Programmlinie 4: Deutsch-Arabische Forschungspartnerschaft - Al Tawasul

Geförderte Projekte 2017

Ägypten:

Anthropoide Sarkophage der griechisch-römischen Zeit im Ägyptischen Museum von Kairo

Kooperationsprojekt der Universität Tübingen mit der Cairo University

In dem Gemeinschaftsprojekt der Cairo University und der Abteilung für Ägyptologie des Instituts für die Kulturen des Alten Orients (IANES) der Universität Tübingen werden die Kairiner Steinsarkophage mit ihren Inschriften und Darstellungen epigraphisch und inhaltlich untersucht. Die Bedeutung der Särge liegt zum einen aufgrund der eingravierten Texte und Darstellungen auf religionsgeschichtlicher Ebene. Zum anderen gehören die qualitätvoll gearbeiteten Särge zur Grabausstattung der altägyptischen Elite und stellen daher auch aus kunstgeschichtlicher Perspektive eine bemerkenswerte Objektgruppe dar. Die dreijährige Projektarbeit hat zum Ziel, die weltweit größte Sammlung dieser bisher in der Wissenschaft stark vernachlässigten Objekte in einer Publikation zu erschließen. Neben einer Übersetzung und Kommentierung der hieroglyphischen Inschriften wird die Veröffentlichung hochauflösende Fotoaufnahmen sowie mit moderner digitaler Zeichentechnik erstellte Umzeichnungen der Darstellungen und Texte enthalten.

Nachdem in den Jahren 2013/ 2014 eine Gruppe von Nachwuchswissenschaftlern der Cairo University in mehreren Kursen in Kairo und Tübingen im elektronischen Zeichnen vor allem von Steinartefakten (Stelen, Reliefs u. a.) geschult wurde, sollten die besten Kursteilnehmer die Chance bekommen, ihre erworbenen Kenntnisse in einem konkreten Forschungsprojekt zur Anwendung zu bringen. Das Ziel ist eine gemeinsame Publikation von möglichst vielen der im Kairiner Museum aufbewahrten Sarkophage, die in punkto Genauigkeit, vollständiger zeichnerischer Erfassung, hieroglyphischer Wiedergabe der Texte, deren Transliteration und Übersetzung und einem inhaltlichen Kommentar den Vergleich mit ähnlichen in Europa oder den USA entstandenen Publikationen nicht zu scheuen braucht. Bis jetzt konnten alle zur Publikation vorgesehenen Sarkophage einmal aufgenommen werden; für den Aufenthalt in Kairo 2017 ist die abschließende Kollationierung des Materials vorgesehen.

Projektverantwortlicher: Herr Prof. Dr. Christian Leitz

Establishment of a Research Group and Cognition Lab.: JESICS

Kooperationsprojekt der Universität Osnabrück mit der Ain Shams University Kairo

The goal of this project is threefold: (1) to form a research group specialized in cognitive science, (2) to start a seeding project that develops a cognitively inspired computational model to understand drawn sketches, and (3) to establish an equipped cognition lab in Egypt for exploratory and interdisciplinary studies. The first target is to establish a research group that specializes on examining problem solving capabilities of cognitive beings and model such capabilities within artificial intelligent frameworks. “The Joint Exploratory Society for Interdisciplinary and Computational Studies” (JESICS) is proposed as the first kernel society of its kind allover Egypt. The group aims to study and solve fundamental cognition problems, where methodologies from both natural and human sciences are typically employed. This will be triggered through a seeding project that develops an AI competence model for the recognition, classification, memorization and retrieval of “sketches”.

Projektverantwortlicher: Herr Prof. Dr. Kai-Uwe Kühnberger

Tunesien:

Bakterien und Pilze als Pathogene und Endosymbionten von Olivenschädlingen: innovative Biotechnologie für die Bioinsektizid-Entwicklung in und für Tunesien (BIOlive)

Kooperationsprojekt der Hochschule Geisenheim mit dem Institut de l’Olivier, Sfax, Tunesien

