Hochschuldialog mit der islamischen Welt - Geförderte Projekte

Laufende Förderungen

Wirtschaftsethik am Beispiel einer nachhaltigen Textilproduktion

Ein Kooperationsprojekt der HTW Dresden mit der Namangan State University und der Plekhanov Russian University of Economics Tashkent Branch, Usbekistan und der German Jordanian University (GJU) University, Jordanien

Das Projekt stellt den interkulturellen Dialog um ethisches Handeln in der Wirtschaft am Beispiel von Textilwerkstätten in Usbekistan und Jordanien in den Mittelpunkt. Als eine Folge dieses interkulturellen wie innerislamischen Dialogs wird die Entwicklung gemeinsamer Inhalte und Methoden für Lehrveranstaltungen zu Wirtschaftsethik an ökonomischen Fakultäten an den jeweiligen Partneruniversitäten stehen. Zentrales Beispiel sind dabei lokale kleinere und mittlere Werkstätten, die Stickereien sowohl für den lokalen als auch für den globalen Markt produzieren. Im Rahmen des Projektes recherchieren die Studierenden der Wirtschafts-wissenschaften in interkulturellen Kleingruppen in den Werkstätten die aktuelle Umsetzung wirtschaftsethischer Standards. Dabei entwickeln sie nach dem Konzept des ‚Forschenden Lernens‘ im Dialog untereinander und mit den lokalen HandwerkerInnen eigene Forschungs-fragen und Methoden. Unterstützt werden sie dabei von einem interkulturellen Dozententeam. Eine weitere Gruppe von Studierenden und DozentInnen textilästhetischer Fächer aus Deutschland und Usbekistan recherchiert vor Ort die Techniken und Muster der Oberflächen-gestaltung und entwirft mit den HandwerkerInnen innovative Prototypen für eine Vermarktung auf dem globalen Markt. Am Ende steht eine gemeinsame Evaluation sowohl in Hinblick auf die Umsetzbarkeit ethischer Standards und Vermarktungsstrategien als auch auf die erfolgten Innovationen in der Produktgestaltung durch die teilnehmenden Studierenden, DozentInnen und StickerInnen. Die gesammelten Daten zu Werkstätten und Käuferverhalten werden ebenso wie die Ergebnisse der interkulturellen Diskussionen zum kultursensiblen Umgang mit verschiedenen Wirtschaftsformen in die Konzeption der geplanten Lehrveranstaltungen eingehen. Prägend für das Projekt ist damit neben dem interkulturellen Hochschuldialog auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit zweier eher selten kooperierender Fachrichtungen, dem Textildesign und der ökonomischen Fächer und die Ausrichtung über den unmittelbaren Hochschulrahmen hinaus auch auf die Werkstätten.

Projektverantwortliche: Prof. Dr.-Ing. Irina Hundt

Gewalt, Flucht und Exil: Trauma in der arabischen Welt und in Deutschland

Ein Kooperationsprojekt der LMU München mit der Birzeit University, der Bethlehem University, der An-Najah National University und dem Dar al-Kalima University College in den Palästinensischen Gebieten und der American University of Beirut und der Lebanese American University im Libanon

Das multilaterale Hochschuldialog zielt auf die Schaffung einer interdisziplinären Forschungsgruppe von deutschen, palästinensischen und libanesischen NachwuchswissenschaftlerInnen. Die Forschungsgruppe setzt sich in nationaler und ländervergleichender Perspektive mit traumatischen Gewalterfahrungen und deren Bewältigung in Deutschland und der arabischen Welt auseinander. Das Projekt wirkt strukturbildend in die palästinensische und libanesische Hochschullandschaft hinein und bildet eine länderübergreifende Plattform, auf der junge Nachwuchswissenschaftler gemeinsam und praxisorientiert arbeiten können. Durch die intensive wissenschaftliche Zusammenarbeit wird zudem ein beispielgebender Raum geschaffen, in dem sich Studierende und junge Wissenschaftler mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund persönlich begegnen. Über die gemeinsame wissenschaftliche Auseinandersetzung werden enge Kontakte zwischen den Studierenden herausgebildet, die in den Folgejahren den Boden für künftige Forschungsnetzwerke zwischen den drei Ländern bereiten. Die Gruppe umfasst die Kultur- und Politikwissenschaften, die Kultur- und Sozialanthropologie sowie die Soziologie und Gender Studies. Diese interdisziplinäre Multilateralität dient nicht nur der akademischen Qualität und Originalität des Projekts, sondern stärkt vor allem die fächer- und hochschulübergreifende Zusammenarbeit und Vernetzung in und zwischen den drei Ländern. Unterstützt wird die Strukturbildung durch den Aufbau einer online Plattform, die Förderung des bereits geplanten Center for Excellence in Bethlehem und die langfristige Einrichtung eines vierten BA-Studienjahres für Studierende des Instituts für den Nahen und Mittleren Osten der LMU München an der Bethlehem University.

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Andreas Kaplony

LIASE - Linking Iran and Germany: Science, Culture and Education

Ein Kooperationsprojekt der WWU Münster mit der Mashad University of Medical Sciences und der Teheran University of Medical Sciences, Iran

There is an existing German-Iranian collaboration between neuroscientists in Münster and Mashhad. This project expands the initiative for the benefit of knowledge transfer and intercultural understanding on both scientific and patient care level. Via personal exchange, professional and personal approach, we aim at improving the participants’ clinical-scientific expertise while forming mutual tolerance for the Muslim and Western ideologies. To this aim, we will establish regular visits of neurologists/neuroscientists from Germany in Iran who will contribute to neuroscientific meetings and neurologist-training will have the unique chance to see Iranian patients with neurological diseases that are rarely seen in Europe but highly frequent in Iran. German assistant neurologists will deal with patients of a Muslim background. Considering the refugee situation in Germany and knowing that German neurologists see more and more Muslim patients, this cultural knowledge will be of value in their working life in Germany. Committed doctoral students (MD, PhD) studying at the University in Mashhad will be invited to a research visits in Münster and will be trained in modern neuroscientific techniques. Iranian MD students will learn about patient counseling in Germany. The students’ benefit from this program will go far beyond scientific aspects. Students of the German lab will train their Iranian colleagues in performing state-of-the-art experiments and in patient care aspects. In terms of interpersonal encounters, a close interaction in the lab and clinic over months will create space for discussions beyond scientific aspects. Social and cultural events enable further dialogue. The program invites both Iranian and German students to attend these events together. After their return Iranian students will pass their new skills to their local colleagues. Moreover, they will return home with new cultural impressions and new friends in a German lab. Being fostered in its first years we aim at implementing a long-lasting program of intercultural and scientific exchange.

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Dr. Sven Meuth

Aufbau eines gemeinsamen Doktorandenprogramms

Ein Kooperationsprojekt der Technischen Universität Hamburg (TUHH) mit der University of Jordan, Jordanien

Bei der Ausbildung von Ingenieuren mit Doktortitel steht Jordanien jedoch an einem Nullpunkt. Im ganzen Land bildet keine Universität Doktoren im ingenieurwissenschaftlichen Bereich aus – obwohl sie das Promotionsrecht besitzen. An den Hochschulen arbeitende Dozenten und Professoren haben alle eine Promotionsausbildung im Ausland durchlaufen, z.B. in den USA, Großbritannien oder Deutschland. Es gab in den vergangenen Jahren Versuche ein Doktorandenprogramm in Jordanien zu etablieren – jedoch ohne Erfolg. Zum Beispiel wurde ein Programm der University of Jordan gestartet aber aufgrund mangelnder Forschungs-möglichkeiten wiedereingestellt. Diese Versuche zeigen, dass ein Interesse besteht eine Doktorandenausbildung in Jordanien zu etablieren, jedoch notwendige Voraussetzungen fehlen, um eine hochwertige Ausbildung zu gewährleisten. Vor diesem Hintergrund haben die University of Jordan (UJ) und die Technische Universität Hamburg (TUHH) in Kooperation das Konzept eines Doktorandenprogramms erarbeitet, das eine gemeinschaftliche Doktorandenausbildung vorsieht. Ziel dieses gemeinsamen Doktorandenprogramms ist es, die Promotion exzellenter jordanischer Master-Absolventen im Bereich der Verfahrenstechnik / des Maschinenbaus sowohl in Deutschland als auch in Jordanien zu ermöglichen. Damit soll es längerfristig der University of Jordan ermöglicht werden, hochqualifizierte Doktoranden selbst auszubilden. So leistet die TUHH einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Forschung auch aus Sicht des Auf- und Ausbau der universitären Ausbildung im aufstrebenden Jordanien. Darüber trägt die TUHH mit diesem Programm dazu bei, die zukünftige Elite Jordaniens auszubilden; sie steigert somit ihren und allgemein den Stellenwert bzw. die Bedeutung Deutschlands im arabischen Raum. Bei mehrtägigen Workshop in Hamburg sollen sich die jordanischen Professoren die TUHH sowie ihre Institute und die entsprechenden Institutsleiter kennenlernen. Außerdem wird es die Möglichkeit für einen direkten Austausch zwischen Forschern gleicher fachlicher Ausrichtung geben, um mögliche Schnittmengen in der Forschung und ausgehend davon Themengebiete für potenzielle Promotionen zu identifizieren. Zudem soll ein Fahrplan für die Umsetzung des Programms erarbeitet werden, der den formalen Anforderungen / Fristen / Standards der beiden Universitäten adäquat Rechnung trägt.

Projektverantwortliche: Prof. Dr.-Ing. Irina Smirnova

Dialogues on Disability and Inclusion between Isfahan and Hamburg

Ein Kooperationsprojekt der Universität Hamburg mit der Isfahan University of Medical Sciences (IUMS), Iran

The scientists of the universities in Isfahan and Hamburg involved in the project aim to continue and deepen their dialogues on the social and cultural challenges as well as on education- and curriculum-related issues in putting the UN Convention into effective practice in both cities. The dialogue between the Iranian and German scientists has among its main objectives, based on scientific discourse and educational exchange, the discussion of individual action paths, the current status and the requirements for translating the UN Convention in the cities and the universities of Isfahan and Hamburg. The project intends to strengthen three areas of dialogue: (1) the international scientific dialogue between the two universities on concepts such as disability, rehabilitation, inclusion, accessibility or universal design; (2) municipal dialogues between each university and the specific local organizations and institutions working for the disabled; (3) the institutional dialogue for putting the UN Convention into practice in the respective university context in Isfahan and Hamburg and on the further development of the curricula and of teaching formats. A close combination of research and university teaching throughout the whole project is the guiding didactic principle here. Junior academics, in particular, will be given the opportunity to engage in this. In interdisciplinary and cooperative seminars and methodological workshops, students are to be prepared by the university teachers and will be encouraged to do their own research on the life situations and needs of people with disabilities in both cities.

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Joachim Schroeder

The Duality of Academic and Professional Practice in Architecture

Ein Kooperationsprojekt der hochschule 21 Buxtehude mit der German University of Technology in Muscat, Oman

Die konzeptuelle Dualität von akademischer und beruflicher Praxis nimmt in anwendungs-bezogenen Studiengängen einen immer wichtiger werdenden Stellenwert ein. Gerade in der Architektur steht die akademische Theorie oft einer Berufspraxis gegenüber, in der sich die Absolventinnen und Absolventen schwer zurechtfinden. Das duale Studium an der hochschule 21, das sich konsequent in Theorie- und Praxisphasen gliedert, begegnet dieser Entwicklung, in dem die Studierenden von Anfang an in den Berufsalltag eingebunden werden. Leider fällt es unseren Studierenden schwer, Internationali-sierungskomponenten in ihr Studium zu integrieren. Entsprechende Angebote müssen organisatorisch vorbereitet und konkret in den Studienverlauf integriert, sowie Praxis-partner im Ausland gefunden werden.

Die German University of Technology in Muscat hat aus dem gleichen Grund ein mehr-wöchiges Praktikum in ihr Architekturcurriculum aufgenommen. Sie steht jedoch vor dem Problem, dass das Angebot an Praxisplätzen - vor allem in den wenigen mittelständischen Betrieben - aufgrund der ökonomischen Struktur relativ gering ist. Der vergleichsweise junge omanische Markt in der Architektur benötigt praktisch erfahrenere Studierende und Absolvent(inn)en. Das auf drei Jahre ausgelegte Dialogprogramm versucht daher in Lehrenden-Workshops und Summer Schools, norddeutsche und omanische Lehrende und Lernende an die Fragestellung: "Wie integriere ich einen Studien- und Praxisaufenthalt im Ausland in meine Vita?" heranzuführen und zu konkreten Lösungsvorschlägen zu kommen. Gleichzeitig soll so das Verständnis für die jeweils andere Kultur gestärkt und eine in diesen Tagen so wichtige Vertrauensbildung gefördert werden. Ziel ist eine langfristige Hochschulpartnerschaft zwischen Muscat und Buxtehude.

Die Ähnlichkeit der Strukturen (staatlich anerkannte private Hochschulen mit Technikschwerpunkt) und der Studienprogramme (achtsemestrige berufsqualifizierende Bachelorstudiengänge mit Praxiskomponente) bilden hierfür günstige Voraussetzungen.

Projektverantwortlicher: Prof. Dr.-Ing. Karsten Ley

Breeding intercultural exchange between Iran and Germany

Ein Kooperationsprojekt Universität Freiburg mit der Shahid Bahonar University of Kerman und dem Agricultural Biotechnology Research Institute of Iran (ABRII), Iran

In 2030, the Iranian population will have reached 100 Million whereas the world’s population will be close to 9 billion. To feed all these people, it will be necessary to boost agricultural productivity by overcoming limitations of conventional plant-breeding techniques. The proposed project will provide foundation for the development and exploration of innovative solutions into non-transgenic plant breeding. The unique developmental switch from pollen towards embryo formation will be comprehensively studied using state-of-the-art scientific and technological advances. Partners from Freiburg and Kerman University and the associated partner institute in Karaji will not only combine a wide range of cutting-edge methods but use plant breeding as unique chance for intercultural dialogue between higher education institutes from different cultural worlds who share more or less the same research interests. The dialogue will be focused beyond the technical and scientific topics by considering regional and cultural aspects to improve basic science teaching and performance. As excellent higher education is the basis for performance in both basic and applied science, the different strategies of the different systems will be discussed and by joint learning between partners improved. By doing this, the project will contribute not only to determine key information on plant embryogenesis, but enable in the long term acceleration of breeding of plant varieties important for drought affected regions in Iran. Thereby the project will translate results into accelerating plant breeding, and due to its multidisciplinary character, involve and train students at different levels in both countries for intercultural dialogue. Thereby the project will make major contributions to a comprehensive scientific advance towards a next generation “green biotechnology revolution” and at the same time advance intercultural understanding at various levels.

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Klaus Palme

Fotografieprojekt "TWO CITIES"

Ein Kooperationsprojekt der FH Dortmund mit der University of Art, Teheran

Fotografie als zeitgenössisches Medium für Dokumentation und Kommunikation steht im Mittelpunkt des mehrteiligen, über 3 Jahre angelegten künstlerisch-gestalterischen Entwicklungsprojektes zwischen der Fachhochschule Dortmund, Fachbereich Design und der University of Art in Teheran. Beide Institutionen sind, zumindest was ihre Bedeutung im Land angeht, gleichberechtigte Partner auf fachlichem Gebiet, obwohl die Größe der Fachbereiche/der Hochschulen divergieren. Unter dem Titel TWO CITIES soll eine Reihe von Fotografie-Workshops für Studierende beider Institutionen realisiert werden, die zu Begegnungen und einem Austausch von persönlichen und interkulturellen Erfahrungen sowie von akademischem und praktischem Wissen führen sollen. In dem Fotografie-Projekt werden dabei innerhalb von umfangreichen Bildserien zu freigewählten oder vorgegebenen Themen von den teilnehmenden Studierenden sowohl in dokumentarischer als auch inszenatorischer Weise diverse Lebensaspekte im urbanen Raum der jeweiligen Partnerstädte visuell untersucht und interpretiert. Der Projektinhalt von Urbanität in Verbindung mit der mediale Ausdrucksform Fotografie sollen insgesamt die Aspekte von Kommunikation, Vernetzung und das Bewusstsein für Gemeinsamkeit als Ergebnis der Kooperation fördern. Zur Steigerung der

Nachhaltigkeit sowie zur Kommunikation des ganzheitlichen Projektes sind Ausstellungen in verschiedenen kulturellen Institutionen in beiden Ländern geplant, in denen die Ergebnisse des Projektes zusammengefasst publiziert und einer breiteren Öffentlichkeit vorstellt werden, ein ganzheitlicher Ansatz, der auch Nicht-Akademiker einbezieht. Die Erstellung eines Katalogs mit der Zusammenstellung der Projektergebnisse und einer Reflexion über den Projektablauf sollen das Programm im Herbst 2019 zunächst beschließen. Gegenstand des Projektjahres 2017 ist die Durchführung von vorbereitenden Maßnahmen in Form von zwei Anbahnungsreisen (Teheran/ Dortmund). Die Umsetzung des eigentlichen Projektes TWO CITIES soll in zwei Phasen ab Frühjahr 2018 beginnen und zum Spätherbst 2019 enden.

Projektverantwortlicher: Prof. Jörg Winde

Erschließung digitaler Zugänge in die Kunst und Kultur des islamisch geprägten Kulturraums

Ein Kooperationsprojekt der BAU Berlin mit der Technische Universität Istanbul, der Koc Universität Istanbul, der Bahcesehir University Istanbul, der Princess Sumaya University of Technology Amman und der Jordan University of Science and Technology

Digitale Technologien revolutionieren die Methoden und Möglichkeiten für die Aufnahme, Erforschung, Erhaltung, Präsentation und Vermittlung des Kulturerbes sowie der materiellen Kultur in Museen und Kulturstätten. Die Vorteile dieser Technologien werden in Deutschland durch fundierte interdisziplinäre Zusammenarbeit in die Ausbildung und den Berufsalltag des Museumspersonals und der Wissenschaftler vielfältig integriert. In der islamisch geprägten Welt wird den angehenden Museumsexperten und Forschern nur geringes Wissen über die digitalen Technologien vermittelt, sodass sie diese im Beruf nicht in Anspruch nehmen. Im Hinblick auf die gegenwärtige Situation im Nahen Osten (z. B. die Unzugänglichkeit der Sammlungen, die Isolation der Forscher und des Museumspersonals, die mangelnden Netzwerke) und auf die tragischen Zerstörungen von Kulturgütern, werden diese Technologien zunehmend essenzieller für die Erhaltung und Wiederherstellung des Kulturerbes und die Erschließung digitaler Zugänge in die facettenreiche Kunst und Kultur in der Region. Aus diesem Grund möchten sechs Universitäten aus Deutschland, der Türkei und dem Irak im Jahr 2016 eine vorbereitende Maßnahme durchführen und für die Studierenden unterschiedlicher Fächergruppen ein interdisziplinäres Lehrmodul zu Kultur und Technik vorbereiten. Dieses Modul soll im Rahmen eines Modellprojektes (2017 - 2019) angeboten werden. Durch das Modul möchten die Projektpartner die Lehre modernisieren, den Studierenden die interdisziplinäre Zusammenarbeit lehren, die Fähigkeit fächerübergreifend zu denken und zu arbeiten vermitteln und auch Praxiserfahrungen ermöglichen. Für diesen Zweck werden die Partnerinstitutionen ihre Ressourcen gemeinsam nutzen und eine langfristige regionale und internationale Kooperation aufbauen. Das übergeordnete Ziel ist es, die Studenten und somit auch die Kunst- und Kulturinstitutionen in den islamisch geprägten Ländern auf das digitale Zeitalter der Museologie und Forschung vorzubereiten.

Projektverantwortlicher: Güven Günaltay

GeneFINDER

Ein Kooperationsprojekt der TU München mit der Mansoura-Universität, Ägypten

Identifying genetic mutations responsible for neurodegenerative diseases has shown to be highly effective for deciphering novel molecular pathways involved in disease pathogenesis. In Egypt, although quite common, inherited neurodegenerative diseases, such as Parkinson’s diseases (PD), Alzheimer’s disease (AD) or essential tremor (ET) have never been systematically investigated before. With the present proposal, we aim to study the frequency of known mutations of familial PD, AD, ET and other neurodegenerative diseases in Egypt and to identify new causative gene mutations. Index patients with a familial neurodegenerative disease well as their nonaffected family members will be recruited through the clinical centers participating in the »Egyptian Network of Neurodegenerative Diseases (ENND)«, a network comprising 14 Egyptian universities coordinated by a collaboration between the Technical University Munich (TUM) and Mansoura University [www.ennd.org]. Participants will be interviewed about disease history, followed by a standardized neurological examination to verify the presence of the neurodegenerative disease. DNA of participants will be subjected to genetic analyses to detect responsible gene mutations. The basis for the present project is a teamwork between different clinicians, researchers and students from Germany and Egypt offering the opportunity for intercultural dialogues. German and Egyptian neurologists will communicate efficiently with patients from different areas of Egypt who have been recruited through the ENND centers, located all over Egypt. Several occasions will help both sides to get in touch e.g. mutual visits from German professors to Egypt and Egyptian researchers to Germany where both sides get deeper knowledge of healthcare and research systems of the other country. Also, summer schools will be organized to form a platform for discussions between German and Egyptian scientists and students. Finally, the physician-patient interaction between German neurologists and Egyptian patients will open a dialogue between both countries.

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Günter U. Höglinger

Urban climate lab

Ein Kooperationsprojekt der FU Berlin mit der Cairo University und der Aswan University, Ägypten

Dieses Projekt soll thematisch das Fach Meteorologie mit dem Schwerpunkt Stadtklima und menschliche Gesundheit in das Fach Stadtplanung integrieren. Es soll in dem Zielland Ägypten die nachhaltige Stadtplanung unter Berücksichtigung des Klimawandel mit den Hochschullehrer, Dozenten sowie den Studieren ausführlich auf der Ebene von Lehrmodulen erläutert werden, da die Großstädte gerade mit dem städtischen Wärmeinseleffekt und dem Bevölkerungswachstum und entsprechender Bauaktivität besonders gestresst sind. Das Hauptziel des Projekts ist es die Lehrmodule der Zieluniversitäten zu prüfen und das Modul „urban modelling“ sowie letztendlich ein "urban climate lab" in das Lehrprogramm mit zu integrieren. Es wird dabei das Thema Stadtentwicklung- Stadtplanung und lokale Mikroklima in Zukunft diskutiert. Den Dozenten und Studierenden soll die Wichtigkeit des Klimawandels und die Problematik des Stadtklimas erklärt und veranschaulicht werden. Das "urban climate lab" besteht aus Computern die mit frei zugänglichen Programmen den Studierenden die Wichtigkeit des Klimawandels und die Problematik des Stadtklimas erläutert und veranschaulicht wird. Der große Vorteil des "urban climate lab" ist, dass die Auswirkungen des Mikroklimas eines Bauprojekts mit Hilfe von städtischen Modellen im Voraus analysiert werden können. Demzufolge haben Stadtplaner die Möglichkeit durch Änderungen im Bauprojekt einen optimierten Bauplan zu entwickeln, in welchem das städtische Mikroklima und der thermische Komfort für die Einwohner berücksichtigt werden kann.

Projektverantwortliche: Prof. Dr. Sahar Sodoudi

Die Atlas-Werkstätten von Agdz, Marokko

Ein Kooperationsprojekt der TH Köln mit der Errachidia University

Die Faculté des Sciences et Techniques Errachidia in Marokko, die TH Köln und die Hochschule für Musik und Tanz Köln bringen ihre Expertise und Netzwerke ein, um einen Kulturdialog zu etablieren, der auf einem wissenschaftlich-künstlerischen Austausch basiert und sich vor dem Hintergrund der nachhaltigen Entwicklung einem holistischen, transdisziplinären Ansatz verpflichtet sieht. Neben klassischen Elementen der Hochschulkooperation, wie dem Austausch von Studierenden und
Dozenten und der Entwicklung von Lehrmaterialien, stehen Aktivitäten in der Modellregion Agdz, einer Kleinstadt in der südmarokkanischen Region Souss-Massa-Draâ, im Zentrum des Projektes. Die Modellregion wird dabei einerseits als „Natural Lab“ verstanden, in der marokkanische und deutsche Wissenschaftler und Studierende gemeinsam an Fragestellungen der nachhaltigen Entwicklung arbeiten („forschendes Lernen“), andererseits ist Agdz als historischer Knotenpunkt der Handels- und Transportwege zwischen Timbuktu und Marrakesch eine bedeutende Begegnungsstätte der Kulturen, was an ihrer prachtvollen traditionellen Lehmbauarchitektur und ihrem reichhaltigen immateriellen kulturellen Erbe, wie dem 3000 Jahre alten Ahwash-Ritual der Berber-Stämme, ersichtlich ist. Wie in vielen ländlichen Regionen der Mahgreb-Länder, ist das kulturelle Erbe jedoch durch die begrenzten Entwicklungsmöglichkeiten junger Menschen und die daraus resultierende Landflucht bedroht. Das Projekt der Atlas-Werkstätten widmet sich daher den Möglichkeiten, diesem Verlust durch einen interkulturellen Dialog entgegenzuwirken und konkrete Möglichkeiten einer nachhaltigen Entwicklung aufzuzeigen, um so zur Revitalisierung und Überführung tradierten Wissens in die Moderne beizutragen. Dabei wird ein innovativer Ansatz verfolgt, der natur- und sozialwissenschaftliche Herangehensweisen mit künstlerischen Ausdrucksformen (Musik, Gesang und Tanz) kombiniert, sich eingehend Fragestellungen der kulturellen Identität widmet, und der Rolle der Frau in der islamischen und westlichen Gesellschaft besondere Aufmerksamkeit schenkt.

