Strategische Partnerschaften und Thematische Netzwerke

Bernd Wannenmacher

Aktuelles

Am 18. April 2016 fand in Berlin eine internationale Konferenz zum Thema Strategische Partnerschaften statt. Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie hier.

Publikationen

Zeitgleich zur Konferenz ist eine DAAD-Publikation erschienen, die über 'Strategische Partnerschaften' und 'Thematische Netzwerke'  als Maßnahmen im Rahmen der strategischen Internationalisierung von Hochschulen informiert. Anhand von Best-Practice-Beispielen aus den im gleichnamigen Programm geförderten Projekten werden verschiedene Umsetzungsvarianten dargestellt und die jeweils damit verknüpften Herausforderungen und Möglichkeiten skizziert. Die Broschüre ist unter 'Dokumentationen & Fakten' über das DAAD-Publikationsbestellsystem erhältlich oder kann hier heruntergeladen werden.

Gerade frisch erschienen und ebenfalls über das Bestellsystem zu erhalten, ist die gemeinsame Publikation des DAAD und des IIE (Institute of International Education) „Global Perspectives on Strategic International Partnerships: A Guide to Building Sustainable Academic Linkages“. Vom theoretischen Hintergrund über Umfrageergebnisse bis zu Fallstudien und Best-Practice-Beispielen beleuchten Fachkräfte aus aller Welt das Thema strategischer internationaler Partnerschaften aus unterschiedlichsten Perspektiven. Weitere Informationen dazu erhalten Sie zudem hier.

Was versteht der DAAD unter einer 'Strategischen Partnerschaft'?

Hochschulpartnerschaften – früher oft auf rein persönlichen Kontakten zwischen Wissenschaftlern basierend – werden heute mehr und mehr als strategisches Element eines Internationalisierungskonzeptes und damit als Querschnittsaufgabe einer gesamten Hochschule verstanden. Aus einer Vielzahl von Partnerschaften identifizieren Hochschulleitungen einige wenige, auf die sie einen besonderen Schwerpunkt setzen, ohne dabei jedoch die individuellen Aktivitäten einzelner Wissenschaftler einzuschränken. Damit folgen Sie einem globalen Trend. Durch die Konzentration auf „Klasse statt Masse“ wird eine neue Qualität der internationalen Zusammenarbeit erreicht – diese neue Form der strategischen Vernetzung von Hochschulen ist ein weltweites Phänomen. Nachhaltige, synergetische Kooperationsformate werden gestärkt, gemeinsame Strukturen und Studiengänge aufgebaut und Forschungsverbünde mit renommierten Partnerhochschulen eingegangen. All dies sind entscheidende Maßnahmen zur Schärfung des internationalen Profils von Hochschulen und ein wesentliches Kriterium, um sich auf dem weltweiten Bildungsmarkt erfolgreich positionieren zu können.
Um diesen Prozess zu unterstützen, hat der DAAD im Jahr 2012 das Förderprogramm „Strategische Partnerschaften und Thematische Netzwerke“ ins Leben gerufen.

Welche Ziele hat das Programm?

Deutsche Hochschulen versuchen in jüngster Zeit, durch den Aufbau strategischer Partnerschaften und thematischer Netzwerke mit einer oder mehreren ausgewählten ausländischen Hochschulen ihr internationales Profil zu stärken. Meist handelt es sich bei den Partnern um Hochschulen mit einem hohen Renommee oder einem spezifischen Profil, das besonders gut zu dem der deutschen Hochschule passt oder es optimal ergänzt.

Das Programm hat zwei Aktionslinien und fördert Partnerschaften mit unterschiedlicher Ausrichtung:

Programmlinie A - Strategische Partnerschaften


Programmlinie A fördert Partnerschaften, die sich über einen oder mehrere Fachbereiche erstrecken und/oder verschiedene Ebenen und Aktionsfelder der Kooperation umfassen. Im Unterschied zu Partnerschaften, die ausschließlich von Fachbereichen geführt werden, sollen hier weitergehende Absprachen auf Hochschulebene angestrebt bzw. vereinbart werden. Durch die Konzentration auf diese strategischen Partnerschaften soll eine Qualitätsverbesserung in Forschung und Lehre erreicht werden. Gleichzeitig werden durch die Vernetzung der beteiligten Hochschullehrer Synergien hergestellt. Dabei wird nicht nur der fachliche Austausch zwischen den Partnerhochschulen beflügelt, sondern durch den fachübergreifenden Ansatz gleichzeitig die Interdisziplinarität innerhalb der Hochschulen gestärkt. Diese Partnerschaften sind damit ein wesentlicher Baustein der Internationalisierungsstrategie der Hochschule und tragen zur Steigerung der Attraktivität der eigenen Hochschule bei.
Das Programm fördert den Aufbau solcher Partnerschaften. Der Fokus der Förderung liegt in der Vertiefung einer bzw. weniger ausgewählter Partnerschaften (max. fünf pro Antrag). Die Beteiligung an bestehenden größeren Verbünden (wie z.B. Coimbra Group, Universitas 21, LERU etc.) ist nicht förderfähig, sofern es sich nicht um vertiefende Vorhaben mit einzelnen Partnern handelt.
Gefördert wird der Austausch von Lehrenden, gemeinsame Studiengänge oder Promotionsprogramme werden angeboten und Forschungsvorhaben durchgeführt. Die Förderung soll dazu genutzt werden, weitere strukturierte Programme mit der (den) jeweiligen Partnerhochschule(n) zu initiieren und aufzubauen. Die Koordinatoren sollen die Hochschule dabei unterstützen, zusätzliche Mittel für die Partnerschaft einzuwerben.