Tunesien ist eines der weltweit führenden Olivenöl produzierenden Länder, und Olivenanbau sowie die Produktion hochqualitativen Olivenöls sind für die tunesische Landwirtschaft von strategischer Bedeutung. Gegen einige ökonomisch bedeutsame Olivenschädlinge wie die Olivenfruchtfliege, Bactrocera oleae, und die Olivenmotte, Prays oleae, werden chemische Insektizide eingesetzt. Deren Einsatz ist jedoch aufgrund der möglichen Anreicherung der Wirkstoffe im Olivenöl auf die frühe Anbauperiode beschränkt; für eine Kontrolle der Schädlinge in den letzten Monaten bis zur Ernte stehen gegenwärtig keine zugelassenen Mittel zur Verfügung. Die Nachfrage insbesondere nach ökosystem-verträglichen und nachhaltigkeitsfähigen Alternativen zu den gängigen Chemoinsektiziden ist daher hoch. Vor diesem Hintergrund zielt die bilaterale tunesisch-deutsche Kooperation auf die Entwicklung mikrobieller Bioinsektizide als Ersatz von oder Ergänzung zu chemischen Insektiziden in biologischer Landwirtschaft bzw. Integrierter Schädlingsbekämpfung. Zu diesem Zweck sollen mit Hilfe moderner biotechnologischer Methoden mit bedeutenden Olivenschädlingen als Pathogene oder Endosymbionten assoziierte Bakterien und Pilze identifiziert und auf ihre Tauglichkeit zur Bioinsektizid-Entwicklung hin untersucht werden. Das Projekt verbindet damit Aspekte der Grundlagen- und anwendungsorientierten Forschung mit einer Entwicklungszielsetzung. Insbesondere der Rückgriff auf in Tunesien endemische Mikroorganismen zur Entwicklung von Schädlingsbekämpfungsmitteln durch den tunesischen Partner zielt darauf, ein nachhaltigeres Wirtschaften mit regionalem ökonomischem Wachstum zu verbinden.

Projektverantwortlicher: Herr Dr. Andreas Leclerque

Interkulturelle Linguistik Deutsch-Arabische- Differenz und Übersetzung

Kooperationsprojekt der TU Dresden mit der Université de Jandouba

Den in Tunesien weit verbreiteten sprachlich orientierten Studieninhalten eine fachwissenschaftliche Perspektive zu eröffnen, die zugleich Anschlussmöglichkeiten zur Literaturwissenschaft bietet, ist das strategische Ziel dieses Projektes. Das Projekt soll einen Beitrag zur Re-Etablierung und Stabilisierung des Faches Germanistik an den tunesischen Universitäten leisten. Die dafür vorgesehene Forschergruppe soll der germanistischen Sprach- und Literaturwissenschaft in Tunesien eine konzeptionelle Perspektive geben. Das spezifische fachliche Projektziel besteht in der Entwicklung eines forschungsleitenden Konzeptes im Bereich der interkulturellen Semantik einerseits zur Analyse von mittelgroßen Korpora im deutsch-arabischen Vergleich, andererseits zur doppelperspektivischen Lektüre der Literatur der Migration.

Projektverantwortlicher: Herr Prof. Dr. Walter Schmitz

Proteomics and Halophyte Stress Tolerance

Kooperationsprojekt der Leibniz Universität Hannover mit dem Center of Biotechnology Borj Cédria, Tunesien

The salinization of arable lands at the rate of three hectares per minute worldwide is a major concern for agricultural crop production. This situation is more worrying in arid and semiarid areas where high evapo-transpiration rates occur. In Tunisia, about 1.5 million ha (10% of the country and 19% of its arable land) cannot be used due to water shortage and often high salinity levels in soils and irrigation. Unlike conventional crops, halophytes are plants that survive and are able to reproduce in environments with higher salinity levels. These species have evolved complex mechanisms at different levels (whole plant, cellular, and molecular) enabling them to successfully cope with hostile conditions. In addition, halophytes have several economical, medicinal, and environmental potentials. Our project entitled “Proteomics and Halophyte Stress Tolerance” (PHAST-16) investigates the responses of a local oilseed halophyte (Cakile maritima) with ecological and economic importance to abiotic stresses at the molecular level, using proteome analyses. Another main objective through this common project is building a Molecular Biology research group at the Center of Biotechnology of Borj-Cédria (CBBC) with strong expertise in the proteome analyses in collaboration with Prof. Hans-Peter Braun’s team at the Institute of Plant Genetics from the Leibniz University of Hannover. Research stays of young scholars, know-how transfer, and the organization of joint scientific events will enable us to achieve this qualitative transformation at the CBBC and to further strengthen the fruitful scientific collaboration between both partners.

