Hochschuldialog mit der islamischen Welt - Aktuelles/Veranstaltungen

Aktuelles

Artikel über Hochschuldialog-Projekt im DAAD-Magazin

Das DAAD-Magazin berichtete am 19.09.2013 unter der Überschrift Arabellions - Jugend, Staat und sozialer Wandel über die Summer School des im Hochschuldialog geförderten Projekts ''Peaceful Change and Violent Conflict – The Transformation of the Middle East and Western-Muslim Relations'' von PD Jochen Hippler (Universität Duisburg-Essen).

Oktober 2013

Seminar "Projektmanagement im interkulturellen Kontext": Treffen deutscher Projektvertreter fördert fächerübergreifenden Dialog und Vernetzung

31 deutsche Projektvertreter im DAAD Programm "Hochschuldialog mit der islamischen Welt" kamen am 19./20. April 2013 auf Einladung des Referats 444 "Deutsch-Arabische Transformationspartnerschaft - Kulturdialog" im Gustav-Stresemann-Institut in Bonn zusammen.

Das zweitägige Seminar wurde in diesem Jahr bereits zum fünften Male angeboten. Im Mittelpunkt stand eine Schulung im Projektmanagement. Geleitet wurde das Seminar von Mohan Dhamotharan, einem Trainer mit langjähriger Erfahrung im Bereich Beratung und Kommunikation. Die zentralen Ziele des Seminars lagen in der Vermittlung von Methoden und Instrumenten des wirkungsorientierten Projektmanagements , mit deren Hilfe Projekte erfolgreich vorbereitet und durchgeführt werden können. Hierbei wurden der interkulturelle Kontext und die spezifischen Herausforderungen, denen sich die Projektvertreter in ihren bi- und multilateralen Kooperationen gegenübersehen, besonders berücksichtigt und Konzepte zur Analyse von interkulturellen Aspekten des Projektmanagements vorgestellt. In intensiven Diskussionen wurden die Teilnehmer für den Umgang mit möglichen Spannungen sensibilisiert und erarbeiteten durch eigene "best practice"-Beispiele Lösungsansätze für ihre Kollegen.

Ein besonderes Augenmerk wurde vor allem auf die Vernetzung der Teilnehmer und den Erfahrungsaustausch gelegt. Besonders den 14 neu im Dialogprogramm geförderten Projekten bot sich die einmalige Gelegenheit, vom reichen Erfahrungsschatz der schon länger geförderten Projekte zu profitieren.

So wurde besonderes der rege Dialog zwischen den Projekten und der fächerübergreifende Austausch von den Teilnehmenden als voller Erfolg gesehen.

 Mai 2013

Deutsch-palästinensischer Blick auf Antigone

Theateraufführung im Rahmen eines Kooperationsprojekt der Folkwang Universität und der Drama Academy Ramallah, Palästinensische Gebiete, gefördert im DAAD-Programm Deutsch-Arabisch/Iranischer Hochschuldialog

