Leuchtturmprojekte

Bilaterale SDG-Graduiertenkollegs

Im September 2015 wurde die neue UN-Entwicklungsagenda „Transforming our World: The 2030 Agenda for Sustainable Development“ verabschiedet. Im Zentrum der neuen Entwicklungsagenda steht die gemeinsame Verantwortung von Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern innerhalb einer globalen Partnerschaft. Als Folgekonzept der Millennium-Development Goals (MDG) wurden in diesem Rahmen die Sustainable Development Goals (SDG) definiert. Dem Ziel einer chancengerechten, qualitativ hochwertigen Bildung wird dabei hohe Bedeutung zugemessen.

Das Programm „Bilaterale SDG-Graduiertenkollegs“ soll einen Beitrag zur Erreichung dieser neuen Entwicklungsziele leisten. Hierzu fördert der DAAD den Aufbau von SDG-Graduiertenkollegs in Entwicklungsländern. Deutsche Hochschulen und ihre internationalen Partnerhochschulen bilden spezialisierte Experten und Dozenten auf Master-, Promotions- und Postdoc-Level aus mit dem Ziel, die Strukturen vor Ort nachhaltig zu stärken und innovative Lösungen für zentrale SDG-Themen zu erarbeiten. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien.

Das Programm wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert. Das Fördervolumen beläuft sich von 2016 bis 2020 pro Jahr und pro Projekt auf bis zu 450.000,- Euro. Der regionale Schwerpunkt des Programms liegt mit vier SDG-Graduiertenkollegs auf dem afrikanischen Kontinent (Äthiopien, Nigeria, Kamerun und Südafrika), zwei weitere Kollegs werden in Lateinamerika (Peru, Kuba) aufgebaut sowie ein Kolleg in Vietnam.

Postgraduate Program on Sustainable Development and Social Inequalities in the Andean Region - trAndeS

Das SDG 10 formuliert die Verringerung von Ungleichheiten als Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung. Im Sinne eines umfassenden Verständnisses von Ungleichheit über rein ökonomische Aspekte hinaus beschäftigt sich trAndeS mit Ungleichheit Hinblick auf ihre soziökonomischen, soziopolitischen und sozioökologischen Dimensionen und berührt dabei gleichzeitig weitere Themenschwerpunkte der SDG wie Armut, Hunger, Genderaspekte, Zugang zu Energie, Bildung und dem Arbeitsmarkt u.a. Da insbesondere der Andenraum von extremen Ungleichheiten geprägt ist, besitzt das Thema dort hohe entwicklungspolitische Relevanz. Gleichzeitig sollen durch anwendungsorientierte Forschung, Lehre und Weiterbildung Lösungsansätze zur Reduzierung von Ungleichheiten im Sinne von „best practice“ auch über den Andenraum hinaus erarbeitet werden.

Das SDG-Graduiertenkolleg, dass in Kooperation der Pontificia Universidad Católica de Perú und der TU Berlin eingerichtet wird, fördert durch Lehre, Forschung und Weiterbildung die

SDG-relevante Forschungskapazität von PUCP und FUB sowie anderer Universitäten und trägt zur Etablierung eines nachhaltigen Campus Management bei.

Weiterführende Informationen

Kontakt DAAD

Referat P31 Hochschulstrukturförderung in der Entwicklungszusammenarbeit