Projektverantwortlicher: Dr. Udo Nehren

Strategies of climate adaptation and resource efficiency for densely populated urban neighbourhoods (Central Europe and North Africa)

Ein Kooperationsprojekt der HCU Hamburg mit der Cairo University, Ägypten

The project intends to develop an exchange programme in teaching and research between the MSc degree course “Resource Efficiency in Architecture and Planning” (REAP) at HafenCity University Hamburg (HCU), Germany, and the MSc degree course Architectural Engineering at Cairo University (CU), Egypt. At the core of the programme is the development of strategies for a climate responsive development and retrofitting of dense urban neighbourhoods. This will be realized through project-based student work on exemplary sites in both Cairo and Hamburg as well as through in-depth work on individual aspects through cooperatively supervised MSc theses, and enriched by guest lectures and mutual guest research stays. The exchange programme builds upon existing cooperation between the two faculties as well as on existing experience with international project seminars. It aims to intensify the use of research-based learning methods in their respective curricula by including research projects that both universities are involved in. At the same time, the realization of project work in mixed groups of students from both countries and cultural backgrounds, the intercultural skills acquired by their cooperation, as well as intercultural teaching experience will contribute to enhanced intercultural dialogue and understanding. This will help to raise awareness for each other’s identities, challenges related to their influence on modes of working and for potential mutual learning effects.

Projektverantwortlicher: Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Dickhaut

Political Economy of Natural Resource Management

Ein Kooperationsprojekt der Universität Marburg mit der University of Mashhad, der Tarbiat Modares University und der University of Tehran

Natural resources and primarily oil play a key role in the Iranian economy. Still more than 90% of Iran’s foreign exchange reserves come from oil exports. This is an indicator of less attention to expanding non-oil export sections. Around 60% of annual government budgets are dependent on oil revenues. The government welfare system is financed through oil revenues. This includes the heavy subsidy system, especially for fuel products. The main goal of the project is to develop the theoretical and empirical skills of Iranian and German students in the field of political economy of natural resources. Understanding the political, economic and social challenges and opportunities of natural resource wealth is a key factor for sustainable development of Iran, and peace and stability in the Middle East. It is important to investigate the macro and micro effects of dependence on natural resources and possible remedies for the so-called resource curse in Iran. To meet this goal, the project aims to train the selected students in Iran and Germany through various theoretical and methodological lectures/workshops/summer, spring & fall schools. Another tool to meet the goal is to host visiting professors in the field of political economy of natural resource management. Besides, the project will enhance the mutual understanding of cultural values and norms between Iranian and German academia. The recent positive political developments between Iran and global powers stimulate the scientific cooperation under this project and will help to re-establish the link with Iranian leading universities, especially in the field of political economy and development. For the project year of 2016, the project partners are planning a Spring School/Joint workshop in Iran, a Summer (Fall) School in Germany, an International Conference on Iran Economy (June 2016 in Marburg), the joint supervision of Master and PhD students, hosting visiting professors and researchers.

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Mohammad Farzanegan

YALLAH – You ALL are hackers

Ein Kooperationsprojekt der Universität Siegen mit der Birzeit University, Palästinensische Gebiete

YALLAH ist ein Studierenden-Austauschprojekt zwischen der Universität Siegen und der University of Birzeit im Westjordanland. Der Kern des Programms liegt darin, Studierende in international und interdisziplinär besetzten Kleingruppen die Chance zu geben an lokalen, sozialen Problemen zu arbeiten. Enger Kontakt mit der jeweils anderen Kultur und das Kennenlernen der Menschen vor Ort soll die Grundlage für die Studierenden bieten, örtliche Probleme kennenzulernen und mittels aktueller, innovativer Methoden wie z.B. agiler Entwicklung, Design Thinking und Rapid Prototyping (beispielsweise über 3D-Druck) geeignete Lösungskonzepte und –Prototypen zu entwickeln. Großer Fokus liegt hierbei auf der kontinuierlichen, engen Zusammenarbeit, sowohl innerhalb der Studierenden-Teams als auch mit lokalen Akteuren und der Bevölkerung. Es geht also um Innovation und die Ausbildung persönlicher und methodischer Kompetenz, die hierfür notwendig ist – es geht jedoch ausdrücklich nicht um Innovation um jeden Preis, sondern um soziale, lokal und (inter-)kulturell verankerte, partizipativ entwickelte Innovation.

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Volker Wulf

Klimawandel - eine Herausforderung für Environmental Justice (Umweltgerechtigkeit) in Deutschland und der Türkei

Ein Kooperationsprojekt der Universität Kassel mit der Istanbul Üniversitesi

Thematisch stehen bei diesem Projekt Klimaschutz und die eingetretenen und prognostizierten Klimawandelfolgen im Mittelpunkt, welche sich auf die Lebensbedingungen von Menschen, Tieren und Ökosystemen in verschiedenen Regionen Deutschlands und der Türkei dramatisch auswirken („Dürre und Wassermangel“, „Starkniederschläge und Überflutung“). Hinzu tritt der im US-amerikanischen Recht etablierte Begriff „Environmental Justice“, der Umweltschutz mit Menschenrechten konzeptionell verbindet und im Europäischen Rechtskreis langsam Anerkennung findet. Ziel des auf drei Jahre ausgerichteten Projekts ist die Sensibilisierung des Adressatenkreises für die veränderten Lebensbedingungen, die in Deutschland und der Türkei unter dem Aspekt „Environmental Justice“ zu einer ungleichen und ungerechten Verteilung der damit einhergehenden „Umweltlasten“ auf einzelne Bevölkerungsgruppen führen können. Hier stehen Fragen der gleichberechtigten und gerechten Teilhabe an Umweltressourcen bzw. des gleichberechtigten Zugangs zu Umweltgütern und Umweltdienstleistungen – etwa Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung, Energieversorgung – im Vordergrund, gekoppelt mit Fragen des Umweltschutzes und des ökologisch-nachhaltigen Ressourcenmanagements. Hier soll der Blick für mögliche umweltbezogene Ungerechtigkeiten („Environmental Injustice“) geschärft werden. Anschließend erfolgt eine Ursachenanalyse, die letztlich zu innovativen rechtspolitischen Steuerungsansätzen führen soll.

Projektverantwortliche: Prof. Dr. Silke Ruth Laskowski

Deutsch-ägyptischer Studienaustausch in der Islamwissenschaft

Ein Kooperationsprojekt der Universität Freiburg und der Azhar-Universität Kairo

Das Projekt setzt eine erfolgreiche Kooperation zwischen dem Orientalischen Seminar der Universität Freiburg und der Fakultät für Sprach- und Übersetzungswissenschaften, Sektion für Islamische Studien auf Deutsch, der Azhar-Universität Kairo fort. Es ermöglicht jährliche Studienbesuche kleiner Gruppen von Studierenden der beiden Universitäten an ihrer jeweiligen Partneruniversität, wo sie an einem intensiven Lehr- und Austauschprogramm teilnehmen. Im Kern dieser Besuche stehen gemeinsame Seminare zu relevanten Themen gegenwärtiger islamischer Theologie, gesellschaftlicher Entwicklungen in der islamischen Welt sowie muslimischen Lebens in Deutschland. Hinzu kommt ein breiteres Studien- und Begegnungsprogramm. Ergänzt wird dies durch Besuche von Dozierenden der beiden Einrichtungen, die sich im Rahmen von Lehrveranstaltungssitzungen, Workshops und Vorträgen in die Lehre der Gasteinrichtung einbringen. Insgesamt soll dieser Austausch dazu beitragen, die Distanz zwischen der Islamkunde in der "westlichen" und der "islamischen" Welt zu verringern, auf beiden Seiten Vorurteile abzubauen, die interkulturelle und fachliche Kompetenz der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu erhöhen und dadurch Perspektiven für das weitere Studium sowie eine spätere Berufs- oder Forschungstätigkeit zu eröffnen.

Projektverantwortliche: Prof. Dr. Johanna Pink

Co-Teaching International: Lehrerbildung im interkulturellen und interreligiösen Dialog (CoTeach)

Ein Kooperationsprojekt der TU Dortmund mit der Universität DICLE in Diyarbakir, Türkei

Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Internationalisierung und kulturellen Pluralisierung in vielen Gesellschaften sind Bildungswesen gefragt angemessen auf die Heraus-forderungen zu reagieren, die sich durch heterogene Schülerzusammensetzung in kulturell pluralisierte(n) Gesellschaften ergeben. Sowohl die UN als auch die EU betonen in diesem Zusammenhang seit einigen Jahren die Bedeutsamkeit von interkulturellen und globalen Kompetenzen als wichtige Bildungsziele. Bisher ist sowohl in Deutschland als auch in der Türkei an vielen Universitäten die Vermittlung von Interkulturellem und Globalen Lernen als Querschnittskompetenz in der Lehrerbildung noch unzureichend implementiert. Als gemeinsame Herausforderung in beiden Ländern gilt die Entwicklung und Erprobung geeigneter didaktischer Konzepte. Das Projekt zielt darauf ab durch die Institutionalisierung einer Kooperation zwischen der Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie (FEPS) der TU Dortmund und der Ziya Gökalp Egitim Fakültesi (ZGEF) der Universität DICLE in Diyarbakir, Türkei, mittels Entwicklung gemeinsamer Studienmodule und Lehrveranstaltungen mit dem Schwerpunkt „Interkulturelle Bildung und Globales Lernen“ auf der Ebene der Studierenden und Lehrenden die Ausbildung globaler und interkultureller Kompetenzen zu befördern und über die pädagogische wie wissenschaftliche Einordnung und Reflexionen beide Gruppierungen dazu ausbilden, Lernende bei dem Erwerb dieser Kompetenzen zu unterstützen. Als ein zweites Ziel der Kooperation wird eine nachhaltige Nachwuchsförderung angestrebt. Um beide Ziele zu erreichen ist die Entwicklung und gemeinsame Durchführung von Lehrmodulen sowie ein Austausch von Studierenden und Lehrenden vorgesehen.

Projektverantwortliche: Prof. Dr. Thomas Goll, Dr. Hasan Sinemillioglu, Dr. Heike Wendt

BioDialog: Intercultural Dialog through Biodiversity Informatics

Ein Kooperationsprojekt der Universität Jena mit der Assiut Universität, der Tanta University und der Ain Shams University, Ägypten und der Sfax University, Tunesien 

This project serves to prepare a more ambitious three-year project aiming to bring together two vital topics: data management on the one hand and biodiversity research on the other hand.
The BioDialog project has the following main objectives: It aims firstly, to establish a scientific exchange, founded on regional expertise which allows understanding biodiversity and biodiversity informatics practices in their specific local context. Biodiversity and biodiversity informatics are common phenomena. However, they have different effects in different contexts which cannot be explained by a simple global approach. By means of discussions and studies the project partners will try to understand these phenomena in their trans-regional and cross-cultural dimensions. By this objective the partners further aim at supporting young researchers from Egypt and Tunisia as well as constructing a new regional research network. The second objective of the project, in addition to the scientific part, is to actively establish the new biodiversity informatics subject at the partner universities and to include it in teaching for both under and postgraduate students. The project also strives to learn how a specific, context-bound understanding of biodiversity informatics can be implemented in the teaching of biodiversity studies. With this objective, the partners can initiate and construct new curricula that are interesting in biodiversity and biodiversity informatics. The third objective of the project is to contribute the development of a knowledge-based society. Awareness of the importance of biodiversity is crucial to ensure its global preservation. The main aim of biodiversity informatics is to establish the ability to manage process and integrate heterogeneous, large data sets. This is maybe the most important expertise in tomorrow’s knowledge-based societies. It supports the establishment of societies that improve human conditions.

Projektverantwortliche: Prof. Dr. Birgitta König-Ries

Digital Engineering im Spannungsfeld verschiedener Kulturen

Ein Kooperationsprojekt der TU Chemnitz mit der Universiti Teknologi MARA, Malaysia

Die rasante Entwicklung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien hat in Verbindung mit der globalen Nutzung des Internets während der letzten Jahrzehnte dazu geführt, dass viele gesellschaftliche Bereiche von diesen neuen Technologien durchdrungen sind und von ihnen beeinflusst werden. Insbesondere hat die Nutzung smarter (intelligenter) Geräte gemeinsam mit der Entstehung sozialer Netzwerke einschneidende Veränderungen im Sozialverhalten der Menschen bewirkt, die inzwischen weltweit sichtbar sind. Aufgrund ihrer immensen Auswirkungen auch auf den Produktionsprozess spricht man von der „Vierten industriellen Revolution“, die in Deutschland mit dem Zukunftsprojekt Industrie 4.0 assoziiert wird, das eine Digitalisierung und intelligente Vernetzung von Produkten, Produktionsprozessen und Dienstleistungen anstrebt. Das Projekt steht im Kontext dieser Veränderungen. Es möchte im fachlichen Teil einen Beitrag zur Digitalisierung von Fertigungsprozessen leisten, und gleichzeitig einen Dialog über die damit in den Kulturkreisen der Projektpartner verbundenen technischen und gesellschaftlichen Herausforderungen führen. Der Fokus dieser Zusammenarbeit soll in der Lehre auf die gemeinsame Entwicklung von Studiengängen und Lehrveranstaltungen, in der Forschung auf die Digitalisierung von Fertigungsprozessen gerichtet sein, gleichzeitig aber die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses in besonderem Maße berücksichtigen. Ziel ist die Etablierung einer langfristigen und nachhaltigen Kooperation zwischen der Professur Virtuelle Fertigungstechnik an der Technischen Universität Chemnitz und dem Advanced Manufacturing Technology Excellence Centre der Fakultät für Maschinenbau an der Universiti Teknologi MARA in Shah Alam, Malaysia auf dem Gebiet des „Digital Engineering“ sowie die Vernetzung der Projektaktivitäten mit Partnerinstitutionen und Industriepartnern in Deutschland und Südostasien.

Projektverantwortliche: Prof. Dr.-Ing. Birgit Awiszus

Dialog in Environmental Archaeology (DEA)

Ein Kooperationsprojekt der der Universität Köln mit der Cairo University

Das Projekt konzentriert sich auf den Ausbau und die Weiterführung der Zusammenarbeit zwischen der Cairo University und der Universität zu Köln bei der Modernisierung der Lehre im Hinblick auf eine langfristige Etablierung des Bereichs „Umwelt-Archäologie“. Damit wird zugleich eine strukturbildende, zukunftsgerichtete Stärkung der für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung Ägyptens bedeutenden archäologischen Wissenschaften angestrebt, die bisher an der ‚Faculty of Archaeology‘ der Cairo University lediglich mit den Departments für ‚Egyptology‘, ‚Islamic Archaeology‘ und ‚Restoration‘ vertreten sind. Ein wesentliches Ziel besteht besonders in der dauerhaften Vernetzung mit geo- und anderen umweltwissenschaftlichen Fächern. Der intensive fachliche und kulturelle Dialog zwischen den beteiligten Akteuren ist hierfür eine entscheidende Grundvoraussetzung. Mit seinen Schwerpunkten auf Umweltwissenschaften und Prähistorie ergänzt der beantragte Ausbildungsgang die ägyptische Wissenschaftslandschaft an einer ihrer Schwachstellen und bildet wissenschaftlichen Nachwuchs in einer fruchtbaren Mischung aus geistes- und naturwissenschaftlichen Methoden und Ansätzen aus, die sowohl für eine weitere Tätigkeit in der Archäologie als auch für interdisziplinäre Kooperationen außerhalb der Wissenschaft (etwa im Tourismus) qualifiziert. Mit den Absolventen dieses Studiengangs wird Ägypten mittelfristig besser in der Lage sein, auch seine „unsichtbaren“ archäologischen Stätten im Sinne einer „Preventive Archaeology“ zu erforschen, zu schützen und angemessen (auch touristisch) zu präsentieren. Auch strukturell beschreitet der Studiengang neue Wege indem er einem modularen Aufbau folgt.

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Olaf Bubenzer 

Dialogue and Asymmetries

Ein Kooperationsprojekt der FU Berlin mit der École de Gouvernance et d’Économie in Rabat, der Cairo University, der University of Benghazi und des Centre de Recherche Appliquée pour l’Économie et le Développement (CREAD)

The multilateral project engages lecturers, students and experts from Morocco, Algeria, Egypt, Libya and Germany in a dialogue on what is perceived as main challenges for political and social sciences on both shores of the Mediterranean. The three subtopics of development cooperation, memory and migration, which link the Northern and Southern shores of the Mediterranean in a complex way will be addressed in teaching events and staff exchanges aimed at building students’ capacities as well as strengthening institutional efforts to foster cross-cultural learning and understanding through dialogue. Building on longstanding partnerships between Freie Universität Berlin, the École de Gouvernance et d’Économie in Rabat, Cairo University and the University of Benghazi, and capitalizing on the outstanding experience of the Center for Middle Eastern and North African politics with multilateral projects, it is the aim of this project to foster an open and constructive debate on the conditions of dialogue amongst academics and students from the partner universities. All partners share a strong commitment to sustaining and extending cultural sensitivity in academic teaching in order to foster knowledge production. Based on critical thinking, reflexive inquiry, and group work across national and institutional cultures, the project emphasizes intercultural learning through exchange and exposure. The project reaches out to students and teaching staff alike and strengthens multilateral networks within the region and beyond. The originality of this dialogue project lays in its joint conceptualization based on shared concerns as well as in its bi- and multilateral dynamics. The project also stands out in its innovative introduction of simulation games and debating pedagogies as methodological tools to exchange perspectives and to empathetically comprehend each other’s point of view.

Projektverantwortliche: Prof. Dr. Cilja Harders

German-Iranian-Jordanian cooperation to improve the connection of the technical universities with the industry (CICTI)

Ein Kooperationsprojekt der Hochschule Furtwangen mit der German Jordanian University, Jordanien und der Shiraz University of Technology, Iran

The purpose of the project is the establishment of a dialogue between higher education institutes from different cultural worlds who share more or less the same research interests, manufacturing, industrial and mechanical engineering. The dialogue will be focused beyond the technical and scientific issues, and considers cultural and regional points and their causes and effects. The main goal of the project is improving the connection and relationship between university and industry. The benefits of a close contact with the industry for the universities and students and methods to improve the relationship with the industries will be discussed and practiced. As one of the most contributing factors to the potentials of the higher education institutions and their graduates to play successful industrial role, the education system variations of the partner universities will be discussed. A dialogue between Sunnis and Shiites engineering students is also another aspect of the project. The main objective is to establish a dialogue that despite the current crisis situation in the Middle East can contribute to an educationally meaningful development.

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Bahman Azarhoushang

Bildungssysteme und Schulsport im interkulturellen Dialog

Ein Kooperationsprojekt des Forschungszentrums für den Schulsport und den Sport von Kindern und Jugendlichen (FoSS) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit der Mannouba Universität, Tunesien, der Sohag Universität, Ägypten und der Yarmouk Universität, Jordanien 

Bildung und deren Förderung ist weltweit eine der wichtigsten Aufgaben, um eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft sicher zu stellen. Interkulturelles Lernen spielt in Bildungssystemen – beispielsweise im Setting Schule – aufgrund einer globalisierten Welt eine große Rolle. Interkulturelle Kompetenzen und soziale Fähigkeiten können auch im Sport gefördert werden. Durch Schulsport und körperliche Aktivität werden sowohl motorische als auch kognitive Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen positiv beeinflusst.
Das Hauptziel des Projekts ist das Identifizieren der Gemeinsamkeiten und der Unterschiede bezogen auf die Rolle des Schulsports in den Bildungssystemen der Projektpartnerländer. Der interkulturelle Vergleich zielt darauf ab, voneinander zu lernen sowie Inhalt und Formen des Schulsports in den Partnerländern ggf. zu transformieren.
Verschiedene Projektmaßnahmen wie ein Expertenworkshop, Gastdozentenaustausch, Summer School, Besuch einer wissenschaftlichen Konferenz sind geplant. Ein Fokus wird auf die Modernisierung der Lehre u.a. durch den Erwerb von sportpraktischen methodisch-didaktischen Kenntnissen für Wissenschaftler und Studenten der Partneruniversitäten gelegt. Die Verbesserung der Qualität der Forschung, als ein weiterer Schwerpunkt, erfolgt durch Wissenstransfer (Präsentation von Forschungsprojekten und -strukturen sowie die Schulung mit neuem Forschungsequipment und die Vermittlung wissenschaftlicher Methoden im Bereich der Motorik-Tests).
Zur Herstellung der Geschlechtergerechtigkeit werden alle Projektpartner bei allen Maßnahmen 50% Frauen entsenden. Zusätzlich werden zahlreiche Workshops durch Frauen geleitet. Zum Entwickeln der Qualifikationen von Nachwuchswissenschaftlern/Innen aus den Partnerländern wird ein Workshop zum wissenschaftlichen Schreiben und zu Verfahren der analytischen Statistik speziell für Nachwuchswissenschaftler angeboten.

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Alexander Woll
Projektassistenz: Dr. Florian Engel

Intercultural dialog towards reclaiming public space within Metropolitan areas - Comparative analysis for a sustainable development of public space

Ein Kooperationsprojekt der TU Dortmund mit der German Jordanian University

The joint project strives for finding prerequisites to a new theoretical conception of how to restrain and alleviate the segregation between the social groups in the public spaces that are obviously reflected on the urban tissue of the cities of Dortmund and Amman. It aims at producing development outcomes on different levels; first, on the educational level, where it will promote the quality of education through the intercultural dialog between the different partners based on joint students’ projects elaborated and surveyed by all groups of students from the two countries through exchange. Thus, this will be resulting in acquainting students with multicultural arenas and environments that endorse their future visions and careers. Second, on the community development level, where the project intends and strives for providing the cities and the concerned governmental organizations with practical and tangible strategies and action plans that stand for reclaiming the public space for the community and therewith, more socially inclusive communities and sustainable development of the countries. The project in this sense will transfer the higher educational concepts to get more integrated in the local market and the benefit of the economy.
The dialog within cooperation intended in this project will make use of the experiences of the developed countries like Germany as in knowledge transfer as much as building a comparative analysis where learning from each other’s pros and cons can be of mutual advantage to the development of all countries especially in the Middle Eastern countries represented in the cities to be studied.

Projektverantwortliche: Prof. Dr. Christa Reicher

Deutsch-Arabisches Forschungs-, Qualifizierungs- und Netzwerkprogramm: Konflikt, Wiederaufbau und Probleme nachhaltiger Entwicklung im Nahen Osten

Ein Kooperationsprojekt des Instituts für Entwicklungsforschung und Entwicklungspolitik (IEE) der Ruhr-Universität Bochum mit der University of Jordan, der Lebanese American University und dem Carnegie Middle East Center, Beirut

Mit dem Bürgerkrieg in Syrien und der Ausbreitung des IS scheint die traditionelle Instabilität im Nahen Osten 2014 einen weiteren Höhepunkt erreicht zu haben. Insbesondere der Konflikt in Syrien und die bisherigen Reaktionen der internationalen Gemeinschaft darauf stellen das Konzept internationaler Schutzverantwortung einmal mehr in Frage. Das deutsch-arabische Forschungs-, Qualifizierungs- und Netzwerkprogramm setzt sich mit der übergeordneten Frage auseinander, inwieweit das Konzept der Schutzverantwortung durch eine "Verantwortung zur Unterstützung" ersetzt werden könnte. Unter diesem konzeptionellen Schirm gilt es gemeinsame Forschungsprojekte auf einer interdisziplinären Ebene zu konzipieren und durchzuführen, welche die mannigfaltigen sozio-ökonomischen, politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen in das Zentrum ihrer Betrachtung stellen, mit denen sich über die Konfliktländer hinaus insbesondere die Nachbarländer konfrontiert sehen. Kern des Projekts bilden sechs von deutschen und arabischen Professoren gemeinsam betreute Promotionsvorhaben. Die gemeinsame Betreuung, Forschung und Lehre werden nicht nur als adäquate Instrumente betrachtet, Forschungs- und Lehrnetzwerke zwischen der Ruhr-Universität Bochum, der University of Jordan, der Lebanese American University und dem Carnegie Middle East Center Beirut aufzubauen, sondern auch den interkulturellen Dialog untereinander zu fördern, ebenso wie die Kapazitäten der Partner in der weiterführenden Qualifizierung von Postgraduierten auszubauen. Die ausgewählten PromotionskandidatInnen arbeiten mit ihren deutschen, arabischen und internationalen KollegInnen an der RUB und den Partneruniversitäten in Lehre und Forschung eng zusammen. Sie verschaffen sich damit ein tieferes gegenseitiges Verständnis untereinander ebenso wie einen wesentlich erweiterten Zugang zu Daten und Netzwerken.

Projektverantwortliche: Prof. Dr. Eva Gerharz

http://www.development-research.org/index.php/study-programmes/phd-ids/german-arab-programme.html

Mikrotonale Stimmungen-Gitarre mit verschiebbaren Bünden

Ein Kooperationsprojekt der Hochschule für Musik Würzburg mit der Istanbul Technical University

Die an der Technischen Universität von Istanbul entwickelte „Mikrotonale Gitarre“ (eine Gitarre mit verschiebbaren Bünden) erlaubt es, verschiedenste mikrotonale Stimmungen auf einfache Weise zu reproduzieren. Dadurch kann auf diesem genuin westlichen Instrument auch z.B. Musik des Nahen Ostens, alte Musik in historischen Stimmsystemen und neue, eigens dafür komponierte Musik aufgeführt werden. Insofern erlaubt diese Neuentwicklung einen Brückenschlag. In einer Kooperation zwischen der HfM Würzburg und der ITÜ (dort insbesondere dem Gitarristen Tolgahan Cogulu), in die im Laufe der Zeit noch mehr Partner eingebunden werden sollen, wird versucht, die Möglichkeiten dieses Instruments auszuloten. Dies soll 2015 als vorbereitende Maßnahme in Form von gegenseitigen Besuchen geschehen. Das persönliche Kennenlernen von Dozenten und Studierenden, Lectures und Workshops der Dozenten sowie das praktische Erproben der instrumentalen Möglichkeiten im gemeinsamen Musizieren von Dozenten und Studierenden sind die projektierten Inhalte. Daran anschließen sollen sich dann ab 2016 weitere Maßnahmen: etwa die Einbeziehung von Oud- und Lautenspielern, Musikwissenschaftlern, Komponisten und Instrumentalisten, Probenphasen, ein Symposiums, Konzerte und Auftragskompositionen.

