Qualität der Wasserressourcen.

Der DAAD veranstaltet regelmäßig Zusammenkünfte für seine ehemaligen Stipendiatinnen und Stipendiaten, um in Kontakt zu bleiben halten und Alumni miteinander zu vernetzen.

                                                                                                  

                                                                                          Gruppenfoto der Teilnehmer vom DAAD Alumni-Treffen in Rabat

Zu den Angeboten für Alumni:

https://www.daad.de/alumni/service/alle-alumni/13145.de.html

http://www.alumniportal-deutschland.org/startseite.html

Erstellt von: Beate Schindler-Kovats (Leiterin DAAD-Büro Tunis)
Bildnachweis: Beate Schindler-Kovats



 "Wirtschaft trifft Wissenschaft"
DAAD Tunis und AHK Tunesien Partner bei der 16. New Happy Hour

Unternehmen brauchen qualifizierte Fachkräfte mit praktischen Erfahrungen – in Tunesien und in Deutschland.  Auf dem tunesischen Arbeitsmarkt gibt es viele ausgebildete Akademiker, die keine Jobs finden.  Wie können Wissenschaft und Wirtschaft stärker zusammenarbeiten, damit Studierende fit für den Job werden und Unternehmen die passenden Arbeitskräfte finden? Wie können Studienprogramme der Hochschulen und Bedarf der Wirtschaft in Tunesien besser verzahnt werden?  Und wie können Absolventen eine berufliche Perspektive erhalten, die die wirtschaftliche Entwicklung in Tunesien stärkt?

Diese Fragen standen im Vordergrund der  16. New Happy Hour der AHK Tunesien in Kooperation mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Das Firmennetzwerk der AHK traf auf das Netzwerk der Hochschulen und Forschungseinrichtungen des DAAD Tunis.

Wenn Wissenschaft und Wirtschaft stärker kooperieren, profitieren beide Seiten:  das tunesische Hochschulstudium ist sehr theoretisch, es fehlt an praktischem Know-How und soft skills. Hier können Firmen in die Curricula und Ausbildung hinein wirken und bestehende Studiengänge an der Praxis ausgerichtet werden. Der DAAD hat ein Programm „ Praxispartnerschaften“ aufgelegt, das akademische Ausbildung nah an die Praxis bringen will. Gemeinsam können Hochschulen und Wirtschaftspartner strukturelle Förderung für die Entwicklung von praxisorientierten Studienprogrammen beim DAAD beantragen. 

Die Happy Hour am 27.11.2014 im Hotel Majestic, gesponsert vom DAAD,  konnte  ein Netzwerk „Wirtschaft trifft Wissenschaft“ für die Kooperation zwischen tunesischen Wirtschaftsexperten und Hochschulvertretern initiieren. Über 120 Partner lernten sich kennen, tauschten sich aus und diskutierten über Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Insbesondere in den Sektoren Energie, Textil und Umwelt haben deutsche Hochschulen sehr gute praxisnahe Programme entwickelt, von denen die deutsch-tunesische Kooperation profitieren kann.  Das deutsche Modell der Fachhochschulen  bietet sich hier besonders an, weil sie mit Industrie kooperieren und über praxisorientierte Module im Curricula verfügen. Das DAAD Büro Tunis informiert und berät Partner und hilft Ihnen bei der Partnersuche weiter.  

Weitere Informationen:

www.daad.tn

https://www.daad.de/praxispartnerschaften

Flyer: Wissenschaft trifft Wirtschaft

Erstellt von: Beate Schindler-Kovats (Leiterin DAAD-Büro Tunis)
Bildnachweis: Anis Bouattour


Autonomie, Wettbewerb und bessere internationale Sichtbarkeit für tunesische Hochschuleinrichtungen

DAAD-Seminar „University Leadership and Management in an international context“ für tunesische Hochschulpartner vom 30-31. Mai 2014 in Hammamet

Tunesische Hochschulen stehen vor vielen Herausforderungen: sie müssen immer mehr Studierende ausbilden, sollen stärker bedarfs- und arbeitsmarktorientierte Programme entwickeln, möchten international wettbewerbsfähig in Forschung und Lehre sein, wollen weltweit kooperieren und sollen ihre eigenen Profile und Identität bilden. Und sie sollen ein effizientes und modernes Management haben, engagiertes und motiviertes Personal führen und strategisch für die Zukunft aufgestellt sein.

Das sind hohe Ansprüche und Erwartungen. Die Realität sieht anders aus: überfüllte Hörsäle, protestierende Studenten und streikendes Personal, Quantität statt Qualität, nur begrenzte akademische und finanzielle Autonomie.

Der Druck auf die Hochschulen ist groß, internationales Know- How gefragt. Das DAAD Büro Tunis hat speziell auf die Bedürfnisse tunesischer Hochschulen ein maßgeschneidertes Programm für Führungskräfte der Universität Sousse, von IRESA und der Sup’Com organisiert. Zum  Seminar „University Leadership and Management in an international context“ am 30-31 Mai 2014 in Hammamet waren Präsidenten und Dekane der beteiligten Hochschuleinrichtungen eingeladen sich zusammen mit zwei renommierten internationalen Experten auszutauschen. Dr. Christian Bode, ehemaliger Generalsekretär des DAAD, und Prof. Lothar Z
echlin,  Gründungsrektor der Universität Duisburg-Essen, verfügen über vielfältige und langjährige Leitungserfahrung und sind zu internationalen Fragen weltweit unterwegs. Zuletzt haben sie die Universitäten Kairo und Alexandria in Ägypten beraten. Erstmals in Tunesien wurde damit ein Coaching-Format ausprobiert, das tunesische Partner bei Fragen von Leadership, Qualitätsmanagement und Internationalisierung  unterstützt.

Mit Hilfe von Swot-Analysen wurde für die tunesischen Einrichtungen ein Stärke-Schwäche Profil erstellt sowie Potentiale und Hindernisse eruiert. „Es tut gut, fernab vom täglichen Universitätsbetrieb, sich einen Tag lang mit Strategie, mit Profilbildung und Qualitätsfragen beschäftigen zu können“, so ein Teilnehmer des  Seminars. Dass es den tunesischen Partner ernst mit dem Thema ist, zeigt, dass sich Dekane und Hochschulleitungen inmitten von Prüfungen und Wahlen zwei Tage Zeit für das Seminar nahmen.

Viele Probleme sind bewusst, Lösungen wurden bereits angedacht, dennoch sind Austausch, Analyse und Diskurs über die Umsetzung und über Aktionspläne hilfreich. Ein Ergebnis des Seminars ist der Wunsch nach mehr Synergie und Vernetzung: nur gemeinsam können Reformen angegangen und Optimierungen erreicht werden. Die Bildung von Verbünden und Konsortium, aber auch der Wunsch nach externer Evaluation/Audit sowie Strukturen zur Qualitätssteigerung  gehören zum Katalog von Empfehlungen, die die Teilnehmer des Seminars am Ende formulierte.

Im Rahmen seiner Strategie 2020 arbeitet der DAAD unter dem Motto „Wandel durch Austausch an drei großen Themen: Stipendien für die Besten, Weltoffene Strukturen und Wissen für Wissenschaftskooperationen. Mit dem Seminar „University Leadership and Management in an international context“ unterstützt der DAAD die Bildung von weltoffenen Strukturen zur Kooperation von Hochschule,  um die Qualität von Forschung und Lehre zu verbessern und damit Hochschulen mit starken Partnern zu Entwicklung über Grenzen hinweg beitragen und den Herausforderungen der Zukunft begegnen.

Erstellt von Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis
Bildnachweis Beate Schindler-Kovats

                                                                 


DAAD Beratergremium Tunesien tauscht sich mit internationalen Experten aus


Bei untergehender Sonne in Sidi Bou Said – eine stimmungs

volle Kulisse für  Austausch und Gespräche des DAAD Beratergremiums mit den beiden internationalen Experten  - Dr. Christian Bode, ehemaliger Generalsekretär des DAAD, und Prof. Lothar Zechlin,  Gründungsrektor der Universität Duisburg-Essen. Die beiden Hochschulexperten

hielten sich vom 27.5.- 01.06.2014 auf Einladung des DAAD in Tunesien auf, um tunesische Universitäten und Hochschulinstitute zum Thema: „University Leadership and Management in an international context“ zu coachen.

Im Zentrum der Gespräche stand die Situation der Hochschulen im Transformationsprozess:  Austausch, Wettbewerb und Internationalisierung  sind wichtige Faktoren für Reformen und Modernisierung, um den Anschluss an den globalen Bildungsmarkt nicht zu verpassen.

Das DAAD Beratergremium Tunesien, bestehend aus DAAD Alumni, Partner und Freunde aus Hochschulen und Wirtschaft unterschiedlicher Fachrichtungen trifft sich regelmäßig zu Arbeitssitzungen mit dem DAAD Büro Tunis. Der DAAD arbeitet weltweit mit unabhängigen Experten, Alumni und Hochschulvertretern zusammen, die den DAAD in seiner Arbeit unterstützen und beraten. Das noch junge DAAD Büro Tunis konnte sich in seiner Aufbauphase seit September 2012 auf die engagierte und kompetente Hilfe und Unterstützung von tunesischen Alumni und Partnern verlassen.

Erstellt von Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis
Bildnachweis Beate Schindler-Kovats


Strahlende Gesichter bei der Übergabe der DAAD-Hochschulsommerkursstipendien 2014

13 glückliche Stipendiatinnen und Stipendiaten für die Teilnahme an einem DAAD-Hochschulsommer-kurs im Sommer 2014 konnten am Montag, den 19.5. ihre Urkunden im DAAD Büro Tunis  in Empfang nehmen. Sie haben sich erfolgreich bei 90 Bewerbern durchgesetzt und können nun in Bamberg, Berlin, Düsseldorf, Passau ihre Sprachkenntnisse verbessern.  Kriterien für ein Stipendium sind sehr gute Notenleistungen, ein Motivationsschreiben, das die Gründe für das Stipendium erläutert und eine überzeugende Vorstellung vor der Auswahlkommission.

Stipendien in diesem Jahr gehen an Mediziner, Wirtschaftswissenschaftler,  Ingenieure, Informatiker und Germanisten.

DAAD Büro Tunis hat die Stipendiaten zu einem Informationsseminar eingeladen. Im September soll ein Nachtreffen mit allen stattfinden, um mehr über die Deutschlanderfahrungen zu berichten.

                                                                                        HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH an alle Stipendiaten und viel Erfolg.

                                                                                                 

Sie können einen Hochschulsommerkurs 2014 noch buchen (mit Eigenfinanzierung).

