Hochschulpartnerschaften mit dem Irak

Geförderte Projekte 2017

Modernisierung und Internationalisierung von Lehre und Forschung des Fachbereiches Soziale Arbeit an der Universität Sulaimani (CoBoSUnin)

Ein Kooperationsprojekt der Evangelischen Hochschule RWL Bochum mit der Universität Sulaimani

Das Projekt „CoBoSUnin I/ II“ zielt – im Sinne einer nachhaltigen entwicklungspolitischen Maßnahme – darauf, die Wissensgesellschaft in Kurdistan-Irak zu fördern, indem es die Lehre und die Forschung im Fachbereich Soziale Arbeit an der University of Sulaimani (UoS) stärkt. Der Studiengang Soziale Arbeit wurde an der Universität Sulaimani im Wintersemester 2014/15 eingeführt und ist damit ein junges Fachgebiet im Aufbau, welches Lehrende und Studierende vor Herausforderungen stellt.

In dem Entwicklungs- und Forschungsprojekt „CoBoSUnin II 2017-2018“ der Evangelischen Hochschule RWL und der UoS [angegliedert und basierend auf dem Anbahnungsprojekt „CoBoSUnin I“], werden auf der Grundlage von Workshops, Expert_innen-Interviews und Dokumentenanalysen, Bedarfe und Entwicklungspotentiale für die Modernisierung und Internationalisierung des Studiengangs Soziale Arbeit in der Region Kurdistan ermittelt. Anschließend werden Konzepte und konkrete Maßnahmen für die Modernisierung des bestehenden Standardcurriculums, für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie der Etablierung des Studiengangs Soziale Arbeit als Handlungswissenschaft, unter besonderer Berücksichtigung der Sozialen Arbeit als Menschenrechtsdisziplin, erarbeitet und umgesetzt.

Im Fokus stehen dabei die Aufbereitung und Entwicklung der Module Internationale Soziale Arbeit, Ethik, Gender, Beratung, Supervision und die Einführung von Praxisbegleitungen. Das Gesamtprojekt wird entsprechend formativ evaluiert.

Durch die international-inter-/transkulturelle Perspektive in diesem Projekt wird der Blick für diverse Sozialarbeitskulturen, ihren unterschiedlichen Projekten und Praxen, aber auch für Gemeinsamkeiten über die Auseinandersetzungen mit internationalen und transnationalen Ansätzen, erweitert. Das Projekt leistet damit auch einen Beitrag zur Forschung auf dem Gebiet der international vergleichenden Sozialen Arbeit und einen Beitrag zur nachhaltigen Strukturbildung der kurdisch-irakischen Hochschullandschaft.

Projektverantwortliche: Frau Prof. Dr. Cinur Ghaderi

In Kooperation mit Frau Prof. Dr. Kristin Sonnenberg

Projektmitarbeiterin: Frau Lisa-Marie Dünnebacke, M.A.

Dialogue in Architecture, Urban Design and Management

Ein Kooperationsprojekt der BTU Cottbus-Senftenberg mit der der Universität Bagdad und der Universität Sulaimani

Der fachliche Schwerpunkt des Projektes liegt in der städtebaulichen Entwicklung historischer Stadtbereiche im Irak, einschließlich des Bereichs kontextuelles Bauen. Die Situation der Altstädte und ihrer Erneuerung ist desolat und der akademischen Ausbildung fehlen weitgehend die internationalen Erfahrungen. Besonders vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen und demographischen Herausforderungen vor denen der Irak gegenwärtig steht, spielt der Wiederaufbau vitaler Innen- und Altstädte eine herausragende Rolle.

Nachhaltig wirksames Ziel des Projektes ist deshalb die Etablierung neuer international anerkannter Studienmodule. Hierzu werden gemeinsam mit den Partnern Curricula im Masterstudienbereich für die Module Städtebau und kontextuelles Bauen erarbeitet. Begleitet werden diese Prozesse durch regen Austausch von Studierenden, Dozenten und Forschenden im Rahmen von Workshops, Kurzaufenthalten und Koordinationstreffen.

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Heinz Nagler

Projektkoordinator: Herr Dipl. Ing. Christoph Wesseling

Entwicklung des Bachelor-Studiengangs "Raumplanung für Irak"

Ein Kooperationsprojekt der TU Dortmund mit der Universität Dohuk

Im Rahmen des Projektes „Raumplanung für Irak“ wird seit dem Jahre 2009 ein englischsprachiger Bachelorstudiengang mit Joint certificate der TU Dortmund und der Universität Dohuk entwickelt und nun schrittweise erprobt. 2012 hat die Lehrtätigkeit im Rahmen des Studiengangs begonnen, unterrichtet wird von einheimischen und deutschen Dozenten gleichermaßen.

