Überblick: Hochschulsystem und Internationalisierung

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Kurze Informationen über den Aufbau und die Besonderheiten des Hochschul- und Wissenschaftssystems.

Hochschulen

Es gibt im Lande insgesamt 76 Hochschulen, davon 20 Universitäten, 36 Institute (spezialisierte Hochschulen), zwei Akademien (Medizinische Hochschulen). Hinzu kommen elf Filialen von Hochschulen aus Taschkent, die in verschiedenen Landesteilen lokalisiert sind und dort Lehrprogramme anbieten, sowie sieben ausländische Hochschulen.

Die Gruppe der ausländischen Hochschulen setzt sich gegenwärtig aus acht Universitäten bzw. Hochschul-Niederlassungen zusammen. Das dort angebotene Fächerspektrum ist auf Technik-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften beschränkt. Die ausländischen, bzw. mit ausländischer Unterstützung gegründeten Universitäten, sind allesamt in der Hauptstadt Taschkent konzentriert, sie erheben durchweg Studiengebühren in beträchtlicher Höhe.

Studiensystem

Das Studienjahr in Usbekistan beginnt jeweils am 1. September und endet am 30. Juni des Folgejahres.

Das usbekische Hochschulsystem operiert mit einem zweistufigen Studienmodell, das an das angelsächsische bzw. EU-Modell - BA / MA - angelehnt ist.

Der erste, grundständige Studienabschnitt der als voller, berufsbefähigender Studiengang ausgelegt ist, ist das Bakkalaureat, welches eine Studiendauer von vier vollen akademischen Jahren, d. h. acht Semestern, davon häufig sieben Semester Vorlesungszeit und ein Semester Abschlussarbeitsphase beinhaltet. Das Bakkalaureat wird durch Leistungsnachweise im Laufe des Studiums, zumeist als benotete oder nicht-benotete mündliche Prüfungen und eine BA-Abschlussarbeit erworben. Das ECTS System ist noch nicht eingeführt.

Der zweite, nur für einen geringen Anteil der BA-Absolventen offenstehende Studienabschnitt ist das MA-Studium, das als zweijähriges Studium konzipiert ist. Die usbekische Bezeichnung lautet „Magistratura“, als Abschluss wird der Magistergrad vergeben. In diesem Studium sind die fachspezifischen und auf eigenständige Forschung orientierten Anteile deutlich höher als im BA-Studium.