Nähere Informationen unter:

www. daad.de/sommerkurse

Ab sofort können Sie sich für das Hochschulsommerkursstipendium 2015 bewerben. Bewerbungsfrist ist der 30.11.2014

Nähere Informationen und Bewerbungsunterlagen

Erstellt von Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis
Bildnachweis Beate Schindler-Kovats


Studieren und Forschen in Deutschland sind attraktiv
Info-Tag des DAAD in der Cité des Sciences, Tunis am 09.05.2014


Die Nachfrage nach „Studieren und Forschen in Deutschland und zu den Fördermöglichkeiten“ ist ungebrochen: auch der zweite Info-Tag  in diesem Jahr, organisiert vom DAAD-Büro Tunis, am 9.Mai 2014 in der Cité des Sciences (Tunis) erfreute sich großen Zulauf.  Ca. 350 Studierende, Forscher und Professoren aus Tunis, Sousse, Monastir, Sfax und Gabès kamen, um mehr zu Studien- und Forschungsmöglichkeiten, Programmen und Kooperationen an und mit deutschen Hochschulen zu erfahren. Das Amphitheater war bei beiden Präsentationen bis zum letzten Platz besetzt,  die Materialien und Broschüren an den Info- Ständen im Foyer waren schnell vergriffen.
"Ich bedanke mich herzlich für diese hervorragende Konferenz. Es war eine Freude und auch eine Ehre dabei zu sein.", so eine Rückmeldung (Oussama Gharsalli).

Bereits jetzt schon können Studieninteressierte Informationen zu den Studienprogrammen für die Einschreibung im Herbst 2014 über die Datenbank der DAAD Webseite abrufen - in über 1000 internationalen Programmen kann man auf Englisch studieren - auch Hochschulsommerkurse sind für 2014 noch zu buchen.

Und auch mit der Bewerbung um ein DAAD Stipendium sollte man frühzeitig beginnen: der DAAD hat fast alle Förderprogramme auf eine Online-Bewerbung umgestellt. Unterlagen sind über ein Portal einzureichen. Nur vollständige und rechtzeitig eingereichte Bewerbungen  können berücksichtigt werden.

Das DAAD Büro veranstaltet Informationsveranstaltungen zu „Studieren und Forschen in Deutschland und zu den Fördermöglichkeiten“ auf Einladung von Universitäten, Studierendenschaften und Instituten. Das DAAD-Büro bietet regelmäßig Sprechstunden für die individuelle Beratung an. Sprechstunden und Veranstaltungen finden auch an den von Lektorinnen betreuten Hochschulen statt.

Weitere Informationen zu den DAAD Veranstaltungen und einen Terminkalender finden Sie auf unserer Webseite: www.daad.tn

Erstellt von Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis
Bildnachweis Beate Schindler-Kovats


Erstes Netzwerktreffen für tunesische Projektverantwortliche von Partnerschaftsprogrammen mit Deutschland

Am 12.April 2014 lud der DAAD Tunis Projektverantwortliche der deutsch-tunesischen Partnerschaftsprojekte zu einem Kennenlernen und Vernetzungstreffen nach Hammamet ein.

 

12 Projektkoordinatoren der DAAD geförderten Programme „ Deutsch Arabische Transformationspartnerschaft“ und „Hochschuldialog mit der islamischen Welt“ waren der Einladung zu einem Erfahrungsaustausch gefolgt: sie berichteten aus ihren Projekten und diskutieren über Chancen, Herausforderungen und Problemen der Projektarbeit. Obwohl die Projekte aus sehr unterschiedlichen Fachrichtungen stammen – von den Ingenieurwissenschaften und IT bis zu Jura, Medizin und den Geistes- und Naturwissenschaften – fanden alle Teilnehmer/Innen das Forum nützlich und sinnvoll und wollen diese Plattform auch künftig nutzen.

„Es ist interessant, welche Vielzahl an Förderungen mit DAAD-Unterstützung an tunesischen Hochschulen stattfindet“, so ein Teilnehmer, „und es ist wichtig, dass wir uns innerhalb der tunesischen Hochschulen austauschen können.“ Innertunesische und regionale fachliche Netzwerke, aber auch die Vernetzung mit deutschen Partnern und Synergien zwischen den Projekten, war ein Ergebnis für eine stärkere Zusammenarbeit. Projektverantwortliche bieten sich aber auch als Kontaktpersonen und Multiplikatoren für die DAAD Arbeit in Tunesien an. Für das noch junge DAAD Büro sind sie wichtige Ansprechpartner an Hochschulen bei der Bekanntgabe und Verteilung von Informationen in einem Land, wo vieles noch zentralistisch und „top-down“ läuft.

                                                                                                 

In Arbeitsgruppen wurden Themen wie beispielsweise Kommunikation, Administration, Rollen der Projektpartner diskutiert: insgesamt herrscht Zufriedenheit, Engagement und Begeisterung für die Projektarbeit. Deutsch-tunesische Projekte öffnen Nischen für Austausch, Forschung und Kooperation. Gerade weil die Projekte weitgehend eigenständig und ohne hierarchische Strukturen funktionieren, sind sie erfolgreich und erreichen ihre Ziele und Zielgruppen besser.

Einig war man sich auch, dass es mehr Öffentlichkeitsarbeit für best-practise der deutsch-tunesischen Zusammenarbeit geben sollte. Ein erster Schritt dazu ist gemacht: jedes Projekt stellte sich und seine Arbeit anhand eines Posters vor: Poster und Projektaktivitäten werden künftig auf der Webseite des DAAD Tunis (www.daad.tn) veröffentlicht und sollen so einem breiteren Publikum zugänglich sein.

Nähere Informationen zum DAAD und den Projekten:

www.daad.de, www.daad.tn

www.changebyexchange.de

Erstellt von Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis
Bildnachweis Beate Schindler-Kovats


Neuer Deutscher Botschafter zu Besuch im DAAD Büro Tunis

Der neue Deutsche Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Tunis, S.E. Dr. Andreas Reinicke, hat am 9. April 2014 das DAAD Büro Tunis besucht. Bei seinem Antrittsbesuch zeigte sich der Botschafter über die zentrale Lage des DAAD Büros erfreut. DAAD Tunis hat durch seine Informations- und Beratungsarbeit für Studierende,  Nachwuchswissenschaftler und Hochschulangehörige sehr viel Publikumsverkehr und ist in mitten in der Innenstadt auch mit öffentlichen Mitteln gut erreichbar.


Der Botschafter nahm sich ausreichend Zeit für das Gespräch mit den drei Mitarbeiterinnen und zwei Aushilfen des Büros  und verschaffte sich so ein konkretes Bild von den Aufgaben und der Arbeit des DAAD in Tunesien. Themen des Gesprächs waren die Situation der Hochschulen nach der Revolution, das steigende Interesse an deutsch-tunesischen Kooperationen in Lehre und Forschung und die hohe Nachfrage nach studienbegleitendem Deutschunterricht in den Ingenieur- und Naturwissenschaften. Angeregt wurde eine engere Verzahnung wirtschaftlicher Interessen mit der Ausbildung an Hochschulen. Dort, wo deutsche Unternehmer investieren und neue Firmengründungen entstehen, werden auch gut ausgebildete Fachkräfte gebraucht. Tunesische Hochschulen können mit deutscher Fachunterstützung passgenaue und praxisorientierte Studienprogramme und Module zur Aus- und Weiterbildung in innovativen  Bereiche entwickeln. Insbesondere in den Ingenieur- und Umweltwissenschaften gelingt die Verknüpfung von Lehre und Arbeitsmarkt im deutschen Hochschulmodell sehr gut.  Hier sollten deutsche Mittler in Tunesien stärker zusammenarbeiten und Brücken schaffen für Arbeitsplätze von morgen.

Der DAAD ist seit September 2012 in Tunis mit einem eigenen Büro vertreten und hat damit seine Präsenz in Nordafrika verstärkt. Neben der Programmarbeit (Stipendien und Hochschulpartnerschaften) werden auch zahlreiche Projekte und bi- und multilaterale Partnerschaften in der Region dank der Transformationspartnerschaften, finanziert vom Auswärtigen Amt, vom DAAD gefördert.


Erstellt von Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis
Bildnachweis Beate Schindler-Kovats


 Info-Tag zu „Studieren und Forschen in Deutschland“ in der Cité des Sciences

Die ersten Studieninteressierten kamen bereits um 9:30 Uhr in die Cité des Sciences in Tunis, um sich über die Möglichkeiten für ein Studium oder einen Forschungsaufenthalt in Deutschland zu informieren. Auch beim zweiten Informationstag des DAAD Tunis am 14. Februar 2014 war das Amphitheater bis auf den letzten Platz gefüllt. 200 Studierende, Doktoranden, Forscher und Hochschullehrer verzeichnet die Teilnehmerliste. Interessierte kamen aus allen Fachbereichen der Universitäten in Tunis, Sousse, Monastir, Jendouba, Beja und Sfax.

                                                                                                                           

„Das Interesse an Deutschland als Studienstandort ist ungebrochen,“ freut sich die Leiterin des DAAD Büros Tunis, Beate Schindler-Kovats, „das ist ein gutes feedback für unsere Arbeit und für die deutsch.-tunesischen Kooperationen.“  Viele Studierende und Wissenschaftler bringen bereits internationale Erfahrung mit: Deutschland mit seinen internationalen Studienprogrammen (mehr als 1.500 im Bachelor- Master- und Doktorandenbereich) ist attraktiv, weil es hohe Qualität in Lehre und Forschung bietet. Und selbst mit Eigenfinanzierung ist das Studium in Deutschland vergleichsweise günstig, weil ohne Studiengebühren. Mit Englisch als Unterrichtssprache in internationalen Programmen und in der Forschung gelingt der Start in Deutschland auch ohne Deutschkenntnisse. 

                                                                                                      

“It was a so nice conference it's true that at the beginning technical things was not very good but be sure that it was a special day for us and we was so happy for what you make. I want also thank all the people who work in your institution for the help that you give and the hard work that you offer to Tunisian people specially those who have a degree or still in university”, schreibt Maher Awadhi, 26 Jahre alt mit einer Licence in Wirtschaft und Internationalen Handel von der ESC Tunis.

                                                                                                

So wie Maher lauschten viele aufmerksam den Präsentationen und kamen interaktiv mit dem DAAD Team Tunis ins Gespräch über Studien- und Forschungsmöglichkeiten und über die DAAD Programme. Der DAAD bietet regelmäßig Information und Beratung an. Jährlich werden über 200 Stipendien des DAAD vergeben an alle Fachrichtungen und auf allen Stufen  – vom Hochschulsommerkurs bis zum Forschungsaufenthalt und zur strukturierten Hochschulkooperation.