Projektverantwortlicher:  Prof. Jürgen Ruck

Mediensysteme und Kommunikationskulturen in Indonesien: Strukturen, Dynamiken und Akteure der öffentlichen und privaten Kommunikation in Transformationsprozessen

Ein Kooperationsprojekt der Universität Erfurt mit der State University of Padjadjaran (UNPAD) und der State Islamic University – Sunan Gunung Djati (UIN SGD), Bandung, Indonesien

Das auf drei Jahre angelegte Projekt soll Studierenden der Fachbereiche Kommunikationswissenschaft die Gelegenheit bieten, durch konkrete Forschungsprojekte und innovative Lehrmodelle die Rolle indonesischer und deutscher Medien, politischer Kommunikationsprozesse und -kulturen international vergleichend zu analysieren. Zu diesem Zweck sind zwei bilaterale Studienexkursionen (Indonesien 2015, Erfurt 2016) sowie eine sich daran anschließende nachhaltige Hochschulpartnerschaft vorgesehen, die die beiderseitige Mobilität von Studierenden und Nachwuchswissenschaftlern fördern soll. Für die Konsolidierung der entwickelten Forschungskontakte ist zudem für das dritte Jahr eine internationale Fachtagung in Erfurt geplant. Ziel des deutsch-indonesischen Austauschprojektes ist ein konzentrierter Kulturdialog, der durch bilaterale studentische Forschungsgruppen und ein kooperatives Workshop-Programm (Studienreise 2015), diskursiv-komparative Tagesseminare und eine international vergleichende Analyseperspektive (Fall School 2016) sowie einen konzentrierten Fachaustausch zwischen deutschen und indonesischen (Nachwuchs-) Wissenschaftlern (Fachtagung 2017) eingelöst wird. Thematisch gilt es, Fragen zu den Strukturen, Dynamiken und Akteuren der Mediensysteme und Kommunikationskulturen in Indonesien und Deutschland vor dem Hintergrund nationaler, regionaler sowie globaler Kontextfaktoren zu diskutieren. Ein besonderer Fokus liegt im ersten Projektjahr 2015 auf den jüngsten Transformationen des indonesischen Mediensystems und deren Bedeutung für politische, kulturelle und soziale Entwicklungen.

Projektverantwortlicher:  Prof. Dr. Kai Hafez

https://www.uni-erfurt.de/kommunikationswissenschaft/

www.uinsgd.ac.id

fikom.unpad.ac.id

Arabisch in Oran – Deutsch in Bamberg
العربية في وهران – الالمانية في بمبرغ

Ein Kooperationsprojekt der Universität Bamberg, Deutschland, mit der Universität Oran, Algerien

Das Projekt strebt einen intensiven Austausch zwischen algerischen und deutschen
Studierenden und Dozierenden an, der Zweierlei ermöglichen soll: Junge deutsche Studierende der Orientwissenschaften verwenden erstmals aktiv die arabische Sprache als Hauptkommunikationsmittel in ihrem universitären Alltag und algerische Studierende der Germanistik lernen früher und gründlicher als bisher die deutsche Wissenschaftstradition und ihre Standards kennen. Unter Mitwirkung der Dozierenden beider Partnerinstitutionen werden hierbei Konzepte für einen intensiven und langfristig angelegten Hochschulaustausch erarbeitet, der in Bamberg zu erheblichen Verbesserungen in der Sprachausbildung durch einen sprachdidaktisch ausgereiften, strukturierten Auslandsaufenthalt führen soll und der die Oraner Studierenden der Germanistik an das kulturelle und wissenschaftliche Niveau heranführen soll, welches eine zukünftige Zusammenarbeit mit deutschen staatlichen und zivilgesellschaftlichen Institutionen von ihnen verlangt. Dabei werden die Studierenden in Lehrveranstaltungen auf Workshops an den jeweiligen Partnerinstitutionen vorbereitet, bei denen sie in deutsch-algerischen Teams Themen bearbeiten, die zukünftige Austauschstudierende betreffen. Die Ergebnisse werden in Form von Texten, Bildern und kurzen Videofilmen in arabischer und deutscher Sprache auf einem interaktiven Stadtplan festgehalten und sollen zukünftigen algerischen und deutschen Austauschstudierenden eine konkrete Hilfestellung bei der Planung ihres Auslandsaufenthaltes bieten.

Projektverantwortliche:  Prof. Dr. Lale Behzadi

Pupils‘ Diversity and Success in Malaysia and Germany

Kooperationsprojekt der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg mit der Universiti Sains Malaysia, Penang, Malaysia.

Die Berichterstattung über den Islam in deutschen Massenmedien, die die Religion und Muslime mit Fundamentalismus und der Unterdrückung der Frau in Verbindung bringen, zeigt ein einseitiges und aus dem sozialen und politischen Kontext gerissenes Islambild. Diese negative Darstellung des Islams als paternalistische und frauenfeindliche Religion steht im Kontrast zu religiöser Diversität und Anerkennung der Frau in Malaysia. Malaysia ist ein modernes islamisches Land, in dem Frauen einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung und Beruf genießen und in allen Bereichen des öffentlichen und privaten Sektors vertreten sind. Diese Entwicklung ist besonders im Bildungsbereich sichtbar, wo die Zahl der weiblichen Schüler und Studenten mit den besten akademischen Ergebnissen die der männlichen übersteigt. Der sukzessive Anstieg der Frauenzahl an malaysischen Hochschulen und in der Wissenschaft widerspricht dem Stereotyp, dass Frauen in islamisch geprägten Ländern von Bildung ausgeschlossen sind. In den letzten 35 Jahren ist die Zahl der Frauen auf führenden Positionen in der Wissenschaft und Wirtschaft in Malaysia wesentlich gestiegen und ist doppelt so hoch wie die Zahl der männlichen Arbeitnehmer. Diese Tendenz ist auch auf dem Gebiet der Ingenieur- und Medizinwissenschaften sichtbar. Im Vergleich dazu beobachtet man in Deutschland große Diskrepanzen zwischen den Karrieremöglichkeiten von Frauen und Männern. Frauen sind nicht nur in den Führungspositionen sondern auch in der Wissenschaft und Forschung unterrepräsentiert. Das Projekt befasst sich mit der vergleichenden Analyse des Bildungserfolgs von Schülerinnen und Schülern in Malaysia und Deutschland in naturwissenschaftlichen Fächern unter besonderer Berücksichtigung von Religionszugehörigkeit, Geschlecht und Begabung. Darüber hinaus leistet das Projekt einen Beitrag zur Förderung des Wissenschafts- und Kulturdialogs zwischen dem südostasiatischen und europäischen Kulturraum unter Einbeziehung von Studierenden und wissenschaftlichem Nachwuchs. Ziel ist herauszufinden, mit welchen Maßnahmen die wissenschaftliche Partizipation der Lernenden an Grund-, Sekundar- und Hochschulen gefördert werden kann. Durch Workshops, Diskussionsrunden und binationalen Austausch von WissenschaftlerInnen sollen nachhaltige Netzwerke von ForscherInnen aus Malaysia und Deutschland gegründet und gefördert werden. Neben der Verfolgung   gemeinsamer akademischer Ziele soll das Projekt helfen, allgemeine Stereotype über die Rolle der Frau im Islam aufzudecken, diese zu überwinden und zur Modernisierung der Curricula durch Infragestellung herkömmlicher Unterrichtstile beizutragen. Das Projekt fördert auch den interkulturellen und interreligiösen Dialog und die Diskussion über kulturelle und wissenschaftliche Konzepte in beiden Ländern.

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Anatoli Rakhkochkine

Bereits abgeschlossene Förderungen

Die Welt der Anderen, Selbst- & Fremdwahrnehmung im interkulturellen Dialog

Ein Kooperationsprojekt der Universität Tübingen mit der Teheran University und der University of Isfahan

Das Vorhaben dient der disziplinären Curricularentwicklung und interdisziplinären Austausch im geisteswissenschaftlichen Bereich. Das Projekt hat als Ziel über einen wissenschaftlichen Dialog zu Selbst- und Fremdwahrnehmung die Insitutitionen zu vernetzen. Durch die Erarbeitung von gemeinsamen Lehreinheiten sowie durch bilaterale gemeinsame Betreuungen von DoktorandInnen soll eine Basis für gemeinsame Forschungsprojekte geschaffen werden.

Projektverantwortliche: Prof. Dr. Dorothee Kimmich

Workshop Deutsch-Iranische Kooperation

Ein Kooperationsprojekt der Universität Tübingen mit der Amir KabirUniversity/Amayesh Institut, der University of Teheran, der University of Mashad und der University of Isfahan

Das geplante Vorhaben zielt auf den Erfahrungsaustausch zwischen iranischen und deutschen HochschullehrerInnen, NachwuchswissenschaftlerInnen und Studierenden in Bezug auf die Orientierung der in beiden Ländern bestehenden, bzw. neu einzurichtenden Studienordnungen und Promotionsstudiengängen in den Fächern der Kultur-, Sozial- und Geisteswissenschaften. Die Basis einer Zusammenarbeit soll angebahnt werden, indem iranische Studierende, Lehrende und Nachwuchswissen-schaftlerInnen zwei Wochen an die Universität Tübingen eingeladen werden, um an einem gemeinsam konzipierten Workshop teilzunehmen. Dieser erfolgt zu einem konkreten Thema („Verflechtung von Religion und Wirtschaft am Beispiel des Pilgertourismus"), um den TeilnehmerInnen beider Länder an einem realen Beispiel Einblick in die existierenden Bedingungen und Möglichkeiten der Lehre und Forschung zu gewähren und weitere Themen, die von gemeinsamem Interesse sind und eine Kooperation sinnvoll erscheinen lassen, zu ermitteln. Weiterhin ist die Teilnahme der iranischen Gäste an laufenden Seminaren, Vorlesungen und Tutorien der kooperierenden Institute vorgesehen, um auf diese Weise die Lehr- und Arbeitsweisen an den jeweiligen Abteilungen besser kennen zu lernen und diese mit den Angehörigen dieser Institute zu diskutieren. Übergreifendes Ziel des Austausches ist die Öffnung und Akzeptanz gegenüber fremden Wertvorstellungen: Indem beiden Gruppen die Möglichkeit geboten wird, über die Behandlung gleicher Themenfelder sich mit unterschiedlichen Herangehensweisen und Problemlösungsstrategien auseinander zu setzen, wird die Überwindung ungleicher Bildungs- und Fachkenntnissen gefördert und die Fähigkeit entwickelt, Tatbestände und Erfahrungen dem jeweiligen kulturellen und gesellschaftlichen Kontext zuzuordnen.

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Roland Hardenberg

Sustainability in textile practice (2015)

Ein Kooperationsprojekt der Universität Flensburg mit der Mimar-Sinan-Universität Istanbul, der Namangan State University, Usbekistan und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden

Das Vorhaben setzt sich mit der innovativen und kreativen Weiterentwicklung textiler Handwerkstraditionen auseinander. Es thematisiert insbesondere die interkulturelle Praxis der textilen Oberflächengestaltung mit ihren ornamentalen und symbolischen Darstellungen. Im Vordergrund stehen Recherchen, Sammlungen und Deutungen von islamisch tradierten Symbolen und Ornamenten in der aktuellen textilen Praxis und deren Neuinterpretationen durch Studierende aus unterschiedlichen Kulturkreisen. Nach einer Bestandsaufnahme der Symbole und Ornamente in der tradierten Praxis der Region entwerfen und realisieren die Studierenden gemeinsam und in interkulturellen Kleingruppen ihre Produktideen auf Basis der vorgefundenen Praxis.
Von Projektstation zu Projektstation wechselnd (2015: Tire, Türkei) wird mit universitären Partnern (2015: Mimar Sinan Universität, Istanbul; Namangan State Universität, Usbekistan) und mit regional tätigen Kooperativen eine Zusammenarbeit vereinbart, die die textile Praxis insbesondere von Frauen befördern. In Gegenüberstellung mit industrieller Produktivität werden manuell Produkte geschaffen, die die soziale und personale Identität dieser Frauen unterstützen sowie ihrem Lebensunterhalt dienen. Teilnehmende Beobachtungen, Recherchen der Studierenden aus den textilästhetischen Fachrichtungen und Workshops mit regionalen Handwerkern führen zu einer transkulturellen textilen Praxis im Rahmen vielfältiger interkultureller Dialoge. Die beteiligten Studierenden der wirtschaftswissenschaftlichen Fachrichtungen erschließen den sozial-ökonomischen Kontext der textilen Praxis in diesen Arbeitsgemeinschaften und vergleichen die regionalen und globalen Praxen, um Hinweise zur Optimierung 'innovativer Wertschöpfungsprozesse' geben zu können. Die Integration der Ergebnisse und die praktizierten interkulturellen Arbeitsweisen führen zu studienrelevanten Inhalten beider Fachrichtungen. In der Folge werden die interdisziplinären Fachinhalte von Nachwuchswissenschaftlerinnen weiter bearbeitet, um impulsgebend auf die Curricula der Institute einzuwirken.

Projektseite: http://www.sustainability-in-textile-practice.de

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Norbert Schütz

Communication in Transformation – Transforming Communication Studies

Kooperationsprojekt der Freien Universität Berlin mit der Cairo University, dem Bayan College in Oman, der Université La Manouba in Tunesien, der Birzeit University in den Palästinensischen Autonomiegebieten, der Qatar University, der Sana’a University in Jemen und der American University of Beirut.

Der rasante Medienwandel, der sich momentan in allen Regionen der Welt vollzieht und besonders in den Umbrüchen des "Arabischen Frühlings" sichtbar wurde, verändert unsere Kommunikationspraktiken und wirkt sich auf die Regulierung von Medien sowie die Formierung von Öffentlichkeiten aus. Dies führt zu einer tiefgreifenden Transformation der Beziehungen von Medien, Politik und Gesellschaft. Im Rahmen des Projekts sollen die jeweiligen regionalen Kontexte berücksichtigt werden um einen fachlichen, auf Regionalexpertise gründenden Dialog zu etablieren, der es ermöglicht, Medienwandel und Wandel von Kommunikationspraktiken kontextgebunden zu verstehen. Dieser Wandel ist ein transnationales Phänomen, verläuft aber nicht in allen Regionen gleich und hat in unterschiedlichen Kontexten unterschiedliche Auswirkungen. Das Projekt konzentriert sich auf die Untersuchung der Rolle von Kommunikation in sozialen Netzwerken und digitalen Medien. Mittels Diskussionen und Studien werden diese Phänomene in ihren trans-regionalen und interkulturellen Dimensionen untersucht. Hierzu findet im Rahmen von Symposien und Konferenzen mit den acht Partneruniversitäten ein Austausch über Forschungsmethoden und theoretische Expertise statt. Es sollen Pläne für konkrete, transregional angelegte Studien entwickelt werden, die in einer gemeinsamen Publikation veröffentlicht werden. Der Dialog soll auch dazu dienen zu lernen, wie sich ein spezifisches, kontextgebundenes Verständnis von Medienwandel in der Lehre und in neuen Lehrmethoden integrieren lässt. Dazu wird eine Summer School zu Media and Digital Literacy für Studierende und DozentInnen aller beteiligten Universitäten im Libanon angeboten. Darüber hinaus wird in einem gemeinsamen Kurs von Studierenden in Kairo und Berlin mittels sozialer Medien ein Thema globalen Wandels erarbeitet und anschließend in einer Winter School in Deutschland über Lehrerfahrungen mit sozialen Medien reflektiert.

Projektseite: http://www.polsoz.fu-berlin.de/kommwiss/arbeitstellen/internationale_kommunikation/projekte/Dialog/index.html

www.areacore.org

Projektverantwortliche:   Prof. Dr. Carola Richter

Mahalle meets Stadtquartier: An Inter-cultural Dialogue on Social Inclusion and Governance

Kooperationsprojekt der Technischen Universitär Berlin mit der Institute for Urban and Territorial Planning (INAU) in Rabat, der Tehran University und der Mimar Sinan University in Istanbul.

Nachbarschaften als Orte des städtischen Zusammenlebens spielen in der nachhaltigen Entwicklung der Städte, sowohl in Europa als auch in der MENA-Region, eine immer größere Rolle. Sie gelten als Vermittlungsorte zwischen dem Lokalen und Globalen und bieten einen Raum für gesellschaftlichen Austausch. In diesem werden sozio-kulturelle Konflikte wahrgenommen und ausgehandelt sowie neue Modelle der Städtepolitik, die verschiedene gesellschaftspolitische Akteure zusammenbringen, ausprobiert. In diesem Sinne wird die "Nachbarschaft" als Mikrokosmos des urbanen Lebens verstanden, der einen wichtigen Beitrag zum Wiederaufbau des gesellschaftlichen Zusammenhalts leistet. Diese besondere Rolle der Nachbarschaften wird in dem gesellschaftspolitischen Wandel des Stadtquartiers in den Ländern der MENA-Region besonders sichtbar. Das starke soziale Beziehungsgeflecht im Wohnquartier (mahalle), das auf dem Gefühl der religiösen, ethnischen und beruflichen Zusammengehörigkeit beruhte, veränderte sich im Laufe der sozio-kulturellen Modernisierungsprozesse, so dass der ursprüngliche soziale Zusammenhalt teilweise verloren gegangen ist. Heutzutage versucht man diese Veränderungen aufzugreifen, um eine inklusive Gemeinschaft zu stärken. Das Projekt soll mit dem Ziel, das Konzept der "Nachbarschaft" in verschiedenen Kontexten aufzugreifen, ihre Potenziale zu entdecken und Risiken und Grenzen zu erkennen, eine Plattform für interkulturellen Dialog bieten. Es wird davon ausgegangen, dass ein besseres gegenseitiges Verständnis dabei helfen kann, alltägliche Konflikte und Reibungspunkte, die innerhalb des Wohnquartiers zwischen verschiedenen Kulturen des öffentlichen Raumes entstehen, zu thematisieren und ein kollektives Handeln zum Wiederaufbau anzuregen. Im Rahmen des Projekts soll ein wissenschaftlicher Dialog über Ähnlichkeiten, Unterschiede, kulturelle Besonderheiten und Traditionen, die mit dem Begriff der "Nachbarschaft" als dynamisches sozio-kulturell-räumliches Konstrukt verbunden sind, stattfinden. Im Rahmen von internationalen Kolloquien und akademischen Austauschmaßnahmen in Berlin, Istanbul, Rabat und Teheran sollen WissenschaftlerInnen, DoktorandInnen und Studierende die Möglichkeit bekommen, die bestehenden Herausforderungen zu verstehen, diese in verschiedenen Kontexten zu untersuchen und die zukünftige Rolle der Nachbarschaften in der Städteentwicklung zu bestimmen.

Projektseite: http://habitat-unit.de

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Philipp Misselwitz

Migration, Geschlecht und Gesundheit – Türk-Alman Etkileşimine Farklı  Bir Bakış

Partnerprojekt zwischen der Universität Kassel und der Marmara Universität Istanbul.

Migrationsbewegungen zwischen Deutschland und der Türkei haben sich seit der Anwerbung der sog. ‚Gastarbeiter_innen‘ vor mehr als 50 Jahren stark gewandelt. Die sozialwissenschaftliche Migrationsforschung entwickelt angesichts dieser Dynamik neben den klassischen, ökonomisch orientierten Migrationstheorien neue Ansätze: unter Stichworten wie Intersektionalität und Transnationalität werden neben der kulturellen, religiösen und ethnischen Zugehörigkeit nun mit der sozioökonomischen Situation, Geschlecht und Gesundheit weitere Merkmale kultureller Diversität von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund berücksichtigt. Migrationsforschung in der Türkei setzt sich u.a. mit Binnenmigration, aber auch der zunehmenden Bedeutung der Türkei als Einwanderungsland auseinander. Vor dem Hintergrund der besonderen geopolitischen Lage der Türkei, den sozialpolitischen Veränderungen in den umliegenden Ländern und der EU-Beitrittsverhandlungen ist ein Hochschulaustausch zum Thema Migration für beide beteiligte Universitäten höchst interessant. Mit dem Projekt soll ein fachwissenschaftlicher Dialog im Bereich der Migrations- und Geschlechterforschung aufgebaut und intensiviert werden. Daneben soll durch Gastdozenturen und die gemeinsame Bearbeitung des Themas "Migration, Geschlecht und Gesundheit" in der Lehre die Curriculumentwicklung sowie der Austausch zur Lehr- und Lernmethoden gestärkt und damit letztendlich ein Beitrag zur Internationalisierung der Lehre geleistet werden. Auch wird die internationale Mobilität und damit die Qualifikation von (Nachwuchs-)Wissenschaftler_innen, insbesondere von Frauen, erhöht sowie zur fachlichen und interkulturellen Qualifizierung der Studierenden beigetragen. Das Projekt ist in vier aufeinander aufbauende Bausteine wie Blockseminare für Studierende und (Nachwuchs-)WissenschaftlerInnen, Kurzdozenturen, Netzwerktreffen der Wissenschaftler_innen und Nachwuchswissenschaftler_innen und Symposien mit außeruniversitären Akteuren, die sowohl in Deutschland als auch in der Türkei stattfinden, gegliedert. Es soll langfristig dazu beitragen, dass gesellschaftliche Realitäten sich in Lehre, fachlichem Austausch und Forschung nicht nur thematisch, sondern auch in Form einer gleichberechtigten und wertschätzenden Zusammenarbeit widerspiegeln.

Projektverantwortliche: Prof. Dr. Elisabeth Tuider

Exploring Legal Cultures

Kooperationsprojekt der Universität Leipzig mit der Brawijaya Universität Malang und der Staatsuniversität Jakarta, Indonesien.

Vor dem Hintergrund der öffentlichen Debatten um die Grundlagen des islamischen Rechts (Scharia) und die Reichweite der Religionsfreiheit in modernen Staats- und Gesellschaftsordnungen gewinnen kulturspezifische Wert- und Rechtsvorstellungen in der Rechtsprechung vieler Länder zunehmend an Präsenz. Die jüngsten Diskussionen um das Tragen eines Kopftuches in öffentlichen Bildungseinrichtungen in Deutschland und die Debatte um die Einführung der Scharia in indonesischen Provinzen mit islamischer Bevölkerungsmehrheit sind nur einige Beispiele dafür. Im Projekt wird versucht, auf die Debatten um die rechtlichen Herausforderungen in einer pluralistischen Gesellschaft einzugehen und diese in einem fachlichen, aber auch praxisbezogenen Dialog zu reflektieren. Das Projekt setzt sich inhaltlich mit der Frage auseinander, wie moderne, pluralistische Gesellschaften unter den Bedingungen religiöser, kultureller und politischer Vielfalt Gemeinsamkeiten herstellen und Konflikte regeln und austragen. Insbesondere steht dabei zur Debatte, welche Rolle rechtliche Ansprüche und Regelungen spielen können und sollen. Dabei wird gleichwertig auf das deutsche und das indonesische Rechtssystem unter Einbeziehung sozialer Gegebenheiten und kulturwissenschaftlicher Perspektiven eingegangen. Das Projekt besteht aus zwei Bausteinen: einem interdisziplinären Studienmodul "Exploring Legal Cultures (ELC)" und einem Austausch von GastwissenschaftlerInnen und StudentInnen. Das Studienmodul soll regulärer Bestandteil des Curriculums der beteiligten Fakultäten der Rechts- und der Kulturwissenschaften in Deutschland und Indonesien werden. Neben einem Einblick in die Gesellschafts- und Rechtssysteme beider Länder soll es einen kritischen Blick auf globale menschenrechtliche Problematiken lenken. Der Praxisbezug wird durch einen Austausch mit universitätsexternen Einrichtungen und Akteuren der Rechtspolitik, wie z.B. dem Bundesverwaltungsgericht und Amnesty International, hergestellt. Der Austausch von NachwuchswissenschaftlerInnen und Studierenden soll dazu dienen, den forschungsbezogenen Dialog intensiver zu führen und mögliche Kooperationen zu entwickeln.

Projektseite: http://uni-leipzig.de/enders/node/109

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Christoph Enders

Dealing with Conflict: A Joint University Module

Kooperationsprojekt der Hochschule Neubrandenburg mit der Al-Quds University Jerusalem (Prof. Dr. Najwa Safadi ), der An-Najah National University Nablus (Bilal Salameh) und dem Middle East Center for Development Affairs and Human Right Hebron (Prof. Dr. Emad Bashtawi).

Angesicht der politischen, ökonomischen und sozialen Rahmenbedingungen in den Palästinensischen Gebieten und der Konflikte in der Region spielt eine qualifizierte (Hochschul-)Bildung nicht nur bei der erfolgreichen Positionierung auf dem Arbeitsmarkt eine große Rolle, sondern gilt auch als eine wichtige Triebkraft für gesellschaftliche Veränderung. Höhere Bildung und ökonomische Sicherheit sind nach einer Evaluation der Hochschule Neubrandenburg wichtige Ressourcen, die dazu beitragen können, eine Verbreitung von Vorurteilen und radikalen Ideen zu verhindern und Entwicklungen in der Organisation und den Strukturen einer Zivilgesellschaft positiv zu beeinflussen. Das Projekt soll hier einen substanziellen Beitrag für die Entwicklung und Förderung von Kompetenzen bei der Ausbildung von Studierenden in Deutschland und den Palästinensischen Gebieten leisten. Kern ist ein Studienangebot unter dem Arbeitstitel "German-Palestinian Educational Dialogue and Student Exchange: Dealing with Conflict. A Joint University Module”. Ziel des Projekts ist die gemeinsame Entwicklung, Erprobung und Einführung eines Curriculums zum Thema des Umgangs mit Konflikten ("Dealing with Conflict"). In diesem Zuge werden in Kooperation mit den palästinensischen Partnerinnen und Partnern Lehr-Lern-Bausteine erstellt und im Rahmen von Summer Schools gemeinsam erprobt und gelehrt. Das gemeinsam entwickelte internationale Studienmodul soll den Studierenden die Möglichkeit bieten, im interkulturellen Umfeld Kompetenzen und Kenntnisse in Methoden und Lösungsansätzen für Konfliktlösungsarbeit zu erwerben und in die Zivilgesellschaft zu übertragen. Das Projekt dient nicht nur zur Vernetzung zwischen deutschen und palästinensischen Hochschulen, sondern fördert auch ein nachhaltiges Netzwerk zwischen Fachkolleginnen und Fachkollegen an palästinensischen Hochschulen und trägt zu einer Modernisierung der Lehre bei. Darüber hinausgehend soll das im Rahmen des Projekts entwickelte Studienangebot nicht nur am akademischen Bedarf, sondern vor allem auch am gesellschaftlichen und sozialen Bedarf der palästinensischen Gesellschaft ausgerichtet werden und einen Beitrag zum Konfliktmanagement auf verschiedenen gesellschaftlichen Ebenen leisten.

