Germanistische Institutspartnerschaften (GIP)

DAAD/Hub

Die Germanistischen Institutspartnerschaften (GIP) sind ein bewährtes Instrument zur Förderung der deutschen Sprache im Ausland. Das Programm besteht seit 1993. Der regionale Schwerpunkt lag zunächst in Mittel- und Osteuropa und den Ländern der GUS. Seit 2008 steht das Programm auch für Vorhaben in Ländern Asiens, Lateinamerikas, Afrikas und ab 2017 für Israel zur Verfügung.

Projektleitertagung 2015

Im Jahr 2015 fand erstmalig eine Tagung der Projektleiter und Koordinatoren der Germanistischen Institutspartnerschaften (GIP) sowie der Doktorandenschulen im Vladimir Admoni-Programm (VAP) statt. Vom 30. November bis 01. Dezember 2015 trafen sich die Projektleiter und Koordinatoren im Gustav-Stresemann-Institut in Bonn.

Neben der Vernetzung und dem Erfahrungsaustausch diente die Tagung der Fortbildung (zuwendungsrechtliche Fragestellungen) und der gemeinsamen Diskussion künftiger Zielsetzungen und Ausrichtungen des Programms im Rahmen der Strategie zur Deutschförderung des DAAD.

Das GIP-Programm soll zusammen mit anderen Maßnahmen die Position der deutschen Sprache in den genannten Weltregionen stärken, besonders aber einen Beitrag leisten:

  • zur Entwicklung der Lehrinhalte und -formen an den Lehrstühlen für Germanistik bzw. Deutsch als Fremdsprache an den ausländischen Hochschulen (auch im Hinblick auf eine stärkere Berufsorientierung),
  • zur Förderung junger Wissenschaftler an diesen Lehrstühlen durch gemeinsame Betreuung von Promotionen und Habilitationen,
  • zur Weiterbildung der an diesen Lehrstühlen tätigen Hochschullehrer,
  • zur Qualifizierung künftiger Deutschlehrer an Hoch- und Sekundarschulen,
  • zur Entwicklung der Curricula und der Lehrmaterialien,
  • zur Förderung gemeinsamer Forschungsvorhaben,
  • zur Förderung des Austausches von Studierenden zwischen den beteiligten Lehrstühlen.

Das GIP-Programm zielt darauf ab, die örtliche Germanistik in Lehre und Forschung zu unter­stützen und in ihrem spezifischen Potential zu fördern. Ein Schwerpunkt liegt auf der Förde­rung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Zukünftige Hochschullehrer sollen in die Lage versetzt werden, ihr Fach selbständig in Lehre und Forschung zu vertreten und sich inhaltlich und methodisch am wissenschaftlichen Diskurs zu beteiligen. 

Darüber hinaus wird eine lehr­stuhl- bzw. institutsübergreifende Ausstrahlung der GIP auf benachbarte Fächer angestrebt. Eine reine Sprachförderung ist nicht Ziel dieses Programms.

Fördermaßnahmen

Förderanträge im Rahmen einer GIP können von deutschen Professoren gestellt werden, an deren Instituten bzw. Lehrstühlen entsprechende Voraussetzungen für die Realisierung folgender Fördermaßnahmen bestehen:

  • Bereitschaft deutscher Hochschullehrer zu Lehraufenthalten am Partnerinstitut von bis zu drei Monaten
  • Interesse deutscher Studierender  und Graduierter an einer Tutorentätigkeit an den Partnerlehrstühlen für 1 - 10 Monate
  • Einladung ausländischer Lehrkräfte zu Studienaufenthalten von bis zu zwei Monaten
  • Einladung von jüngeren Lehrkräften und Promovenden zu Forschungsaufenthalten im Zusammenhang mit der Promotion von bis zu drei Monaten
  • Einladung ausländischer Studierender der Germanistik bzw. Deutsch als Fremdsprache zu Studienaufenthalten bzw. zu Semesterstipendienaufenthalten

Vladimir-Admoni-Programm

Ziel dieses Programms ist die Schaffung einer neuen Generation von Nachwuchswissenschaftlern in der Germanistik in MOE/GUS. Gefördert werden "kleine Doktorandenschulen" an ausgewählten Hochschulen in MOE/GUS.

Ausschreibung VAP

Die Doktoranden können maximal drei Jahre mit einem Sur-Place-Stipendium gefördert werden. Kurzaufenthalte an der deutschen Partnerhochschule sind vorgesehen. Den Doktoranden (letzter Abschluss nicht länger zurückliegend als fünf Jahre) soll die vom DAAD geförderte Promotion eine wissenschaftliche Karriere an ihrer Hochschule ermöglichen.

Anträge können deutsche germanistische Institute stellen, die mit Partnern in MOE/GUS in einer GIP zusammenarbeiten oder innerhalb der letzten fünf Jahre zusammengearbeitet haben.

Kontakt

DAAD-Deutscher Akademischer Austauschdienst
Referat  Projektförderung deutsche Sprache, Alumniprojekte, Forschungsmobilität (PPP)/P33

Hochschulstandorte A-F

Gisela Born
Tel.: +49 228 882-608
Fax.: +49 228 882-9608
E-Mail: Born@daad.de

Hochschulstandorte G-W

Karin Führ
Tel.: +49 228 882-481
Fax.: +49 228 882-9481
E-Mail: fuehr@daad.de