                                                                                                 

"Tunesische Bewerber sind fachlich gut ausgebildet, die Hochschulsysteme sind mit „Bologna und LMD“ kompatibel und auch das tunesische Baccalauréat ist als Hochschulzugangsberechtigung anerkannt,“ erläutert Beate Schindler-Kovats, „ in den Softskills mangelt es manchmal noch an Kompetenz und Sorgfalt: so scheitern viele tunesische Bewerber an deutschen Hochschulen und bei Stipendienanträgen aus formalen Gründen, weil Dossiers nicht vollständig oder unzureichend dokumentiert sind. Hier bietet der DAAD Seminare zur Unterstützung bei Anträgen und Bewerbungen an.“

Erstellt von Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis


                                                           Künstler und Musiker zu Gast im DAAD-Büro Tunis –
                                                               2. Deutsch-Tunesischer Studierendenstammtisch

Nach dem Erfolg des 1. Deutsch-Tunesischen Studierendenstammtisch für Architekten im November 2013, hat der DAAD Tunis auf Initiative des "kulturweit"-Freiwilligen Philipp Herzog nun den 2. Studierendenstammtisch für Künstler und Musiker organisiert. Am 11.02.2014 um 16:00 Uhr versammelten sich acht  tunesische Kunst- und Musikstudierende und eine deutsche DAAD-Stipendiatin in den Büroräumen des DAAD in Tunis.

                                                                                       

Frau Beate Schindler-Kovats, Direktorin des DAAD-Büros Tunis, begrüßte die Gruppe, danach wurde interaktiv das DAAD-Büro, seine Arbeit, Stipendienmöglichkeiten sowie Deutschland als Studienstandort vorgestellt. „Was sind die Voraussetzungen für das Künstlerstipendium?“, fragte ein Teilnehmer. „Welche Spezialisierungsmöglichkeiten gibt es in Deutschland in der Musikwissenschaft?“, wollte eine andere Teilnehmerin des Institut Supérieur de Musique de Tunis (ISMT) wissen. Die  Runde öffnete sich zu einem  Austausch in lockerer Atmosphäre.

                                                                                        

Am Ende hatte der Stammtisch dann ein echtes  Highlight zu bieten. Einige Musikstudierende hatten  ihre Instrumente mitgebracht und veranstalteten  ein kleines „Privatkonzert“. Das Repertoire reichte von arabischer Musik wie von der ägyptischen Künstlerin Umm Kulthum, über klassische Musik von Beethoven bis hin zu moderner Musik von Künstlern wie Yann Tiersen. Alle Teilnehmenden empfanden diesen Nachmittag als sehr bereichernd.

                                                                                        

„In dieser Gruppe steckt aufgrund verschiedener biographischer Hintergründe viel Potential für den Austausch von Ideen, von denen alle Beteiligten in Zukunft profitieren können.“, resümierte Frau Sirine Koudji,  Mitarbeiterin des DAAD-Büro Tunis. Es war ein interessanter  Austausch - auch für die Mitarbeiterinnen des DAAD-Büros Tunis.

Erstellt von Philipp Herzog, „kulturweit“-Freiwilliger



                                                                                       DAAD Tunis zu Besuch bei IRESA

Auf Einladung des Präsidenten von IRESA, Prof. Mohamed Aziz Darghouth, hat das DAAD Büro Tunis am 23.Januar 2014 IRESA besucht, um in einem Rundtischgespräch Fragen des Austauschs, der  Zusammenarbeit und der Strategie zu diskutieren.

                                                                                                                   

IRESA,  Institution de la Recherche et de l’Enseignement Supérieur Agricoles, ist ein Verbund von 11 Hochschuleinrichtungen, 6 Forschungsinstituten  und 2 regionalen Pôles im Fachgebiet  Agrarwissenschaften und unterhält 4 Regionalbüros in Tunesien.

Agrarwissenschaften ist ein Schwerpunktbereich für die tunesisch-deutsche Kooperation in Lehre und Forschung. Deutsche Hochschulen, wie die TU Braunschweig, kooperieren seit Jahren erfolgreich im Bereich Wasser und Abwasser ( EMerging POllutants in Water and WastewatER in Tunisia - EM-PO-W-ER) mit Tunesien.

IRESA und DAAD wollen künftig die Zusammenarbeit in Lehre und Forschung vertiefen, hierbei sollen die Möglichkeiten im Rahmen von bestehenden Austauschprogrammen besser genutzt werden und Hochschulpartner und Forschungseinrichtungen in beiden Ländern auf Kooperationsprogramme hingewiesen werden. IRESA wünscht aber auch Unterstützung des DAAD und deutscher Experten bei der Reform und Neuausrichtung von Managementstrukturen, Good Governance und Profilfindung des Instituts. IRESA arbeitet an einer Strategie für mehr Multidisziplinarität und Bedarfsorientierung in seinen Studienprogramme und Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit in der Forschung.

                                                                                                           

Der DAAD unterstützt weltweit Partner bei der Entwicklung von weltoffenen Strukturen und berät deutsche und ausländische Hochschulen darin, moderne, internationale und wettbewerbsfähige Hochschulsysteme, bedarfsorientierte Studienprogramme und innovative Forschungsfelder zu etablieren.

Erstellt von Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis



                                              „Crossing Cultures“ – eine Form studentischer Mitbestimmung an tunesischen Universitäten

Nach der Jasmin-Revolution 2011 haben sich an den tunesischen Universitäten vermehrt organisierte Studierendenschaften herausgebildet. Ein Produkt dieses neuen studentischen Engagements ist der sogenannte „Flags-Club“. Dieser Club ist eine organisierte apolitische Studierendenschaft, angesiedelt am Fremdspracheninstitut „Institut Supérieur des Langues de Tunis (ISLT)“ der Universität Carthage, die sich Themen widmet wie Interkulturalität, Kulturverständigung und -vermittlung – nicht nur auf sprachlicher Ebene. Der noch junge Flags-Club organisierte erstmalig am 05. Februar 2014 einen interkulturellen Tag „Crossing Cultures“. Im ersten Teil der multikulturellen Veranstaltung hatten die Studierenden die Möglichkeit mit ausländischen  Institutionen – darunter das Goethe-Institut und der DAAD, vertreten durch die DAAD-Lektorin Houda Khoffi – sowie anderen Kulturständen (z.B. „British Tea“-Stand und „Chinese Food“-Stand) in Kontakt zu treten, Fragen zu stellen, aber auch Erfahrungen auszutauschen.
                                                                                                                  

Im Hochschulbereich spielt Deutschland eine immer wichtigere Rolle für Tunesier. Dementsprechend groß war die Resonanz am DAAD-Stand. „Was sind die Voraussetzungen für eine Promotion im Fach Germanistik in Deutschland?“, fragte ein Studierender der Germanistik. Viele Studierende informierten sich über die Möglichkeiten zum Studieren und Forschen in Deutschland und zeigten ein großes Interesse an Deutschland und dem deutschen Hochschulsystem. „Trotz einiger organisatorischer Schwierigkeiten anfangs war die Veranstaltung ein voller Erfolg für alle Beteiligten.“, resümierte Houda Khoffi, DAAD-Lektorin am ISLT. Dass Kultur eben nicht nur Sprache ist, sondern ein Gesamtpaket aus allerlei Einflüssen wie Musik, Religion, Landeskunde, Geschichte, Politik und vieles mehr, zeigte der zweite Teil der Veranstaltung. Er bestand aus einer Mischung aus kulturellen Beiträgen in Form von Tänzen, Gesang und anderen musikalischen Auftritten, die von allen Anwesenden bejubelt wurden.
                                                                                                              

Neben den Studierenden waren auch viele Dozierende und Mitarbeiter der Universität Carthage vertreten, um das studentische Engagement zu unterstützen. Den Stimmen der Organisatoren war zu entnehmen, dass der Flags-Club hofft, auch in Zukunft derartige Veranstaltungen organisieren zu können. „Wir freuen uns auf das nächste Mal.“, so Houda Khoffi am Ende der Veranstaltung.

Erstellt von Philipp Herzog, „kulturweit“-Freiwilliger  


                                                         DAAD Tunis startet ins akademische Jahr 2014

Ein Jahresauftakt mal anders:  Das DAAD Büro Tunis lud zum Jahresauftakt Partner, Alumni und Freude zu einem Vortrag ein. Dr. Jan Völkel, DAAD Langzeitdozent an der Universität Kairo und Regionalkoordinator für Bertelsmann Index BTI für Nordafrika und Nahost, diskutierte mit Gästen zum spannenden und aktuellen Thema: „Wie misst man Demokratie in Zeiten der Transformation?“.

                                                                                                                    

Dr. Jan Völkel bot einen exklusiven Einblick hinter die Kulissen des BTI und stellte sich der geäußerten Kritik; beispielhaft verdeutlich er anhand von drei Herausforderungen die Schwierigkeiten der Demokratiemessung:

1.  Was ist Demokratie überhaupt?

2.  Wie lässt sich Demokratie objektiv beschreiben?

3.  Wie präzise sind Messungen gerade in Zeiten radikalen Wandels, so wie ihn Tunesien und andere Staaten der arabischen Welt gerade durchlaufen?

„Tunesien ist der weltweit beste Demokratie-Verbesserer der letzten zwei Jahre" könnte eine Schlagzeile lauten, wenn die renommierte deutsche Bertelsmann-Stiftung ihren Transformationsindex 2014 am 22. Januar 2014 veröffentlicht. In der Tat ist Tunesien im Ranking des BTI der neue "Shooting Star": Zuletzt auf Rang 100 geführt, verbesserte sich das Land wie kein anderes und liegt fortan in der Demokratietabelle des BTI 2014 auf dem beachtlichen Rang 64.
Nähere Informationen unter: www.bti-project.org

                                                                                                  

Es wurde deutlich, dass Demokratiemessung trotz aller Professionalität und ausgereifter Methodik stets ein problematisches Unterfangen bleibt; mehrdimensionale Politikaspekte lassen sich nicht einfach auf Zahlen reduzieren. Dennoch bieten Rankings wie der BTI 2014 zahlreiche nützliche Ansätze für ein besseres Verständnis der politischen und wirtschaftlichen Situation in Transformationsstaaten, insbesondere im Zeitvergleich oder mit Blick auf vergleichbare Länder.

