Preis des Auswärtigen Amtes für exzellente Betreuung ausländischer Studierender in Deutschland (AA-Preis)

Preis des Auswärtigen Amtes für exzellente Betreuung ausländischer Studierender in Deutschland - Ausschreibung 2018

Der Preis des Auswärtigen Amtes für exzellente Betreuung ausländischer Studierender in Deutschland wird seit 1998 jährlich verliehen. Seit 2013 Jahr beträgt das Preisgeld 20.000 €.

Der Preis ist für hervorragende Leistungen und besonders wirksame und damit vorbildliche Modelle bei der Betreuung und Beratung ausländischer Studierender während ihres Studien- oder Praktikumsaufenthalts in Deutschland bestimmt. Dabei kann es sich sowohl um Aktivitäten im Bereich der fachlichen Betreuung, als auch um Maßnahmen zur sozialen Integration und zur Unterstützung bei der Bewältigung der praktischen Angelegenheiten des täglichen Lebens handeln. Projekte, die die Kommunikation zwischen ausländischen und deutschen Studierenden wirksam verbessert haben, können ebenso vorgeschlagen werden wie Programme, die es ausländischen Studierenden ermöglichen, ihre spezifischen Qualifikationen in Hochschule, Wirtschaft und Gesellschaft einzubringen und zur Willkommenskultur in Deutschland beitragen.

Als Preisträger kommen vor allem öffentliche und private Einrichtungen (z.B. studentische Initiativen) innerhalb und außerhalb der Hochschule in Betracht. Einzelpersonen sowie gewerbliche bzw. gewinnorientierte Organisationen können nicht gefördert werden. Mit dem Preis soll in jedem Fall außerordentliches Engagement gewürdigt werden.

AA-Preis Leitertagung

DAAD/Martin Magunia

Verleihung des AA-Preises 2018

14.11.2018 – „mensaInternational – so isst die Welt“ erhält AA-Preis 2018

Zum 20. Mal wurde in Bonn der „Preis für exzellente Betreuung ausländischer Studierender“ durch das Auswärtige Amt (AA) und den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) vergeben.

Als Preisträger 2018 wurde die Initiative – „mensaInternational – so isst die Welt“ ausgezeichnet.

Nicht nur innerhalb der Studienlandschaft, sondern auch in Mensen und Cafeterien ist Internationalität immer gefragter. Der Gang in die Mensa ist für viele deutsche und internationale Studierende gelebter Studienalltag. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Thüringer Hochschulstädten sind deshalb bestrebt, den Mensabesuch für die Studierenden so angenehm wie möglich zu gestalten und dabei die gewünschte Vielfalt auf den Teller zu bringen.

Kulinarischem Heimweh Abhilfe schaffen

Wer schon einmal im Ausland war, kennt sicher auch das Phänomen des „kulinarischen Heimwehs“. Hier sollte die im November 2017 in Weimar, Erfurt, Jena und Ilmenau vorgestellte Menülinie „mensaInternational“ Abhilfe schaffen, jedoch auch die Angebote für deutsche Gäste noch attraktiver machen.

Von der Ideenfindung über die Testphase bis hin zur Umsetzung vergehen circa zwei Jahre. Nach der Rezeptfindung wurde zusammen mit einer Küchenleiterin und einem Küchenleiter an 12 „Kochabenden“ in zwei Einrichtungen des Studierendenwerks Thüringen unter der Leitung von Studierenden aus unterschiedlichen Herkunftsländern, die landestypischen Gerichte zubereitet. Dabei wurden die speziellen Zutaten immer mit entsprechenden Hinweisen und Empfehlungen der Studierenden gekauft.

Nach Verkostungen durch internationale und deutsche Studierende folgten Probekochtage, Informationsveranstaltungen und Schulungen in allen Mensen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Insgesamt fanden bisher 85 Rezepte Eingang in die Menülinie „mensaInternational“.

Positive Auswirkungen auf Atmosphäre und internationalen Besucherstrom

Seit der Einführung der neuen Linie ist ein Besucheranstieg von internationalen Studierenden in den Mensen des Studierendenwerks feststellbar. Die interkulturelle Schulung hatte ebenfalls positive Auswirkungen auf die Atmosphäre in den Einrichtungen und soll kontinuierlich fortgesetzt werden.

Mehr über die Initiative erfahren Sie hier: https://youtu.be/dSps1NPd8DI

Gefördert durch das AA

Stand: 21.11.2018