Studieren und leben in Gabun

By Manuel Dohmen [CC-BY-SA-3.0] via Wikimedia Commons

Hochschul- und Bildungssysteme im Ausland weisen häufig gravierende Unterschiede zu Deutschland auf. Erfahren Sie mehr über Hochschulen und Studiensystem.

Hochschulen

Mit der Université Nationale de Gabon (UNG) wurde 1970, also 10 Jahre nach der Unabhängigkeit von Frankreich, die erste öffentliche Hochschule Gabuns in der Hauptstadt Libreville gegründet. Bereits 1978 erhielt die Hochschule, im Rahmen des um den Präsidenten aufgebauten Personenkultes, ihren neuen Namen Université Omar Bongo (UOB), welcher bis heute Bestand hat.

Ab 1985 wurde das stark zentralisierte System reformiert, u.a. indem die Université des Sciences de la Santé (USS, englisch: University of Health Sciences) in Owendo sowie die Université des Sciences et Techniques de Masuku (USTM) in Franceville von der UOB losgelöst wurden. Somit besitzt der zentralafrikanische Küstenstaat seither drei staatliche Universitäten.

Hinzu kommen eine Reihe spezialisierter öffentlicher Hochschulen – wie z.B. die verschiedenen Ecoles Normales Supérieures (ENS) zur Lehrerausbildung oder das Institut National des Sciences de Gestion (INSC) für Verwaltungskräfte – sowie diverse privat oder kirchlich geführte Einrichtungen.

Studiensystem

Nach dem Abschluss der Lycée können die Studierenden in den tertiären Bildungssektor wechseln. Dieser unterteilt sich in den universitären und den nicht-universitären Bereich, wobei in beiden nach meist drei Jahren der Abschluss verliehen wird – eine License (vgl. Bachelor) an der Universität, eine Licence professionelle o.ä. (vgl. Fachhochschulabschluss) an den meisten anderen Hochschulformen.

Ein daran anknüpfender Master dauert in der Regel zwei weitere Jahre, ein Doktor zusätzlich rund drei Jahre. Für Fächer wie Medizin, Jura oder die Lehrerausbildung gelten meist gesonderte Regeln.

Das Bildungsministerium, das „Ministère de l’éducation nationale, de l’enseignement supérieur, de la recherche scientifique et de la formation des cadres" ist für den gesamten Bildungssektor (privat wie öffentlich) zuständig.

Unterrichtssprache ist von der ersten Klasse an Französisch.

Das Studienjahr erstreckt sich über zwei Semester, von September/Oktober bis Juli des Folgejahres.

Visum, Arbeitserlaubnis, Lebenshaltungskosten - all das sollte vor einem Auslandsaufenthalt gut recherchiert sein. Die hier zusammen gestellten Informationen helfen Ihnen bei der Vorbereitung.

Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis

Es besteht Visumspflicht. Informationen erhalten Sie bei der Botschaft. Dort sollten Sie sich auch nach den Vorraussetzungen für eine Arbeitserlaubnis erkundigen.

Tipp

Denken Sie bitte auch an eine Auslandskrankenversicherung (siehe Versicherungsvergleich). Eine mögliche Alternative ist die DAAD-Gruppenversicherung. Auch reisemedizinische Vorsorgemaßnahmen (Impfungen) müssen getroffen werden.

Lebenshaltungskosten