Informieren Sie sich immer aktuell über Veranstaltungen des DAAD Büros Tunis unter:

https://www.daad.de/miniwebs/ictunis/de/24833/index.html


                                                Hochschulkooperationen mit Leidenschaft und Verpflichtung

                          „Deutsch-Tunesisches Forum zu Hochschulkooperationen“
vom 2. - 5. Dezember 2013 in Tunis

                                                                                               

Hochschulkooperationen bedeuten immer auch Mehrarbeit für die Partner, erfordern persönliches Engagement und verlaufen selten planmäßig unf gradlinig. So könnte man das Fazit des ersten „Deutsch-Tunesischen Forums“ in Tunis zusammenfassen. Fast 200 Partner aus Hochschulen in Deutschland und Tunesien nutzten die Gelegenheit, sich kennenzulernen, zu netzwerken und „Brücken zu bauen“.

Im frankophonen Tunesien entdeckt man seit dem Arabischen Frühling 2011 zunehmend auch andere EU-Länder, allen voran deutsche Hochschulpartner – und umgekehrt: für deutsche Hochschulen war der Maghreb lange Zeit ein „weißer Fleck“. Dank der „Deutsch-Arabischen Transformationspartnerschaft“, gefördert vom Auswärtigen Amt, haben sich die deutsch-tunesischen Beziehungen im Bildungsbereich intensiviert. Das beidseitige Interesse ist spür- und sichtbar gestiegen und birgt noch viel Potential für gemeinsame Programme und Projekte.

                                                                                                       

„Ich bin überwältigt von dem Interesse der tunesischen Partner“, so Professor Bogacki, Vizepräsident der Hochschule Koblenz, der zur Partnersuche für ein trinationales Masterprogramm „Nachhaltiges Bauen“ nach Tunesien gereist ist, „und ich bin erstaunt, dass viele der Hochschulen bereits auf dem Weg sind und ihre Projektideen und Programmvorhaben konkret vorbereitet haben.“ Die Hochschule Koblenz entwickelt derzeit gemeinsam mit der Deutsch-Jordanischen Hochschule (GJU) einen englischsprachigen Double-Degree Masterstudiengang für Architekten und Bauingenieure mit dem Fokus auf nachhaltigem bzw. energieeffizientem Bauen, die Mitwirkung einer tunesischen Hochschule am trinationalen Angebot wäre eine wünschenswerte Erweiterung.

Das DAAD Büro Tunis in Kooperation mit der Nationalen Kontaktstelle für EU-Drittlandprogramme in der Hochschulbildung hat die dreiteilige Begegnungswoche „Deutsch-Tunesisches Forum“ konzipiert, um das Informationsdefizit auf beiden Seiten abzubauen, über Fördermöglichkeiten, insbesondere im Rahmen struktureller DAAD-Programme und dem neuen EU-Programm ERASMUS+ (2014-2020) zu beraten sowie bi- und multilaterale Hochschulkooperationen anzukurbeln.

Fachlich gesehen sind die Erwartungen an das Forum und die Bereitschaft zu Kooperationen mehr als erfüllt“, so die Leiterin des Internationalen Büros der FH Ludwigshafen, Kerstin Gallenstein, “das Interesse sprengt die Kapazitäten deutscher Hochschulen“. Für FH Ludwigshafen als Hochschule mit klarem Business-Fokus ist die Verzahnung von Hochschule und Wirtschaft/Unternehmen ein allumfassendes Thema. Auf der Suche nach strategischen Partnerschaften Hochschule-Wirtschaft ist sie nun in Tunesien unterwegs.

Der Konferenz „Deutsche Hochschulmodelle im internationalen Wettbewerb“ und dem Netzwerkseminar zur EU-Hochschulkooperation vorgeschaltet waren fach- und themenzentrierte Hochschulbesuche in Tunesien. Die Ingenieur- und Naturwissenschaften hatten Gelegenheit, das Institut National des Sciences Appliquées et de Technologie (INSAT), die Telekommunikationshochschule SUP’Com und die École Nationale Supérieure d'Ingénieurs de Tunis (ENSIT) aus eigener Anschauung kennenzulernen, für Verwaltungswissenschaften und Management standen die private Mediterranean School of Business (MBS), das Institut Supérieur de Gestion de Tunis (ISG), und das Institut des Hautes Etudes Commerciales (IHEC) auf dem Besuchsprogramm, für die Kultur- und Geisteswissenschaften waren die Universität La Manouba und das Institut de Presse et des Sciences de l’Information (IPSI) Gastgeber.

Prof. Frikha, Direktor der SUP’Com, DAAD Alumnus der TUM, empfing die deutschen Gäste an seiner Hochschule und stellt fest: „Das Forum bringt deutsche und tunesische Partner und Interessen zusammen, der Austausch von Studierenden, Professoren und Ideen tut beiden Seiten gut.“ Dies bestätigt auch Professor Derbel von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK):„ Nun sind Grundlagen und Netzwerke für Kooperationen und Zusammenarbeit gelegt, beginnen wir’s!“

                                                                                                    

Tunesien verfügt über ein gutes Bildungssystem, die Hochschulabsolventen sind gut qualifiziert; trotzdem ist die Akademikerarbeitslosigkeit mit fast 35% in diesem Jahr noch gestiegen. Es gibt ein Reformbewusstsein: die Ausbildung muss stärker praxisorientiert werden und näher an den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes ausgerichtet sein. Da kommen deutsche Hochschulmodelle, wie das der angewandten Hochschule oder der dualen Ausbildung gut an. In Tunesien gibt es ca. 250 Firmen mit deutscher Beteiligung, die internationale und multilinguale Spezialisten brauchen. Tunesiens Hochschulen haben dies erkannt und setzen nun in vielen Fachbereichen auf Internationalisierung und Mehrsprachigkeit. Professsor Touiti, Lehrbeauftragter im englischsprachigen Studiengang “International Relations“ der Universität Tunis ist überzeugt: „Dieses Forum ist sehr stimulierend für neue Netzwerke und Initiativen. Es ist wichtig, persönliche Kontakte zu pflegen und neue Methoden in die verkrusteten Studienprogramme an tunesischen Hochschulen einzubringen“.

                                                                                                            

                                                                                                              S.E. Hochschulminister Ben Salem und Botschafter

                                                                                                              S.E. Jens Plötner beim Empfang in der Deutschen Residenz

Denn schließlich: ohne persönliches Engagement und ohne fachliche Netzwerke können Hochschulen heute auf dem globalen Bildungsmarkt nicht bestehen, hier heißt es weltweit Partnerschaften zu knüpfen, interdisziplinäre Projekte und Programme zu schaffen und die junge Generation auf die Fragen von morgen vorzubereiten. Dies haben sowohl deutsche als auch tunesische Partner erkannt: sie sind gekommen, um Ideen gemeinsam in Arbeitsvorhaben und Anträge umzusetzen. Und es wurde sehr rege und offen diskutiert - ein eindrucksvoller Beweis der neu gewonnenen Meinungsfreiheit in Tunesien.                                                                                                  

 „Wir können zufrieden sein mit dem Ergebnis des Forums“, so die Leiterin des DAAD Büros Tunis, Beate Schindler-Kovats, „aus allen Fachbereichen und aus allen Regionen Tunesiens sind Hochschulvertreter nach Tunis gereist. Wichtig ist der direkte und persönliche Kontakt in einer Kultur, die von Begegnung und Beziehungsnetzwerken lebt. Wir hoffen auf viele neue Impulse für unsere Arbeit in 2014.“

                                                 

Autorin: Beate  Schindler-Kovats, DAAD Tunis, 11.12.2013


 "Deutsch-Tunesischer Studierendenstammtisch"

Ab November wird das DAAD-Büro in Tunis regelmäßig einen "Deutsch-Tunesischen Studierendenstammtisch" veranstalten. Jeder Stammtisch wird unter einem anderen Motto stehen und sich an unterschiedliche Studienfächer richten. Das DAAD-Büro in Tunis wird die Studierenden sowohl zu Studien- und Forschungsmöglichkeiten in Deutschland als auch zu Förder- und Stipendienmöglichkeiten informieren. Darüber hinaus wird in angenehmer Atmosphäre ein Rahmen geschaffen, der den inhaltlichen Austausch ermöglicht und eine Plattform zur Vernetzung schafft.

                                       

Der "1. Deutsch-Tunesische Studierendenstammtisch für Architekten und Archäologen" fand am Mittwoch, den 13.11.2013 von 17:00-19:00 Uhr statt.  


DAAD Büro Tunis feiert einjähriges Bestehen 

Geladene Gäste kamen am 25.10.2013 zur „Geburtstagsfeier“ des DAAD-Büros, um bei lauen Abendtemperaturen das einjährige Jubiläum mitzufeiern.  
„Es ist kaum zu glauben, erst ein Jahr gibt es das DAAD Büro in Tunis“, so ein Gratulant „mir kommt es vor, als wenn es schon Jahre sind…“

                   20131025 1404 20131025 1404

In der Tat: die deutsch-tunesischen Hochschulbeziehungen blicken auf eine langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit zurück; da war das DAAD Büro in Tunis, das im September 2012 seine Arbeit aufgenommen hat, nur eine institutionalisierte Form. In  diesem Jahr hat der DAAD seine Präsenz in Tunesien mit nunmehr drei DAAD-Lektoraten am ISLT, an der Universität La Manouba und an der Universität Gabès sowie zwei Sprachassistenten verstärkt. Und auch Aufgaben und Personal im DAAD Büro wurden erweitert.

Die Bilanz der einjährigen Arbeit des DAAD Büros in Tunesien lässt sich sehen: ca. 1000 individuelle Anfragen und Beratungen, Auswahlkommissionen zu DAAD Stipendien, eine Vielzahl an Veranstaltungen, Workshops, Konferenzen, Hochschulreisen an die Universitäten in Monastir, Sousse, Sfax, Beja, Gabès und Medenine mit Informationsveranstaltungen zu „Studieren und Forschen in Deutschland“  und vieles mehr.

„Wir machen weiter so“, verspricht Beate Schindler-Kovats, die Leiterin des Büros „wir wollen noch viele Partner aus Tunesien und Deutschland für neue Kooperationen und Partnerschaften zusammenbringen.“ Eine gute Gelegenheit dazu ist das „Deutsch-Tunesische Forum zu Hochschulkooperationen vom 3.-5.12 in Tunis.

Weitere Informationen zu den DAAD Veranstaltungen und einen Terminkalender finden Sie auf unserer Webseite: www.daad.tn

Informationen und Anmeldung zum „Deutsch-Tunesischen Forum zu Hochschulkooperationen vom 3.-5.12 in Tunis finden Sie hier

Erstellt von Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis


DAAD auf Info-Tour an den Universitäten Sousse, Monastir, Gabès und Médnine 

Nach der erfolgreichen Informationsveranstaltung zu „Studieren und Forschen in Deutschland und zu den Fördermöglichkeiten“ in der Cité des Sciences am 24.09.2013 rollt die DAAD-Info-Tour durch weitere Hochschulen in Tunesien.

