Programmlinie 3: Gemeinsame Masterstudiengänge

Geförderte Projekte 2016

Ägypten:

Comparative and Middle East Politics and Society

Kooperationsprojekt der Universität Tübingen mit der American University in Cairo

Der viersemestrige, interdisziplinär ausgerichtete Studiengang der Eberhard Karls Universität Tübingen und der American University in Cairo kombiniert politikwissenschaftliche Inhalte aus dem Bereich der vergleichenden Politikwissenschaft und Transformationsforschung mit einer regionalwissenschaftlichen Spezialisierung, die sowohl eine Sprachausbildung als auch die Vermittlung von Kenntnissen zu Gesellschaft, Kultur und Geschichte der arabischen Welt einschließt. Neben der Fähigkeit zur Analyse politischer Zusammenhänge vermittelt der CMEPS-Studiengang interkulturelle Kompetenzen und anwendungsbezogene Kenntnisse, die den Studierenden gute Berufschancen bei öffentlichen und privaten Arbeitgebern eröffnen.Der Studiengang beinhaltet gemeinsame Lehrveranstaltungen für arabische und deutsche Studierende sowie ein verpflichtendes Auslandssemester im Partnerland. Darüber hinaus gewährleistet die Integration eines vorzugsweise im Partnerland zu absolvierenden Praktikums und des Austauschs von Dozenten einen verstärkten interkulturellen Dialog auf Studierenden- und Lehrendenseite. Link: http://www.cmeps.net/

Projektverantwortlicher: Herr Prof. Dr. Oliver Schlumberger

Heritage Conservation and Site Management

Kooperationsprojekt der BTU Cottbus-Senftenberg und der Helwan University Cairo unter Mitwirkung des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI)

Seit 2012 kooperieren die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, die Helwan University in Kairo und das Deutsche Archäologische Institut im Joint Masterkurs Heritage Conservation and Site Management, der Studierenden Kenntnisse u.a. zu den Themen Kulturerbe-Management, Kulturtourismus, Kommunikation von Denkmalwerten und Archäologie vermittelt. In dem gemeinsamen Masterprogramm werden Studierende aus Deutschland, Ägypten und der weiteren Region ausgebildet, um zum Erhalt, dem Management und der nachhaltigen Nutzung kultureller Stätten in ihren jeweiligen Heimatländern beizutragen. Dabei werden aktuelle wissenschaftliche Methoden und Techniken ebenso vermittelt wie ein partizipatives Fundstättenmanagement und Elemente eines ressourcenschonenden Kulturtourismus. Aufgrund des hohen Bedarfs an qualifizierten Arbeitskräften in diesem Bereich erwarten die Absolventen gute Berufschancen. Das 2-jährige Programm sieht gemeinsame Studienaufenthalte an den jeweiligen Partneruniversitäten in Kairo und Cottbus vor. Daneben stehen gemeinsame Exkursionen, Studienprojekte und Konferenzen auf dem Programm, ebenso wie Dozentenaustausch und Fortbildungsmaßnahmen für ägyptische Universitätsdozenten.  Ende 2016 wurde der bestehende Lehrplan weiterentwickelt und um die Vertiefung „Heritage in Conflict“ erweitert. Der Studiengang wurde geöffnet für geflüchtete syrische und irakische Hochschulabsolventen sowie für weitere Teilnehmer aus von Gewalthandlungen betroffenen Ländern wie Jemen oder Libyen. Module zu „Disaster Risk Management“ und Workshops wie „Cultural Cleansing“ sollen die Absolventen befähigen, zu Kulturerhalt und Wiederaufbau in ihrem Heimatland beizutragen. Link: https://www.b-tu.de/heritageconservation-ma/steckbrief

Projektverantwortlicher: Herr Prof. Dr. Dr. h.c. (NMU Dnepropetrovsk), Michael Schmidt