Am 18. Juni 2010 fand im Schauspielhaus Bochum die gemeinsame Premiere des Stückes "Antigone" von Sophokles, inszeniert von der Folkwang Universität Essen und der Drama Academy Ramallah, statt. Die gemeinsame Premiere in Ramallah wird am 26. Juni 2010 sein. Ermöglicht wurde der Austausch zwischen der renommierten Folkwang Hochschule und der ersten professionellen Schauspielschule mit akademischer Ausbildung in Palästina durch die Förderung im DAAD-Programm Deutsch-Arabisch/Iranischer Hochschuldialog.
Im DAAD-Programm Deutsch-Arabisch/Iranischer Hochschuldialog wurden seit 2006 insgesamt 43 Projekten gefördert. Über 2.100 junge Akademikerinnen und Akademiker erlebten bei der intensiven Zusammenarbeit hautnah, wie faszinierend und bereichernd es ist, mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund an dieselbe Aufgabe heranzugehen.
Dafür eignet sich das antike Drama des Sophokles, das in eindrücklicher und faszinierender Weise zeitlos aktuelle Konflikte behandelt, die sich aus den Widersprüchen zwischen staatlichen Anordnungen und menschlichen Geboten ergeben. Der Grundkonflikt religiöse Staatsräson gegen Rebellentum, Disziplin des Gemeinschaftswesens gegen bedingungslose Geschwisterliebe wurde seit der Antike je nach Ort, Zeit und politisch-religiösem Umfeld vielfältig interpretiert. So können wir mit Spannung erwarten, wie das Konfliktpotential des Stückes 2010 im palästinensischen Ramallah einerseits, im deutschen Bochum andererseits gewichtet wird.
Gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt (Initiative "Zukunft für Palästina"), und der Stiftung Mercator setzt sich die Folkwang Universität für eine Schauspielausbildung in Palästina ein. Dadurch sollen junge Palästinenserinnen und Palästinenser die Möglichkeit bekommen, mit dem Medium Theater im eigenen Land professionell zu arbeiten, ihre Kultur und ihre aktuelle Situation durch das Theater zu erleben und einer breiten Öffentlichkeit international erlebbar zu machen.
Der Aufbau der Drama Academy Ramallah wird beratend und qualifizierend durch Lehrende der Folkwang Hochschule unterstützt. Nach einigen Jahren der Vorbereitung konnte die Drama Academy Ramallah 2009 mit der Ausbildung von neun jungen Palästinenserinnen und Palästinensern beginnen. Die Gesamtleitung in Bochum hat Prof. Johannes Klaus (Studiengangsleiter Schauspiel, Abteilung Bochum). Die Inszenierung in Ramallah wird von der tunesischen Regisseurin Khaoula Al Hadef unter der Leitung von George Ibrahim, dem Leiter der Drama Academy Ramallah, erarbeitet.

Aufführungen Antigone

  • 18.6.2010 Premiere im Schauspielhaus Bochum:
  • 11:00 Uhr die deutsche Inszenierung, 12:30 die palästinensische Inszenierung, anschließend gemeinsame Diskussion mit dem Publikum
  • 21.06.2010 in Bad Gandersheim, 22.06.2010 in Bottrop jeweils um 11Uhr  
  • 26.6. 2010 Premiere in den Palästinensischen Gebieten an der Drama Academy Ramallah

Kontakt

Dr. Heidi Wedel, DAAD, Referatsleiterin Zivilgesellschaft und Kulturdialog

Tel: 0228 / 882-730, E-Mail: wedel@daad.de

www.daad.de/hochschuldialog

Prof. Johannes Klaus: johannes.klaus@folkwang-uni.de

Adewale Teodros Adebisi (Regie) : adewale.t.adebisi@folkwang-uni.de

Juni 2009

Neuerscheinung "Dialog durch Kooperation" DAAD-Programm "Deutsch-Arabisch/ Iranischer Hochschuldialog" (2006-2008) zieht Bilanz - Publikation und Präsentation der Bilanz-Broschüre

Seit 2006 fördert der DAAD mit dem Programm "Deutsch-Arabisch/ Iranischer Hochschuldialog" fächerübergreifend Kooperationen zwischen deutschen und arabischen sowie iranischen Hochschulen. Zu den zentralen Programmzielen zählt die Förderung des interkulturellen Dialogs in gleichem Maße wie die Förderung des wissenschaftlichen Austausches zwischen den Studierenden und Nachwuchswissenschaftlern. Mit der im November dieses Jahres erschienen Broschüre zieht der DAAD erstmalig Bilanz zum Programm und informiert über die bisherige Arbeit und den Erfolg der verschiedenen Projektförderungen.

Die Bilanz-Broschüre können Sie über den Link www.daad.de/publikationsbestellung beim DAAD bestellen oder hier als pdf-Version aufrufen.

Die öffentliche Veranstaltung zur Präsentation der Broschüre wird am 9. November 2009 in der ehemaligen syrischen Botschaft in Bonn stattfinden. Das Programm der Abendveranstaltung widmet sich dabei ganz dem Dialoggedanken. Verschiedene Elemente werden interaktiv miteinander verbunden und in einem kontinuierlichen Wechsel stehen, um den Gästen die Dialogförderung als wesentliches Ziel der geförderten Projekte auf direktem Wege zu veranschaulichen. So werden moderierte Interviews mit bereits erfahrenen deutschen Projektleitern sowie Gespräche mit dem Publikum geführt, kurze Redebeiträge gehalten und unterschiedliche "Stimmen von Studierenden" zum Hochschuldialog von professionellen Sprechern inszeniert. Als Rahmenprogramm begleiten musikalische Sequenzen den Abend ebenso wie visuelle Präsentationen.

