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46 LETTER 01/2014StadtPorträt alten IG-Farben-Gebäude (Foto links), um das sich der neue Campus nun herum gruppiert, ihr Haupt- quartier errichtet hatten. Als sie den Standort nach der Wiedervereinigung 1990 aufgaben, verfügte Frankfurt plötzlich über ein attraktives Areal für ein neues Hoch- schulgelände. Zwei weitere Standorte im Norden und Süden, wo die Naturwissenschaftler (Campus Riedberg) und Mediziner (Campus Niederrad) beheimatet sind, ergänzendenCampusWestendzueiner„Volluniversität mit einem äußerst breiten akademischem Angebot“, so Vizepräsidentin Professor Tanja Brühl. » Der neue Status als Stiftungsuniversität sorgt für größere Unabhängigkeit Doch die Revitalisierung, die sich Frankfurts Univer- sität verordnet hat, geschieht nicht nur äußerlich, son- dern auch im Innenleben. Ein wichtiger Teil ist die Rückkehr der Hochschule zu einer Stiftungsuniversi- tät: Anfang des 20. Jahrhunderts hatten engagierte Frankfurter Bürger private Mittel für eine handvoll Institute aufgebracht, die die Keimzelle der 1914 eröff- neten Universität bildeten. Daran knüpfte sie an, als sie 2008 wieder den Status einer Stiftungsuniversität und so einen hohen Grad an Unabhängigkeit erlangte: Professoren kann sie ohne das Plazet der Landesregie- rung berufen, vakante Stellen schnell besetzen. Mit dem veränderten Status hat sich die Universität auch neue Finanzquellen erschlossen. Das Stiftungsvermö- gen ist in wenigen Jahren auf mehr als 160 Millionen Euro angewachsen; dazu kommen 31 Stiftungsprofes- suren – Lehrstühle, die von Unternehmen und Stif- tungen finanziert werden. Für 2013 meldete die Uni- versität einen neuen Rekord bei den Drittmitteln: Mit mehr als 170 Millionen Euro entsprechen sie etwa ei- nem Drittel des Etats. Und wenn es nach Müller-Esterl geht, soll sich dieser Trend weiter fortsetzen. Er möch- te, dass die Universität in den nächsten hundert Jah- ren finanziell völlig unabhängig wird vom Staat. Mit den zusätzlichen Mitteln hat die Universität schon viele Hundert neue Stellen geschaffen und sich auch akademisch weiterentwickelt. Am bekanntesten dürfte sie heute für ihr Angebot in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Jura und Medizin sein. Zum „Harvard am Main“ reicht es auf absehbare Zeit vielleicht nicht, aber die Hochschule gilt als sehr for- schungsstark. Das belegen drei Exzellenzcluster, sechs Sonderforschungsbereiche und insgesamt gute Ran- king-Plätze, auch wenn die Aussagekraft solcher Ver- gleiche umstritten ist. Die Universität wirbt jedenfalls mit dem sogenannten Shanghai-Ranking, das vor al- lem die Forschungsleistung bewertet: Demnach zählt Frankfurt zur Gruppe der fünf bis acht besten Univer- sitäten in Deutschland und zu den 20 besten in Europa. Den deutlichsten Beweis für die größere Wertschät- zung liefern wohl die Studierenden selbst, die inzwi- schen trotz hoher Mieten scharenweise nach Frank- furt kommen: In nicht einmal zehn Jahren ist deren Zahl von rund 30.000 auf 45.000 gewachsen, sodass d GOETHE-UNIVERSITÄT IN ZAHLEN 45.000 Studierende, unter ihnen 7.000 aus dem Ausland 6.500 Promovierende 4.000 Studienabschlüsse im Jahr 1.500 wissenschaftliche Mitarbeiter 650 Professoren, davon 31 Stiftungsprofessuren 606 Deutschland-Stipendien, Platz eins in Deutschland 171 Millionen Euro Drittmittel im Jahr 2013 170 Studiengänge 19 Nobelpreisträger 15 Leibniz-Preisträger 7 Partneruniversitäten, zahlreiche Kooperationen 6 Sonderforschungsbereiche 3 Exzellenzcluster „Makromolekulare Komplexe“ (Lebens- und Naturwissenschaften); „Kardio­ pulmonales System (Medizin); „Herausbildung normativer Ordnungen“ (Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften) GOETHE UNIVERSITY IN NUMBERS 45,000 undergraduate students, including 7,000 from outside Germany 6,500 doctoral students 4,000 degrees a year 1,500 academic staff 650 professors, including 31 endowed chairs 606 Germany Scholarship holders, first place in Germany 171 million euros of third-party funding in 2013 170 study programmes 19 Nobel laureates 15 Leibniz Prize winners 7 partner universities, numerous collaborative projects 6 collaborative research centres 3 excellence clusters: Macromolecular Complexes (life and natural sciences); Cardio-Pulmonary System (medicine); Formation of Normative Orders (humanities, social sciences and economic sciences) PaulLangrock/Zenit/laif DieterSchwer(2)

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