Projektseite: http://www.hs-nb.de/paged/

Projektverantwortliche: Prof. Dr. Stefanie Kraehmer

Struggling for Social Justice: Concepts, Agencies and Networks from a Cross-Cultural Perspective

Kooperationsprojekt der Universität zu Köln mit der Beirut Arab University in Libanon und der Qatar Faculty of Islamic Studies in Katar.

Soziale Gerechtigkeit ist ein regionen- und kulturübergreifendes Thema, das nicht nur in Europa seit mehreren Jahrzehnten zivil- und gesellschaftspolitisch im Vordergrund steht, sondern auch im Nahen und Mittleren Osten sowie in Nordafrika immer wieder thematisiert wird. Als ein global geltender Wert kann sie nicht auf einen spezifischen kulturellen oder regionalen Ursprung zurückverfolgt werden. In Zeiten einer immer weiter wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich ist der Ruf nach mehr sozialer Gerechtigkeit eine der zentralen Forderungen der aktuellen politischen Debatten in den meisten europäischen Staaten sowie der Umbrüche und Proteste gegen politische Strukturen und Regime in den arabischen Ländern. Somit ist die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit ein wirksames strategisches Werkzeug zur Mobilisierung der Bevölkerung und Hinterfragung der Legitimation von Regierenden. Zugleich kann der Begriff relativ offen und unterschiedlich gedeutet werden, je nachdem von welcher Gruppe er benutzt wird. Der Einblick in verschiedene Konzepte sozialer Gerechtigkeit ermöglicht uns ein besseres Verständnis von Kernelementen einer Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund beschränkt sich das Projekt nicht nur auf Konzepte sozialer Gerechtigkeit im Islam, sondern schließt auch soziale und politische Organisationen und Akteure in Libanon, Katar und Deutschland ein. Um einen Dialog zu fördern und eine einseitige Perspektive auf die "Islamische Welt" zu vermeiden ist es den Projektinitiatoren wichtig, säkulare und religiöse, deutsche und arabische Konzepte und Akteure der jeweiligen Gesellschaften miteinzubeziehen. Dies soll einen Abbau von Vorurteilen auf beiden Seiten ermöglichen und einen gemeinsamen Austausch über Konzepte sozialer Gerechtigkeit fördern. Die Projektaktivitäten umfassen Sommerschulen, Lehraufenthalte von WissenschaftlerInnen, Sprachkurse, Ausflüge und eine internationale Konferenz. WissenschaftlerInnen und Studierende werden einen Einblick in unterschiedliche Konzepte der sozialen Gerechtigkeit in verschiedenen kulturellen und sozialen Kontexten bekommen und lernen, gewohnte Denkweisen und Stereotype über eigene und andere Kulturen zu hinterfragen. Das Projekt soll auf diese Weise einen Beitrag zum interdisziplinären und internationalen Methodenaustausch leisten und die Entwicklung von gemeinsamen Forschungsansätzen fördern.  

Projektseite: http://orient.phil-fak.uni-koeln.de/4952.html?&L=0

Projektverantwortliche: Prof. Dr. Sabine Damir-Geilsdorf

Räumliche Dimension des Strukturwandels – Ruhrgebiet und Vereinigte Arabische Emirate im Vergleich

Kooperationsprojekt der Universität Duisburg-Essen mit der United Arab Emirates University (Prof. Dr. Saif Al Quaydi, Dr. Khaula Al Kaabi) und der American University Ras al-Khaimah, VAE (Prof. Dr. Robert Arthur ), im Fachgebiet Wirtschaftsgeographie.

Die Kooperation verfolgt das Ziel, die bestehenden Kontakte und den Austausch zwischen den beteiligten Institutionen zu verstetigen und die Zusammenarbeit zu intensivieren. Im Mittelpunkt des dialogorientierten Kooperationsprojekts stehen dabei zweimal im Jahr stattfindende projektbezogene Austauschbesuche von Studierenden und Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern in Form von Summer und Winter Schools alternierend in Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Verfolgt wird dabei der Ansatz einer forschungsbasierten Lehre bzw. des forschenden Lernens. Die Studierenden arbeiten in gemischten Gruppen (Tandem-Ansatz) unter Anleitung und Betreuung von Professoren und Nachwuchswissenschaftlerinnen bzw. Nachwuchswissenschaftlern weitgehend selbstständig in Lehrforschungsprojekten. Der Projektarbeit im Rahmen der Summer und Winterschools sind E-learning Sequenzen vor- und nachgelagert. Der hohe Praxisbezug wird verstärkt durch die Integration von geographischen Exkursionen, Expertenterminen und Unternehmensbesuchen. Neben dem gemeinsamen Dialog in der fachbezogenen Zusammenarbeit wird der Kulturdialog durch vielfältig gestaltete "außerfachliche Begegnungen" (z.B. Besuch von Ausstellungen und Museen, Exkursionen zu kulturhistorisch interessanten Stätten, Familienbesuche etc.) gefördert. Ziel ist es, zu einem bewussteren und kritischeren Umgang mit den eigenen Stereotypen zu gelangen, gegenseitige Akzeptanz zu erzeugen und ein Verstehen sowie ein darauf aufbauendes Vertrauen zu ermöglichen. Das Programm legt thematisch seinen Schwerpunkt auf den Vergleich der wirtschaftlichen und urbanen Transformationsprozesse im Ruhrgebiet und den Vereinigten Arabischen Emiraten als gemeinsames Interessen-, Lehr- und Forschungsfeld der beteiligten Partner. Aus dem Kontext dieses Rahmenthemas ergeben sich aktuelle regionalbezogene Problemstellungen, die von den Studierendengruppen der beteiligten Universitäten gemeinsam bearbeitet werden. Das Projekt fördert die Mobilität, die gegenseitige Vernetzung, den fachlichen und den kulturellen Dialog der Studierenden sowie des wissenschaftlichen Nachwuchses zwischen den Partneruniversitäten. Die kooperative Betreuung von aus den Lehrforschungsprojekten entwickelten Masterarbeitsthemen, die gemeinsame Erarbeitung von Lehrmaterialien sowie die schrittweise stärkere Einbindung von qualifizierten Frauen (Studierende und Nachwuchswissenschaftlerinnen) in das Kooperations- und Austauschprogramm sind weitere Zielsetzungen, die mittelfristig angestrebt werden.

Projektverantwortlicher:   Prof. Dr. Rudolf Juchelka

Struggling for Social Justice: Concepts, Agencies and Networks from a Cross-Cultural Perspective

Kooperationsprojekt der Universität zu Köln mit der Beirut Arab University in Libanon und der Qatar Faculty of Islamic Studies in Katar.

Soziale Gerechtigkeit ist ein regionen- und kulturübergreifendes Thema, das nicht nur in Europa seit mehreren Jahrzehnten zivil- und gesellschaftspolitisch im Vordergrund steht, sondern auch im Nahen und Mittleren Osten sowie in Nordafrika immer wieder thematisiert wird. Als ein global geltender Wert kann sie nicht auf einen spezifischen kulturellen oder regionalen Ursprung zurückverfolgt werden. In Zeiten einer immer weiter wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich ist der Ruf nach mehr sozialer Gerechtigkeit eine der zentralen Forderungen der aktuellen politischen Debatten in den meisten europäischen Staaten sowie der Umbrüche und Proteste gegen politische Strukturen und Regime in den arabischen Ländern. Somit ist die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit ein wirksames strategisches Werkzeug zur Mobilisierung der Bevölkerung und Hinterfragung der Legitimation von Regierenden. Zugleich kann der Begriff relativ offen und unterschiedlich gedeutet werden, je nachdem von welcher Gruppe er benutzt wird. Der Einblick in verschiedene Konzepte sozialer Gerechtigkeit ermöglicht uns ein besseres Verständnis von Kernelementen einer Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund beschränkt sich das Projekt nicht nur auf Konzepte sozialer Gerechtigkeit im Islam, sondern schließt auch soziale und politische Organisationen und Akteure in Libanon, Katar und Deutschland ein. Um einen Dialog zu fördern und eine einseitige Perspektive auf die "Islamische Welt" zu vermeiden ist es den Projektinitiatoren wichtig, säkulare und religiöse, deutsche und arabische Konzepte und Akteure der jeweiligen Gesellschaften miteinzubeziehen. Dies soll einen Abbau von Vorurteilen auf beiden Seiten ermöglichen und einen gemeinsamen Austausch über Konzepte sozialer Gerechtigkeit fördern. Die Projektaktivitäten umfassen Sommerschulen, Lehraufenthalte von WissenschaftlerInnen, Sprachkurse, Ausflüge und eine internationale Konferenz. WissenschaftlerInnen und Studierende werden einen Einblick in unterschiedliche Konzepte der sozialen Gerechtigkeit in verschiedenen kulturellen und sozialen Kontexten bekommen und lernen, gewohnte Denkweisen und Stereotype über eigene und andere Kulturen zu hinterfragen. Das Projekt soll auf diese Weise einen Beitrag zum interdisziplinären und internationalen Methodenaustausch leisten und die Entwicklung von gemeinsamen Forschungsansätzen fördern.  

Projektseite: http://orient.phil-fak.uni-koeln.de/4952.html?&L=0

Projektverantwortliche: Prof. Dr. Sabine Damir-Geilsdorf

Räumliche Dimension des Strukturwandels – Ruhrgebiet und Vereinigte Arabische Emirate im Vergleich

Kooperationsprojekt der Universität Duisburg-Essen mit der United Arab Emirates University (Prof. Dr. Saif Al Quaydi, Dr. Khaula Al Kaabi) und der American University Ras al-Khaimah, VAE (Prof. Dr. Robert Arthur ), im Fachgebiet Wirtschaftsgeographie.

Die Kooperation verfolgt das Ziel, die bestehenden Kontakte und den Austausch zwischen den beteiligten Institutionen zu verstetigen und die Zusammenarbeit zu intensivieren. Im Mittelpunkt des dialogorientierten Kooperationsprojekts stehen dabei zweimal im Jahr stattfindende projektbezogene Austauschbesuche von Studierenden und Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern in Form von Summer und Winter Schools alternierend in Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Verfolgt wird dabei der Ansatz einer forschungsbasierten Lehre bzw. des forschenden Lernens. Die Studierenden arbeiten in gemischten Gruppen (Tandem-Ansatz) unter Anleitung und Betreuung von Professoren und Nachwuchswissenschaftlerinnen bzw. Nachwuchswissenschaftlern weitgehend selbstständig in Lehrforschungsprojekten. Der Projektarbeit im Rahmen der Summer und Winterschools sind E-learning Sequenzen vor- und nachgelagert. Der hohe Praxisbezug wird verstärkt durch die Integration von geographischen Exkursionen, Expertenterminen und Unternehmensbesuchen. Neben dem gemeinsamen Dialog in der fachbezogenen Zusammenarbeit wird der Kulturdialog durch vielfältig gestaltete "außerfachliche Begegnungen" (z.B. Besuch von Ausstellungen und Museen, Exkursionen zu kulturhistorisch interessanten Stätten, Familienbesuche etc.) gefördert. Ziel ist es, zu einem bewussteren und kritischeren Umgang mit den eigenen Stereotypen zu gelangen, gegenseitige Akzeptanz zu erzeugen und ein Verstehen sowie ein darauf aufbauendes Vertrauen zu ermöglichen. Das Programm legt thematisch seinen Schwerpunkt auf den Vergleich der wirtschaftlichen und urbanen Transformationsprozesse im Ruhrgebiet und den Vereinigten Arabischen Emiraten als gemeinsames Interessen-, Lehr- und Forschungsfeld der beteiligten Partner. Aus dem Kontext dieses Rahmenthemas ergeben sich aktuelle regionalbezogene Problemstellungen, die von den Studierendengruppen der beteiligten Universitäten gemeinsam bearbeitet werden. Das Projekt fördert die Mobilität, die gegenseitige Vernetzung, den fachlichen und den kulturellen Dialog der Studierenden sowie des wissenschaftlichen Nachwuchses zwischen den Partneruniversitäten. Die kooperative Betreuung von aus den Lehrforschungsprojekten entwickelten Masterarbeitsthemen, die gemeinsame Erarbeitung von Lehrmaterialien sowie die schrittweise stärkere Einbindung von qualifizierten Frauen (Studierende und Nachwuchswissenschaftlerinnen) in das Kooperations- und Austauschprogramm sind weitere Zielsetzungen, die mittelfristig angestrebt werden.

Projektverantwortlicher:   Prof. Dr. Rudolf Juchelka

Talking Youth – Ein deutsch-iranisches Dokumentarfilmprojekt

Ein Kooperationsprojekt der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf mit dem Sooreh Institute for Higher Learning in Teheran

Bei diesem Vorhaben handelt es sich um ein studiengangsübergreifendes Austauschprojekt. 15 Studierende unterschiedlicher Studiengänge der Filmuniversität Babelsberg werden vier Wochen nach Teheran reisen. Im Anschluss besuchen 15 Studierende des Studienfachs „Film“ der Sooreh University die Filmuniversität Babelsberg. Innerhalb dieses Austauschs werden acht dokumentarische Kurzfilme mit einer maximalen Länge von 15 Minuten realisiert. Vier Filme werden im Iran gedreht, bei denen jeweils ein/e deutsche/r Student/in Regie führt, und vier in Deutschland mit einem/r iranischen Regisseur/in. Ein wichtiger Teil des Projekts ist es, dass gemischte Teams aus iranischen und deutschen Studierenden die Filme zusammen entwickeln und umsetzen. So ist jeweils der /die Regiestudent/in des Gastlandes federführend, während der/die Regiestudent/in des Heimatlands als Regieassistent arbeitet und zum Beispiel bei der Verständigung hilft. Die Filme sollen sich thematisch mit Jugend- und Jugendkultur in den jeweiligen Ländern auseinander setzen. Dieses Thema bietet einen sehr großen Spielraum für die Filmemacher/innen beider Länder, sich von der jeweiligen Kultur inspirieren zu lassen. Da nicht alle Teilnehmer durchgehend und gleichzeitig drehen werden, ist im jeweiligen Gastland ein paralleles Workshop-Programm geplant. Dieses soll sich zum einen inhaltlich und zum anderen technisch mit dem Medium Film beschäftigen, um so auf unterschiedlichen Ebenen einen Diskurs über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Filmemachens in den jeweiligen Ländern zu initiieren. Nach Fertigstellung der Filme wird eine Gemeinschafts-DVD und BluRay erstellt, welche die jeweiligen Institutionen nutzen, um das Gesamtprojekt einer breiteren interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Projektverantwortlicher: Prof. Martin Steyer

Developing Comparative Methods in Religious Studies

Kooperationsprojekt der Universitäten Frankfurt/Main und Potsdam mit der University of Religions and Denomination und der Alzahra University Tehran im Fachbereich Religionswissenschaft.

Die Professur für Religionswissenschaft an der Goethe Universität Frankfurt am Main, das Institut für Religionswissenschaft und Jüdische Studien der Universität Potsdam sowie die University of Religions and Denominations (dānešgā-ye adyān wa mazāheb, Qom/Iran) wollen durch das Projekt, das einen Workshop und eine Exkursion in den Iran für Frankfurter und Potsdamer Dozenten und Studierende (2013), eine Sommeruniversität für Qomer und Teheraner Dozenten und Studierende (2014) als auch den Austausch von Studierenden und Dozierenden beinhaltet – die bereits bestehenden Kontakte (gegenseitige Besuche, Kooperationsabkommen, Workshops, gemeinsame Publikationen) vertiefen, strukturell festigen und dadurch nachhaltig gestalten. Außerdem soll ein neuer Kontakt zur Teheraner Alzahra University hergestellt werden, um die Kontakte noch besser zu vernetzen und Frauen noch stärker in die Aktivitäten einbeziehen zu können.

Unsere Exkursion vom 15. bis 30.09.2013 beinhaltete einen längeren Besuch in Qom mit Workshops und Blockseminaren: "On Holy Places. The veneration and the commemoration of the dead, Tomb-Rituals in Imamat-Theology and in comparative perspective." Der Schwerpunkt lag auf religiösen Zeremonien und Ritualen, die in allen religiösen Traditionen von großer Bedeutung sind, aber oft so selbstverständlich die jeweilige Praxis bestimmen, dass ihre theoretische Reflexion wenig entwickelt ist. Unser Hochschuldialog soll die Entwicklung komparatistischer Methoden voranbringen, Wissen erweitern und in die Lage versetzen, kulturelle Bedingtheiten von Wissen und Erkennen besser zu verstehen. Dadurch erhalten alle Beteiligten einen Einblick 1. in die wenig bekannte iranisch-zwölferschiitische Theologie und deren religionstheoretische Implikationen und 2. in die Methodendiskussion der europäischen Religionswissenschaft.

Ende August 2014 wird an der Universität Potsdam eine Sommerschule zum Thema "Religion und Säkularisierung" stattfinden.  40 Lehrende und Studierende der vier Hochschulen wollen den Diskurs über Methoden weiter vertiefen und mithilfe einschlägiger Publikationen zur Säkularisierungsdebatte aktuelle Entwicklungen in Deutschland und Iran untersuchen sowie auf Vergleichbarkeit prüfen. Debatten zu diesem Thema werden in den Ländern der Partnerhochschulen sehr unterschiedlich geführt und wurden bisher kaum miteinander verknüpft. Zudem werden im Wintersemester 2014 jeweils eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler der iranischen Hochschulen die deutschen Universitäten besuchen und dort eine Lehrveranstaltung abhalten, um den Studierenden ihren spezifischen Zugang zum schiitischen Islam zu präsentieren und diesen mit ihnen zu diskutieren.

Für 2015 ist ein erneuter Gegenbesuch Studierender und Dozierender aus Frankfurt und Potsdam im Iran geplant.

Projektverantwortliche: Prof. Dr. Catherina Wenzel

Establishment of a Long Term University Cooperation and Dialogue

Kooperationsprojekt der BTU Cottbus-Senftenberg mit der Lebanese American University – Beirut (LAU) und der Université Saint-Esprit de Kaslik (USEK) im Fachbereich Umweltwissenschaft.

Das Projekt ist das Ergebnis einer erfolgreichen Fact-Finding- Mission im Jahr 2012 im Libanon. Thematisch ist die Zusammenarbeit auf das Gebiet der Forschung und Kommunikation von "Freiwilligen Nachhaltigkeits-Standards" (Voluntary Sustainability Standards=VSS), die als ein Instrument für die Sichtbarkeit von nachhaltiger Entwicklung, Produktion und Verbrauch dienen, fokussiert. Dieses komplexe Thema wird in Zusammenarbeit mit den Partnern im Libanon vor allem im Bereich der nachhaltigen Produktion und des nachhaltigen Verbrauchs im landwirtschaftlichen Sektor bearbeitet. Im Rahmen des Projektes findet die gemeinsame Bearbeitung von Fragestellungen zur Erarbeitung eines "Green Curriculum" und Entwicklung eines E-Learnings Moduls "Measuring Sustainability" an den Partneruniversitäten USEK und LAU statt. Darüber hinaus soll innerhalb der 3 Jahre ein langfristiger wissenschaftlicher und kultureller Dialog zwischen den deutschen und libanesischen Partnern etabliert werden. Im ersten Jahr lag der Schwerpunkt auf der Zusammenarbeit zwischen den deutschen und den libanesischen Hochschulen (BTU CS, LAU und USEK), mit folgenden Zielen:

1.     Ausbau des sozialen, kulturellen und wissenschaftlichen Dialogs zwischen Studenten und jungen Wissenschaftlern in Deutschland und dem Libanon

2.     Verbesserung des Wissens -und Informationsaustauschs zwischen den deutschen und libanesischen Partnern.

Die Projektaktivitäten haben einen starken Fokus auf die Stärkung der Kommunikation zur Nachhaltigkeit in Produktion und Konsum, sowie auf die Steigerung der Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit von Studiengängen der beteiligten Universitäten. Hierfür wurde im ersten Jahr eine Kommunikationsplattform entwickelt, welche im zweiten Jahr um generelle Lehrinhalte und ein E-Learning Modul zu Nachhaltigkeitsstandards ergänzt wird. Zusätzlich wird erwartet, dass das Projekt zur Verbesserung der sozialen Entwicklung im Bereich der Umweltwissenschaft in den ländlichen und städtischen Gebieten des Libanon beitragen wird.

Projektseite: http://www.tu-cottbus.de/fakultaet4/de/umweltplanung/forschung/projekte0/hochschuldialog.html

https://www.facebook.com/BTUBasketball

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Michael Schmidt

Hochschuldialog Frankfurt University of Applied Sciences - Universität Agadir

Kooperationsprojekt der Frankfurt University of Applied Sciences –Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit mit der Université Ibnou Zohr / (Agadir), Fakultät Literatur- und Humanwissenschaften.

Zwischen der Université d´Agadir, Faculté des Lettres et des Sciences Humaines, und der Frankfurt University of Applied Sciences, Fachbereich 4 Soziale Arbeit und Gesundheit, besteht eine langjährige Kooperation. Im Rahmen der "Initiative Nationale Développement Humain" wurden zahlreiche soziale Projekte initiiert und gefördert; u.a. die Qualifikation von SozialarbeiternInnen. Dies nutzte die Université d ´Agadir dazu, in ihrem Studiengang Soziologie einen Studienschwerpunkt "Soziale Arbeit " zu entwickeln. Die DAAD-Förderung einer strukturierten fachlichen Kooperation ermöglicht es, den begonnenen Kultur- und Fachdialog zu vertiefen und zu intensivieren und ggf. auf andere Universitäten auszudehnen. Das Projekt ist grundsätzlich auf drei Jahre angelegt, aber in drei selbstständige Teilprojekte aufteilbar. Es besteht aus drei Bausteinen: (1) Lehr-, Lern- und Forschungsaustausch:   auf gemeinsamen Treffen in beiden Ländern werden die Ergebnisse des forschenden Lernens der Studierenden beider Universitäten in Workshops präsentiert und diskutiert. (2) Gleichzeitig findet ein Austausch über die aktuellen Forschungsprojekte der WissenschaftlerInnen beider Universitäten statt; sowohl die durch NachwuchswissenschaftlerInnen begleiteten Lehrforschungsprojekte als auch die Beteiligung von NachwuchswissenschaftlerInnen am akademischen Austausch führen zu ihrer Qualifikation. (3) Vernetzung Hochschule – Praxis: Durch Praktika in Sozialen Einrichtungen in Frankfurt und Agadir und die Einbeziehung von Fachkräften der sozialen Arbeit teilweise marokkanischer Herkunft in die Lehre wird der Praxisbezug gestärkt.

In einer Abschlusstagung in 2015 mit marokkanischen und deutschen MenschenrechtsexpertInnen sollen die Ergebnisse zusammengetragen und in einen größeren Rahmen gestellt werden. Der kulturelle Austausch ergibt sich schon aus der übergreifenden Themenstellung: Menschenrechte und Soziale Arbeit. Eine gegenseitige Verständigung über Menschenrechte setzt einen intensiven Austausch über kulturelles und ethisch-religiöses Selbstverständnis voraus. Durch eine Kooperation mit dem Bund Deutscher Pfadfinder werden kulturelle und soziale Aktivitäten integriert.

Projektverantwortliche: Prof. Dr. Ursula Fasselt

Kinderchirurgische Lehre und Forschung im islamischen Dialog

Kooperationsprojekt der MH Hannover mit der Ain Shams University Kairo und der Universität Sana'a im Fachbereich Kinderchirurgie.

 Das Projekt ist ein wissenschaftlicher Beitrag zur Etablierung der Kinderchirurgie als eigenständige Disziplin im Jemen, um nachhaltig die Überlebenschancen und die Lebensqualität von Kindern zu verbessern. Die   Projektmaßnahmen sollen der Weiterbildung von jemenitischen Chirurgen und des Pflegepersonals dienen und einen regelmäßigen personellen Austausch im Rahmen der Hochschulkooperation ermöglichen. Darüber hinaus soll durch das Projekt ein nachhaltiges Netzwerk nicht nur zwischen den deutschen und jemenitischen Ärzten sondern auch mit arabischen Kollegen aus Ägypten und Saudi Arabien etabliert werden. Seit 2006 wird die Initiative "Pediatric Surgery for the Yemen Teaching to Train", deren Schwerpunkt nach wie vor auf der Lehre liegt, gefördert. Die Zusammenarbeit mit der Ain-Shams Universität in Kairo, die bereits während der Laufzeit des Jemen-Projekts begonnen hatte, soll neben der Weiterbildung vor allem junge Nachwuchswissenschaftler ansprechen, mit denen gemeinsame wissenschaftlicher Forschungsprojekte entwickeln werden sollen. Dabei ergänzen sich die hohe Frequenz kinderchirurgischer Erkrankungen in Ägypten und die exzellente wissenschaftliche Infrastruktur der deutschen Hochschule. Das Projekt umfasst folgende Teile, die auf das langfristige Ziel ausgerichtet sind, den fachlichen und interkulturellen Dialog mit und unter jungen Kollegen in Weiterbildung und Studenten an den jemenitischen, ägyptischen und deutschen Kinderchirurgien zu erhalten bzw. auszubauen:

• Austausch von jungen Ärzten und Studenten (Doktoranden) zwischen Hannover und Kairo zur Durchführung transnationaler Studien zu kinderchirurgischen Indexerkrankungen.

• Gastaufenthalte deutscher Kinderchirurgen in Kairo für Gastvorlesungen und zur Erarbeitung gemeinsamer Curricula und Lehrinhalte (Aktualisierung und Ergänzung des E-learning Modul: Pediatric Surgery).

 • Weiterbildung des kinderchirurgischen Nachwuchses aus dem Jemen in Kairo, Monastir, Tunesien und weiteren arabischen Länder (Amman, Jordanien ).

Auf diesem Weg ist es möglich, die Zusammenarbeit mit der Ain Shams Universität durch die Beteiligung junger Forscher und Studenten zu intensivieren und gleichzeitig die Nachhaltigkeit der bisher im Jemen investierten Arbeit zu erhalten.

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Claus Petersen

Islamisches Recht, Gender und Zivilgesellschaft in Indonesien und Deutschland

Kooperationsprojekt der Georg-August-Universität Göttingen mit der Universitas Islam Negeri Sunan Kalijaga.