Der Studiengang hat am 14. Mai 2017 seine ersten Absolventinnen und Absolventen feierlich verabschiedet. Sechs Frauen und 17 Männer sind nun in das Arbeitsleben als Raumplanerinnen und -planer eingetreten.  

Der Austausch zwischen den Partneruniversitäten ist auch jenseits der Lehre intensiv: Regelmäßig halten sich die irakischen Studierenden an der TU Dortmund auf, um Praktika zu absolvieren. Außerdem  finden Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für das irakische Lehrpersonal statt, Fachkonferenzen zum wissenschaftlichen Austausch und zur Initiierung gemeinsamer Publikationen werden ausgerichtet. Irakische Doktoranden werden während ihrer Forschungsaufenthalte in Deutschland betreut und fachlich gezielt gefördert. Einige Bachelorstudenten absolvieren sogar ihr gesamtes Studium an der TU Dortmund.

Weitergehende Informationen zur Partnerschaft finden Sie auf der projekteigenen Webpage.

Projektverantwortlicher: Herr Prof. Dr. Dietwald Gruehn

Projektkoordinator: Herr Dr. Hasan Sinemillioglu

Perspektiven für die Zukunft der Bildung und Wissenschaft in Mosul (RESI)

Ein Kooperationsprojekt der TU Dortmund mit der Universität Mosul

Mit dem Projekt Rethink Education and Science in Iraq after ISIS occupation (RESI) zielt die TU Dortmund darauf ab, die Universität Mosul in Krisenzeiten in Lehre und Forschung bzw. bei der internationalen und wissenschaftlichen Anschlussfähigkeit zu unterstützen. Seit Juli 2014 arbeitet die Universität Mosul aufgrund der Besetzung der Stadt durch ISIS im Exil. Die Hochschulleitung hat ihren temporären Sitz nach Dohuk verlegt. Ein provisorischer Lehrbetrieb findet für etwa 14.000 Studierende in eigenständig organisierten Räumlichkeiten in den Städten Dohuk, Erbil, Kirkuk, Sumail und Zacho statt.

Gemeinsam mit Dozenten der Universität Mosul und der TU Dortmund sollen Strategien für die Zeit nach der Krise entwickelt und die Zusammenarbeit zwischen den Partnerhochschulen gefördert werden. Dozententeams der Universität Mosul entwickeln hierzu mit Unterstützung der KollegInnen der TU Dortmund Lehrveranstaltungen für BSc.- und MA-Studierende. Die Lehrveranstaltungen decken unterschiedliche Disziplinen ab, befassen sich jedoch alle mit Fragen eines nachhaltigen Wiederaufbaus und der aktiven Rolle, welche Bildungsorganisationen in diesem Prozess spielen können. In einer abschließenden gemeinsamen Konferenz werden die Ergebnisse der Seminare diskutiert und öffentlich über Ansätze und Strategien für „Nachkrisenzeiten“ debattiert.

Projektverantwortliche: Frau Dr. Heike Wendt

Projektkoordinator: Herr Dr. Shahadat Hossain (ab Juli 2017)

IGP-Multiflow II

Ein Kooperationsprojekt des Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf e.V. mit der Universität Zakho

Die Universität Zakho hat es sich zum Ziel gesetzt, im Norden des Iraks zu einer Exzellenzuniversität auf dem Gebiet der Erdöl- und Erdgastechnologie zu werden. Die langfristig angelegte Kooperation mit dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf e.V. (HZDR) bringt die Universität Zakho diesem Ziel näher: Das HZDR wird als Referenzpartner den Aufbau, die Einrichtung und den Betrieb eines Mehrphasenlabors unterstützen und bei der Ausbildung von Wissenschaftlern und Doktoranden unterstützen. Darüber hinaus ist ein langfristiges Doktorandenaustauschprogramm vorgesehen.

