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DAAD Letter 1/2015

TOPIC 25 LETTER 01/2015 wert: wie der wissenschaftliche Austausch Menschen über Grenzen aller Art zusammenbringt und miteinan­ der verbindet. Aus fachlich motivierten Kooperationen entstehen echte Freundschaften. Der wissenschaftliche Austausch ist nicht zuletzt auch ein Mittel der Diplomatie. Wie meinen Sie das? Oft gehört der DAAD zu denen, die als letztes einen Staat verlassen, wenn es schwierig wird. Durch den wissenschaftlichen Austausch pflegen wir im­ mer den Kontakt zur Zivilgesellschaft eines Landes. Das war zum Beispiel so in Myanmar: Auch während der Mili­ tärherrschaft des Landes hat der DAAD den Austausch nie ganz abreißen lassen und damit die Bevölkerung ein Stück weit auf ihrem Weg in die Demokratie begleitet. Dass der DAAD einmal so wichtig wird, konnten sich 1925 die drei Studenten wohl kaum träumen lassen, als sie ihn in Heidelberg gegründet haben. Sein enormes Po­ tenzial werden sie ganz sicher gesehen haben. Aber es hat in der Tat etwas gedauert, bis wir uns von einer Organisa­ tion, die ausschließlich Stipendien vergibt, zu einer Inter­ nationalisierungsagentur und damit einer Säule der Aus­ wärtigen Kultur- und Bildungspolitik entwickelt haben. Und wie geht es weiter in den nächsten 90 Jahren? Fest steht, dass die Welt sich weiter verändern wird und dass der DAAD weiterhin mit neuen Anforderungen wachsen wird. Aus diesem Grund haben wir uns auch gerade eine neue Strategie gegeben und organisatorisch neu aufge­ stellt. Fest steht aber auch, dass die größte Herausforde­ rung für die Welt im Kern schon immer dieselbe war: Menschen werden auch in Zukunft immer wieder lernen müssen, über Grenzen hinweg friedlich zusammenzu­ leben und Verschiedenheit zu respektieren. Dazu müssen sie einander kennenlernen und erleben, dass sie trotz aller Unterschiede Gemeinsamkeiten haben. Sie wollen die Welt verstehen, sie wollen sie gestalten und sie wollen ihre Ziele erreichen. Dabei hilft ihnen der wissenschaftli­ che Austausch. Der DAAD wird deswegen auch in den kommenden Jahrzehnten eine entscheidende Rolle für die Völkerverständigung spielen. ZUR PERSON Prof. Dr. Margret Wintermantel ist seit 2012 Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. How do you mean that? The DAAD is often among those who are the last to leave a country when difficulties arise. We always cultivate contacts with a country’s civil society through academic exchange. That was the case in Myanmar, for example: even during military rule, the DAAD never let exchange completely break down and, as a result, we accompanied the population part of the way along its path to democracy. The three students who founded the DAAD in Heidelberg in 1925 probably never dreamed that it would eventually become so important. They very certainly must have seen its enormous potential. But it did indeed take a while be­ fore we evolved from an organisation that exclusively awards scholarships into an agency for internationalisa­ tion and thus became a pillar of foreign cultural and edu­ cational policy. And how will it develop in the next 90 years? Clearly, the world will continue to change and the DAAD will grow to meet the challenges of the future. That is why we have just adopted a new strategy and put a new organisational structure in place. It is also clear, however, that the greatest challenge for the world has essentially always been the same: in the future, too, people will continue to have to learn to live together peacefully across frontiers and re­ spect differences. To do that they must get to know one another and discover that, despite all the differences, they share many things in common. They want to under­ stand the world, they want to shape it and they want to achieve their goals. Academic exchange helps them in that. That is why the DAAD will continue to play a de­ cisive role in promoting international understanding in the coming decades. PROFILE Prof. Dr. Margret Wintermantel has been President of the German Academic Exchange Service (DAAD) since 2012. E D » THE DAAD GROWS TO MEET NEW CHALLENGES » DER DAAD WÄCHST MIT DEN ANFORDERUNGEN

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