Einlass ist ab 17.30 Uhr (Sektempfang), das offizielle Programm beginnt um 18.30 Uhr in der ehemaligen syrischen Botschaft, Andreas-Hermes-Straße 5, 53175 Bonn.

August 2009

Pressemitteilungen und Berichte

Gemeinsam arbeiten, erleben, verstehen: Deutsch-arabische und iranische Begegnungen

DAAD präsentiert Zwischenbilanz des Dialogprogramms

Am 9. November zieht der DAAD in Bonn eine Zwischenbilanz seines Programms "Deutsch-Arabisch/Iranischer Hochschuldialog". Seit drei Jahren ermöglicht es deutschen Hochschulen, im Rahmen einer geförderten Partnerschaft mit arabischen Ländern und dem Iran in einen fachlichen und kulturellen Dialog zu treten. Bisher wurden 30 Projekte gefördert: Über 1.600 Akademikerinnen und Akademiker erlebten bei der intensiven Zusammenarbeit hautnah, wie faszinierend und bereichernd es ist, mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund an dieselbe Aufgabe heranzugehen. Die Ergebnisse wurden mit anschaulichen Beispielen in der Broschüre "Dialog durch Kooperation" zusammengefasst, die im Internet abgerufen werden kann.

Deutsche und palästinensische Musikstudierende proben gemeinsam in der Westbank und geben umjubelte Konzerte in Jerusalem, Haifa, Amman und Damaskus. Iranische Jungingenieure erfahren die Vorzüge des bergischen Fachwerkhauses für erdbebensicheres Bauen. Kölner Sozialpädagogen entdecken palästinensische Kommilitonen nicht nur als ganz normale junge Leute, sondern lernen in Bethlehem auch viel für ihre Arbeit mit muslimischen Immigranten in Köln. Diese Erfahrungen zeigen, dass Hochschulkooperationen das Vertrauen schaffen können, das für die Überwindung von Konflikten nötig ist.

Der DAAD präsentiert die Broschüre am 9. November ab 18.30 Uhr mit Interviews, Musik, Informationen, Bildern und einem orientalischen Büffet in der ehemaligen syrischen Botschaft in Bonn. Im Internet steht sie unter www.daad.de/hochschuldialog zum Download bereit.

Journalisten sind herzlich zur Veranstaltung eingeladen. Es stehen Vertreter mehrerer Projekte für Interviews zur Verfügung. Auch in zahlreichen weiteren deutschen Städten können Interviewpartner vermittelt werden.

3. November 2009

Train-the-Trainer-Seminar "Interkulturelle Moderation im DAAD-Programm 'Deutsch-Arabisch / Iranischer Hochschuldialog'"

Treffen von deutschen Projektverantwortlichen fördert den fächerübergreifenden Dialog und die gegenseitige Vernetzung

Train-the-Trainer-Seminar "Interkulturelle Moderation im DAAD-Programm Deutsch-Arabisch/Iranischer Hochschuldialog": Treffen von deutschen Projektverantwortlichen fördert den fächerübergreifenden Dialog und die gegenseitige Vernetzung 

24 deutsche Projektverantwortliche des DAAD Programms "Deutsch-Arabisch/Iranischer Hochschuldialog folgten am 19./20.6.09 der Einladung des Referats 444 "Zivilgesellschaft und Kulturdialog" zu einem interkulturellen Train-the-Trainer-Seminar im Bonner Gustav-Stresemann-Institut.

Die zentralen Ziele der zweitätigen Veranstaltung bestanden in der Schulung der Projektverantwortlichen im Bereich interkultureller Dialogförderung sowie in der Vermittlung von Instrumenten und Methoden, die ihnen den Umgang mit interkulturellen Spannungen und Differenzen vor und während der Projektarbeit künftig erleichtern sollen. Sie lernten von den Trainern des Interkulturellen Kompetenzzentrums Rheinland-Pfalz IKOKU teambildende Übungen und wie man sich auf eine neue, gemeinsame "Third Culture" einigt.