Projektverantwortlicher: Herr Prof. Dr.-Ing. Uwe Hampel

Projektkoordinator: Herr Uwe Pöpping

Iraqi-German Academic Cooperation Network (IG-CON)

Ein Kooperationsprojekt der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg mit den Universitäten Salahaddin, Sulaimani, Zakho, Mustansiriya, Dohuk, Basra, Bagdad, Babylon, Diyala, Kerbela, Kirkuk, Kufa, Qadisiyah, Tikrit, Wassit und der Akademie Bayt Al-Hikma

Mit dem Iraqi-German Academic Cooperation Network (IG-CON) wird der akademische Austausch in Lehre und Forschung nachhaltig gefördert. Im Rahmen des Netzwerks werden fachspezifische Lehr- und Trainingsprogramme in Kooperation mit den jeweils führenden Forschungsinstituten in Deutschland organisiert und die Zusammenarbeit zwischen den Partneruniversitäten und der Wirtschaft gestärkt.

Zu den Vorhaben des bereits seit 2009 laufenden Projekts zählen ein Doktorandenprogramm am Center for Iraq Studies (CIS) an der Uni Erlangen-Nürnberg, Faculty & Staff Trainings hinsichtlich fachspezifischer Fortbildung als auch Soft-Skills, akademische Austauschprogramme für Post-Docs, Split-Site Doctoral Programs sowie die Ausrichtung von Fachkonferenzen und Symposien. 

Weitergehende Informationen zur Partnerschaft finden Sie auf der projekteigenen Webpage.

Projektverantwortlicher: Herr Prof. Dr. Dr. Sefik Alp Bahadir

Projektkoordinatorinnen: Frau Katharina Drost und Frau Nadine Abu Julud

Capacity Building in Teacher Education and Research

Ein Kooperationsprojekt der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (bis Ende 2015 an der Universität Leipzig angesiedelt) mit der Salahaddin Universität in Erbil

In Zusammenarbeit mit dem College of Basic Education der Salahaddin Universität in Erbil werden auf der Grundlage von zahlreichen Pilotaktivitäten und der Ergebnisse einer vergleichenden Analyse der Lehrerausbildung Maßnahmen zur Modernisierung und Internationalisierung der Lehrerausbildung und Lehrerbildungsforschung in der Region Kurdistan realisiert.

Für die Modernisierung der Curricula werden thematische Einheiten zu Diversity Education und Inclusive Education für die Studienprogramme der Lehrerbildung entwickelt, schrittweise erprobt und evaluiert. Um die Kompetenzorientierung des Unterrichts zu fördern und Jugendliche bei der beruflichen Orientierung zu unterstützen, wird angehenden Lehrerinnen und Lehrern eine Zusatzqualifikation in „Entrepreneurship Education“ in einem Wahlmodul angeboten. Der wissenschaftliche Nachwuchs sowie die schulischen Führungskräfte können sich im Rahmen des zu entwickelnden Master-Programms „Entrepreneurship Education“ fortbilden.

Ebenfalls soll an der Salahaddin Universität eine Kooperationsplattform „Basic Education Professional Teacher Network“ als Vorläufer für das Zentrum für Lehrerbildung und Schulforschung aufgebaut werden. Die Plattform soll die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Disziplinen in den Lehrerbildung und die Vernetzung der lehrerbildenden Hochschulen in der Region Kurdistan unterstützen.

Projektverantwortlicher: Herr Prof. Dr. Anatoli Rakhkochkine

Projektkoordinator: Herr Dr. Simon Moses Schleimer

Mechanical Engineering Germany-Iraq (MEGIV)

Ein Kooperationsprojekt der Technischen Universität Bergakademie Freiberg mit den Universitäten TU Bagdad, Koya, Kirkuk, Diyala, Salahaddin Universität Erbil, Polytechnische Universität Erbil.

MEGI IV ist das Nachfolgeprojekt einer bereits 2009 gestarteten Kooperation mit einer Reihe von Universitäten aus verschiedenen Teilen des Iraks. Die Anzahl der Partneruniversitäten ist seit Beginn auf nunmehr sechs irakische Hochschulen angestiegen. Die Salahaddin Universität in Erbil nimmt jedoch als langjähriger, zuverlässiger Partner und Standort des Trainingszentrums im Irak eine besondere Stellung ein.

Umfassendes Ziel des Projektes ist es, die erfolgreichen Maßnahmen zur Qualifizierung von irakischen Hochschuldozenten weiterzuführen und zur Modernisierung der Ausbildung an ausgewählten irakischen Partneruniversitäten beizutragen. Konkret bedeutet dies, dass die Lehr- und Forschungsqualität im Fachgebiet Maschinenbau fortwährend verbessert, Labormitarbeitern die Handhabung moderner Maschinen, Messgeräte und Software nahegebracht wird und ein fachlicher und kultureller Austausch zwischen deutschen und irakischen Studierenden stattfindet.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Webpage der TU Freiberg.