Programmlinie B - Thematische Netzwerke


Programmlinie B zielt dagegen auf eine Vernetzung auf fachlicher bzw. thematischer Ebene mit ausgewählten ausländischen Hochschulen. Gefördert werden hier forschungsbezogene multilaterale und internationale Netzwerke mit einer überschaubaren Zahl renommierter ausländischer Partner. Die Einbeziehung außeruniversitärer Forschungseinrichtungen in Deutschland und im Ausland ist dabei möglich und erwünscht. Das Programm soll zum einen dazu beitragen, durch attraktive Rahmenbedingungen in der Forschung ausgezeichnete ausländische Nachwuchswissenschaftler von renommierten Partnerhochschulen nach Deutschland zu ziehen. Zum anderen hilft es den beteiligten deutschen Hochschulen, sich durch die Schaffung von Kompetenzzentren in der „ersten Reihe" der internationalen Forschungslandschaft zu platzieren.
Die bisherigen Programme des DAAD zielen überwiegend auf die Entwicklung einzelner Instrumente der Internationalisierung oder auf die Förderung bilateraler Zusammenarbeit im Rahmen von Partnerschaftsprogrammen. Die Weiterentwicklung internationaler Netzwerke braucht heute flexible und kombinierbare Förderinstrumente für Forschung und Lehre.  Das neue Programm soll Mobilität von deutschen bzw. ausländischen Graduierten, Doktoranden, Postdoktoranden und Hochschullehrern von Deutschland zu den jeweiligen Partnern bzw. von den Partnerhochschulen nach Deutschland ermöglichen.

Anschlussförderung für auslaufende Projekte der ersten Förderrunde (Förderung 2017 - 2018)

Die Auswahl zur Anschlussfinanzierung erfolgte im April 2016. Eine Liste der ausgewählten Projekte finden Sie hier.

Informationen zur Ausschreibung (2017-2018)

Die 2016 auslaufenden Projekte der ersten Runde konnten sich um eine zweijährige Anschlussförderung in Höhe von maximal 125.000 € pro Jahr bewerben. Ziel der Anschlussfinanzierung ist die Schaffung eines reibungslosen Übergangs in die Nachförderphase eines Projekts und die Unterstützung seiner nachhaltigen Verankerung.

Ausschreibung Juni 2014 (Förderung 2015 - 2018)

Von 89 eingegangenen Anträgen konnten 2015 28 Projekte ausgewählt werden. Eine Liste der ausgewählten Projekte finden Sie hier.

Ausschreibung April 2012 (Förderung 2013 - 2016)

Von 117 eingegangenen Anträgen konnten 2013 21 Projekte ausgewählt werden. Eine Liste der ausgewählten Projekte finden Sie hier.

Presse

DAAD

  • Die Pressemitteilung des DAAD vom 29.01.2013 finden Sie hier.
  • Beitrag zu Strategischen Partnerschaften und Thematischen Netzwerken im DAAD-Magazin "letter".
  • Die Pressemitteilung des DAAD vom 12.02.2015 finden Sie hier.

Weitere Informationen und Downloads

Kontakt

Referat P13 - Internationalisierungsprogramme

Birgit Siebe-Herbig - Referatsleitung
Tel.: +49 228 882-168
Fax.: +49 228 882-9168
E-Mail: siebe@daad.de  

Karin Norton (Heistermann) - Referentin
Tel.: +49 228 882-8791
Fax.: +49 228 882-98791
E-Mail: norton@daad.de

Helen Schomer
Tel.: +49 228 882-8787
Fax.: +49 228 882-98787
E-Mail: schomer@daad.de

Jennifer Ipach
Tel.: +49 228 882-8714
Fax.: +49 228 882-98714
E-Mail: ipach@daad.de

Logos

Bmbf Logo