Das Projektthema knüpft an einen sehr intensiven Diskurs an, der weit über den akademischen Kontext hinausgeht und relevant ist für die weitere Entwicklung der gesellschaftlichen und politischen Ordnung in Indonesien, aber auch in der weiteren islamischen Welt sowie auch in Deutschland selbst. Bezüglich Indonesiens ist zu betonen, dass das Land immer noch in einem Umbruch begriffen und dabei ist, eine endgültige Staats- und Rechtsordnung zu definieren. Zwar sind die grundlegenden Weichen gestellt, die konkrete Ausgestaltung des Zivilrechts ist aber noch im vollen Gang. Hauptthema ist, in welchem Maße und in welcher Form islamische Werte und vor allem Rechtsvorstellungen in diese Ordnung einfließen sollen. Das Ergebnis dieser Debatte wird die Entwicklung und Ausgestaltung der indonesischen Zivilgesellschaft wesentlich bestimmen. Im Fokus stehen Genderfragen, da diese einen zentralen Platz in Gesetzgebungen zu Familien- und Eherecht, Erbrecht, Personenstandsrecht u.v.m. einnehmen. Die islamischen Hochschulen Indonesiens sind intensiv in diesen nationalen Diskurs eingebunden.

Der Diskurs um diese Fragen wird durch verschiedene Mittel im Rahmen des Projekts umgesetzt. Dazu zählen gemeinsame Tagungen (bislang zwei mit den Themen "Islamic Gender Discourse and Legal Thought" in Göttingen und "Religious Diversity and Identity: Negotiating State Order and Civil Rights." in Yogyakarta; dritte Tagung in Göttingen im Juni 2014 mit dem Thema "Heresy, Blasphemy and Apostasy from a Legal Point of View"), Austausch von Doktoranden, Workshops, Studierendenexkursionen, gemeinsame Publikationsprojekte. Im Projektverlauf soll die Kooperation in einem Network münden, das verschiedene Institutionen und Individuen sowohl in Indonesien wie auch in Deutschland miteinander verbindet.  

Projektverantwortliche: Prof. Dr. Irene Schneider

Masterstudiengang Informationstechnik und Universitätsnetzwerk

Kooperationsprojekt der TU Braunschweig mit der Université de Tunis El Manar.

Die langjährigen guten Kontakte der Technischen Universität Braunschweig mit Universitäten in Tunesien (ENIT in Tunis und ENIS in Sfax) und dort insbesondere mit den aktiv handelnden Personen, bieten gerade in der jetzigen Zeit des Umbruchs und der Erneuerung eine sehr gute Chance als Grundlage für eine Verbesserung der Ausbildung, unter Einbeziehung auch kleinerer, in der Vergangenheit weniger unterstützter Hochschulen. Der Aspekt der Verbesserung der Ausbildung an tunesischen Universitäten stellt ein wichtiges Ziel dar, wozu ein Austausch von Lehrenden und Studenten sowie Sommerschulen und Workshops eine wichtige Rolle spielen. Für die deutschen Studierenden stellen die Internationalisierung und der Aspekt der interkulturellen Bildung einen wichtigen Teil des Projektes dar. Zur Erarbeitung des Masterstudienganges "Information Technology"   sind jährliche Workshops bzw. Sommerschulen geplant, in denen sowohl die Sichtung bestehender Studiengänge und die Planung der neuen Inhalte Gegenstand sind, als auch Kompaktkurse und Projektarbeiten der Studierenden aus beiden Ländern zum fachlichen und kulturellen Lernen. Basierend auf diesen Erfahrungen wird der Studiengang detailliert geplant und mit praxisbezogenen Anteilen ausgestattet. Auf tunesischer Seite wird von Beginn an nicht nur mit der ENIT in Tunis, sondern mit weiteren Universitäten zusammengearbeitet. Die Tatsache, dass das Universitätsnetzwerk mittlerweile aus Vertreter von zwölf Hochschulen aus zehn verschiedenen Städten besteht, zeigt, dass hier ein Netzwerk entsteht, das auch über die Projektlaufzeit hinaus Bestand haben wird und auf tunesische und eventuell auch weitere maghrebinische Hochschulinstitutionen erweiterbar sein wird. Seitens der TU Braunschweig ist vorgesehen, Kurse für interkulturelle Kompetenz zu entwickeln und im Rahmen von Sommerschulen und Workshops zu erproben und zu verbessern. Die Nachhaltigkeit des Vorhabens soll dadurch gesichert werden, dass der Masterstudiengang an den Partnerhochschulen, ggf. an weiteren tunesischen Universitäten, eingeführt wird. Zudem soll durch stetige Evaluierung eine Sicherung der Qualität gewährleistet werden.

Projektverantwortlicher: Dr. Volker Märgner

Palestine CD – Inter-Culture Dialogue with Palestine through Exchange and Academic Cooperation

Kooperationsprojekt der Universität Duisburg-Essen mit der Al-Quds University, Jerusalem.

Das Institut für Digitale Signalverarbeitung an der Universität Duisburg-Essen und das Department of Electronics and Communications Engineering der Al-Quds University arbeiteten bisher unabhängig voneinander in Bereichen, die zur Weiterentwicklung der RFID-Technologie beitragen. Die RFID-Technik (RadioFrequenzIDentifikation), ermöglicht es, größere Datenmengen elektronisch zu erfassen und Objekte oder auch Personen berührungslos zu identifizieren. RFID könnte ein günstiges und effektives Management logistischer Herausforderungen (wie z.B. große Warenanzahl) sowie eine automatisierte und effiziente Bearbeitung großer Datenmengen ermöglichen, wird bisher aber nur in Nischenmärkten genutzt. Palestine CD will durch themenspezifische Zusammenarbeit mit palästinensischen Partnern die Potentiale der RFID-Technologie wissenschaftlich erforschen und sichtbar machen. Darüber hinaus soll es einen Wissensaustausch im Bereich der Elektrotechnik zwischen den Palästinensischen Gebieten und Deutschland anregen und zur Etablierung von Lehr- und Forschungsnetzwerken beitragen. In gemeinsamen Workshops, Konferenzen, Summer Schools und Forschungsaufenthalten bekommen WissenschaftlerInnen und Studierende aus beiden Ländern die Möglichkeit, sich über bereits erzielte Fortschritte in der RFID-Forschung auszutauschen und gemeinsam neue Lösungen zu finden. Die im Projekt angestrebte Modernisierung der Lehre und Förderung des technischen Fortschritts sollen zur nachhaltigen Entwicklung der Kommunikationstechnologie beitragen.

Projektverantwortlicher: Prof. Dr.-Ing. Thomas Kaiser

SusWaDialogue

Kooperationsprojekt der Universität Duisburg-Essen mit der Bushehr University of Medical Sciences, der University of Teheran, der Fayoum University, dem Egypt Nanotechnology Center, der Cairo University und des Institut Teknologi Bandung im Bereich Ingenieurswissenschaften (Wasserwirtschaft).

Wassermanagement und Nachhaltigkeit aus einer kultur- und sozialwissenschaftlichen Perspektive - ein Dialog zwischen Deutschland , Iran, Ägypten und Indonesien :
In dem Projekt "sustainable water dialogue" werden der historische Kontext, der aktuelle Stand und die Anforderungen der Wasser -Management-Systeme in Deutschland und in drei verschiedenen islamischen Kulturen betrachtet: die arabische Welt (mit Ägypten als Vertreter), Iran und Südostasien ( mit Indonesien als Vertreter). Wasser und Kultur sind in Ägypten sowie in Indonesien und Iran stark verknüpft. Aber die Art und Weise, in der Menschen mit ihren Wasserressourcen umgehen, ist unterschiedlich. Da diese Anpassungen auf regionaler oder sogar kommunaler Ebene erfolgen, müssen auch kommende Wassertechnologien an verschiedene Benutzergruppen angepasst werden, um eine nachhaltige Umsetzung und den Betrieb zu erhalten. Es ist geplant, ein nachhaltiges Wassermanagement - Konzept zu entwickeln und Trainingsprogramme (Master / PhD) für eine neue Generation von "Wasser -Managern" zu erstellen.

Projektseite: https://sites.google.com/site/suswadialogue/

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. André Niemann

Peaceful Change and Violent Conflict – The Transformation of the Middle East and Western-Muslim Relations

Kooperationsprojekt der Universität Duisburg-Essen mit der Mohammed V -Soussi University, Rabat, der Al Akhawayn University, Ifrane, dem   Institute for Humanities and Cultural Studies, Tehran und der Quaid-i-Azam University, Islamabad, im Fachbereich Politikwissenschaft. 

Die derzeitigen Veränderungen im Nahen Osten öffnen ein neues Kapitel in vielen Gesellschaften und schaffen eine neue politische, soziale und intellektuelle Offenheit. Dies sollte durch Erhöhung der interkulturellen akademischen Zusammenarbeit gestärkt werden. Das Projekt versucht dies zu leisten und die Vorteile der Kooperationen mit Universitäten in arabischen und zwei weiteren muslimisch geprägten Ländern (Iran, Pakistan) zu nutzen. Um ihre übergeordneten Ziele zu erreichen, wird bei dem Projekt an einem gemeinsamen Forschungsthema gearbeitet, um die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen aus Deutschland und aus dem Iran, Marokko und Pakistan zu etablieren und auszubauen. Das Ziel ist die Stärkung der Beziehungen zwischen Forschern, wissenschaftlichen Mitarbeitern und Studenten. Dadurch wird ein Beitrag zum übergeordneten Thema des interkulturellen Dialogs geleistet. Aufgrund der breiten geografischen Reichweite des geplanten Projekts wird die Vielfalt mehrerer Regionen und deren kultureller Facetten widergespiegelt.

Um das Ziel eines gemeinsamen Forschungsprojekts zum Thema "Peaceful Change and Violent Conflict – The Transformation of the Middle East and Western-Muslim Relations" zu erreichen, werden beteiligte Forscher und Studenten aus den Universitäten zusammengebracht. Eine besondere Rolle spielt die Förderung und Unterstützung von Frauen und wissenschaftlichem Nachwuchs. Das Projekt legt Schwerpunkte auf gemeinsame Workshops und Konferenzen, Studentenaustausch, eine Sommerschule, eine forschungsorientierte Webseite, eine Reihe von Arbeitspapieren und eine gemeinsame Buchpublikation. Zusammengefasst versucht das Projekt, akademische Forschung und Zusammenarbeit von Deutschland und dem Mittleren Osten mit interkulturellem Dialog zu verknüpfen. In diesem Sinne werden der Forschungsaspekt und der Austausch von Lehrpersonal und Studenten hoffentlich zu einem besseren Verständnis der neuen Bedingungen für den interkulturellen Dialog auf einer Makro-Ebene beitragen. Am Ende soll eine Stärkung der jeweiligen akademischen und kulturellen Fähigkeiten der Partneruniversitäten stehen.

Mehr zu den Projektaktivitäten finden Sie unter www.change-in-the-middle-east.org

Projektverantwortlicher: PD. Dr. Jochen Hippler

Theologie der Pluralität und Toleranz

Kooperationsprojekt der Universität Osnabrück mit der Al al-Bayt Universität, Jordanien.

Die aktuelle politische Lage im Nahen Osten ist von einer hohen kulturellen und sozialen Dynamik geprägt. Diese ist besonders in Jordanien sichtbar. Durch den israelisch-palästinensischen Konflikt, den Irakkrieg und den syrischen Bürgerkrieg ist Jordanien zu einem Einwanderungsland geworden, in dem Migranten unterschiedlicher Religionen und Konfessionen Zuflucht gefunden haben. Die religiöse Vielfalt spiegelt sich in der Internationalisierung der jordanischen Studierendenschaft wider, findet aber in die Curricula der Hochschulen nur vereinzelt Eingang. Dabei sind interreligiöser Dialog und der Umgang mit Andersdenkenden bzw. Andersgläubigen besonders wichtig, da durch den arabischen Frühling entstandene politische Unsicherheit in der Region einen fruchtbaren Boden für radikale religiöse und politische Positionen schafft. Das Projekt zielt darauf ab, die interkulturelle theologische Zusammenarbeit zu fördern und auszubauen indem vergleichend erarbeitet wird, wie konkurrierende theologische Wahrheitsansprüche ohne Aufgabe des eigenen Wahrheitsanspruchs oder Abwertung der jeweils anderen Religion debattiert werden können. Ein besseres Verständnis anderer Religionen durch den Vergleich und die Entwicklung theologischer Konzepte von Pluralität und Toleranz soll durch den deutsch-jordanischen Austausch von Lehrenden und Theologiestudierenden in Form von Fortbildungen, Tagungen zu Fragen der Curricula, binationalen Lehrprojekten, Studienreisen und Sommerschulen entstehen. Das Projektvorhaben gliedert sich in drei miteinander in Zusammenhang stehende Projektfelder, die den Dialog innerhalb der Theologien und der inhaltlichen und methodischen Entwicklung von Studiengängen befördern. Wichtigste Bestandteile des Projekts sind das internationale Weiterbildungsprogramm für Imame, die Qualitätssicherung in der Entwicklung theologischer Curricula und die Intensivierung des Studierendenaustausches.

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Bülent Uçar

The changing role of social media in Muslim countries

Kooperationsprojekt der Universität Erfurt mit der University of Peshawar und der University of Punjab.

Nach einer Reihe von Protesten im Nahen Osten im Jahr 2011 wurde den sozialen Netzwerken eine besondere Aufmerksamkeit in der Wissenschaft zuteil. Der Begriff "arabischer Frühling" dominiert nun in Fachbereichen wie Politikwissenschaften, Kommunikationswissenschaften, Soziologie und Religionswissenschaft. Die Proteste gegen das Regime, die in Tunesien begannen, nahmen in Ägypten und Syrien verschiedene Formen an und facebook, youtube und Twitter wurden im hohen Maße genutzt. Es wird jedoch oft vergessen, dass bei den muslimischen Ländern die Wurzeln der sozialen Netzwerke in Pakistan liegen, als 2007 während der Bewegung der Wiederherstellung der Justiz die Zivilgesellschaft zusammen mit Anwälten auf die sozialen Netzwerke bauten. Seitdem werden soziale Netzwerke in Pakistan häufig als Informationsquellen verwendet. Trotz der großen Bedeutung der sozialen Netzwerke wird dieses Thema noch nicht im Unterricht der führenden akademischen Institutionen in Pakistan behandelt. Im Rahmen der Kooperation soll in Frühjahrs- und Herbstschulen zu dieser Thematik gearbeitet werden. Die Schwerpunkte der Zusammenarbeit bei dem Studenten- und Dozentenaustausch sind die Einführung innovativer Unterrichtsmethoden in den Studien der neuen Medien und Gesellschaft durch Fokussierung auf die Themen traditionelle/ neue Medien und ihre kulturelle Einschränkung in Pakistan. Im Rahmen unseres Projektes fanden bisher ein Praktikumsprogramm mit verschiedenen zivilgesellschaftlichen Partnern in Islamabad und ein Workshop in Lahore statt. Des Weiteren sind neben weiteren Workshops, Symposien und einem Austauschprogramm mit Deutschland und Pakistan auch eine Summer-School in Erfurt geplant.

Projektseite: www.tinyurl.com/daadsocialmedia

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Jamal Malik

Orientierung & Perspektiven 2014

Kooperationsprojekt der Universität Leipzig mit der German Jordanian University, der Université de la Manouba, der Université de Gabès und der University of Nizwa im Fachbereich Übersetzen und Dolmetschen.

Aufbauend auf der erfolgreichen Zusammenarbeit der ersten beiden Jahre des Projektes "Orientierung & Perspektiven" möchten die Projektpartner – University of Nizwa, German-Jordanian University und die Université de la Manouba, Faculté des Lettres/Section d‘Allemand – die Zusammenarbeit weiterführen. Zweimal soll jeweils ein Workshop für künftige Dolmetscher, Übersetzer und Studenten der Arabistik der letzten Studienjahre stattfinden. Die Workshops sollen das Kennenlernen unter den Workshopteilnehmern fördern und ein Klima des gemeinsamen Lernens schaffen. Sie sollen mehr Raum für das Sammeln von praktischen Erfahrungen bieten und bei der Themenauswahl landesbezogen sein, um die Bindung zum Gastgeberland zu demonstrieren. Die Workshops dienen neben dem Kulturdialog vor allem der praktischen Erfahrungen der Förderung der Teamfähigkeit der Studenten innerhalb der Arbeitsgruppen.

Themen der beiden für 2014 vorgesehenen Workshops sind "Nachhaltigkeit und Umweltschutz". Neben dem Umwelt- und Artenschutz, Wassermanagement und erneuerbaren Energien sind auch Themen wie der nachhaltige Tourismus und die nachhaltige Siedlungsentwicklung denkbar. Zusätzlich zu den beiden Workshops ist eine Weiterbildung für junge Dozenten geplant mit Schwerpunkten in zivilgesellschaftlichen Fragen und praktischen Ansätzen für den Unterricht im Fach Übersetzen/Dolmetschen Deutsch-Arabisch. Praktisch und lebensnah soll mittels der beiderseitigen Sprachförderung das Interesse der Lernenden für ihr soziales Umfeld geweckt und die Förderung des gesellschaftlichen Engagements geleistet werden. Das Fachseminar wird als Weiterbildung für 6 junge Dozenten aus Tunesien, aus Jordanien und aus dem Oman konzipiert. Auch die Nachwuchsförderung ist weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Projektkonzeption

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Eckehard Schulz

Sportwissenschaft und Sport in interkulturellem Dialog

Kooperationsprojekt der Universität Magdeburg mit der Assiut Universität, der Université de Sfax und der University of Jordan.

Im Mittelpunkt des Projekts stehen Sportwissenschaft und Sport vor unterschiedlichen historischen, kulturellen und wirtschaftlichen Hintergründen. Sport und Sportwissenschaft können als Motor zur Entwicklung von Kultur, Bildung und Wirtschaft einen erheblichen Beitrag leisten, da Sport als gesellschaftliches Phänomen Einfluss auf Bildung und Erziehung nehmen kann und mit der Sportindustrie und dem Sporttourismus in Verbindung steht. Das Projekt startete 2012 erfolgreich mit der Universität Assiut (Ägypten). Im Jahr 2014 gilt es, dieses dialogorientierte Kooperationsprojekt intensiv in einem erweiterten Netzwerk unter Einbeziehung der Universitäten Amman (Jordanien) und der Sfax Universität (Tunesien) fortzusetzen. Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen zur Entwicklung von Curricula für Studiengänge, wie "Sport und Technik", "Sport und Tourismus", Maßnahmen zur Etablierung gemeinsamer sportwissenschaftlicher Forschungsprojekte und der Austausch von Lehrpersonal und Studierenden. Die Ergebnisse aus ersten Forschungsprojekten sollen in einem Workshop für Nachwuchswissenschaftler 2014 vorgestellt werden. Im Rahmen der Qualifizierung akademischer Nachwuchskräfte im Kooperationsverband wird ein projektbezogener Austausch von Masterstudenten und Doktoranden initiiert. Dieser bezieht sich vorwiegend auf die naturwissenschaftlichen und pädagogischen Disziplinen der Sportwissenschaft. Neben der Teilnahme an Lehrveranstaltungen und der Mitarbeit in Forschungsprojekten, einschließlich der Exkursionen zu externen Partnern (Herstellern von Messtechnik, Sportgeräten, Software für Leistungsanalysen), sind Seminare zum interkulturellen Training durch das akademische Auslandsamt in Magdeburg geplant. Außerdem stehen sportliche Wettkämpfe, Besuche von Sportveranstaltungen sowie Exkursionen zu kulturhistorischen Stätten und praktische Maßnahmen zur Etablierung des Studiengangs "Sport- und Tourismus auf dem Programm. Bei allen Programmpunkten liegt ein Schwerpunkt auf der Einbeziehung von Frauen, um deren Situation im Sport und in der Wissenschaft zu verändern.

Projektseite: http://conferences.ju.edu.jo/sites/icsscc/Home.aspx

Projektverantwortliche: Prof. Dr. Anita Hoekelmann

Theologischer Hochschuldialog Paderborn - Qom – Beirut

Kooperationsprojekt der Universität Paderborn mit der U of Religions and Denominations (URD) Qom/Iran, der Al Mustafa International U (MIU) Qom/Iran und der Université Saint Joseph de Beyrouth (USJ)/Libanon.

Im Projekt "Theologischer Hochschuldialog Paderborn - Qom - Beirut" findet ein theologischer Austausch auf zwei Ebenen statt: Zum einen auf der Ebene des Dialogs zwischen den Instituten für Evangelische und Katholische Theologie der Universität Paderborn und den beiden Partnerhochschulen in Qom/Iran, der University of Religions and Denominations (URD) und der Al-Mustafa International University (MIU). Auf dieser Ebene handelt es sich somit um einen Austausch von zwei eher homogenen Gruppen, christlichen Theologiestudierenden aus Deutschland und muslimischen Theologiestudierenden schiitischer Prägung aus dem Iran. Zum anderen geht es in dem Projekt auf einer zweiten Ebene um theologischen Dialog gemischt-konfessioneller Gruppen im Austausch zwischen Paderborn und der Université Saint Joseph in Beirut. Beide Ebenen sollen schrittweise im zweiten und im dritten Jahr des Projektes zusammengeführt werden und so einen Austausch zwischen allen beteiligten Partnerländern ermöglichen. Neben dem fachlich-theologischen Austausch liegen weitere Schwerpunkte des Projektes im gegenseitigen persönlichen Kennenlernen, im kulturellen Dialog sowie im Ausprobieren und Weiterentwickeln von Methoden interreligiösen Lernens. Das Projekt möchte vor allem Studierenden und Nachwuchswissenschaftlern einen Einblick in das Innere des jeweiligen Partnerlandes ermöglichen, ihre individuellen Studien- und Forschungsinteressen fördern und hierdurch die Entwicklung der theologischen Wissenschaften in den verschiedenen Ländern positiv beeinflussen.

Projektseite: https://kw.uni-paderborn.de/institute-einrichtungen/zekk/hochschuldialog/

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Klaus von Stosch

Zivile Sicherheit in Zeiten des Klimawandels

Kooperationsprojekt der Universität Siegen mit ägyptischen Partnern der Port Said Universität und der Suez Canal Universität sowie den türkischen Partnern aus der Istanbul Aydin Universität, der Technischen Universiät Istanbul, der Yildiz Universität und der Pamukkale Universität Denizli.

Das Vorhaben hat zum Ziel, die Folgen des Klimawandels auf die GEO-Umwelt, hier auf den Boden, Fels und Grundwasser, in einem internationalen Wissenschaftsverbund weitergehend zu erforschen. Das Thema ist im höchsten Maße virulent, da weltweit die Klimafolgen am Meereswasserspiegel sowie Messungen im Eis, On- und Off-Shore, in den polaren Bereichen und insbesondere im mediterranen Bereich, deutlich werden. Der Klimawandel beeinflusst aber in hohem Maße auch die Festlandmasse aus Boden, Fels und Grundwasser. Damit unterliegen die Feststoffe und das Wasser in der GEO-Umwelt immer stärkeren Beanspruchungen mit größeren Amplituden hinsichtlich der klimatischen Schwankungen. Hiermit verbunden sind starke Schwell- und Wechselbelastungen, die geologisch natürliche Verwitterungsprozesse verstärken können. Aus diesen Einwirkungen können sich für die nationale und internationale Infrastruktur sicherheitsrelevante Fragestellungen ergeben. Die langfristigen Klimaentwicklungen, wie sie auf der Basis des Klimawandels mit modellierten Bemessungswasserständen von See- und Flussdeichen vorliegen, ergeben offene Fragen zur Sicherheit von Bauwerken und Infrastruktur. Diese Fragestellung gilt neben dem vorgenannten Beispiel für die gesamte Infrastruktur und den Lebensraum des Menschen, da Hochwässer und extreme Naturereignisse in allen Ländern und nach langen Trockenperioden auftreten können, die durch den Klimawandel zusätzlich verstärkt werden. Infolge der Komplexität in Umfang und Tiefe sind hier international vernetzte Sonderforschungsbereiche im Bereich der Geowissenschaften angebracht.

Zunächst ist vorgesehen, dass im Rahmen eines Forschungsverbundes − im Dialog − vorhandene wissenschaftliche Ergebnisse zu diesem Thema gesammelt, erfasst, bewertet und ausgetauscht werden. Dies soll im Rahmen von Summerschools im Partnerland durchgeführt werden. Im Rahmen dieser Veranstaltungen sollen die im Vorfeld und aktuell von den Partnern erarbeiteten Ergebnisse vorgestellt und diskutiert werden. Hieraus soll sich dann die Möglichkeit der interdisziplinären Zusammenarbeit mit Hochschulen in Ägypten, der Türkei und Deutschland ergeben, welche auch einen Austausch von Studenten und Hochschulangehörigen nach Beendigung der Förderung begünstigen soll. Neben dem wissenschaftlichen Dialog soll in dem Projekt insbesondere auch der Dialog der Kulturen durch gemeinsame Veranstaltungen, hier Summerschools und Besuch historischer Plätze und Einrichtungen des Partnerlandes, verstärkt und gepflegt werden.

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Richard A. Herrmann

Ahlan-Projekt

Kooperationsprojekt der U Vechta mit der Al Azhar Universität im Fachbereich Kulturwissenschaft.

Das Ahlan-Kooperationsprojekt zwischen der Al Azhar Universität Kairo und der Universität Vechta fördert den Kulturdialog und die Zusammenarbeit im Gebiet der Kulturwissenschaften. Die Projektziele werden dabei umgesetzt in zwei miteinander verknüpften und aufeinander wirkenden Projektfeldern:

1. Entwicklung, Einrichtung und Durchführung des Masterstudienganges "Kulturwissenschaftliche Studien” (KwS) auf Deutsch an der Al Azhar Universität in Kairo (Start Wintersemester 2015/16) in Kooperation mit dem Masterstudiengang "Kultureller Wandel” an der Universität Vechta (Start Wintersemester 2011/12). Dazu gehören u.a. Workshops und Tagungen zur Begegnung der Kollegien im Kulturdialog und der kulturwissenschaftlichen Arbeitspartnerschaft, der Austausch von GastdozentInnen usw.