In the framework of this project, three work packages (WP) are included:

WP1: Signaling of the proteome responses of C. maritima upon salt exposure

WP2: Comparative study of salt-responses of C. maritima and its relative species A. thaliana at the proteome level

WP3: Proteome-responses of C. maritima under drought stress and after stress release.

Preliminary results show that the plant has a significant plasticity at the ecophysiological level under stress conditions depending on the plant origin and compared to A. thaliana. These changes will be correlated with changes at the proteome level in order to better understand the tolerance strategy of this halophyte in its natural habitat.

Aside from the joint publications that are expected to be submitted at the end of the first semester of 2017, other joint activities include the participation of three members of the Tunisian partner and Professor Hans-Peter Braun at the “Proteomic Forum 2017”, a scientific event organized by the German Society for Proteomic Research (DGPF) in April 2017 at the University of Potsdam. In November 2017, the Laboratory of Proteomics at the Center of Biotechnology of Borj-Cedria (CBBC) will be opened in the presence of Professor Hans-Peter Braun and representatives of the DAAD office in Tunis. At this occasion, a short training session will be offered for master and PhD students.

Projektverantwortlicher: Herr Prof. Dr. Hans-Peter Braun

Theralytics: Smart E-Health Services for Treating Patients in Tunisia

Kooperationsprojekt der Universität Marburg mit dem Research Center in Informatics, Multimedia and Digital Data Processing Sfax

The Tunisian prime minister has initiated a strategic plan called “Digital Tunisia 2020”, which includes the design and development of electronic services that could be offered to Tunisian citizens, such as e-learning, e-business, e-culture and e-health. Since there is a lack of adequately equipped hospitals and medical professionals in rural regions in Tunisia, the proposed project is aimed at investigating, developing, deploying and evaluating an e-health software system for treating patients with chronic diseases like diabetes, cardiovascular disease, asthma and mental disorders. The software system a) collects data of a patient via a set of wearable sensors and smartphones, b) analyzes incoming sensor data together with data extracted from additional sources in the WWW, and c) automatically proposes an individual treatment plan. A medical expert validates the treatment plan and executes it on the patient living in a rural region. The research project is based on the use of: (i) wearable devices and smartphones for sensing data; (ii) low cost communication protocols, such as LoRaWAN, for transmitting health data (iii) Cloud computing for storing and processing data; (iv) data mining in the WWW to automatically extract useful health-related information; (v) semantic complex event processing for semantically modeling, analyzing and correlating data; and (vi) mobile devices (e.g., tablets, smartphones) to execute and validate the treatment plan. A LoRaWAN gateway has been built in the context of Theralytics. It is used to send health data to the analysis component that is based on the use of novel approaches allowing us to detect depressive episodes and heart failure crisis at an early stage.

Projektverantwortlicher: Herr Prof. Dr. Bernd Freisleben

Transformation – Kultur – Geschlecht

Kooperationsprojekt der Leuphana Universität Lüneburg mit der Universität Manouba

Das Projekt zur Erforschung des Themas Geschlecht und Gender in Tunesien in der Zivilgesellschaft und den damit verbundenen kulturellen Praktiken widmet sich einer aktuellen Themenstellung hinsichtlich der politischen, sozioökonomischen und wirtschaftlichen Entwicklung und weiteren Demokratisierung Tunesiens: Während durch deutsche und europäische Medien häufig pauschalisierende Meinungen über die Geschlechterverhältnisse in den arabischen Ländern (re)produziert werden, ist die Realität wesentlich komplexer. In Tunesien spielten die Emanzipation der Frauen und die Berufung auf Geschlechtergerechtigkeit im Rahmen der Modernisierungsdiskurse seit der Unabhängigkeit eine besondere Rolle. Im Sinne eines „Staatsfeminismus“ wurde dem Thema der Frauenrechte besondere staatliche Aufmerksamkeit zuteil. Die staatliche Monopolisierung des Frauenrechtsdiskurses war aber auch eine Maskerade, die einerseits zivilgesellschaftliches Engagement abwertete und unsichtbar machte und andererseits Unrecht, Gewalt und Menschenrechtsverstöße überdeckte. Islamistische Kräfte gewinnen dadurch Sprechpositionen, dass sie besonders unter der Diktatur gelitten haben. Daher ist es in Tunesien nicht mehr ohne weiteres möglich, sich affirmativ und ohne historisches Bewusstsein auf die Frauenrechte und Geschlechtergerechtigkeit zu berufen. Zudem werden LBGTQIA-Positionen in vielen Kontexten tabuisiert und marginalisiert. Die Analyse dieser komplexen Lage soll für das Thema sensibilisieren, einen wissenschaftlichen Gegenentwurf zu pauschalisierenden und populistischen Meinungen in Deutschland und Europa anbieten, eine Reflexion der einstigen und aktuellen politischen Strategien ermöglichen und untersuchen, wo sich zwischen den Extremen des Staatsfeminismus und der Unterdrückung auch für Minoritäten gangbare andere Wege eröffnen. Diese Fragen untersucht eine kulturwissenschaftliche interkulturelle Forschungsgruppe mit Beteiligten aller Qualifikationsstufen einschließlich Studierender. Erste Ergebnisse werden dieses Jahr auf der Projekthomepage sowie danach einem Sammelband und der Sondernummer einer Zeitschrift veröffentlicht.