Auf Einladung der Universität Sousse fand am 27.09. an der Faculté des Lettres ein gut organisiertes Treffen mit  ca. 100 Studierenden aller Fachbereiche statt. Das Interesse an Deutschland und am Deutschlernen ist groß,  auch um weiterführende Studienprogramme an deutschen Hochschulen zu besuchen. Die Universität Sousse ist Partner im Pilotprojekt zur Einführung des studienbegleitenden Deutschunterrichts, ein Programm in Kooperation mit „Deutschlernen online“ (DUO) der LMU München, gefördert vom DAAD.

Info-Tour SousseInfo-Tour Sousse

© Informationsveranstaltung an der Faculté des Lettres der Universität Sousse

An der ENIM in Monastir sind es die Studierenden, die initiativ den Kontakt zum DAAD herstellten, einen Antrag auf eine Studienreise vorbereiteten und ihre Professoren in ihrer Deutschlandbegeisterung ansteckten. Die Studienreise wird vom DAAD gefördert: die 15 besten Studierenden besuchen im November die Universitäten Kassel und Dresden, um sich im Bereich Erneuerbare Energien auszutauschen. Und es waren die Studierenden, die den DAAD nach Monastir einluden und einen besonders herzlichen Empfang bereiteten. Das Amphitheater war bis zum letzten Platz gefüllt, es gab viele Fragen und ein großes Interesse - nicht nur des Energiedepartements - an Deutschland als Studien- und Forschungsstandort. Die ENIM wird noch in diesem Semester Deutsch als Wahlfach anbieten.

 Info-Tour MonastirInfo-Tour Monastir

© Studierende der ENIM Monastir bereiteten dem  DAAD einen herzlichen Empfang

Im Studienjahr 2013/14 hat der DAAD die Zahl der Lektorate an tunesischen Hochschulen erhöht: nach der Universität Manouba, werden nun auch das ISLT an der Universität Carthage und die Universität Gabès durch DAAD Lektorinnen unterstützt. Der Besuch an der Universität Gabès diente der offiziellen Amtseinführung der neuen DAAD-Lektorin Selma Dündar und stellte Lektorin und Arbeit  des DAAD in einem Rundtischgespräch den Dekanen und Direktoren der Universität vor. Bei der anschließenden Informationsveranstaltung kamen ca. 120 Studierende aus den Fachbereichen Ingenieurwesen, Naturwissenschaften, Sprachen und Kunst. In Kooperation mit der TU Dresden wurde ein Masterprogramm „German Studies“ konzipiert, das 2014 an den Start gehen soll.

Info-Tour GabèsInfo-Tour Gabès

© DAAD zu Besuch an der Universität Gabès

Letzte und südlichste Station der DAAD Info-Tour war das ISSH Médnine. Im Rahmen des Workshops „Aktuelle Entwicklungen der Deutschdidaktik“ , ein Projekt der Universität Kassel in Kooperation mit der Universität La Manouba und dem ISSH Médnine, gefördert aus Mitteln der DAAD-Transformations-partnerschaften, wurden ca. 70 Studierende, Deutschlehrer und Kollegen des ISSH über Programme des DAAD für Tunesien informiert. Die noch junge Deutschabteilung des ISSH wird von der engagierten Ortslektorin Ina Khiari-Loch betreut. Insbesondere das Hochschulsommerkursstipendium fand Interesse für die Studierenden des zweiten Studienjahrs.

  Info-Tour M édenineInfo-Tour M édenine

© Südlichste Station der DAAD Info-Tour am ISSH Médnine

Das DAAD Büro veranstaltet Informationsveranstaltungen zu „Studieren und Forschen in Deutschland und zu den Fördermöglichkeiten“ auf Einladung von Universitäten, Studierendenschaften und Instituten. Das DAAD-Büro bietet regelmäßig Sprechstunden für die individuelle Beratung an. Sprechstunden und Veranstaltungen finden auch statt an den von Lektorinnen betreuten Hochschulen statt.

Weitere Informationen zu den DAAD Veranstaltungen und einen Terminkalender finden Sie auf unserer Webseite: www.daad.tn

Erstellt von Beate Schindler-Kovats, Leiterin DAAD Büro Tunis


Deutschland - die Nummer 2 als Studiendestination nach Frankreich in Tunesien!  

Viele Studieninteressierte aus unterschiedlichen Hochschulen und Fachrichtungen versammelten sich pünktlich zu Beginn des Hochschuljahres 2013/14 am 24.09.2013  in der Cité des Sciences in Tunis, um sich über die Möglichkeiten für ein Studium oder einen Forschungsaufenthalt in Deutschland zu informieren. Der DAAD Tunis veranstaltete erstmals einen  „Tag der offenen Tür“ mit Präsentationen, Broschüren und stand für viele Anfragen Rede und Antwort.

Einige unter ihnen kamen von weit her, aus Sfax, aus Sousse und selbst aus Gafsa: „Mit so einem großem Andrang haben wir nicht gerechnet,“  so die Leiterin des DAAD-Büro Tunis Beate Schindler-Kovats, „bereits nach 20 Minuten waren unsere Stände im Foyer mit Materalien, Broschüren und Informationsblättern geplündert. Wir freuen uns sehr über das große Interesse!“

                                       Foto: Infostand Foto: Infostand

Dank einer großen Werbekampagne des DAAD-Büros Tunis schossen die Besucherzahlen in astronomische Höhen. Im Laufe des Tages informierten sich mehr als 600 Studierende und Forschende zum deutschen Hochschulsystem, zur deutschen Sprache, zu den DAAD-Fördermöglichkeiten und Stipendien sowie zu internationalen Bachelor-, Master-, und PhD-Programmen in Deutschland. Das Amphitheater mit seinen 130 Plätzen in der Cité des Sciences war zu jeder Präsentation überfüllt, wenn Beate Schindler-Kovats und ihre Mitarbeiterin Salha Ennajeh ihre Vorträge in englischer und französischer Sprache zu „Studieren und Forschen In Deutschland“ und zu den Fördermöglichkeiten hielten. Die Heterogenität der Besucherspiegelt sich vor allem in den Fragen wider. „Welche Möglichkeiten der Forschung gibt es in Deutschland?“, wollte ein bereits graduierter Zahnmediziner wissen. „Werden tunesische Abschlüsse an deutschen Hochschulen  anerkannt? Wie viel Deutschkenntnisse benötigt man – und wo lernt man es?  Gibt es Stipendien für das Abschlussprojekt (PFE)?“

                                         Foto: Präsentation im AmphitheaterFoto: Präsentation im Amphitheater

Viele Besucher konnten bereits Deutsch, fast alle Englisch. Für sie sind insbesondere die internationalen Studienprogramme in englischer Sprache attraktiv – und, dass an deutschen Hochschulen keine Studiengebühren verlangt werden.

Der DAAD, der seit einem Jahr mit einem eigenen Büro in Tunis vertreten ist, freut sich über die positive Resonanz:  „Eine solche Veranstaltung bereitet viel Arbeit und ist auch für uns als Mitarbeiter des Büros anstrengend“, so Salha Ennajeh,  stellvertretende Leiterin des Büros, „wir werden aber auch in Zukunft solche Info-Tage organisieren, damit noch mehr junge tunesische Akademiker über Austauchmöglichkeiten erfahren und die  Ziele der deutsch-tunesischen Transformationspartnerschaften gemäß ihrem  Motto „change by exchange“  verwirklicht werden.“

Autor: Philipp Herzog, „kulturweit“-Freiwilliger, DAAD Büro Tunis

 


FREMDE WERDEN FREUNDE

Erfolgreiche Premiere der Maghreb-Sommerakademie „Methodenkompetenz“ für Germanistikstudierende und junge Deutschdozenten in Tunis

Germanistikstudierende und junge Deutschdozenten aus Algerien, Marokko und Tunesien kamen vom 01.-06.09.2013 zur ersten Maghreb-Sommerakademie in Tunis zusammen. Die Idee einer regionalen Sommerakademie für den Maghreb entstand spontan beim „Stammtisch“ der Deutschstudierenden an der Universität Oran/Algerien. „Wir würden gerne wissen, wie das Deutschstudium in Tunesien ist und ob sich nach dem Arabischen Frühling an den Hochschulen etwas verändert hat“, wurde die Leiterin des DAAD Büros Tunis, Beate Schindler-Kovats, bei Ihrem Besuch an der Universität Oran/Algerien, gefragt mit der Bitte „kann der DAAD nicht einen Austausch zwischen Studierenden im Maghreb organisieren?“

Diese Anregung wurde nun mit der ersten „Maghreb-Sommerakademie“ umgesetzt. Der DAAD in Tunesien, das sind die beiden Lektorinnen an der Universität La Manouba und an der Universität Gabès unterstützt durch DAAD-Sprachassistenten in Zusammenarbeit mit dem DAAD Büro Tunis, hat ein intensives Programm zu „Methodenkompetenz Deutsch“ für 12 Teilnehmerinnen und 12 Teilnehmer aus Algerien, Marokko und Tunesien mit fachlicher Begleitung der Universitäten Hamburg und Marburg zusammengestellt.

„ Fremde werden Freunde“, äußerte ein Teilnehmer seine Erwartung, die voll erfüllt wurde: die hoch motivierte und engagierte Gruppe hat sich vom ersten Tag an prächtig verstanden, es wurde intensiv gearbeitet und diskutiert, aber auch in der Freizeit viel gelacht und Deutsch gesprochen. „Wir wussten gar nicht, dass es so viele Gemeinsamkeiten zwischen unseren Ländern gibt“, so eine algerische Teilnehmerin, „ mit der Maghreb-Akademie ist ein wunderbarer Anfang geschaffen, sich persönlich kennenzulernen, Vorurteile abzubauen  und sich zu vernetzen, denn wir sind die Generation, die bald an den Hochschulen etwas verändern kann“, so der Optimismus eines marokkanischen Studierenden. Die Hoffnung, zum Motor für Reformen und Modernisierung der Methodik in der Lehre und im Deutschunterricht zu werden, wurde von allen geteilt. Kritikfähigkeit, selbstständiges Arbeiten, aber auch Selbstbewusstsein und Verantwortung für den Lehrerberuf gehörten zu den Stichworten, die in der Abschlussbesprechung als Fazit genannt wurden: „Ich habe hier gelernt, dass es auch andere Methoden als den Frontalunterricht gibt, die Spaß machen, selbst im Grammatikunterricht. Ich traue mir nun mehr zu und möchte diese Erfahrung an meine Studenten weitergeben“,  bilanzierte eine junge Deutschdozentin aus Algerien. Aber auch eine Facebook-Gruppe „Maghreb-Sommerakademie 2013“ gehörte zum Ergebnis des viertägigen Seminars, ebenso wie Anregungen zu Bachelor- und Masterabschlussthemen, und die Initiative zu multilateralen Kooperationsprojekten zwischen den Ländern des Maghreb und Deutschland.