2. Förderung der Mobilität der Studierenden bzw. des wissenschaftlichen Nachwuchses zwischen den Partneruniversitäten im Kulturdialog durch regelmäßige kulturwissenschaftliche Studienreisen und Sommerschulen, Gaststudienaufenthalte, den Aufbau von Gruppenaustauschprogrammen (Mobilitätsfenster der MA-Studiengänge), Anerkennung von Studienleistungen, kooperative Betreuung von Qualifikationsarbeiten sowie die Entwicklung weiterer binationaler Studienmöglichkeiten. Außerdem liegt ein besonderes Augenmerk auf der Frauenförderung. Die Projektarbeit findet eingebunden in regionale universitäre Netzwerke statt. Wissenschaftliche Ergebnisse, die Erfahrungen im Bereich des Kulturdialogs und der Modernisierung der Lehre fließen in vielfältige Publikationen ein. Sie werden an KollegInnen anderer Universitäten – gerade auch im arabischen Raum - bzw. in die zivilgesellschaftliche Öffentlichkeit vermittelt.

Projektseite: http://www.uni-vechta.de/einrichtungen/wissenschaftliche-einrichtungen/institute-faecher/igk/germanistik/lehrende/licher-lucia/ahlan/?L=0

Projektverantwortliche: Dr. Lucia Licher

Urban Minorities

Kooperationsprojekt der Bauhaus-Universität Weimar mit der Universität Alexandria, der American University of Madaba, der Șehir-Universität Istanbul, der German Jordanian University Amman sowie der Universität Teheran.

Das Projekt "Urban Minorities" beschäftigt sich auf mehreren Ebenen mit Phänomenen der sozialen und kulturellen Differenz und Differenzbildung im städtischen Raum, insbesondere durch eine Fokussierung auf minorisierte und marginalisierte Gruppen. Einerseits erfolgt dies durch die Beschäftigung mit "Außenseiter"-Gruppen in Deutschland und in der Zielregion und deren spezifischer rechtlicher, sozialer und stadträumlicher Position; andererseits wird die Rezeption, Kommunikation und Auseinandersetzung mit Differenz und Alterität zwischen "Westen" und "Nahost" aus verschiedenen Blickwinkeln zum Thema gemacht. Das Projekt zielt darauf ab, Studierenden auf beiden Seiten die Begegnung und den Austausch im Rahmen von Workshops zu ermöglichen, Nachwuchswissenschaftler/innen bedarfsorientiert inhaltlich zu fördern und ein regionales Kooperationsnetzwerk zu installieren, welches über den Projektzeitraum hinaus Bestand haben soll. Informationen zu den bislang durchgeführten sowie den geplanten Aktivitäten ebenso wie weitere Informationen zum Projekt wie auch Links zu den Partnern befinden sich auf der Projekt-Homepage .

http://www.uni-weimar.de/de/architektur/professuren/stadtforschung/projekte/aktuelle-projekte/urban-minorities

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Frank Eckardt

Participatory Urban Regeneration of Deteriorated Areas

Kooperationsprojekt der TU Berlin mit der Cairo University, der Istanbul Technical University und der Iran University of Science and Technology im Bereich Städtebau.

Städtische Gebiete sind dynamische Systeme, die sich mit der Zeit verändern. Erste Reaktionen auf solche Veränderungen formierten sich seit den 1930er Jahren und reflektieren den soziopolitischen und ökonomischen Wandel im Laufe der Zeit. Seit den 1990er Jahren hat sich ein stärker integrierter Ansatz zum Stadtumbau bzw. zur Stadterneuerung entwickelt, der eine Reihe von Interventionen in der gebauten Umwelt beinhaltet und versucht, die Lebensqualität der Menschen in verlassenen städtischen Gebieten in einem Aufwärts-Prozess zu verbessern, indem die Interessen und Anliegen der Bewohner von Städten und Stadtteilen in den Prozess der Gestaltung und Umsetzung miteinbezogen werden. Dieses Projekt, das durch die Konzentration auf das Konzept der "partizipativen Stadterneuerung" die Rolle des Menschen im Stadterneuerungsprozess hervorhebt, versucht die bestehende Politik anzusprechen und die Bürger im Rahmen der Stadterneuerung in den vier Ländern Ägypten (Kairo), Deutschland (Berlin), Iran (Teheran) und der Türkei (Istanbul) zu integrieren. Die Studierenden und Dozenten werden eine Plattform haben, um sich über ihre Erfahrungen in den Ländern auszutauschen, über unterschiedliche Reaktionen, lokale Einstellungen und die Rolle der soziokulturellen Kontexte in der Ausgestaltung der Politik zu diskutieren. Die Studierenden werden mit den aktuellen Stadterneuerungsprojekten in allen Partnerländern vertraut, insbesondere in den genannten Städten. Das Projekt besteht aus einer Reihe von Expertentreffen, Vorträgen, Summerschools und Workshops, die die Beziehungen zwischen Deutschland und den Partnern auch langfristig aufrechterhalten sollen. Das Projekt ist interdisziplinär, problem- und projektorientiert und versucht eine Brücke  zwischen der Universität und urbanen Fachleuten zu schlagen.

Projektseite: http://www.pur.tu-berlin.de/sites/h1.html

Projektverantwortliche: Dr.-Ing. Somaiyeh Falahat

Praktische Klugheit in der Managementausbildung

Kooperationsprojekt der KU Eichstätt mit der Al Akhawayn University im Fachbereich Betriebswirtschaft.

Das Projekt möchte deutschen und arabischen Studierenden der Betriebswirtschaftslehre die Bedeutung von ‚praktischer Klugheit‘ und werteorientierter Entscheidungspraxis für ein nachhaltiges Management, insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen, vermitteln. In diesem Sinn stellt sich unser Projekt "Praktische Klugheit in der Managementausbildung" die Frage, wie überlieferte Werte und Orientierungen religiöser und kultureller Weisheitstraditionen so in die Lehre integriert werden können, dass sie in den konkreten Situationen einer globalisierten und digitalisierten Wirtschaftspraxis zur Anwendung kommen können? Wie sensibilisieren wir die Studenten für Ausbildungsinhalte jenseits der rein technischen Wissensvermittlung? Können solche Traditionen unseren Studenten bei der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen (überhaupt noch) helfen? Welcher Mehrwert lässt sich durch die Idee der Praktischen Klugheit für eine Managementausbildung erzielen, die auf eine moderne, globalisierte Welt vorbereiten soll?

Dieses Ziel will das Projekt durch den Aufbau eines themenorientierten internationalen Netzwerks aus Wissenschaft und unternehmerischer Praxis unterstützen. Neben der Al Akhawayn University konnten deshalb auf deutscher Seite die Business and Information Technology School (BiTS) Iserlohn , die Cologne Business School (CBS) und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz als Unterstützer hinzugewonnen werden. Auf arabischer Seite wurden die American University Beirut , die Al-Azhar University Cairo und die Mediterranean School of Business in Tunis in das Kooperationsprojekt involviert.

Wichtige Instrumente sind dabei die Einrichtung eines Zentrums für Praktische Klugheit im Management an der Al Akhawayn University, eine Spring-School in Marokko, die gemeinsame Betreuung von Masterarbeiten, gemeinsame Seminarveranstaltungen und Exkursionen in Deutschland und im arabischen Raum, die kooperative Betreuung Promovierender und die Erarbeitung gemeinsamer Lehrmaterialien.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Projekthomepage: www.ku.de/wwf/segp/projekte/

 Sie können uns natürlich auch via facebook folgen und mitdiskutieren: https://www.facebook.com/groups/534140233371663/

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. André Habisch

Finanzmathematik in der islamischen Welt

Kooperationsprojekt der Universität Freiburg mit der Université Cadi Ayyad (UCAM) und der  Université Mohamed Khider Biskra im Fachbereich Mathematik.

Ziel des Projektes ist die langfristige Zusammenarbeit im Bereich der Finanzmathematik zwischen der Abteilung für Mathematische Stochastik des Mathematischen Instituts der Universität Freiburg und den Vertretern der Stochastik an der Faculté des Sciences der Université Cadi Ayyad, Marrakech (Marokko) und am Département Mathématiques der Université de Biskra, Biskra (Algerien). Methoden der modernen stochastischen Analysis haben in den vergangenen drei Jahrzehnten auf breiter Basis Einzug in die Finanzwelt gehalten, einem Bereich in dem früher lediglich Grundrechenarten genutzt wurden. Die Komplexität vieler Produkte, die heute an den internationalen Finanzmärkten gehandelt werden, hat einen Grad erreicht, der aufwendige mathematische Methoden zu ihrer Analyse zwingend erfordert. Gleichzeitig stellt die moderne Finanzmathematik eine der attraktivsten Anwendungen mathematischer Methoden dar. An den beiden obengenannten Universitäten der arabischen Welt ist das Fach Stochastik in hervorragender Weise vertreten. Es sollen insbesondere Nachwuchskräfte ausgebildet und eine gemeinsame Erarbeitung der Unterschiede im Bereich der Finanzmathematik in den drei Ländern vorgenommen werden. Insbesondere kann auf diesem Wege auch der Praxisbezug der Mathematikausbildung wesentlich gesteigert werden.

Projektseite: http://forschdb.verwaltung.uni-freiburg.de/cocoon/forschdb/prj.8533.e.html

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Ernst Eberlein

Sustainability in textile practice: Intercultural dialogue with traditional symbols in contemporary design

Kooperationsprojekt der U Flensburg mit der Mimar Sinan Güzel Sanatlar Üniversitesi Istanbul und der L´école supérieure des arts visuels de Marrakech im Fachbereich Textilgestaltung.

Das Vorhaben thematisiert die textile Praxis der Oberflächengestaltung. Jährlich wechselnd wird mit Kooperativen und Stiftungen eine Zusammenarbeit vereinbart, die im islamischen Raum tätig sind und die die textile Praxis, insbesondere von Frauen, fördern. Studierende beider Universitäten mit Unterstützung ihrer Dozenten recherchieren, entwerfen und analysieren gemeinsam an den Orten textiler Praxis in der ‚arabischen Welt’, an denen diese Kooperativen tätig sind.

1. Sie recherchieren die Ornamentik und Symbolik der dortigen textilen Gestaltung und erkunden die tradierten und persönlichen Bedeutungszuschreibungen.

2. Sie entwerfen auf der Grundlage einer transkulturellen Didaktik und auf der Basis der vorgefundenen Oberflächenmuster neue Varianten insbesondere mit persönlichen Verweisen, die einerseits mit den textilschaffenden Frauen vor Ort besprochen werden und andererseits den interkulturellen Dialog mit den Kommilitoninnen auf materialer wie verbaler Ebene vor Ort und im Anschluss via Internet vertiefen.

3. Sie analysieren mit Blick auf die Zielsetzungen einer sozialen Nachhaltigkeit die ökonomischen und ökologischen Variablen, um durch einen Vergleich den Kooperativen Hinweise auf eine Optimierung des sogenannten ‚innovativen Wertschöpfungsprozesses’ geben zu können und um weitere Initiativen dieser Art anregen und fördern zu können.

Die neuartigen Arbeitsweisen und –ergebnisse werden zu studienrelevanten Inhalten des Faches ‚Textil + Mode’ führen. In weiterer Folge werden diese kooperierend von Nachwuchswissenschaftlerinnen bearbeitet und impulsgebend wie zukunftsweisend auf die Curricula der Institute wirken. Nach einer vorbereitenden Maßnahme in der Türkei ist als erste Station von Recherche, Entwurf und Analyse für das Jahr 2013 Marrakesch in Marokko geplant.

Projektseite: http://www.textile-bildung.de/interkultureller-dialog.html

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Norbert Schütz 

Local Resources – New Materials

Kooperationsprojekt der U Kassel mit der German University of Technology in Oman im Fachbereich Architektur.

Der inhaltliche Fokus des Projekts "Local Resources – New Materials" ist die Entwicklung von Hightec-Low-Budget – Materialien bzw. Materialsystemen mit lokalen Ressourcen. Das Wissen um die Verwendung von traditionellen Baumaterialien im Oman soll wiederbelebt und gleichzeitig zukunftsgerichtet weiter entwickelt werden. In der traditionellen omanischen Bauweise wird hydraulischer Kalk ("Sarouj") in Verbindung mit Lehm als Baumaterial in der lokalen Architektur eingesetzt. Die meisten omanischen Siedlungen in den Bergen, Oasen und auch in den Küstenregionen wurden mit diesen luftgetrockneten Sarouj-Ziegeln, mit Sarouj-Mörtel und Sarouj-Putz errichtet. Positive Eigenschaften von Sarouj sind u.a. seine lokale Erhältlichkeit, seine lastabtragende Funktion (v.a. im Mauerwerksbau), sowie die positiven raumklimatischen (kältespeichernden) Eigenschaften. Die erfolgreiche Forschungs- und Entwicklungsarbeit der Forschungsplattform Bau Kunst Erfinden zu High-Tech-Low-Budget-Materialien bzw. Materialsystemen und Intelligenten Oberflächen wird genutzt, um das traditionelle Baumaterial Sarouj mit neuen Funktionen, wie z.B. Licht reflektierende Eigenschaften oder energiespeichernde bzw. leitende Eigenschaften zu verbinden. Zunächst werden im Rahmen von forschungsorientierten Lehrprojekten und Feldstudien gemeinsame Interessenfelder und konkrete Forschungsfragen entwickelt, die eine nachhaltige Grundlage für eine internationale Zusammenarbeit in Forschung und Lehre legen. Kooperation und Wissenstransfer mit den im Oman ansässigen "The Research Council" und "Innovation Center", sowie die Kooperation mit Industriepartnern sind angebahnt. Angestrebt wird ein differenzierter Austausch zwischen traditionellen omanischen Anwendungsstrategien von lokal erhältlichen natürlichen Ressourcen, DIY – Verfahren und neuen Technologien, sowie die Etablierung weiterführender iterativer Prozesse des Technologietransfers, die an die Stelle bloßer Übertragungen bzw. Anpassungen bestehender Verfahren und Techniken treten.

Projektseite: www.baukunsterfinden.org

Projektverantwortliche: Prof. Heike Klussmann

Fachkräfteaustausch Osnabrück/Bethlehem

Kooperationsprojekt der HS Osnabrück mit dem Dar al-Kalima College (DAK)/Palästina im Fachbereich Theater - Schauspiel - Pädagogik.

Theater wird in der interkulturellen Bildung als Medium des Wandels und der Entwicklung begriffen. Dieser fachliche Dialog soll der Entwicklung neuer Curricula für solche Theaterpädagogik dienen, die besonders in interkulturellen Zusammenhängen mit sozialen und entwicklungsbezogenen Aufgaben wirksam werden kann. Ziel des Projektes ist die Partizipation im Sinne einer Teilhabe aller Beteiligten und Intervention im Sinne einer Einmischung. Hier fehlen bislang grundsätzliche empirische Daten, Evaluierungen, Wirkungsuntersuchungen etc. Die Forschung in Praxis und Lehre soll durch dieses Projekt sowohl in Deutschland wie Palästina intensiviert werden. Interkulturelles Theater ist politisch, wirkt emanzipatorisch. Durch den Besuch in den Theaterstädten Palästinas, an Theaterhäusern in Jenin, Hebron, Rahmallah, Ostjerusalem und Bethlehem im Dezember 2011, wurde deutlich, wie notwendig die Theaterarbeit mit Kindern und Jugendlichen in sozialen Brennpunkten ist. Diese wird ohne Zweifel in den kommenden Jahren an Bedeutung zunehmen. Teil I des Projektes: Produktion eines Jugendtheaterstücks durch Studierende beider Studiengänge mit anschließender Tournee durch Deutschland und den Palästinenser Gebieten. Es wird in arabischer, deutscher, englischer Sprache gespielt. Teil II: Expertenkooperation in Lehre und Forschung. Unterstützung beim Ausbau der Bibliothek des Dar al Kalima College Expertentreffen: Austausch der Modulinhalte und Abgleich der Studienleistungen in beiden Hochschulen. Die vom Dar al-Kalima gewünschten Seminare/Werkstätten durch das Institut für Theaterpädagogik sollen jeweils 5 Tage 4x jährlich dauern. Es werden Seminare und Workshops und interdisziplinäre Seminare in Deutschland stattfinden. Teil III: Netzwerk: Organisation zweier Netzwerktreffen, Symposien in Palästina und Deutschland zum Thema Kinder- und Jugendtheater als Mittel gegen Ohnmacht und Sprachlosigkeit in Deutschland und Palästina"   sowie der Aufbau einer Internetplattform.

Projektverantwortlicher: Andreas Poppe

Sprachwissenschaft als Paradigma im Kulturdialog. Auf-und Ausbau einer deutsch-iranischen Kooperation in Forschung und Lehre

Kooperationsprojekt zwischen der Universität Hamburg, der Universität Teheran/Iran und der Universität Hamadan/Iran.

Die Kooperation verfolgt das Ziel, mehrere zum Teil seit Jahren bestehende Arbeitsbeziehungen im Bereich der iranischen Sprachwissenschaft mit zwei iranischen Universitäten zu bündeln und zu vertiefen und dadurch eine neue Qualität von Austauschbeziehungen in Forschung und Lehre zu erreichen. Zentral zum Erreichen dieser Ziele sind regelmäßig stattfindende Sommerschulen und Workshops, bei denen intensiver wissenschaftlicher Austausch stattfindet. Außerdem soll dabei mit Hilfe eines Tutoren- und Mentorensystems die Grundlage für eine Vermittlung aktueller sprachwissenschaftlicher Methoden in den Iran gelegt werden. Bei den Sommerschulen in Hamburg kommen Wissenschaftler und Studierende aus Iran und Deutschland zusammen. Dabei soll den Iranern und Deutschen Raum und Zeit für wissenschaftliche Erfahrungen und für außergewöhnliche menschliche Begegnungen gegeben werden. Die iranischen Teilnehmer werden als Multiplikatoren die Erfahrung dieser kulturübergreifenden Begegnungen in den Iran transportieren. Neben der Methodendiskussion soll auch ein Technologie- und Quellentransfer stattfinden: Die iranischen Teilnehmer erproben mit den deutschen Partnern Techniken der Dokumentationslinguistik; der Projektkoordinator erstellt ein digitales Archiv zu Quellen des Frühjüdischpersischen, das für viele iranische Linguisten seit langem ein großes Desiderat darstellt. Das Projekt "Sprachwissenschaft als Paradigma im Kulturdialog" hat 2011 und 2012 Wissenschaftler und Studierende aus Deutschland und Iran zusammengebracht. Im Rahmen einer vor- und nachbereiteten Sommerschule in Hamburg und eines sich anschließenden Workshops in Teheran haben die Teilnehmer in gemischtnationalen Arbeitsgruppen ausgewählte sprachwissenschaftliche Themen bearbeitet. Ausgehend von den Ergebnissen der Arbeitsgruppen wurden in den abschließenden Plenardiskussionen strukturierte Dialoge über kulturelle, gesellschaftliche und politische Dimensionen der sprachwissenschaftlichen Forschungsthemen geführt. Dabei erschlossen sich für viele Teilnehmer ganz neue und innovative Aspekte sprachwissenschaftlicher Forschung. Auch im Jahre 2013 wird wieder eine Sommerschule stattfinden. Diese soll im Vorfeld von gemischtnationalen Arbeitsgruppen vorbereitet werden.

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Ludwig Paul

Deutsch-indonesische transkulturelle Tandemforschungen

Kooperationsprojekt der U Freiburg mit der Universitas Gadjah Mada (UGM) Yogyakarta und der Universitas Hasanuddin, Indonesien, im Fachbereich Völkerkunde.

Kultur – Religion – Politik im mehrfachen Blick: Das Projekt geht von einer erfolgreichen Kooperation ethnologischer Institute der Gadjah Mada Universität in Yogyakarta und der Albert-Ludwigs Universität in Freiburg aus, in deren Rahmen indonesische und deutsche Studierende seit 2004 in Tandems gemeinsame Lehrforschungen in Indonesien und Deutschland durchgeführt haben. Darauf aufbauend wird seit 2011eine interdisziplinäre Kooperation etabliert, welche die Fächer Ethnologie und Politikwissenschaft, Universitäten in Yogyakarta und Freiburg und neben Studierenden eine größere Zahl von DozentInnen/NachwuchswissenschaftlerInnen umfasst. Geplant ist, dass die Studierenden in Tandems alternierend in Deutschland und Indonesien zu ausgewählten Aspekten von Kultur und Politik forschen, wobei sie durch DozentInnen aus beiden Ländern betreut werden. Die indonesischen NachwuchswissenschaftlerInnen sollen zudem in Freiburg in diverse Aktivitäten des Südostasienschwerpunktes einbezogen werden, insbesondere im Bereich des Methodentrainings. Das Ziel des Projektes liegt darin, ein neuartiges Modell der dichten Zusammenarbeit zu etablieren, welches künftig auch auf andere Kooperationsprojekte übertragen werden kann.

Projektseite: http://www.ethno.uni-freiburg.de/lehrfor/lehrforschung/lehrfor

Projektverantwortliche: Prof. Dr. Judith Schlehe  

Globalisierung und Gesundheit

Kooperationsprojekt der U Freiburg mit der Isfahan University of Medical Sciences, Iran im Fachbereich Psychiatrie, Psychotherapie.

In fast allen Ländern der Welt spielen aufgrund des wachsenden Austausches von Wissen und der erhöhten Mobilität Fragen der kulturellen Identität eine maßgebliche Rolle. In diesem Projekt werden Erfahrungen mit kulturellen Unterschieden in der Erkennung, im Umgang und in der Behandlung von psychischen und psychosomatischen Krankheiten in Deutschland und im Iran erarbeitet. Das Projekt gliedert sich in drei Stränge: Im ersten Projektstrang werden unterschiedliche Aspekte des Schwerpunktthemas "Globalisierung und Gesundheit" in 2-wöchigen Sommerschulen behandelt. Die Sommerschulen dienen der Vertiefung der sozialen Kontakte zwischen deutschen und iranischen Ärzten und Medizinstudentinnen. Im zweiten Projektstrang wird Studentinnen und Wissenschaftlern, die zu Themen des Projektschwerpunktes Qualifikationsarbeiten durchführen (Dissertationen, Habilitationen, Masterarbeiten etc.), die Möglichkeit zu einem Forschungsaufenthalt im jeweils anderen Land gegeben. Im dritten Projektstrang wird ein Curriculum entwickelt und auf die kulturelle Situation im Iran bezogen, das auf eine Verbesserung der kommunikativen Kompetenz von Ärztinnen und Ärzten abzielt. In einem wechselseitigen Austauschprozess mit iranischen Ärztinnen und Ärzten soll das in Deutschland entwickelte Curriculum in einem interaktiven Prozess an die spezifischen kulturellen Gegebenheiten im Iran angepasst werden. Dabei ist insbesondere den normativen, religiösen und kulturspezifischen Besonderheiten der medizinischen Versorgung im Iran Rechnung zu tragen. Der gesamte Projektplan orientiert sich an den übergeordneten Zielen der Reziprozität und der Nachhaltigkeit in den Kooperationsbeziehungen.  

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Carl Eduard Scheidt

Deutsch-Syrische Kooperation zur Verbesserung der Lehr- und Forschungsbedingungen in den Naturwissenschaften

Projekt zwischen der RWTH Aachen (Institut für Biologie I, Lehr- und Forschungsgebiet Ökologie des Bodens), der Universität Damaskus, der Al-Baath Universität in Homs und der Tishreen Universität in Latakia, Syrien.

2009-2010 wurde der Zusammenschluss der Partnerhochschulen gefördert, um fachlich unterstützende Maßnahmen zur Verbesserung der Lehr- und Forschungsbedingungen in den Fachbereichen Chemie, Medizin und Biowissenschaften in syrischen Lehreinrichtungen auszurichten, von denen Studierende, Nachwuchswissenschaftler und etablierte Wissenschaftler nachhaltig profitieren sollten. Die Kooperation verlief auf verschiedenen Ebenen, angefangen bei der Organisation von Seminaren und Lehreinheiten bis hin zum speziellen Support bei Fragen zu analytischen Methoden und molekularbiologischen Techniken. So sollte eine fundierte Basis für die wissenschaftliche Zusammenarbeit geschaffen und der kulturelle Austausch auch fächerübergreifend vertieft werden. Die Aktivitäten des Programms konzentrierten sich 2009 auf eine dreiwöchige Sommerschule mit syrischen Studierenden im August in Aachen. Außerdem reisten zehn RWTH-Nachwuchswissenschaftler in Begleitung der Projektvertreterinnen an die drei syrischen Partneruniversitäten, um dort Seminare zu besuchen, Labore und Anlagen zu besichtigen und die Umweltverschmutzung am Orontes-Fluss zu diskutieren. Schließlich hatten vier junge syrische Wissenschaftler während eines vierwöchigen Aufenthalts Gelegenheit, moderne Geräte für chemische Analytik im Institut für Hygiene und Umweltmedizin zu nutzen. 2010 fanden Kurse an syrischen Universitäten statt. Dabei sollte die Gruppenarbeit mit deutschen Studierenden als Tutoren den Dialog mit den syrischen Studierenden fördern. Außerdem kamen syrische Studierende für einige Wochen an die RWTH Aachen, um in Kleingruppenarbeit ihre Forschungsthemen zu vertiefen und gleichzeitig Kontakt mit deutschen Studierenden zu knüpfen.

Projektverantwortliche: Prof. Dr. Ursula Priefer, RWTH Aachen

Formen und Funktionen deutscher und arabischer Kinderliteratur

Literaturprojekt der Universität Bamberg und der Ain Shams University/Kairo.

Das Projekt "Formen und Funktionen deutscher und arabischer Kinderliteratur" diente der interdisziplinären Erforschung der beiden Literaturen und deren Vergleich, wobei Schwerpunkte auf den Themen Geschichte, Religion und Narratologie lagen. Die Partner des Hochschuldialogs waren die Professur für Arabistik an der Universität Bamberg sowie die Germanistikabteilung der Sprachenfakultät (al-Alsun) der Ain-Shams-Universität in Kairo/Ägypten. 2011 haben Lehrende und Studierende sich zunächst mit der Rolle der Geschichte, den Brüchen und Kontinuitäten in ausgewählten Werken der arabischen und deutschen Kinderliteratur beschäftigt. Hierfür fand ein zehntägiger Workshop in Bamberg statt, zu welchem die ägyptischen Projektpartner eingeladen waren. 2012 fand der Workshop in Kairo statt. In diesem wurde die Funktion der Religion in beiden Literaturen untersucht, wobei den didaktischen Ansätzen besondere Aufmerksamkeit zuteil wurde. Begleitet wurde das Projekt von einem Rahmenprogramm aus arabistischen und germanistischen Veranstaltungen, die von Gastdozenten angeboten wurde, aber auch von Bibliotheks- und Museumsbesuchen sowie Lesungen von Kinderbuchautor/Innen.