Projektverantwortliche: Frau Dr. Steffi Hobuß

Aeolian dynamics in Tunisia - past and present

Kooperationsprojekt der TU Dresden mit der Universität Gafsa und der Universität Sfax

Remote sensing techniques provide us with the possibility of monitoring dust over whole northern Africa and identifying its origin. We aim to investigate the sources of dust loaded winds and positive and negative consequences for the Tunisian society. Loess-paleosol-sequences (LPS) in southern Tunisia are a window into the past documenting these environmental changes over longer (geological) timespans. Therefore it is essential to study the eolian dynamics and environmental changes in desert margins. The southern part of Tunisia is characterized by the lowland Djeffara and the Dahar highland. The flanks of Dahar highland are dissected by dry valleys and wide depressions. Several depressions and valleys, especially in the northern part of Dahar highland are filled with loess and loessic material up to a thickness of 18 m. Our approach combines methods applied in modern dust research with those of geoscientific archive research in order to distinguish between triggering factors of modern and past dust dynamics. In a final step achieved results will then be contextualized and linked to scientific results of previous and recent studies on archive reconstruction and present dust dynamics on the Canary Islands.

Projektverantwortlicher: Herr Prof. Dr. Dr. Dominik Faust

Jordanien:

Genetic causes of ARID in Jordan

Kooperationsprojekt der Universität Tübingen mit der Philadelphia University Jordanien

Intellectual disability is characterized by significant limitations both in intellectual functioning and in adaptive behavior as expressed in conceptual, social, and practical adaptive skills. Despite the recent advances in diagnosis, the cause of intellectual disability remains unexplained in the majority of cases. This project aims at identifying and characterization the genetic causes of intellectual disability in Jordanian families with autosomal recessive inheritance of intellectual disability. For the Jordanian side, this project introduces a novel approach to identify mutations using NGS. Furthermore, the cooperating families would get the chance for genetic counseling and high end diagnostics. The scientific approach can be divided into the following steps: field work to recruit the families and describe the phenotype of the patients, lab work to identify the mutations, prove their pathogenicity and to identify new genes associated with intellectual disability using highly sophisticated "next generation sequencing" technology, symposia to exchange knowledge on clinical manifestation of intellectual disability, to teach scientists and technicians in molecular techniques in Germany, and to publish new data.

Projektverantwortlicher: Herr Prof. Dr. Olaf Riess

Novel polymeric membranes for heavy metal removal from waste waters

Kooperationsprojekt des Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften-ISAS-e.V.(Dortmund) mit der German Jordanian University

One of the most urgent challenges for society is the availability of clean water. Almost all water sources around the world are polluted to some degree due to a heavy influx of industrial effluents and domestic and agricultural wastes discharged into receiving water. Nanofiltration (NF) is a commonly used membrane process in heavy metals removal. The major goals of this research proposal are to develop an innovative low cost and high efficient polymeric NF membrane. Students and researches from all levels are conducting joined research in highly innovative project, are trained during extended stays in Germany and are attending summer-schools for deepened knowledge.