Insgesamt ist das „Experiment“ der ersten regionalen Sommerakademie gelungen – und macht Lust auf mehr: gewünscht wird ein Fortsetzungsseminar für diese Gruppe in der Weiterbildung des so wichtigen Themas „Methodenvielfalt und -kompetenz“, aber auch eine Neuauflage der Maghreb-Akademie im nächsten Jahr in Marokko oder Algerien. Das Interesse an der regionalen und interkulturellen Veranstaltung ist groß, allein in diesem Jahr hatten sich trotz kurzfristiger Ausschreibung über 60 Studierende aus den drei Ländern beworben. Im Auswahlverfahren wurde auf eine ausgewogene regionale Verteilung geachtet. Dank der Förderung aus DAAD Mitteln „Transformationspartnerschaften“ konnten für alle Teilnehmer Stipendien für Reisekosten, Unterbringung und Programm angeboten werden.

Img 5628
Img 5628

Gruppenfoto
Gruppenfoto


Juni 2013

Messe "Salons PERSPECTIVES" 

Der DAAD war am 13. und 14. Juni in Tunis, am 15. Juni 2013 in Sousse und am 16. Juni 2013 in Sfax auf der Messe "Salon PERSPECTIVES" präsent

Tunesische Hochschulen sehen in der Umbruchssituation neue Chancen und suchen nach Orientierungen, gerne auch im internationalen Umfeld: es herrscht Aufbruchstimmung, nicht nur politisch, sondern auch an den Hochschulen. Deutschland profitiert davon, dass in Folge der politischen Wende eine Art Monopol gefallen ist: die bisher recht einseitige Kultur-, Wirtschafts- und Bildungsorientierung des Maghreb gen Frankreich. Über 500 Besucher haben sich in den ersten vier Monaten im DAAD Büro Tunis informiert und beraten lassen. Besonders nachgefragt sind Aufbaustudienprogramme im Master- und PhD-Bereich, Sprachkurse und Praktikumsmöglichkeiten. So wundert es nicht, dass der DAAD auf der Bildungsmesse „Salon Perspectives" im März neben Campus France und der Kanadischen Botschaft zu den Ständen mit der höchsten Besucherzahl gehörte.

„Die Transformationspartnerschaft haben die tunesisch-deutschen Beziehungen angekurbelt, so die Leiterin des DAAD Büro Tunis, Beate Schindler-Kovats und betont: „Es gibt eine große Nachfrage nach Studieren und Forschen in Deutschland. Wir informieren und beraten individuell über die Möglichkeiten und Programme in Deutschland, stark zugenommen hat aber auch das institutionelle Interesse an Kooperationen mit Deutschland. Der DAAD braucht eine dauerhafte Anlaufstelle für Nordafrika."


März 2013

DAAD Konferenz "Die tunesisch-deutschen Hochschulbeziehungen: Bestandsaufnahme und Perspektive"

Treffen der DAAD-Alumni in Tunis am 9. März 2013 im Hotel Ramada Plaza, Tunis-Gammarth

Anlässlich des Besuchs der Generalsekretärin des DAAD, Frau Dr. Dorothea Rüland,  in Tunesien veranstaltet der DAAD eine Konferenz verbunden mit einem Alumnitreffen am 9.März 2013 in Tunis.

Zuvor wird die Generalsekretärin in Anwesenheit des Deutschen Botschafters in Tunesien, S.E. Jens Plötner, und des Beauftragten für die Deutschlandkommunikation und den Dialog zwischen den Kulturen im Auswärtigen Amt, Botschafter Dr. Heinrich Kreft, das DAAD Büro Tunis offiziell eröffnen. Seit September 2012 hat der DAAD seine Präsenz in Nordafrika mit einem neuen Büro in Tunis unter der Leitung von Frau Beate Schindler-Kovats verstärkt.

Die politischen Umbrüche in der arabischen Welt haben zu einer Intensivierung der DAAD-Arbeit insbesondere in den beiden Zielländern Ägypten und Tunesien geführt. Der DAAD hat die politischen Ereignisse aktiv verfolgt und unterstützt seit 2011 mit Mitteln des Auswärtigen Amts die Entwicklungen mit einer Reihe von Programmangeboten und Maßnahmen (Transformationsprogramme, www.changebyexchange).

Die Konferenz und das Alumnitreffen sollen die wissenschaftlichen wie persönlichen Beziehungen erneuern und festigen, um damit einen Beitrag zu einem weltweiten wissenschaftlichen Netzwerk zu leisten.

Der DAAD erwartet die Teilnahme von etwa 100 tunesischen und deutschen Hochschulakteuren und Alumni aus allen Fachgebieten. In verschiedenen Bereichen sind in den letzten Jahren, auch dank der Transformationspartnerschaft, fruchtbare Kooperationen zwischen deutschen und tunesischen Hochschulen entstanden. Der Ausbau dieser Zusammenarbeit und die Perspektiven für neue Vorhaben und Ideen sind ein wichtiges Ziel, das wir mit dieser Veranstaltung anstreben.

Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich.

Weitere Informationen: DAAD Büro Tunis, info@daad.tn, Tel/Fax: +216 71 240 833/-31

Programm


September 2012
Bundestagsausschuss Kultur und Medien und Delegation EMPOWER zu Gast im DAAD-Büro Tunis

Das DAAD Büro Tunis ist aber auch Gastgeber für Delegationen, es bringt Partner zusammen und veranstaltet Treffen und Rundtischgespräche. Zu den ersten Besuchern des Büros gehörte im Rahmen des Stakeholder-Treffens in Hammamet/Tunesien eine Delegation des Workshops „EMPOWER“ - EMERGING POLLUTANTS IN THE MEDITERRANEAN BASIN - SETTING THE BRIDGES. Das Projekt, gefördert aus den Transformationsmitteln, unter der Leitung von Prof. Müfit Bahadir, TU Braunschweig und DAAD Vorstandsmitglied, vereinigt Wissenschaftler aus Marokko, Algerien, Ägypten, Griechenland, dem Libanon, der Türkei , Deutschland und Tunesien.

Bild 2 Nr _183 Empower Delegation© Eine Delegation des Workshops EMPOWER und DAAD-Vorstandsmitglied Prof. Bahadir gehörten zu den ersten Besuchern des neuen DAAD Büros Tunis

Ein erstes Rundtischgespräch veranstaltete das DAAD Büro Tunis am 19.9.2012 mit dem Bundestagsausschuss für Kultur und Medien, der Deutschen Botschaft, dem Goethe-Institut, DAAD und tunesischen Künstlern. Unter Delegationsleitung von Prof. Monika Grütters (CDU) informierten sich die Bundestagsabgeordneten Angelika Krüger-Leißner (SPD), Tabea Rößner (Bündnis 90/Die Grünen), Dr. Lukrezia Jochimsen (Die Linke) und Lars Lindemann (FDP) über kultur- und bildungspolitische Themen sowie Projekte im Rahmen der Transformationspartnerschaft.

Bild 3 Nr _117 Bt Ausschuss Kultur Und Medien Im Daad B _ro Tunis

© Der Bundestagsausschuss für Kultur und Medien zu Gast im DAAD Büro Tunis

Im Zentrum des Gesprächs mit dem BT Ausschuss im DAAD Büro zum Auftakt des zweitägigen Besuchs in Tunis stand neben den Entwicklungen im Bildungsbereich die Situation der Kunst und Künstler. Eindrucksvoll und anschaulich schilderten die Künstler/innen über die Schwierigkeiten ihrer Arbeit in Zeiten des Umbruchs und Transformation.

Bild 4 Nr _107 K _nstler

© Tunesische Künstlerinnen und Künstler berichten über die Situation der Kunst in Zeiten des Umbruchs


September 2012
DAAD Büro Tunis nimmt seine Arbeit auf  – DAAD verstärkt seine Präsenz in Nordafrika

„Lange haben wir darauf gewartet“, so tunesische Studierende und Partner, „dass der DAAD direkt in Tunesien für unseren Wunsch nach mehr Anbindung und Kooperation mit Deutschland ansprechbar ist.“. Nun endlich ist es soweit: seit September 2012 ist der DAAD in Tunis mit einem eigenen Büro vertreten. Nach der DAAD Außenstelle Kairo unterhält der DAAD in Nordafrika nunmehr eine zweite Niederlassung. Der DAAD verstärkt damit, unterstützt vom Auswärtigen Amt im Rahmen der Deutsch-Arabischen Transformationspartnerschaft, seine Arbeit in der Region.

Trotz der aktuell schwierigen Situation mit erhöhter Sicherheitswarnung in Tunis hat das DAAD Büro planmäßig seine Beratungs- und Koordinierungsarbeit im Zentrum der Hauptstadt aufgenommen. Bereits unmittelbar nach Öffnung und Anbringen des DAAD Schildes am Eingang des Büros kamen Interessierte – zufällig oder mit Terminvereinbarung  –, um sich beim DAAD-Team über Studien- und Stipendienmöglichkeiten und Kooperationsprogramme mit Deutschland zu informieren. Das Büro bietet individuelle Sprechstunden, ist aber auch Kontaktstelle für deutsch-tunesische Kooperationsprogramme und für Netzwerkpartner in der Region.

Bild 1 Nr _172 Daad B _ro Tunis Er _ffnet



Juni 2012
3. DAAD-Expertenkreis: Aufbruch in Nordafrika und die Rolle der Hochschulkooperation

DAAD-Projektarbeit vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen in den Transformationsländern

Die Transformationsländer Ägypten und Tunesien haben in den letzten eineinhalb Jahren dramatische Veränderungen durchlebt. Es ist wichtig, in diesem entscheidenden Moment, Hilfe und Unterstützung zu signalisieren. Dies gilt besonders für die Hochschulkooperation.Als erste Reaktion auf die politischen Umbrüche hat der DAAD einen Expertenkreis etabliert, der sich am 26. Juni zum dritten Mal getroffen hat.