Projektverantwortliche: Prof. Dr. Lale Behzadi, Universität Bamberg

Orient & Okzident im Perspektivenwechsel – Deutsch-iranisches Kurzfilmprojekt

Künstlerisches Dokumentarfilmprojekt der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" Potsdam – Babelsberg (Studiengänge Kamera und Ton) mit der Kunsthochschule Sooreh University in Teheran.

Gemischte Filmteams aus deutschen und iranischen Studenten drehten gemeinsam im Iran und in Deutschland dokumentarische Kurzfilme, wobei jeweils Regisseure aus dem "fremden" Land federführend waren. Beteiligt waren Regie-, Kamera-, Montage-, Ton- und Produktionsstudenten von beiden Hochschulen. 2008 wurden unter dem Titel "Arbeiter" Porträts von Menschen mit identischen Berufen in beiden Ländern gedreht und aus den vier gewählten Berufsbildern acht Filme erstellt. Ziel des Projekts war es, durch künstlerisches Schaffen Toleranz und Verständnis für die jeweils andere Kultur zu entwickeln. Technologisch wurde die Produktion mit einer kosteneffezienten hochauflösenden digitalen Kamera- und Aufzeichnungstechnik realisiert, die eine Postproduktion und Auswertung auch für Kinoformate ermöglicht. Im April 2009 wurden Kurzfilme während den Tagen der Auswärtigen Kulturpolitik des Auswärtigen Amtes in der Temporären Kunsthalle Berlin präsentiert.

 Projektverantwortlicher: Prof. Michael Hammon, HFF Babelsberg

Wasser - Nachhaltige Nutzung eines Kulturgutes im arabischen Raum

Ingenieurwissenschaftliches Kooperationsprojekt der Technischen Universität Berlin mit der Al-Balqa`Applied University in Jordanien, der Universität Aleppo, der Universität Homs und der Universität Damaskus in Syrien sowie der Sfax Universität in Tunesien.

Wasser ist in den arabischen Ländern zunehmend eine knappe Ressource. Dieser Umstand wird durch den starken Bevölkerungszuwachs in der Region und die Klimaerwärmung in den nächsten Jahrzehnten weiter an Bedeutung gewinnen. Um Wasser bewirtschaften zu können, muss man den gesamten Wasserkreislauf verstehen. Das Programm zielte darauf ab, durch angewandte Projekte in den Zielländern eine geländeorientierte und Anlagenpraxis bezogene Ausbildung aufzubauen. Durch Teamarbeit sollten alle Bereiche des Wasserkreislaufs berücksichtigt werden und eine optimierte Bewirtschaftung des Wassers erlernt werden. Ziel des Projektes war es, ein Deutsch-Arabisches Netzwerk unter Studenten, Wissenschaftlern und Lehrenden aufzubauen. In Sommerschulen und auf Seminaren vor Ort wurden theoretische Grundlagen gelegt und in Gruppenarbeit diskutiert und angewandt. Es wurden Workshops organisiert. Die hierfür notwendige Internetplattform ist eingerichtet. Sie dient allen Teilnehmern als Kommunikationsgrundlage und als Briefkasten für den Austausch von Projektzwischen- und Endergebnissen. 2011 fand ein Einführungskurs in Homs/Syrien statt, der das Fachwissen intensivieren sollte. In der zweiten Projektphase kamen die Teilnehmer nach Deutschland um ihre Ergebnisse vorzustellen. Außerdem wurde eine größere Besichtigungstour zu kulturellen und wasserwirtschaftlich bedeutenden Lokalitäten unternommen. 2012 lag der Fokus des Projekts in Tunesien. Begonnen wurde mit einem Seminar in Sfax/Tunesien, bei welchem der Wasserkreislauf mit seinen Einzelfacetten, der historische Kulturaspekt und ökonomische Betrachtungen vorgestellt wurden. Anschließend wurden verschiedene tunesische Orte für Feldstudien besucht, welche in Deutschland ausgearbeitet und präsentiert worden waren.

Projektseite: www.hydrogeologie.tu-berlin.de

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Uwe Tröger

MENASHDA – Middle Eastern North African Sustainable Habitat Development Association

Kooperationsprojekt der TU Berlin (Fakultät Planen Bauen Umwelt) mit Partnerinstitutionen in der MENA-Region.

Das erfolgreich gegründete internationale Netzwerk "Middle Eastern North African Sustainable Habitat Development Association", kurz MENASHDA, vernetzt Hochschulen regional und fächerübergreifend mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen, staatlichen Institutionen, NGOs und Wirtschaftspartnern in zunächst sechs Ländern der MENA-Region. Dadurch entstand die Möglichkeit, konkrete Maßnahmen zur Förderung der nachhaltigen Gestaltung von Lebensräumen in der Zielregion umzusetzen und dort eine stabile Managementstruktur aufzubauen. In der Projektarbeit wurden z.B. fachliches und strukturelles Wissen sowie Erfahrungen in Lehre, Forschung und Planung untereinander ausgetauscht, optimiert und darüber hinaus verschiedenen Zielgruppen über geeignete Instrumente zur Verfügung gestellt. Vor Auslaufen der Förderung wurde MENASHDA in Form eines internationalen Vereins institutionalisiert, um weiterhin viele Vorhaben in einer Süd-Süd-Nord Partnerschaftsstruktur umsetzen zu können.

Projektseite: http://menashda.tu-berlin.de

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Rudolf Schäfer, TU Berlin

Deutsch-palästinensische Orchesterzusammenarbeit

Musikalisches Projekt der Universität Bonn (Collegium musicum) mit dem Edward Said National Conservatory of Music in Palästina.

Die Ziele des Projekts, den Aufbau eines palästinensischen Jugendorchesters zu unterstützen und durch gemeinsames Musizieren mit Mitgliedern des Collegium musicums Bonn den Musikern die Begegnung mit einer fremden Musikkultur zu ermöglichen, wurden sehr erfolgreich umgesetzt. Während der Förderung fanden mehrfach gemeinsame Proben europäischer und arabischer Musikstücke und anschließende Konzerte von deutschen und palästinensischen Musikstudenten in Ramallah, Jerusalem, Haifa, Amman und Damaskus statt. Den deutschen Studierenden konnte so die Erarbeitung arabischer Musik und das Erleben der fremden und schwierigen Lebensumstände der palästinensischen Studierenden vor Ort vermittelt werden. Parallel dazu wurde die sich Aufbau befindliche Ausbildungsstruktur der palästinensischen Musiker unterstützt und schließlich der Projektleiter 2009 eingeladen, an der Entwicklung eines Musikstudiums in Palästina mitzuwirken. Bevor die Projektförderung Mitte 2009 auslief, wurde das gemischte Orchester Anfang 2009 zu einem sinfonischen Konzert im Rahmen des Frühlingskulturfestes nach Bahrain eingeladen.

Projektseite: http://ncm.birzeit.edu/new/page.php?page=jerusalemChildrenOrchestra

Projektverantwortlicher: AMD Walter Mik, Collegium musicum der Universität Bonn

DIALOGUE through Scientific Co-Operation: Wastewater Reuse and Soil Amendments in Jordanian Agriculture

Partnerschaftliche Zusammenarbeit der Technischen Universität Braunschweig (Institut für Ökologische Chemie und Abfallanalytik) und des Prince Faisal Dead Sea Research Center der Mutah University in Karak, Jordanien.

Zur Förderung des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit führten die Projektverantwortlichen über den wissenschaftlichen Kontext hinaus einen deutsch-jordanischen Dialog zum verantwortungsbewussten Umgang mit der Ressource Wasser. Um den gegenseitigen Austausch durch Wissenstransfer anzuregen und dem Partnerland Zugang zu neuen Technologien zu ermöglichen, wurde gemeinsam in Jordanien ein Versuchsfeld angelegt, auf dem verschiedene Pflanzen mit Wasser unterschiedlicher Qualität einschließlich Abwasser bewässert werden und durch moderne Behandlungsmethoden die Wasserhaltekapazität des Bodens optimiert wird. In Trainingsprogrammen und Workshops erarbeiteten die deutschen und die jordanischen Studierenden und Wissenschaftler kooperativ Methoden und Verfahren zur Analyse des Versuchsfeldes und zum nachhaltigen Umgang mit der knappen Ressource Wasser im Nahen Osten erarbeiten.

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Müfit Bahadir, TU Braunschweig

Auf dem Weg in die Informationsgesellschaft

Kooperationsprojekt der Technischen Universität Braunschweig (Institut für Nachrichtentechnik) mit der Universität Sfax (Ecole Nationale d’Ingénieurs de Sfax) und der Universität Tunis (Ecole Nationale d’Ingénieurs de Tunis) im Bereich der Erkennungstechnologien zur arabischen Sprache.

Ziel des Projekts war die Vorbereitung und Begleitung der Projektpartner auf dem Weg in die Informationsgesellschaft. Dafür wurden Methoden und Werkzeuge im Bereich der Erkennungstechnologie, speziell zur Erkennung der arabischen Schrift und Sprache, gemeinsam erarbeitet und erstellt. Neben der wissenschaftlichen Zusammenarbeit und dem Praxisbezug wurde auch die Kompetenz, in kulturell gemischten Gruppen an einem umfangreichen Projekt zu arbeiten, vermittelt. An dem im März 2009 gemeinsam mit den tunesischen Partnern organisierten dreitägigen Workshop in Sousse, Tunesien, konnten neben drei Projektvertretern auch 4 deutsche Studierende teilnehmen. Im Sommer/Herbst 2009 hielten sich dann insgesamt 7 Studentinnen und Studenten und Mitarbeiter aus Tunesien jeweils ein bis drei Monate am Institut in Braunschweig auf, um Forschungsarbeiten zur Handschrifterkennung durchzuführen. Ein weiterer Workshop fand im März 2010 statt, bei dem die im Rahmen des Projektes erzielten Ergebnisse präsentiert wurden. Außerdem konnten Vorbereitungen für weitere Kooperationen auf den Weg gebracht werden.

Projektverantwortlicher: Dr. Volker Märgner, TU Braunschweig

Erneuerung historischer Innenstadtbereiche - Kooperationsverbund Aleppo, Bagdad, Beirut, Kairo, Damaskus und Cottbus

Städtebauliches Kooperationsprojekt zwischen der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus und der University of Aleppo, der University of Baghdad, der American University of Beirut, der University of Cairo und der University of Damascus.

Ziel des Kooperationsverbundes der Universitäten Aleppo, Bagdad, Beirut, Kairo, Damaskus und Cottbus ist der intensive fachliche Austausch und die Zusammenarbeit auf der Ebene von Masterstudenten und der Lehrenden in den Fachrichtungen Architektur und Stadtplanung. Im Rahmen der Projektlaufzeit wurde der fachliche Austausch und die Zusammenarbeit sukzessive intensiviert. Ziel war eine nachhaltig wirksame, strukturell geordnete und institutionell verankerte multilaterale Zusammenarbeit zwischen den Kooperationspartnern. Hierzu gehörten auch die Vereinbarung von Doppelabschlüssen sowie die Entwicklung eines gemeinsamen Masterstudiengangs zur Erhaltung historischer Stadtquartiere. Der seit 2003 aufgebaute Projektverbund wurde durch das Vorhaben strukturiert weiterentwickelt und institutionell nachhaltig verankert. Wesentliche Projektbausteine waren jährlich durchzuführende Workshops an wechselnden Universitätsstandorten. Dokumentationen, Ausstellungen, Publikationen und Forschungsprojekte wurden im Rahmen der Workshopdurchführung gemeinsam erarbeitet. Die wichtigsten Projektbausteine für 2011 waren eine Konferenz zur Gründung des kooperativen Masterstudienganges Anfang Juni in Kairo, ein Städtebauworkshop an der BTU Cottbus im September 2011 sowie der Start des Austausches von Masterstudenten für jeweils ein Semester zwischen den beteiligten Universitäten ab Wintersemester 2011/12. Vorrangiges Ziel und Aufgabe für 2012 war die erfolgreiche Gründung des gemeinsamen Masterstudiengangs "Joint Master Urban Design – Vitalization of Historic City Districts". Dementsprechend zielten die Maßnahmen auf eine nachhaltige Verankerung des "Joint Master Urban Design" bei den Projektpartnern und weiteren Institutionen, einer Qualifizierung der eingebundenen Dozenten. Ferner wurde im September 2012 ein gemeinsamer Urban Design Workshop in Kairo durchgeführt, mit dem auch zukünftige Studenten für das gemeinsame Master Programm gewonnen werden sollten.

Projektseite: http://www.tu-cottbus.de/projekte/de/middle-east-cooperation/

Projektverantwortlicher: Prof. Dipl.-Ing. Heinz Nagler

Spatial Planning through Intercultural Dialogue: "Sustainable Regeneration and Revitalization of Historic Town Centres”

Vernetzung von Raumplanern aus Nahost (TU Dortmund, Birzeit University/Palästina, GJU/Jordanien, Dohuk University, Sulaimani University und Erbil University/Nord-Irak).

In dem gemeinsamen Projekt der TU Dortmund (Fakultät Raumplanung) mit verschiedenen Planungsfakultäten in Jordanien, Palästina und Nord-Irak wurde ein "Planning Network Middle East" etabliert, das allen Partnern ermöglicht, auch nach der Projektlaufzeit in Forschung und Lehre zusammenzuarbeiten und voneinander zu lernen. Im Rahmen des interkulturellen Dialogprojektes wurden die Gesetzmäßigkeiten von historischen Städten und ihre Chancen für eine nachhaltige Entwicklung und Revitalisierung untersucht. In dieser vergleichenden Studie wurden die historischen Städte Madaba (Jordanien), Birzeit (Palästina) und Amedia (Nord-Irak) untersucht, Potentiale einer zukünftigen Entwicklung identifiziert und Vorschläge zu Aktivierungsstrategien entwickelt. Das Projekt stützt sich auf die inhaltliche Zusammenarbeit von Studierenden und Lehrenden zu einem aktuellen Forschungsthema sowie auf zahlreiche Netzwerkaktivitäten, um den aktiven und kontinuierlichen Austausch von Studierenden und Lehrenden als "Dialog vor Ort" zu sichern. Ein wichtiges Ergebnis des Dialog-Projektes ist der im Wintersemester 2009/2010 von der TU Dortmund mit initiierte Masterstudiengang "Spatial Planning" in der GJU in Amman. Weitere Höhepunkte waren im Februar 2009 der zweitägige Workshop "Integrierte, nachhaltige Entwicklung historischer Stadtkerne" in Amman/Jordanien sowie im Juni ein einwöchiger Workshop zu demselben Thema in Dortmund. Die Abschlussveranstaltung fand schließlich im Rahmen eines Symposiums im Herbst wieder in Amman statt. Die Ergebnisse und die interkulturellen Arbeitsmethoden wurden in einer Publikation dokumentiert.

Projektseite: http://www.raumplanung.uni-dortmund.de/irpud/networkmiddleeast

Projektverantwortliche: Prof. Dr. Christa Reicher, TU Dortmund

Geisteswissenschaftlicher Hochschuldialog der Universitäten Erlangen und Damaskus – Selbstwahrnehmung und Wahrnehmung des "Anderen" in Politik, Geschichte und Kultur

Dialogprojekt der Universität Erlangen (Institut für Politische Wissenschaft) mit der Universität Damaskus.

Durch die Einbindung von Dozent(inn)en der Partneruniversität in eigens konzipierte Lehr- und Vortragsveranstaltungen und den Austausch von Studierenden in beide Richtungen, jeweils verbunden mit Sprachkursen, Besuch von Seminaren und Praktika, wurden die Kenntnisse der Studierenden über Politik, Zeitgeschichte, Wirtschaft, Sprache und Geographie der Partnerregion entwickelt und erweitert. Außerdem wurde durch diese Zusammenarbeit der Masterstudiengang "Politik- und Sozialwissenschaften, Schwerpunkt Europa und die arabische Welt", dessen Abschluss in Erlangen anerkannt ist, an der Universität Damaskus eingeführt.

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Thomas Philipp, Universität Erlangen

Deutsch-palästinensische Theaterkooperation: Shakespeare-Projekt

Kooperationsprojekt zwischen der Folkwang Universität der Künste und der Drama Academy Ramallah, Palästinensische Gebiete.

Hintergrund dieses Austauschprojektes war die zunächst auf 3 Jahre angelegte Partnerschaft der Folkwang Universität der Künste mit der neu gegründeten Drama Academy in Ramallah, der ersten professionellen Schauspielschule mit akademischer Ausbildung in den Palästinensischen Gebieten. 2010 wurde das klassische Stück Antigone von Sophokles in Deutschland und Palästina zeitgleich produziert. Die Ensembles setzten sich aus den Studierenden der jeweiligen Schauspielschule zusammen. Die erarbeiteten Aufführungen wurden, unmittelbar aufeinanderfolgend, in beiden Ländern mit arabischen bzw. deutschen Übertiteln öffentlich gezeigt und diskutiert. Anlässlich der Aufführungen wurden in Ramallah und Bochum jeweils 2 gemeinsame Workshops mit den palästinensischen und deutschen Studierenden durchgeführt. In diesen Workshops wurden die jeweiligen Konzeptionen der Inszenierungen gegenübergestellt bzw. verglichen und die Gültigkeit der Hauptthemen des Werkes (Konflikt zwischen Individuum und Gesellschaft, Befehlsnotstand, Frauenbild u.a.) für die Gegenwart untersucht. Daneben wurden praktische Erfahrungen bei der Erarbeitung der Inszenierungen ausgetauscht, Improvisationen durchgeführt und die Bedeutung des Maskenspiels analysiert. Für 2011 stand das Thema "Sommernachtstraum" auf dem Programm. Auch diesmal wurden neben den Aufführungen in beiden Ländern Workshops, Referate und Diskussionen durchgeführt. 2012 war das Projektziel die Inszenierung einer gemeinsamen und zweisprachigen Produktion. Ein deutsch-palästinensisches Autoren-Duo (Moritz Rinke und Ghassan Zaqtan) schrieb dafür im Auftrag der Kooperationspartner eine dramatische Szenenfolge, deren Ausgangspunkt die unterschiedlichen gesellschaftlichen, politischen und sozialen Realitäten in beiden Ländern ist. Mit einem gemischten deutsch-palästinensischem Schauspieler-Ensemble wurde die Inszenierung in Deutschland erarbeitet und danach auch in Palästina gezeigt und zur Diskussion gestellt. Workshops, Seminare und Vorträge sowohl in Bochum als auch in Ramallah befassten sich darüber hinaus mit dem sich wandelnden Verhältnis von Autor, Schauspieler und Regisseur, aber auch mit der Methodik von Textanalyse und Dramaturgie.

Projektseite: http://www.folkwang-uni.de/home/theater/shakespeare-festival-2011/

Projektverantwortlicher: Prof. Johannes Klaus

Establishment of a Middle Eastern Biodiversity Research, Training and Conservation Network

Forschungsinstitut Senckenberg (Abteilung Marine Zoologie/Ichthyologie), Universität Frankfurt, University of Tehran, Marine Science Station in Aqaba, Jordanien, American University of Beirut, Libanon, Sana’a University, Jemen.

Die Projektbeteiligten bauten gemeinsam ein Netzwerk in Forschung, Lehre und Naturschutz zur Stärkung der wissenschaftlichen Grundlagen im Bereich Biodiversität auf und setzten sich für die Erhaltung der einzigartigen Artenvielfalt im Mittleren Osten ein. Dazu wurden Feldforschungen und Exkursionen im Jemen und im Iran, teilweise auch im Rahmen von Dissertationen, durchgeführt, und gemeinsam ein auf die Region zugeschnittenes Curriculum entwickelt und getestet. Ein Biodiversitäts-Kongress, der 2008 in Jordanien stattfand, diente den Forschern gleichermaßen als Plattform für fachlichen Austausch und als Vernetzungsmöglichkeit. Nach Auslaufen der Initialförderung durch den DAAD kommt die Grundfinanzierung des Netzwerks jetzt aus der Region, und der Hauptstützpunkt wird rotierend an einer Hochschule im Nahen Osten sein, zunächst an der AUB.

Projektseite: http://www.senckenberg.de/root/index.php?page_id=3970

Projektverantwortlicher: Dr. Friedhelm Krupp, Forschungsinstitut Senckenberg, Frankfurt

KAWWIL – Karawanenwege in Libyen

Kooperationsprojekt der Universität Freiburg (Institut für Physische Geographie, Institut für Kulturgeographie) mit dem Libyan Studies Centre in Tripolis, Libyen.

 Zu den Zielen dieses Projekts gehörten die gemeinsame Erforschung von Karawanenwegen und -handel im 19. Jh. in Libyen, die Erstellung eines historisch-geographischen Atlas der Karawanenwege sowie die Förderung des interkulturellen Dialogs als langfristige Kooperation der beteiligten Institutionen. Nach zeitweiligen Erschwernissen konnten 2009 gemeinsame Geländearbeiten zur Erkundung der Karawanenwege in Libyen sowie das Blockseminar "Fernerkundung und GIS" und "Internet und WebGIS" durchgeführt werden.

Projektseite: http://www.locuslibya.de/unsere-projekte/kawwil-karawanenwege-in-libyen/

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Rüdiger Glaser, Universität Freiburg

Zivilgesellschaft in Marokko und der Bundesrepublik Deutschland

Kooperation der Universität Göttingen (Seminar für Arabistik/Islamwissenschaft) mit der Université Muhammad V Souissi (Institut des Etudes Africaines), in Rabat, Marokko.

Das Projekt verfolgte das Ziel, gemeinsam marokkanische und deutsche (Nachwuchs)wissenschaftler/innen zu betreuen und feste, wissenschaftliche Beziehungen zwischen beiden Institutionen zu etablieren. Jährlich organisierte Sommerschulen in Göttingen oder Rabat boten den MagistrandInnen und DoktorandInnen Einblicke in die zivilgesellschaftlichen Strukturen des Partnerlandes, eine vergleichende Perspektive mit dem Iran sowie Einblicke in die unterschiedlichen Arbeitsweisen und methodischen Ansätze der PartnerInnen. Langfristig soll ein gemeinsamer Studiengang oder ein Graduiertenkolleg entwickelt werden.

Projektverantwortliche: Prof. Dr. Irene Schneider, Universität Göttingen

Nachhaltig orientierte Forstmanagementkonzepte zur Sicherung der inländischen Rohholzversorgung im Iran

Forstwissenschaftsprojekt der Universität Göttingen (Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie), des Göttinger Büsgen Instituts (Abteilung Molekulare Holzbiotechnologie und technische Mykologie), der Universität Manzandaran und des Research Institute of Forests and Rangelands im Iran.

Ziel des Projektes war, ein deutsch-iranisches Netzwerk zu schaffen, in dem nachhaltige Forstmanagementkonzepte zur Sicherung der inländischen Rohholzversorgung entwickelt werden, um so vornehmlich die Wiederaufforstung erdbeben-geschädigter Gebiete durch schnell wachsende Baumarten zu unterstützen. Darüber hinaus wurde im Austausch der Bestand des Nationalbotanischen Gartens in Teheran und des Forstbotanischen Gartens in Göttingen ausgebaut. Im Rahmen der Förderung wurden kontinuierlich Forschungsreisen von iranischen und deutschen Professoren, Wissenschaftlern und Juniorwissenschaftlern in das jeweilige Partnerland unterstützt. Den beteiligten Studierenden und Wissenschaftlern eröffnete sich so die Möglichkeit, aktiv an den Forschungsprojekten mitzuarbeiten und neue Eindrücke und Wissen zu sammeln. Im Laufe der Förderung wurden zudem Artikel in Fachzeitschriften und wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht.

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Alireza Kharazipour, Universität Göttingen

Kinderchirurgie für den Jemen

Kooperatives Projekt der Medizinischen Hochschule Hannover und der Universität Sana´a im Jemen.

Mit diesem Projekt sollte die Kinderchirurgie als eigenständige Disziplin im Jemen etabliert werden, um nachhaltig die Überlebenschancen und die Lebensqualität von Kindern zu verbessern. Der erste Schritt war die Schaffung eines Lehrstuhls für Kinderchirurgie und die Weiterbildung jemenitischer Chirurgen und des Pflegepersonals über regelmäßigen personellen Austausch im Rahmen der Hochschulkooperation. Auch fand ein Mitarbeiter- und Studentenaustausch zwischen der MHH und der Universität Sana’a statt. Das Fach Kinderchirurgie wurde Ausbildungsfach der Medizinischen Fakultät der Universität Sanaá. Außerdem wurden die jemenitischen Ärzte mit arabischen Kollegen vernetzt. Parallel zum DAAD-Projekt wurde vom jemenitischen Staat eine Kinderklinik gebaut, das erste Zentrum für Kinderchirurgie im gesamten Jemen. Ein für November 2009 geplanter kinderchirurgischer Kongress wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt und soll zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Claus Petersen, Medizinische Hochschule Hannover

Facility Management für Gesundheitseinrichtungen: Einführung eines neuen Managementsystems in Iran

Kooperationsprojekt des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) mit der Tehran University of Medical Science (TUMS) und der Tehran University – School of Engineering, Iran.