Projektverantwortlicher: Herr Dr. Roland Hergenröder

Inertial focusing for continuous nanoparticles separation

Kooperationsprojekt der TU Braunschweig mit der German Jordanian University

The separation of nanoparticles (i.e., lipoproteins, virions, cellular vessels) is of high priority in various biomedical and pharmaceutical applications, health care, electronics and energy industries. In parallel, true concerns about the adverse impact of these particles on human health and environmental systems were raised. Therefore, several micro/ nanoparticles separation and concentration approaches (i.e., membrane based filtration, field-flow fractionation, electrophoresis, acoustic separation, centrifugation) were developed. However, such techniques suffer either from complexity, large investment cost, or from operation limitations such as batch operation mode, long time and the need for external fields. This project proposes development of enhanced high throughput nanoparticle separation devices working based on inertial focusing utilizing the 3D Femtosecond laser micromachining in glass. Novel designs that consider the multi-loops of spiral channels with modified trapezoid cross section will be investigated and optimized for a set of nano-sized particles. The geometrical parameters and operation conditions (i.e., flow rate, pressure and shear stresses) will be defined for optimized cases. The final target of this project is to fabricate optimized 3D channels internal (inside) a glass substrate to allow for very high flow rates and a wide range of nanoparticle sizes separation. The successful development of such techniques would play a key activity in most industrial, biological and medical processes (i.e., purify/ concentrate particles of interest). Furthermore, this project is a unique opportunity towards establishing a strong and well-trained collaborative research group with professional skills in micro/nanofluidic and separation techniques. It will make it possible towards submitting competitive research proposal in health-related diagnostics for developing countries and pharmaceutical industry.

Projektverantwortlicher: Herr Prof. Dr. Andreas Dietzel

Tri- und multilaterale Projekte:

Training Network Novel Cytotoxic Drugs

Kooperationsprojekt der Universität Bielefeld mit der Université de Tunis El Manar und dem National Research Center Dokki-Cairo

The Research Training Network Novel Cytotoxic Drugs from Extremophilic Actinomycetes aims at joining efforts in graduate education between Tunisia, Egypt, and Germany devoted to Natural Product Chemistry. The intensive exchange of personnel, materials, and ideas between the partners of the Research Training Network will strengthen the transnational interdisciplinary collaboration in research, development, and training. Cytotoxic compounds from extremophilic Actinomycetes will be in the focus of the research activities. The training programme focuses on different aspects of natural product research, e.g., microbiology, molecular biology, organic chemistry, medicinal chemistry, and biochemistry. Current cancer therapies suffer from a low therapeutic index and many cancers are not curable with current therapy. Therefore, new drugs need to be more specific and with less side effects.

Projektverantwortlicher: Herr Prof. Dr. Norbert Sewald

Der Maghreb im Wandel. Medien, Wissen & Macht in Marokko und Tunesien

Kooperationsprojekt der LMU München mit verschiedenen Hochschulen in Tunesien und Marokko (u.a. Universität Sousse, Universität Karthago, Universität Fes, Universität Rabat)

Die multilaterale Forschungspartnerschaft “Medien & Macht in Marokko und Tunesien“ der LMU München mit den Universitäten Muhammad V. (Rabat), Sidi Mohamed Ben Abdellah (Fès), dem Institut Supérieur de l´Information et de la Communication (Rabat) sowie den Universitäten Carthage, Gafsa, La Manouba und Sousse zielt auf die Schaffung einer interdisziplinären Forschungsgruppe von Nachwuchswissenschaftlern, die sich mit der Rolle von Medien in gesellschaftlichen und politischen Transformationsprozessen beschäftigt. Inhaltlich umfasst die Gruppe die Kultur-, Politik-, Rechts- und Kommunikationswissenschaften sowie die Gender Studies. Diese interdisziplinäre Multilateralität dient nicht nur der akademischen Qualität und Originalität des Projekts, sondern befördert vor allem die fächer- und hochschulübergreifende Zusammenarbeit und Vernetzung in und zwischen den beteiligten Ländern. Unterstützt wird die Strukturbildung durch den Aufbau einer online Forschungsplattform (Collaborative e-Research) sowie einer Forschungsstelle in Marokko und Tunesien. Die Forschungsgruppe arbeitet unter Betreuung erfahrener Wissenschaftler zu den drei Diskursen „Zentrum-Peripherie“, „Islamismus-Säkularismus“ sowie „Geschlechterverhältnisse“. Darüber hinaus nehmen die Nachwuchswissenschaftler an einer Reihe von Förder- und Ausbildungsmaßnahmen teil und wirken ihrerseits als Multiplikatoren im marokkanischen und tunesischen Hochschulwesen.

Projektverantwortlicher: Herr Prof. Dr. Andreas Kaplony