Bestehend aus Alumni, Geförderten und DAAD verbundenen Wissenschaftlern aus Tunesien und Ägypten ist es Aufgabe des Expertenkreises, Anregungen, Kritik und Vorschläge zu der Rolle der deutsch-arabischen Hochschulkooperation zu entwickeln und die DAAD-Arbeit konstruktiv zu begleiten.

Im Mittelpunkt des dritten Treffens standen die zahlreichen Aktivitäten und Projekte, die im Rahmen der Deutsch-Arabischen Transformationspartnerschaft bereits entwickelt und organisiert wurden. Projektvertreter gaben einen Einblick in ihre laufenden Transformationspartnerschaften mit Hochschulen in Ägypten und Tunesien, darunter eine medizinische Kooperation sowie ein Projekt zur Aus- und Fortbildung in den Rechts- und Verwaltungswissenschaften, die eine wichtige Rolle für die Herausbildung des Rechtsstaates spielen.

Viele Teilnehmer des Expertenkreises sind selbst aktiv in Projekten der Transformationspartnerschaft und berichteten von den eigenen Eindrücken. Intensiv diskutiert wurde auch die erst vor kurzem veröffentlichte Ausschreibung Deutsch-Arabische Forschungspartnerschaft – Al Tawasul. Nicht unerwähnt blieb, dass sich nun nach den ersten Monaten der Euphorie auch Ernüchterung und Sorge in den Ländern ausbreitet.

Immer deutlicher wird, dass sich ein Wandel nur sehr langsam vollzieht und mit Rückschlägen und Enttäuschung verbunden ist.Welchen Beitrag können also Projekte im Bereich der Hochschulkooperation in solch einer Situation leisten? Hat der DAAD die richtigen Themen priorisiert und wie kann das Thema der Dezentralisierung noch weiter fokussiert werden? Dies waren nur einige der Fragen, die im Laufe des Tages für konstruktive und durchaus auch emotionale Auseinandersetzungen gesorgt haben.


April 2012

DAAD Kick-off Veranstaltung für die "Deutsch-Arabische Transformationspartnerschaft”

Nach den Umbrüchen in Tunesien und Ägypten, die den Beginn des "Arabischen Frühlings" einleiteten, hat der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) in enger Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt ein neues Förderprogramm eingeführt: die "Deutsch-Arabische Transformationspartnerschaft".

"Ägypten ist noch immer eine zentrale Stütze für Stabilität und Frieden in der Region. Aus diesen und anderen Gründen ist es für alle Freunde Ägyptens wichtig, beim Aufbau einer neuen Zukunft zu helfen - eine Zukunft, die auf Zusammenarbeit, gemeinsamen Interessen und konstruktivem Engagement basiert". Die Worte Professor Dr. Abdul-Al-Monem Mashats von der Universität Kairo über die Chancen und Herausforderungen in Zeiten des Umbruchs spiegelte die Atmosphäre der Kick-off Veranstaltung wieder. Insgesamt 120 Wissenschaftler aus dem Bereich Hochschule und Forschung in Deutschland, Tunesien und Ägypten nahmen an der Veranstaltung für die "Deutsch-Arabische Transformationspartnerschaft" teil. Allen gemein war das Ziel, die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen deutschen, ägyptischen und tunesischen Universitäten zu stärken.

Zum Auftakt der Veranstaltung präsentierten prominente Wissenschaftler aus verschiedenen Forschungsfeldern ihre Vorstellungen zur Stärkung des demokratischen Reformprozesses in den arabischen Ländern und der Rolle der Hochschulen dabei. Dr. Khaled Chaabane von der Universität La Manouba in Tunesien erläuterte die Auswirkungen der Revolution auf das dortige Universitäts-System: Die Hochschulpolizei wurde abgeschafft, demokratische Strukturen eingeführt und das Mitspracherecht der Studenten gestärkt. Er wies darauf hin, dass das Förderprogramm "Deutsch-Arabisch Transformationspartnerschaft” den Demokratisierungsprozess sinnvoll unterstützen könne: Durch die Hochschulkooperationen würde jungen Studenten und Wissenschaftlern die Chance gegeben, sich in einem anderen wissenschaftlichen Umfeld zu bewegen und sich über die Grenzen hinweg, über ihre Forschungsthemen auszutauschen. Des Weiteren könne durch die internationale Zusammenarbeit ein Impuls für die Verbesserung der Bildungsstrukturen an tunesischen Universitäten gegeben werden.

Michael Bock, der deutsche Botschafter in Ägypten, ermutigte die Teilnehmer, das neue Förderprogramm zu nutzen und sich in Kooperationsprojekten mit Partnern in Deutschland, Ägypten und Tunesien zu engagieren. Dr. Helmut Blumbach, DAAD-Programm-Direktor für die südliche Hemisphäre in Bonn, erläuterte die Intention und die Ziele des neuen Förderprogramms: "Wir fördern die Bildung von Netzwerken zwischen deutschen, ägyptischen und tunesischen Universitäten. Durch neue Partnerschaften entstehen gemeinsame Studiengänge, Forschungsmöglichkeiten und Hochschulmanagement werden verbessert, universitätsinterne Entscheidungsstrukturen in Richtung "good governance" effektiver gestaltet und die Mitsprache der Studierenden gestärkt."

Bereits im Jahr 2011 sowie Anfang 2012 wurden erste Projekte im Rahmen des neuen Programms gefördert. Eine Auswahl dieser Projekte wurde in der zweiten Hälfte der Startschussveranstaltung von den Organisatoren vorgestellt: Studentenvertreter der Universitäten Kairo und Helwan sprachen über ihre Studienreise nach Deutschland und was sie dort über demokratische Strukturen an den Hochschulen erfahren haben: "Wir waren sehr vom Studierendenparlament der deutschen Universitäten beeindruckt. Was wir aber auch bemerkt haben, ist, dass die Beteiligung der ägyptischen Studenten an den Universitätswahlen viel höher ist als in Deutschland". In einem weiteren Panel stellte Prof. Dr. Hany El-Kateb ein faszinierendes Projekt zwischen der Technischen Universität München und der Ain Shams Universität in Kairo vor: Das Projekt arbeitet an der Entwicklung einer nachhaltigen Forstwirtschaft in der Wüste Ägyptens durch Abwassernutzung.

Die Palette der vorgestellten geförderten Projekte ist vielfältig: "Structuring an interdisciplinary course of studies Health Economics” verbindet medizinische und administrativen Disziplinen. Ein anderes Projekt "Environmental Archaeology” zwischen der Universität Köln und der Kairo Universität hat die Schaffung eines gemeinsamen und interdisziplinären Masterstudiengangs für Studierende aus der Stadtplanung, Wasserwirtschaft und Archäologie zum Ziel.

In einer Poster-Ausstellung wurden Inhalte, Herausforderungen und Ziele der bi-oder trilateralen Projekte präsentiert. Rektoren und Professoren diskutierten intensiv über die vorgestellten Projekte und die Anregungen, die sie aus der Veranstaltung mitgenommen haben: "Diese Veranstaltung ist eine großartige Plattform um sich mit anderen Universitäten und Abteilungen auszutauschen und neue Projektideen zu entwickeln. Ich habe eine Menge neuer Erkenntnisse gewonnen, vor allem darüber wie wir die Herausforderungen bei der Projektorganisation meistern können", äußerte sich einer der Teilnehmer in der abschließenden Diskussion. Des Weiteren wurde die Wichtigkeit einer intensiven wissenschaftlichen Zusammenarbeit betont: "Der Transformationsprozess wird zweifellos einige Zeit dauern, aber er wird nicht gelingen, wenn wir nicht die strukturellen Probleme innerhalb des Bildungs- und Hochschulsystems angehen.


März 2012
VIP-Reise Tunesien - Praxis orientierte Hochschulbildung in Tunesien – ein Konzept für die Zukunft

20120329 3808
20120329 3808
Vom 26. bis 30. März 2012 war eine 9-köpfige VIP-Delegation aus Tunesien, bestehend aus Universitätspräsidenten und Vertretern des Hochschulministeriums, zu Gast in Bonn. Während des 5-tägigen Aufenthalts standen zum einen Besuche unterschiedlicher Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland als auch die weitere Planung der DAAD-Kooperation auf dem Programm.

Nach dem Sturz der Diktatur sind mit den ersten freien Wahlen in Tunesien im Herbst 2011 wichtige Schritte für eine demokratische Umgestaltung des Landes getan worden. Zu den wesentlichen Herausforderungen der kommenden Zeit zählt nun die wirtschaftliche Entwicklung und die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Jungakademikern fehlt oft noch der notwendige Praxisbezug, um in der Berufswelt bestehen zu können. Hier setzte das Besuchsprogramm an und vermittelte differenzierte Einblicke in die Kompetenzen und Qualitäten der deutschen Fachhochschulausbildung. Dabei wurden unterschiedliche Ansätze zur Steigerung der Beschäftigungsfähigkeit von Absolventen sowie eine effektive Verzahnung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft präsentiert. Mit der RWTH Aachen lernten die Gäste zudem ein besonders erfolgreiches Beispiel einer technisch ausgerichteten Universität kennen, die sich auch bei arabischen Studierenden besonderer Beliebtheit erfreut.

Ein weiterer Interessenschwerpunkt lag im Bereich erneuerbarer Energien, die die tunesischen Gäste angesichts des Sonnenreichtums ihrer Heimat als besonders zukunftsträchtig einstufen. Für die Zukunft wurde eine engere Abstimmung zwischen DAAD und Hochschulministerium verabredet, um auch zukünftig möglichst passgenau auf die Entwicklungen des Landes reagieren zu können.


Februar 2012
Germanistikworkshop in Tunis


Vom 16.-17. Februar 2012 hat in Tunis ein Workshop zum Stand der Germanistik in Tunesien stattgefunden. Die Vertreter von 12 tunesischen Instituten waren geladen Insgesamt 20 Teilnehmer folgten der Einladung und diskutierten gemeinsam mit Vertretern des DAAD über Zustand und Zukunft des Fachs. Ziel des Workshops war es nicht nur, sich gegenseitig kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen, sondern auch Probleme und Lösungswege zu identifizieren. So wurde in Arbeitsgruppen beispielsweise darüber nachgedacht, wie die Attraktivität des Deutschstudiums in Tunesien weiter erhöht werden kann, wie man den unterschiedlichen Sprachniveaus der tunesischen Studierenden begegnet und welche Profile des anwendungsorientierten Deutschunterrichts sich bislang bewährt haben. Das Ergebnis ist eine Bestandsaufnahme, die einerseits helfen wird die DAAD-Förderinstrumente zukünftig noch besser anpassen zu können und andererseits ermöglicht, die Frage der möglichen Berufsfelder der Absolventen zu beleuchten (Stichwort Beschäftigungsfähigkeit). Als erste Reaktion auf die während des Workshops geäußerten Bedürfnisse und Defizite in der Deutschausbildung in Tunesien wurden zusätzliche Hochschulsommerkurs-Stipendien für tunesische Germanistik/ DAF-Studierende eingerichtet. Darüber hinaus wurde eine „Germanistik_in_Tunesien“ Mailingliste eingerichtet, über sich die einzelnen Institute vernetzen können.


