Interkulturelle Wochenendseminare für Fach- und Führungskräfte aus Entwicklungsländern als Beitrag zur Krisenprävention und Konfliktlösung


Ziele
Der DAAD möchte durch die Förderung des interkulturellen Dialogs mit Fach- und Führungskräften aus Entwicklungsländern sicher stellen, dass Vorhaben in der Hochschulzusammenarbeit mit Entwicklungsländern eine Querschnittsaufgabe zur Krisenprävention und Konfliktlösung erfüllen. Ziel der Seminare mit unterschiedlichen Schwerpunkten ist es, die Teilnehmer für interkulturelle Fragestellungen zu sensibilisieren und mit gezielten Angeboten zu künftigen Partnern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit zu qualifizieren. Spezielle Trainingsmaßnahmen von fachlichem und regionalem Interesse dienen der Vermittlung wichtiger Fähigkeiten und Fertigkeiten für die berufliche Wiedereingliederung im Heimatland.

Zielgruppen
Zielgruppe sind primär Fach- und Führungskräfte aus Entwicklungsländern, die sich im Rahmen von entwicklungsländerbezogenen Postgraduierten-Studiengängen (besonders DAAD-geförderte Aufbaustudiengänge) oder länderbezogenen Stipendienprogrammen in Deutschland befinden. Dabei ist die Einbeziehung sowohl von deutschen Teilnehmern, Stipendiaten der DAAD-Standardprogramme als auch nicht DAAD-geförderten Teilnehmern aus den entsprechenden Studiengängen oder Gruppenprogrammen erwünscht. Der DAAD fördert derzeit 43 entwicklungsländerbezogene Aufbaustudiengänge an über 30 Hochschulorten in Deutschland. Die Studierenden aus dem länderbezogenen Stipendienprogramm befinden sich zum Teil an den gleichen Hochschulorten wie die Aufbaustudiengangsteilnehmer, teilweise an weiteren Standorten.

Wer kann einen Antrag stellen?
Die Durchführung von Wochenendseminaren kann von folgenden Anbietern beim DAAD beantragt werden:

  • deutschen Hochschulen, insbesondere Studiengangsleitungen der DAAD-geförderten Aufbaustudiengänge mit entwicklungsländerbezogener Thematik, oder Akademischen Auslandsämtern
  • Studienbegleitprogramm – Regionalbüros (STUBEn) oder vergleichbaren Anbietern
  • Institutionen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.


Welche Maßnahmen können gefördert werden?
Es können Wochenendseminare zu folgenden Themen gefördert werden:

Typ I - Interkulturelle Wochenendseminare zur Krisenprävention und Konfliktlösung:

  • Sensibilisierung der Teilnehmer für interkulturelle Fragestellungen
  • Verständigung über unterschiedliche Deutschlanderfahrungen und deren Diskussion vor dem Hintergrund der eigenen Erwartungen und dem Alltag in den Heimatländern unter der Leitung von Trainern und Mediatoren

Typ II - Wochenendseminare zum Kennenlernen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit:

  • Einführung der Teilnehmer in die Landschaft der deutschen bzw. multinationalen Entwicklungszusammenarbeit durch Vor-Ort-Besuche
  • Vorstellung und Diskussion von Möglichkeiten für eine künftige Fortsetzung der Kooperation mit der deutschen Entwicklungszusammenarbeit im jeweiligen Heimatland unter Leitung von entsprechenden Experten

Typ III

  • Durchführung von speziell auf die Zielgruppe zugeschnittenen Trainingsmaßnahmen für die Reintegration
  • Umsetzung von Forschungsleistungen in der Praxis durch Wissenstransfer, Vermittlung von Fähigkeiten für die künftige Tätigkeit (z.B. Management skills, Existenzgründungsmöglichkeiten, berufliche Wiedereingliederung)


Wie verläuft das Antrags- und Förderungsverfahren?

  • Die Anträge sind über die Leitung der Hochschule oder unmittelbar von der Hochschulleitung über das Portal an den DAAD (Referat 431) zu richten.
  • Die Anträge von den STUBEn sowie von anderen Einrichtungen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit können über das Portal direkt an den DAAD (Referat 431) gerichtet werden.
  • Eine Abstimmung der Veranstalter mit den entsprechenden Studiengängen über Termine, Erwartungen und Inhalte wird vorausgesetzt. Die Einbeziehung von Einrichtungen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, Bundes- oder Landesministerien und Behörden, Wirtschaftsunternehmen, NGO's ist ausdrücklich erwünscht.
  • Der DAAD bittet um Benennung eines verantwortlichen Hochschullehrers als Projektverantwortlichen. Für den DAAD ist der Projektverantwortliche die Kontaktperson in inhaltlicher und finanzieller Hinsicht. Er ist gegenüber dem DAAD für das Vorhaben verantwortlich.
  • Die Antragstellung kann für eine oder mehrerer Maßnahmen pro Jahr erfolgen. Die Beantragung von zweijährigen Vorhaben (z.B. vier Maßnahmen in zwei Jahren) ist ebenfalls möglich.
  • Die Entscheidung über die zu fördernden Anträge und den Umfang der Förderung trifft ein Auswahlgremium mit besonderen Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern unter Berücksichtigung der genannten Kriterien, der Wirtschaftlichkeit der eingereichten Anträge und nach Maßgabe der verfügbaren Mittel.


Was muss der Antrag enthalten?
Der Antrag umfasst folgende Unterlagen:

  • Darstellung der Bedeutung bzw. des Nutzens des Wochenendseminars für die Teilnehmer und ihre Herkunftsländer
  • Klare Darstellung des entwicklungspolitischen Nutzens der Veranstaltung
  • Möglichst detaillierte Programmplanung
  • Möglichst konkrete Teilnehmer- und Referentenliste

Der Antrag ist über das Portal (portal.daad.de) zu stellen. Dort finden Sie auch das Formular "Finanzierungspläne".

Welche Förderleistungen können Sie vom DAAD erwarten?
Die Höchstsumme für ein Wochenendseminar mit max. 30 Teilnehmern im Rahmen einer Vollfinanzierung beträgt maximal € 12.000,- für folgende Förderungsleistungen:

  • Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung durch den Veranstalter
    Beförderungs- und Aufenthaltskosten für alle Teilnehmer einschließlich Organisatoren und Referenten
  • Sachkosten
  • Honorare für Referenten

Die Mittelbewilligung erfolgt im Rahmen des Zuwendungsrechts des Bundes durch privatrechtliche Zuwendungsverträge zwischen dem DAAD und der deutschen Hochschule. Zuwendungsfähig sind innerhalb des Bewilligungszeitraums Leistungen bis zur Höhe der Sätze des DAAD, wie sie in der Anlage 1 aufgeführt sind.

Antragsfrist
Anträge können jederzeit eingereicht werden. Eine Bearbeitungszeit von 4 bis 6 Wochen ist bitte zu berücksichtigen.

Ansprechpartner
Deutscher Akademischer Austauschdienst
Referat 431
z. H. Frau Nora Israel
Kennedyallee 50
53175 Bonn
E-mail: nora.israel@daad.de
Telefon: 0228/882 526

Weitere Informationen finden Sie unter www.daad.de/wochenendseminare.

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