Projektverantwortlicher: Herr Prof. Dr.-Ing. Bertram Hentschel

Projektkoordinator: Herr Dr. Kadauw

Internationalisierung der Künstlerausbildung im Irak (Kurdistan)

Ein Kooperationsprojekt der Kunsthochschule Kassel mit der Universität Sulaimania

Die Kunsthochschule Kassel realisiert 2017-2018 eine strategische Partnerschaft mit der Universität Sulaimania im Nordirak (Regionalregierung Kurdistan) an. Das an der Universität Sulaimania beheimatete Department of Fine Arts soll inhaltlich, medial und pädagogisch auf den internationalen Kunstbetrieb ausgerichtet werden. In diesem Jahr werden Studierende und Dozierende aus Sulemania an der Kunsthochschule Kassel erwartet, um an dem hiersigen Lehrprogramm teilzunehmen. Im Verlauf des Juli ist in Kassel eine Ausstellung mit Werken der nordirakischen KünstlerInnen vorgesehen, parallel zur aktuellen documenta. Im kommenden Jahr werden Studierende und Dozierende aus Kassel in den Nordirak reisen, um den im Vorjahr begonnenen Austausch fortzuführen.

Projektverantwortlicher: Herr Prof. Dr. Kai-Uwe Hemken

Weiteraufbau der Deutschabteilung an der Salahaddin Universität Erbil

Ein Kooperationsprojekt der Universität Leipzig mit der Salahaddin Universität Erbil

Das im Jahre 2011 gestartete Projekt ermöglicht Studierenden erstmals in der Geschichte der Region Kurdistan-Irak Deutsch zu studieren. 2012 ist die Deutschabteilung in Anwesenheit der Generalsekretärin des DAAD, Dr. Rüland, sowie zahlreicher deutscher und kurdischer Gäste feierlich eröffnet und ein Bachelorstudiengang für Deutsch als Fremdsprache ins Leben gerufen worden. Da die meisten Studierenden das BA-Studium ohne Deutschkenntnisse beginnen, wurde mit integriertem Fach- und Sprachunterricht ein neues Konzept in die Lehre der Salahaddin Universität eingebracht. Die Umsetzung des so genannten CLIL-Konzepts (Content and Language Integrated Learning) ermöglicht den Studierenden, den vierjährigen Bachelor-Studiengang des Fachs Deutsch als Fremdsprache sowohl sprachlich als auch fachlich auf einem hohen Niveau abzuschließen. Intensive Sprachkursaufenthalte in Deutschland ergänzen das Curriculum.

Nicht nur der Lehrplan, auch alle Unterrichtsmaterialien wurden von den Mitarbeitern des Herder-Instituts in Zusammenarbeit mit den Kollegen auf kurdischer Seite konzipiert und fortwährend weiterentwickelt. Der wissenschaftliche und fachliche Austausch zwischen dem Herder-Institut und der Deutschabteilung in Erbil wird durch regelmäßige Besuche und Workshops gewährleistet.

Während der nächsten Jahre sollen die Entwicklung nachhaltiger und transparenter Strukturen und Entscheidungsprozesse im Vordergrund stehen sowie die Inhalte des BA-Studiengangs neu überarbeitet werden. Hierbei sollen auch die Erfahrungen von Berufseinsteigern der ersten Studierendengeneration und die Anforderungen und Bedingungen des beruflichen Umfelds noch stärker miteinbezogen werden.

Weitergehende Informationen zur Partnerschaft finden Sie auf der Webpage des Herder-Instituts.

Projektverantwortliche: Herr Prof. Dr. Claus Altmayer, Herr Prof. Dr. Christian Fandrych, Herr Prof. Dr. Erwin Tschirner

Projektkoordinatorinnen: Frau Susanne Chenaoui und Frau Juliane Wicklein

BIONIQ-Bios und BIONIQ-MedPhys (Biomedical Engineering in Northern Iraq)

Kooperationsprojekte der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) mit der Universität Duhok

Im Vorgängerprojekt "BIONIQ" wurde seit 2014 die Universität Duhok in Kurdistan im Nord-Irak unterstützt, nachhaltig den Schwerpunkt der Biomedizinischen Technik in Forschung und Lehre zu etablieren, um in den Krankenhäusern und Unternehmen diesen wichtigen Bereich zu stärken. Damit wurde die Vorarbeit zur Gründung der Fakultät "Biomedical Technologies" an der Universität Duhok gelegt. Zum Wintersemester  2016 soll der Lehrbetrieb für den Bachelorstudiengang Biomedizinische Technologie aufgenommen werden. Der Auf- und Ausbau des Studiengangs wird durch gemeinsame Lehrveranstaltungen, Konferenzen, Fachtagungen und Sommerschulen, sowie durch die gezielte Förderung von akademischen Nachwuchskräften und Studierenden begleitet. Ebenfalls sollen die Kontakte mit Vertretern von irakischen Regierungs- und Gesundheitseinrichtungen fortgeführt und intensiviert, sowie die Hochschule bei der Anschaffung von Laborausstattungen beraten werden.