November 2011
2. DAAD-Expertenkreis: Aufbruch in Nordafrika und die Rolle der Hochschulkooperation

DAAD-Projektarbeit vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen in den Transformationsländern


Seit Dezember 2010 hat die arabische Welt eine enorme Dynamisierung erfahren. Der Beginn der historischen Umwälzungen lag in Tunesien und Ägypten, wo sich die Bundesregierung seitdem im Rahmen der Deutsch-Arabischen Transformationspartnerschaft mit einem breiten Portfolio an Unterstützungsmaßnahmen engagiert. Besonders der Bereich der Bildung ist hierbei von besonderer Bedeutung.

Der DAAD hat eine Reihe an Förderprogrammen entwickelt, die das Hochschulwesen in Tunesien und Ägypten stärken sollen. Um den neuen Raum für Kooperationen passgenau und bedarfsorientiert zu gestalten, wird der DAAD bei seiner Arbeit von Stipendiaten, Alumni, Geförderten und dem DAAD verbundenen Wissenschaftler aus Tunesien und Ägypten beraten, die sich regelmäßig treffen und Vorschläge für die deutsch-arabische Hochschulkooperation entwickeln.

Am 30. November 2011 hat sich dieser Expertenkreis zum zweiten Mal getroffen und die bis dahin vom DAAD entwickelten Maßnahmen bewertet und diskutiert. Besonders intensiv wurden die Programmlinien zur Errichtung von Hochschulpartnerschaften und zur Ausrichtung von Kurzmaßnahmen analysiert. Neben verschiedenen Themen wurde vor allem die Wirkungsebene beleuchtet und Überlegungen zum direkt betroffenen Personenkreis angestellt. Von großer Bedeutung waren die Fragen, die in diesem Zusammenhang aufgeworfen wurden: Wie können festgefahrene administrative und akademische Strukturen an den lokalen Universitäten verändert werden? Welche Hierarchieebene profitiert von den Programmen und wie kann die Nachhaltigkeit der Hochschulpartnerschaften sichergestellt werden?

Nicht unerwähnt blieb ein weiteres wichtiges Thema: die studentische Mitwirkung an den Hochschulen in Ägypten und Tunesien. Man einigte sich darauf, dass besonders dieser Bereich des lokalen Hochschulwesens besonders gestärkt werden sollte. Der Expertenkreis hat einen direkten Appell an den DAAD gerichtet und sich gezielte Fördermöglichkeiten in diesem Bereich gewünscht.


Oktober 2011
DESERTEC University Network Expert Meeting
Bonn, 17-18. Oktober 2011

Sauberer Strom aus der Wüste für Klimaschutz und globale Energiesicherheit, so lautet die Vision, die seit einiger Zeit unter dem Namen DESERTEC Großes verspricht. Pro Jahr geht eine riesige Menge an Sonnenenergie ungenutzt in den MENA-Staaten verloren. Dies soll sich ändern; DESERTEC setzt sich für den Ausbau des Erneuerbaren Energiesektors in Nordafrika ein. Doch es ist klar: Damit Länder wie Tunesien, Ägypten oder Algerien das Potenzial des Energiesektors ausschöpfen und als Impuls für nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung nutzen können, brauchen sie vor allem qualifizierte Fachkräfte. Der DAAD - gemeinsam mit DUN, der Hochschulkomponente von DESERTEC – hat diese Notwendigkeit erkannt und eine Expertenkommission mit Mitgliedern aus Deutschland und der MENA-Region einberufen.

Am 17. und 18. Oktober 2011 wurde gemeinsam diskutiert und geplant: Wie kann die Hochschulkooperation im Bereich RE gestaltet werden und welche gemeinsamen Ziele werden verfolgt? Dabei ging es zum einen um die Vorstellung relevanter Masterprogramme in Deutschland, um diese gezielt für Studierende aus der MENA-Region zu öffnen und ggf. Stipendien in diesem Zusammenhang auszuschreiben. Zum anderen waren die Experten dazu aufgerufen, einen Schritt weiterzugehen und große Kooperationsprojekte, die zu einem effektiven Strukturaufbau vor Ort führen, zu entwickeln.

Es ging hauptsächlich um die Frage, wie die Inhalte und Konzepte deutscher Masterprogramme in die MENA-Region transportiert werden könnten. In diesem Zusammenhang wurde die Unterschiedlichkeit der Universitätssysteme problematisiert. Außerdem ging es um die Frage, auf welche Art und Weise Studierende in der MENA-Region ausgebildet werden sollten, um die konkreten Bedürfnissen der Industrie zu erfüllen.

Die Veranstaltung sollte als Plattform dienen, Experten zusammenführen und Synergien schaffen. Das Interesse auf beiden Seiten war groß; der erste Schritt hin zu einem deutsch-arabisches Kompetenznetzwerk ist nun getan.

Die Liste der aus dieser Veranstaltung entstandenen Projekte finden Sie unter:

www.changebyexchange.de


Juni 2011
Round Table: „Deutsch-Tunesische Hochschulkooperation in Zeiten des demokratischen Aufbruchs
Tunis, 21. Juni 2011


Die deutsch-tunesische Hochschulkooperation kann nicht zuletzt aufgrund des seit 30 Jahren laufenden Stipendienprogramms im Bereich der Ingenieurwissenschaften auf eine lange Tradition zurückblicken. Die politischen Entwicklungen im Land verlangten 2011 jedoch nach einer Intensivierung und dem Ausbau dieser Kooperation. Um diesen Intensivierungsprozess bedarfsorientiert und partnerschaftlich zu gestalten, war es wichtig, gleich am Anfang in Tunesien nachzufragen, welchen Beitrag die Hochschulkooperation in Zeiten des demokratischen Aufbruchs leisten kann. Während des gleichnamigen Roundtables am 21. Juni 2011 in Tunis kamen 50 Wissenschaftler, Studierende und Dozenten aus beiden Ländern und aus unterschiedlichen Fachbereichen zusammen, haben gemeinsam überlegt, wie eine nachhaltige Hochschulkooperation gestaltet werden sollte und zukünftige Projekte und Initiativen vorbereitet.

Ausgangspunkt war die Überzeugung, dass Universitäten und Wissenschaftler im demokratischen Transformationsprozess eine wichtige Rolle spielen, Mitverantwortung für die Umgestaltung übernehmen und die Chancen des Wandels nutzen können und müssen. Während der Veranstaltung wurde insbesondere die Möglichkeiten diskutiert, wie die augenblicklichen gesellschaftlichen Veränderungen durch die deutsch-tunesische Hochschulzusammenarbeit unterstützt werden können. Dabei ging es in den einzelnen thematischen Blöcken um die folgenden Schwerpunkte: 1. Zivilgesellschaftlicher Aufbruch und der Prozess der Transformation: Die Rolle der Sozialwissenschaften, 2. Innovations- und Technologietransfer: Die Rolle der Naturwissenschaften, 3. Kulturelle Identität und Kulturtransfer: Die Rolle der Geisteswissenschaften, 4. Energiesicherheit: Das Beispiel DESERTEC. Im Laufe der Veranstaltung haben die Teilnehmer so eine interaktive Bedarfsanalyse durchgeführt, die am Ende zu einer Liste an Empfehlungen geführt hat. Zentrale Punkte waren hierbei: Die Verzahnung von Hochschulen und Wirtschaft mit dem Ziel, die Beschäftigungschancen der Absolventen zu erhöhen, die Einbeziehung von Universitäten der tunesischen Regionen und die Modernisierung und Weiterentwicklung der Curricula. Eine weitere zentrale Forderung, die während der Veranstaltung formuliert wurde, war die Unterstützung von Hochschulstrukturen. Die Autonomie der Universitäten, die es erst noch einzulösen gilt, wurde als zentrales Merkmal des Transformationsprozesses genannt.


Mai 2011
1. Expertenkreis: Aufbruch in Nordafrika und die Rolle der Hochschulkooperation


Die demokratischen Aufbrüche in Nordafrika haben die Welt bewegt. Der DAAD hat in den letzten Monaten die Entwicklungen in der Region intensiv verfolgt, Projekte initiiert sowie Veranstaltungen und Diskussionsrunden organisiert. Doch was denken StipendiatInnen, Alumni und WissenschaftlerInnen aus der Region über die Rolle des DAAD in dieser Situation? Genau um diese Frage ging es beim ersten Expertenkreis „Aufbruch in Nordafrika: Die Rolle der Hochschulkooperation“ Anfang Mai in Bonn. Die Schaffung eines offenen und dynamischen Raumes – so lautete das Ziel der Veranstaltung und 16 StipendiatInnen und WissenschaftlerInnen aus Tunesien, Ägypten und Palästina waren der Einladung des DAAD gefolgt. Sie waren dazu aufgerufen, Anregungen, Kritik und Vorschläge zu der Rolle der Deutsch-Arabischen Hochschulkooperation im Umbruchprozess zu erarbeiten.

Das Fazit war bei allen – sowohl bei TeilnehmerInnen als auch bei Organisatoren –einheitlich: ein rundum gelungenes und vor allem inspirierendes Treffen. Nach einer kurzen Einführung durch den ägyptischen Stipendiaten Karim Fauzwy El Sayed der seine Einschätzung zu der weiteren Entwicklung der Region, zum Reformbedarf und zu Möglichkeiten der deutsch-arabischen Hochschulkooperation präsentierte, stieg der Expertenkreis in eine bisweilen impulsive aber doch immer konstruktive Diskussion ein. Wie kann der Verfassungsprozess unterstützt werden? Wie geht man mit islamischen Parteien wie der Muslimbruderschaft um und wie begegnet man der massiven Korruption im Land? Dies waren nur einige Fragen, die in der ersten Diskussionsrunde behandelt wurden. Später ging es dann vermehrt um die Formulierung von konkreten Handlungsoptionen für den DAAD. Hierbei kamen die "klassischen Themen" wie die Intensivierung der Alumni-Arbeit und die Priorisierung eines dezentralen Ansatzes in der Bildungslandschaft auf den Tisch – aber auch neue Aspekte wie die Stärkung der zivilgesellschaftlichen Partizipation und generell die Krise der Sozial-und Geisteswissenschaften.