Das bereits 2009 begonnene Projekt "Facility Management für Gesundheitseinrichtungen - Einführung eines neuen Managementsystems im Iran", zielte darauf ab, die bisher bestehenden Kontakte und das aufgebaute Netzwerk durch gemeinsames Arbeiten und Forschen zu intensivieren und durch dialogorientierte Kooperationsprojekte zu fördern. Diese waren zum einen der Aufbau des ersten FM-Masterstudiengangs im Iran, zum anderen die Etablierung eines deutsch-iranischen FM-Kompetenzzentrums, welches Plattform und Schnittstelle für Wissenschaft und Wirtschaft, Anlaufstelle für Nachwuchs und Interessierte wie auch Kontaktstelle für Internationale Aktivitäten sein soll. In die Lehre, die sehr praxisorientiert ausgelegt ist, wurde von Beginn an als Forschungsobjekte "Krankenhäuser" integriert, was durch die Unterstützung der Medizinischen Universität Teheran geschah, die Lehrkrankenhäuser als Pilotobjekte zur Verfügung stellte. Hierbei wurde neben der interdisziplinären Durchmischung der Studierenden (Medizin/ Ingenieurwesen) auch auf die Interkulturalität der Teams (Deutsch/ Persisch) geachtet. Langfristig sollte dabei sowohl die Lehre als auch die Forschung dieses neuen Fachbereichs im Iran seinen Platz finden und Raum und Möglichkeiten für fachlichen Austausch zwischen Studierenden, Nachwuchswissenschaftlern/-innen, Forschern/-innen und Hochschullehrern/-innen aus Deutschland und dem Iran geschaffen werden. Diesem Netzwerk sollten sich langfristig auch weitere Forschungseinrichtungen und Interessenten aus den Projektländern, aber auch Drittstaaten (z.B. Nachbarländer des Iran, Arabische Staaten, etc.) anschließen können. 2011 fanden neben der Auftaktveranstaltung in Teheran zwei Sommerschulen in Deutschland sowie eine FM-Konferenz und die Eröffnung des Deutsch-Iranischen FM-Kompetenzzentrums in Teheran statt. Für das Jahr 2012 standen die Fortsetzung der Implementierung des im WS 2012/13 startenden Masterstudiengang FM, sowie Kooperationsprojekte beim Aufbau und der Etablierung des Deutsch-Iranischen FM- Kompetenzzentrums im Vordergrund. Es fanden Maßnahmen zur Nachwuchsförderung sowie Train-the-Trainer Seminare, Short Courses und ein FM-Kongress statt.

Projektverantwortlicher: Prof. Dr.-Ing. Dipl. Wi.-Ing. Kunibert Lennerts (KIT)

Curriculum Development: A Service-Learning Approach to Collaborative Learning and Teaching in Social Sciences

Sozialpädagogisches Kooperationsprojekt zwischen der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen, Abteilung Köln, der Bethlehem University/Palästina und der Philadephia University/Jordanien.

Service Learning ist ein aus den USA stammender Ansatz gesellschaftlichen Engagements und wissenschaftlicher Reflexion an Hochschulen, der zunehmend auch auf anderen Kontinenten und speziell in Deutschland rezipiert wird. In diesem Projekt wurde der Ansatz des Service Learning in den Fachbereichen der Sozialen Arbeit (Social Sciences) aufgegriffen. Ziel war es, die Bedürfnisse der Gesellschaft in den Blick der Hochschullehre, -forschung und -ausbildung zu rücken, den zukünftigen Sozialarbeiter/innen Handwerkszeug für wissenschaftliche Reflexion von Praxiserfahrungen an die Hand zu geben und die dafür notwendige Hochschuldidaktik curricular an den beteiligten Hochschulen fest zu verankern. In diesem Kontext hospitierten Studierende von der Katholischen Hochschule NRW aus Köln, Studierende der Bethlehem University und der Philadelphia University Jordan bei Praxiseinrichtungen im jeweiligen Gastland ("service"-Komponente). Nach dem Ansatz des Critical Thinking reflektierten sie gemeinsam in interdisziplinären Seminaren an der Hochschule ihre Praxiserfahrungen und versuchten die Konzepte Sozialer Arbeit vor ihrem kulturellen und gesellschaftlichen Hintergrund zu verstehen ("learning"-Komponente). Die Dozenten/innen der beteiligten Hochschulen beschäftigten sich in gemeinsamen Workshops und Fortbildungen in Köln und Bethlehem mit der nachhaltigen Verankerung des Service Learning Ansatzes im Curriculum der Hochschulen. Nachdem im ersten Jahr des Projekts der Ansatz "Service Learning and Critical Thinking" erfolgreich eingeführt wurde und erste Erfahrungen in der Umsetzung gemacht wurden, ging es im zweiten Projektjahr um die Implementierung des Ansatzes an beiden beteiligten Hochschulen sowie um Netzwerkbildung, indem eine dritte Hochschule, nämlich die Philadelphia University in Amman/Jordanien, einbezogen wurde. Das dritte und abschließende Projektjahr zielte auf die strukturelle Verankerung und die Verbreitung des Service Learning Ansatzes.

Projektseite: http://www.katho-nrw.de/koeln/internationales/aktivitaeten/bethlehem/

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Josef Freise

Anwendungsorientierte Wissenschaft im deutsch-arabischen Dialog – Eine Initiative zur Stärkung und Wiederbelebung thüringisch-algerischer Hochschulbeziehungen  

Projekt der TU Ilmenau (Institut für Physik) und der Université Ferhat Abbas in Sétif, Algerien, unter partiellem Einbezug der Universität Jena und der Université Jijel, Algerien.

Nach 20 Jahren Unterbrechung konnten die thüringisch-algerischen Hochschulbeziehungen wiederbelebt werden und sich zu einer stabilen Kooperation zwischen den beteiligten Universitäten entwickeln. Das Ziel des Projekts war die Stärkung des wissenschaftlichen Austauschs mit Fokus auf verschiedene Schlüsseltechnologien in den Bereichen Physik, Elektronik, Optik und Werkstoffwissenschaften. Der Kontakt und die Zusammenarbeit zwischen den beiden Partnerhochschulen sollte eine Verbesserung der Industrie und des Hochschulwesens in Deutschland und Algerien anregen. Zwei Masterstudiengänge zur Solartechnik wurden gemeinsam von den Projektverantwortlichen entwickelt: "Energie Solaire" an der algerischen Universität und "Photovoltaik" an der TU Ilmenau. 2008 fand die erste deutsch-algerische internationale Konferenz "New Technologies and their Impact on Society" in Algerien statt. Auch nach der DAAD-Förderung profitieren die Studierenden und Wissenschaftler vom regen Forschungs- und Studienaustausch.

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Gerhard Gobsch, TU Ilmenau

Deutsch-Syrisches Netzwerk für Dialog, Lehre und Forschung in den Fachgebieten Qualitätssicherung und Prüftechnik

Kooperation der TU Ilmenau (Fakultät für Maschinenbau) mit der Tichrin Universität Lattakia und der Al-Baath Universität Homs in Syrien.

Die verantwortlichen Wissenschaftler unterstützten die Weiterentwicklung und Verbesserung von Lehre und Forschung an den syrischen Partnerhochschulen, indem neue Ausbildungsinhalte zur Qualitätssicherung und Prüftechnik in die Curricula der Fakultäten für Maschinenbau und Elektrotechnik integriert wurden. Bereits vor Ablauf der Förderung konnte so der Studiengang "Qualitätsmanagement und Prüftechnik" an beiden syrischen Partneruniversitäten etabliert werden. Zu den Maßnahmen dieser Kooperation zählen auch die Weiterbildung syrischer Dozenten und die Betreuung der Studenten bei der Erstellung ihrer Abschlussarbeiten. Die syrischen Projektpartner wollen den Bereich Qualitätsmanagement auch in andere Fachgebiete (u. a. Medizin und Bauwesen) übertragen.

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Gerhard Linß, TU Ilmenau

Partizipation in der von Vielfalt geprägten Gesellschaft: Das Zusammenleben von Christen und Muslimen in Köln und im Distrikt Bethlehem

Dialogprojekt der Katholischen Hochschule NRW, Abt. Köln (Sozialwesen) mit der Universität Bethlehem, Palästina.

In diesem Projekt wurde der Austausch der Studierenden durch gemeinsame Fortbildungen, Studien- und Forschungsprojekte sowie Konferenzen und Publikationen zu Themen der Sozialarbeit und Sozialpädagogik ermöglicht. Indem die Studierenden auch gemeinsam soziale Einrichtungen im Partnerland besuchten, bekamen sie vertiefte Einblicke in die soziale Problematik, bspw. von Flüchtlingen in Palästina oder Migranten in Deutschland, und in die jeweiligen Ansätze der Sozialarbeit. Die beiden Begegnungstreffen "Partizipation in der von Vielfalt geprägten Gesellschaft", die 2009 in Deutschland und den Palästinensischen Gebieten stattfanden, sollten den Dialog der verschiedenen Kulturen intensivieren und weiter ausbauen.

Projektseite: http://www.katho-nrw.de/koeln/internationales/aktivitaeten/bethlehem /

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Josef Freise, Köln KatHO

Deutsche und arabische Übersetzer in Aktion

Projekt zur Förderung des sprachlichen und kulturellen Austausches zwischen der Universität Leipzig (Orientalisches Institut), der Ain Shams University in Kairo, der Ecole Supérieure Roi Fahd de Traduction in Tanger, der German-Jordanian University und der Sana´a University im Jemen.

Als "Übersetzer in Aktion" sollte den aus verschiedenen Kulturkreisen stammenden Studenten und den sie betreuenden Lehrkräften eine Plattform des Kennenlernens und des Verstehens geboten werden, um somit den Grundstein für einen nachhaltigen kulturellen Austausch zu legen. Ein sehr wichtiges Anliegen bei dieser Kooperation war die Vernetzung und die Vertiefung des Dialogs mit der arabischen Welt einerseits und des innerarabischen Dialogs andererseits. Jährlich fanden dazu zweiwöchige Übersetzungs-Workshops jeweils in Leipzig sowie in einer der arabischen Partneruniversitäten statt. Die Studenten sollten in der partnerschaftlichen Übersetzungsarbeit die eigene Sprachkompetenz trainieren und ihre Kenntnisse über die anderen Kulturen erweitern. In Rahmenveranstaltungen wie Lesungen und Fachvorträgen wurde das Thema Übersetzung einem interessierten Publikum vermittelt. 2009 eröffnete Tanger/Marokko die Runde. 2010 fanden die zweiwöchigen Workshops im Juli in Leipzig und im Oktober in Kairo statt. 2011 waren Texte aus dem Bereich der Entwicklungszusammenarbeit Gegenstand der Übersetzung während der Workshops, welche in Leipzig (Juli) und in Amman/Jordanien (September) stattfanden. Außerdem studierten sechs Stipendiaten für zwei Monate an der Partneruniversität in Amman.

Projektseite: http://www.uebersetzer-in-aktion.de/

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Eckehard Schulz, Universität Leipzig

Service-orientierte Softwarearchitekturen in verteilten Systemen

Kooperationsprojekt in den Fachbereichen Informatik der Philipps-Universität Marburg, der TU Darmstadt, des Institut Superieur d´Informatique et Multimedia de Sfax und der Ecole Nationale d´Ingénieurs de Sfax in Tunesien sowie der marokkanischen Universität Mohammed V. in Rabat.

Das Projekt zielt darauf ab, eine Kooperation mit den tunesischen und marokkanischen Partnern in Lehre und Forschung bezüglich des Themas "Verteilte service-orientierte Systeme" zu etablieren. Einerseits wurden die arabischen Partner bei der Modernisierung von Master- und Promotionsprogrammen durch die beteiligten deutschen Professoren und durch die gemeinsame Betreuung von Studenten und Doktoranden unterstützt. Andererseits wurde gemeinsam an Forschungsfragen gearbeitet, um Methoden und Werkzeuge für die Entwicklung von verteilten service-orientierten Systemen   und die Zuverlässigkeit, Robustheit und Dienstgüte in solchen Systemen zu verbessern. Zur Förderung des fachlichen und interkulturellen Dialogs zwischen den deutschen, tunesischen und marokkanischen Informatikern wurden verschiedene Maßnahmen durchgeführt: Im April 2009 fand ein mehrtägiger Workshop in Sousse/Tunesien statt, im September 2009 wurde eine gemeinsame Summer School in Gammarth/Tunesien mit internationalen Referenten aus Forschung und Wirtschaft umgesetzt. Im Mai 2010 fand eine Spring School in Fez/Marokko statt, zu der ebenfalls externe Vortragende aus Forschung und Industrie eingeladen wurden. Im Oktober 2010 gab ein Workshop in Marrakesch/Marokko den Partnern die Möglichkeit, ihre neusten Arbeiten vorzustellen und somit die Zusammenarbeit intensiv weiterzuführen. Ebenso wurden wissenschaftliche Gastaufenhalte von Professoren, Doktoranden und Masterstudierenden beider Seiten durchgeführt. 2011 fand im April eine Spring School in Marrakesch/Marokko statt, ebenso ein Workshop im Herbst 2011 (in Tunesien). Auch erhielten marokkanische und tunesische Master-Studierende und Doktoranden die Möglichkeit zum mehrmonatigen Studienaufenthalt an den beiden deutschen Universitäten und wurden gemeinsam betreut. Lehrveranstaltungen wurden in Kooperation der Projektverantwortlichen konzipiert.

Projektseite: http://www.uni-marburg.de/fb12/verteilte_systeme/forschung/daad

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Bernd Freisleben, Universität Marburg

HEEJO – Hydraulic Engineering Education in Jordan

Wissenschaftliche Partnerschaft zwischen der TU München (Lehrstuhl und Versuchsanstalt für Wasserbau und Wasserwirtschaft) und der Jordan University of Science and Technology (JUST) in Irbid.

Die Ziele des Projekts lagen in der Verbesserung der Lehre im Bereich Wasserbau und Wasserwirtschaft an der JUST und in der Aus- und Weiterbildung von Studierenden und Nachwuchswissenschaftler/innen. Dabei ermöglichten die Workshops und Summer Schools sowie die Gastaufenthalte an der jeweiligen Partnerhochschule zugleich Wissenstransfer und Kulturaustausch zwischen den deutschen und jordanischen Studierenden. Jedes Jahr wurde ein internationaler Workshop durchgeführt, im Oktober 2008 zum Thema "Water Resources in the Middle East" in Irbid.

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Peter Rutschmann, TU München

Hiwar Fanni-Transart 

Künstlerisches Dialogprojekt der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) Leipzig mit der Helwan University in Kairo, der Damascus University, der Lebanese University und al-Balqa University in Jordanien.

Die Zusammenarbeit von Kunststudierenden und der Austausch von Studierenden und Mitarbeitern der Universitäten eröffneten neue Perspektiven jenseits bestehender Wahrnehmungen. Bei gemeinsamen Workshops wurden Brücken zwischen Orient und Okzident und unter den arabischen Partnern gebaut sowie ein tieferes Verständnis füreinander erreicht. Die Kooperationserfahrungen haben gezeigt, dass grundlegende Unterschiede im Bildungssystem, kulturelle Gewohnheiten und unterschiedliche künstlerische Verständnisse von allen Teilnehmern die Bereitschaft zu Selbstreflektion und Akzeptanz von Unterschieden erfordern, welche aber wiederum bereichernd für die künstlerische Produktion sein konnten.

Projektseite: http://www.hiwar-fanni.de/eurient/index.asp

Projektverantwortliche: Prof. Fritz Best; Prof. Rayan Abdullah, HGB Leipzig

Die Arabisch/ Islamische Stadt im Vergleich zur Europäischen Stadt

Dialogfördernde Kooperation im Bereich der Stadtplanung zwischen der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) in Nürtingen-Geislingen und der syrischen Damaskus Universität.

Das Projekt ist ein gemeinsames Studienprojekt deutscher und syrischer Studierender der Fachrichtungen Stadtplanung und Architektur, das sich mit der Fragestellung beschäftigt, inwiefern die interkulturelle Auseinandersetzung mit wesentlichen Entwicklungsstadien der arabisch/islamischen und der europäischen Stadt zur Lösung aktueller Fragestellungen in der Stadtentwicklung in beiden Kulturkreisen dienen kann. Auf der Grundlage der Erfahrungen vor Ort in Syrien und Deutschland wurden neue Ansätze in der nachhaltigen Stadtentwicklung aufgegriffen und weiterentwickelt. Dabei ging es insbesondere um die Frage des effizienten Einsatzes begrenzter Mittel und die Ermittlung von denjenigen Verbesserungsmaßnahmen, die unter Berücksichtigung der vorhandenen Ressourcen zu besten Erfolgen in der Stabilisierung der Siedlungen und nachhaltigen Verbesserung der Lebensbedingungen ihrer Bewohner führen. Im März 2009 trafen in Damaskus die Studierenden der beiden Partneruniversitäten zusammen, um anhand eines Studienprojekts zur städtebaulichen Entwicklung der Bereiche um die vier nördlichen Tore der Altstadt von Damaskus die doch sehr unterschiedlichen Herangehensweisen an das Städtebauliche Entwerfen in einem gemeinsamen Projekt zusammen zu führen. Im September konnte dann der gemeinsame Austausch in Nürtingen fortgesetzt werden, wobei die Erfahrungen in Damaskus um einige Projekte aktueller Stadterneuerung in Deutschland erweitert werden konnten. Aufbauend auf den Erfahrungen des ersten Jahres fand im März 2010 ein zweiter Workshop zum öffentlichen Raum in der Altstadt in Damaskus statt, der im Herbst in Nürtingen fortgesetzt wurde. Auch 2011 wurden wieder Studienexkursionen, gemeinsame Projekte vor Ort und gemeinsame Reisen durch Syrien und Deutschland durchgeführt.

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Siegfried Gaß

Theaterpädagogischer Dialog zwischen der FH Osnabrück und der Universität Tarbiat Modares

Theaterpädagogisches Dialogprojekt der FH Osnabrück (Institut für Theaterpädagogik) mit der Universität Tarbiat Modares (Abteilung Theater) in Teheran.

Ziel der Kooperation war es, den bereits seit dem Jahr 2007 bestehenden wissenschaftlichen, kulturellen und künstlerischen Dialog weiter zu festigen und durch das gemeinsame Erproben und Präsentieren von Theaterstücken weiter auszubauen. Durch die Kooperation konnten Studierende und Lehrende beider Institute ihr Wissen über die jeweils anderen künstlerischen und didaktischen Arbeitsweisen in Lehre und Studium der Theaterpädagogik vertiefen. Die Studenten 2009 beteiligten sich mit einer gemeinschaftlichen erarbeiteten Theaterproduktion an internationalen Theaterfestivals in Osnabrück und Teheran. Zudem unterstützte die FH Osnabrück den Aufbau eines ersten theaterpädagogischen Studienangebots im Iran.

Projektseite: http://www.kug.fh-osnabrueck.de/
http://www.modares.ac.ir/enpage/systems/index

Projektverantwortlicher: Andreas Poppe

IT, Culture and Gender: Research Exchanges in German and Iranian Computer & Electrical Engineering

Kooperationsprojekt zwischen der Universität Rostock (Fakultät für Informatik und Elektrotechnik) und der University of Tehran (School of Electrical and Computer Engineering).

Ein großer Teil (teilweise bis zu 60%) der iranischen Studierenden in ingenieurwissenschaftlichen Fächern sind Frauen, die aber trotz ihres hohen persönlichen und fachlichen Potenzials nur selten die Möglichkeit erhalten, ihre wissenschaftliche Entwicklung durch Teilnahme an Konferenzen, Sommerschulen und ähnlichen Aktivitäten außerhalb Irans international zu gestalten. Ziel des 2010 gestarteten und 2011 und 2012 fortgesetzten Projekts war es, iranischen Studentinnen aus den Ingenieurwissenschaften zu ermöglichen, mit deutschen Studierenden und Wissenschaftlern zusammenzuarbeiten, um sowohl aktuelle fachliche Fragen gemeinsam zu bearbeiten als auch die bei interkultureller Zusammenarbeit auftretenden interkulturellen Prozesse zu reflektieren. Besonderes Anliegen war es, dass die Studierenden in einem Zeitraum von bis zu 6 Monaten ihre Masterarbeit an der Universität Rostock unter Betreuung eines Professorenpaares aus dem Universität Teheran und der Universität Rostock durchführen können. Zur Definition der Forschungsthemen und Initiierung der Auswahlphase fand im März 2012 ein gemeinsamer Workshop der deutschen und iranischen Professoren statt und in der Folge Interviews zwischen Dozenten und Bewerbern. Zu weiteren gesellschaftlichen, sozialen und interkulturellen Maßnahmen (mit deutscher Beteiligung) gehörten in 2012 ein Kommunikationsseminar, die Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen und Exkursionen. Am Ende des Jahres fand ein Workshop statt, in dem die Jahre 2010 bis 2012 reflektiert wurden. Dort wurden auch die Ergebnisse der in den drei Jahren durchgeführten begleitenden Studie vorgestellt und diskutiert.

Projektverantwortlicher (2012): Prof. Dr. Lars Schwabe; (2010/2011): Prof. Dr. Djamshid Tavangarian

Shared Goals, Different Perspectives? Peace and Security, Welfare and Development as Core Values of Politics

Kooperationsprojekt zwischen der Universität Tübingen, dem Center for Strategic Studies an der University of Jordan in Amman und der American University in Cairo sowie der Cairo University.

Das Projekt eröffnet einen wissenschaftlich eingebetteten interkulturellen Dialog über Frieden und Sicherheit, Wohlfahrt und Entwicklung als politische Kernwerte zur kulturellen Verständigung zwischen Arabern und Deutschen. Somit stellt bereits die fachdisziplinäre Projektarbeit einen integralen Bestandteil des Kulturdialogs selbst dar. Diese Werte konstituieren eine gemeinsame Grundlage für das Wohl von Staaten und ihren Bürgern. Durch die Diskussion der Bedingungen von Frieden und Sicherheit auf der einen und Wohlfahrt und Entwicklung andererseits sollten mögliche Divergenzen aufgelöst werden, die durch unterschiedliche Blickwinkel auf diese gemeinsamen Ziele erwachsen. Dadurch kommt es - über die fachliche Ebene hinaus - zu interkultureller Verständigung und wechselseitigem Lernen. Das Projekt stützte sich auf drei Kooperationspfeiler: Institutionalisierter Austausch junger Wissenschaftler: junge Akademiker arbeiteten institutionell in das jeweilige Umfeld integriert als Gastwissenschaftler an den Partnerinstitutionen, inklusive der Option, dort Lehrveranstaltungen anzubieten. Hierdurch wurde an allen Partnerinstitutionen ein Austausch über Lehr- und Forschungskulturen erreicht. Bildung von Studierendennetzwerken: Studierende belegten projektbezogene Lehrmodule an Partnereinrichtungen und wurden dabei von ihresgleichen betreut. Dadurch entstanden interkulturelle, jahrgangsübergreifende und nachhaltige Netzwerke von Studierenden und künftigen Entscheidungsträgern. Gemeinsames Lehren und Lernen: arabische und deutsche Dozenten konzipierten gemeinsame Lehrveranstaltungen, an denen ihre jeweiligen Studierenden teilnahmen. Dies beinhaltete gemeinsame Blockseminare zu Beginn und Ende des Semesters, während derer die Studierenden sich persönlich kennenlernten und die Kursinhalte erarbeiteten. Zudem standen sie während des Semesters über eine Onlineplattform in Kontakt.

Projektseite: www.middle-east-tuebingen.org

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Oliver Schlumberger

Promoting Conservation Agriculture (CA) in the Arab Regions

Kooperationsprojekt zwischen der Fachhochschule Weihenstephan-Triesdorf, der Damascus University/Syrien, der University of Jordan/Jordanien, der American University Beirut/Libanon und dem Arab Center of Studies in Arid and Dry Lands (ACSAD).

In den halbtrockenen und trockenen Gebieten der arabischen und nordafrikanischen Regionen leidet die Landnutzung unter den unfruchtbaren und ertragsarmen Bedingungen. Insbesondere das permanente Defizit an Wasser limitiert die landwirtschaftliche Produktion, führt zu Mindererträgen und/oder Ertragsausfällen. "Conservation Agriculture"(CA) bietet eine elementare Möglichkeit mit den natürlichen Ressourcen sorgsam zu haushalten, ein nachhaltiges Anbausystem zu realisieren und Nahrungsknappheit und Desertifikation entgegen zu wirken. "Conservation Agriculture" gewinnt aus diesen Gründen weltweit zunehmend an Akzeptanz. Bei der Umsetzung von CA in Arabischen Regionen als eine Alternative zu herkömmlichen Bewirtschaftungsmethoden bedarf es jedoch einer Anpassung an die jeweiligen Rahmenbedingungen. Das Ziel des Projekts war die Unterstützung in der Übergangsphase von konventioneller zu nachhaltiger, wassersparender Landwirtschaft ("Conservation Agriculture - CA") mittels aufeinander abgestimmter Maßnahmen in Bildung, Training, Forschung, Anbau und Bewirtschaftung, um den Wissenstransfer von der akademischen zur Produktionsebene zu garantieren. Das Projekt etablierte ein regionales Netzwerk um CA zu fördern. Die Aktivitäten umfassten u.a. Workshops, Summer Schools und Feldstudien. So fand beispielsweise im Juli 2010 ein Workshop in Damaskus und eine Sommerschule in Weihenstephan/Triesdorf statt. An allen Partnerhochschulen wurden inzwischen Module zur "Nachhaltigen Bodenbewirtschaftung" in die jeweiligen Studienangebote integriert. 2011 wurden Workshops in Beirut/Libanon und in Amman/Jordanien durchgeführt sowie eine Sommerschule im September im Libanon durchgeführt. Auch in 2012 wurde eine Summerschool in Jordanien durchgeführt, Workshops fanden im Libanon sowie in Deutschland statt.

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Ulrich Groß, FH Weihenstephan-Triesdorf

Erdbebensichere Häuser im Iran: Joint Master & Joint PhD BUW/IUT

Gemeinsames Projekt der Bergischen Universität Wuppertal (Bauingenieurwesen) und der Isfahan University of Technology (Industrial Engineering).

In einer der risikoreichsten Erdbebenzonen der Welt mit stark wachsender Bevölkerung löst "Erdbebensicherer Wohnungsbau" zwei Hauptprobleme des Landes auf einen Schlag: Wohnungsmangel und Arbeitslosigkeit. In Deutschland wiederum sind junge Bauingenieure mit interkultureller Erfahrung und Auslandskontakten gefragt, da deutsche Firmen kompetente Mitarbeiter für Exportaufträge suchen. Im Studium wurde das Fachwissen praxisnah in kulturell gemischten Teams vermittelt und gleichzeitig ein Netzwerk geknüpft. In jährlichen Sommerschulen wurde gemeinsam an erdbebensichern Modellgebäude in Stahlfachwerk/Lehm-Bauweise gebaut. Neben dem Joint Bachelor Studiengang Bauingenieurwesen wurden 2009 Verträge über Joint Master- und Joint PhD-Studiengänge unterzeichnet. Zum Wintersemester 2009/2010 konnten iranische und deutsche Studierende unter vier neuen deutschsprachigen Masterstudiengängen wählen: "Planen - Bauen - Betreiben", "Verkehrswirtschaftsingenieurwesen", "Qualitätsingenieurwesen" und "Sicherheitstechnik". Sechs Doktoranden sind bereits am Joint PhD Programm beteiligt.

Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Georg Pegels, Bergische Universität Wuppertal