Die fachlichen Schwerpunkte der Projekte liegen in den Bereichen Medizinische Physik sowie Biomedizinische Messtechnik und Signalverarbeitung. Im Gebiet der Medizinischen Physik ist insbesondere die Ausbildung für eine spätere praktische Tätigkeit im Krankenhaus entscheidend, insbesondere wird die Applikation und Entwicklung neuer Verfahren eingeübt.

Mit biomedizinischen Messsystemen können Biosignale – und damit der Gesundheitszustand unserer Körper – erfasst, verarbeitet und gespeichert werden. In der Biosignalverarbeitung werden Methoden entwickelt, die aus Biosignalen nützliche Informationen extrahieren und aufbereiten, um Ärzte bei ihren medizinischen Entscheidungsprozessen zu unterstützen.

Projektverantwortliche: Herr Prof. Dr. Martin Fiebich und Herr Prof. Dr. Thomas Schanze

Projektmitarbeiter: Herr Robin Etzel (Prof. Fiebich) und Herr Jan-Dirk Janßen (Prof. Schanze)

Implementierung der Inklusion in das irakische Bildungssystem

Ein Kooperationsprojekt der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg mit der Universität Dohuk

In Kooperation der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und der irakischen Universität Dohuk soll die von Irak und Deutschland ratifizierte UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen innerhalb des irakischen Bildungssystems umgesetzt werden. Die Umsetzung hat zum Ziel, dass in allen gesellschaftlichen Lebensbereichen sowie in den Bildungsinstitutionen jeglicher Art die Partizipation von Menschen aller Altersstufen mit Behinderungen gewährleistet werden soll. Das Projekt setzt hierbei konkret bei der Verbesserung und Erweiterung der Lehrerausbildung an der Partneruniversität Dohuk an. Wissenschaftler und Studierende beider Länder tauschen Ihre Erfahrungen auf Workshops und Seminaren aus. MA-Studierende, PhD und Post-Docs halten sich zu Forschungsaufenthalten an der Universität Oldenburg auf.

Gemeinsam haben die Partneruniversitäten ein Curriculum für den Studiengang „Disabillity Studies and Rehabilitation“ entwickelt. Die ersten 53 Bachelorstudierende haben im WS 2014/15 ihr Studium an der Universität Dohuk aufgenommen. Seitdem wird der Studiengang fortwährend evaluiert und weiterentwickelt und zum Wintersemester 2015/16 konnten bereits 140 Studierende ihr Studium im neuen Studiengang beginnen.

Weitergehende Informationen zur Partnerschaft finden Sie auf der Webpage der Universität Oldenburg.

Projektverantwortliche: Frau Prof. Dr. Monika Ortmann

Projektmitarbeiter: Frau Dorin Strenge, Herr Benjamin Rohde, Herr Sönke Thies

Nano-Zakho

Ein Kooperationsprojekt der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg mit der Universität Zakho

Das Partnerschaftsprojekt zwischen den Physikfakultäten der Universität Zakho und der Universität Oldenburg befasst sich mit Forschung zu verschiedenen Bereichen der Nanotechnologie. Die Kooperation ermöglicht es Nachwuchswissenschaftlern (MA und PhD) der Universität Zakho ihre didaktischen Fähigkeiten auszubauen und ihre wissenschaftliche Karriere auszubauen. Während mehrmonatigen Forschungsaufenthalten an der Universität Oldenburg werden die Nachwuchswissenschaftler von Kollegen vor Ort wissenschaftlich betreut und durch spezifische Kursangebote gefördert. Die Forschungsergebnisse werden in einem Paper zusammengefasst, und während einer Summer School in Deutschland vorgestellt und mit Fachkollegen diskutiert, woraus weitere gemeinsame Forschungsvorhaben entstehen können.

Projektverantwortlicher: Herr Prof. Dr. Lienau

Projektkoordinator: Herr von Borstel