Daneben stand für alle Teilnehmenden die Möglichkeit des Erfahrungsaustauschs und der gezielten Vernetzung im Vordergrund. Besonders den sieben neu im Dialogprogramm geförderten Projekten bot das Seminar eine einmalige Gelegenheit, von den reichen Erfahrungen der älteren Projekte zu profitieren. Der äußerst angeregte Austausch zwischen den Projektverantwortlichen aller Disziplinen, viele von ihnen selbst mit bikulturellem Hintergrund, wurde als ein voller Erfolg der Veranstaltung verbucht. Damit das Programmziel "Dialog durch Kooperation" auch in Zukunft bereits beim Austausch und der Vernetzung zwischen den deutschen Projektverantwortlichen verwirklicht wird, möchte das Referat 444 Treffen dieser Art nun regelmäßig veranstalten.

Hochschuldialog Ikd-training 2009
v.l.n.r.: D. Karsch & K. von Kuczkowski (TU Berlin), D. Jacob & K. Weiß (U Dortmund), Prof. R. Ouaissa (U Marburg), Melanie Bächle (KatHo Köln)

Juni 2009

DAAD-Pressemitteilung zur Projektleitertagung in Berlin, November 2008

Dialog mit der islamischen Welt: Gemeinsames Forschen fördert gegenseitiges Verständnis 
DAAD zieht erfolgreiche Bilanz der deutsch-arabischen und -iranischen Hochschulkooperationen 

Bonn, 06.11.2008. Um den interkulturellen Dialog mit islamisch geprägten Ländern anzuregen und zu unterstützen, fördert der Deutsche Akademi­sche Austauschdienst (DAAD) seit drei Jahren rund 20 spannende Part­nerschaften zwischen deutschen und arabischen bzw. iranischen Hoch­schulen. Studierende und junge Wissenschaftler erforschen gemeinsam Karawanenwege in Libyen oder die biologische Vielfalt im Roten Meer, entwickeln ein Computer-Programm zur Identifizierung arabischer Schrift und Sprache oder Pläne für lebenswertes Wohnen in Städten und produ­zieren deutsch-iranische Filme und Theaterstücke. Heute und morgen bringt der DAAD zum Abschluss der ersten Förderrunde alle deutschen, arabischen und iranischen Projektleiter zu einer Tagung an der TU Berlin zusammen, bei der die Erfahrungen und Ergebnisse der Dialogpartner­schaften diskutiert werden. 

"Wir können eine sehr positive Bilanz ziehen", sagte DAAD-Präsident Profes­sor Stefan Hormuth bei der Pressekonferenz zur Eröffnung der Tagung. "Das gemeinsame Forschen und Arbeiten hat die jungen Akademiker ins Gespräch gebracht und ihr Interesse für die Kulturen der Partnerländer geweckt. Gleich­zeitig wurden wichtige wissenschaftliche Ergebnisse erzielt, wie die Einrichtung des ersten Lehrstuhls für Kinderchirurgie im Jemen." Projektleiter Professor Georg Pegels von der Bergischen Universität Wuppertal bestätigte den großen Nutzen des Programms. Der Bauingenieur und seine Studentinnen und Stu­denten entwickeln zusammen mit der Technischen Universität Isfahan erdbe­bensichere Häuser für den Iran. Sie kombinieren die bergische Fachwerk-Bauweise mit iranischer Architektur. Die ersten Häuser mit Stahlfachwerk wer­den bereits von einer mit deutschen Maschinen ausgerüsteten Start-up-Firma in Isfahan monta­gefertig geliefert und aufgebaut. 

Professor Rayan Abdullah lehrt an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und leitet das Projekt "Stolz und Vorurteil – der Künstlerische Dialog Hiwar Fanni" mit drei Kunstakademien im Nahen Osten: in K airo, Damaskus und Tripolis. Die Teilnehmer besuchen sich gegenseitig, arbeiten gemeinsam und schauen den Partnern über die Schulter. Diese Begegnungen liefern neue Impulse für das eigene künstlerische Selbstverständnis. Was die deutschen Studierenden bei den Begegnungen künstlerisch inspiriert hat und wie sie dies in Malerei, Grafiken, Objekten, Zeichnungen, Videoarbeiten und Fotografien umgesetzt haben, ist in einer Begleitausstellung an der TU Berlin zu sehen.

November 2008