Die richtige Hochschule

Letzte Aktualisierung: September 2017

In Deutschland können Studieninteressierte zwischen unterschiedlichen Hochschultypen wählen: Es gibt Universitäten, Fachhochschulen, private Hochschulen und Berufsakademien in vielen verschiedenen deutschen Städten. Jeder Hochschultyp hat bestimmte Schwerpunkte.

Die Hochschularten

Schwerpunkt Wissenschaft: Universitäten

Universitäten vermitteln vor allem theoretisches Wissen und legen besonderen Wert auf die Forschung. Nur sie – und ihnen gleichgestellte Hochschulen – besitzen in Deutschland das Promotionsrecht und dürfen den akademischen Doktorgrad vergeben. Universitäten bieten normalerweise viele unterschiedliche Fächer an. Einige von ihnen haben sich aber spezialisiert und nennen sich dann Technische Universität (TU) oder Pädagogische Hochschule (PH). Universitäten wie die Medizinische Hochschule Hannover oder die Sporthochschule Köln konzentrieren sich sogar nur auf ein Fachgebiet.

Schwerpunkt Praxis: Fachhochschulen

Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften („Universities of Applied Sciences“) haben einen praxisorientierten wissenschaftlichen Ansatz. Ihr Schwerpunkt liegt stärker auf der beruflichen Anwendung als auf der Theorie. Das Fächerangebot umfasst bestimmte Fachgebiete wie Technik, Wirtschaft, Sozialwesen oder Medien. In den Praxisphasen absolvieren die Studierenden Praktika, längere Projektphasen oder ganze Praxissemester, oft in Unternehmen.

Kunst- und Musikhochschulen

Kunst- und Musikhochschulen bilden den künstlerischen Nachwuchs aus, also zum Beispiel Musiker, Architekten, Künstler und Designer. Voraussetzung für ein Studium ist ein besonderes Talent, das die Bewerber in einer Aufnahmeprüfung nachweisen müssen. Außergewöhnlich begabte Studierende können manchmal auch ohne Hochschulzugangsberechtigung ein Studium aufnehmen.

Duale Hochschule/Berufsakademie

Ein duales Studium kombiniert ein Studium mit einer Berufsausbildung oder mit Praxisphasen in einem Unternehmen. Das kann eine interessante Perspektive für alle sein, die gerne praktisch lernen und schnell ins Berufsleben einsteigen wollen. Mehr Informationen finden Sie hier.

Studierende in Deutschland

Im Wintersemester 2016/17 gab es in Deutschland 2,8 Millionen Studierende, darunter

...1,77 Millionen an Universitäten
...956 928 an Fachhochschulen
...35 607 an Kunsthochschulen
und insgesamt 357 835 internationale Studierende.

Die Träger

In Deutschland gibt es unterschiedliche Finanzierungsmodelle für Hochschulen. Die meisten von ihnen sind in staatlicher Hand. Einige werden privat betrieben, wieder andere von der Kirche.

staatliche Träger

Für etwa 60 Prozent der Hochschulen kommen der Staat und die Länder auf, sie befinden sich also in staatlicher Trägerschaft. Die meisten Studierenden sind an solchen Hochschulen eingeschrieben und zahlen dort überwiegend keine Studiengebühren. Im Bundesland Baden-Württemberg sind allerdings zuletzt Studiengebühren für Ausländer aus Nicht-EU-Staaten beschlossen worden.

private Träger

Daneben gibt es Hochschulen, die staatlich anerkannt sind, aber als private Einrichtungen betrieben werden. Das gilt für etwa 30 Prozent der Hochschulen in Deutschland. Die meisten von ihnen sind Fachhochschulen, die für ihre enge Anbindung an die Wirtschaft und die internationale Ausrichtung geschätzt werden. An einigen von ihnen erwarten Studierende aber hohe Studiengebühren.

kirchliche Träger

Weitere 10 Prozent der Hochschulen werden von einer der Kirchen in Deutschland betrieben. Sie sind staatlich anerkannt und stehen oft auch Studierenden anderer Konfessionen offen. Meistens haben sie einen fachlichen Schwerpunkt – zum Beispiel in Theologie, Philosophie, Sozialarbeit oder Pädagogik.

TIPP: Ein Abschluss an einer privaten oder kirchlichen Hochschule in Deutschland hat auf dem internationalen Arbeitsmarkt nur Bestand, wenn diese Hochschulen staatlich anerkannt sind. Die Hochschulrektorenkonferenz führt eine aktuelle Liste aller staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland.

Hochschulen in Deutschland

Im Wintersemester 2016/17 gab es in Deutschland insgesamt 426 Hochschulen, darunter 106 Universitäten, 246 Fachhochschulen, 52 Kunsthochschulen und 16 Theologische Hochschulen.

Der Hochschulort

Auch auf den passenden Ort zum Studieren kommt es an. Soll es eine große Hochschulstadt wie München, Köln oder Hamburg werden? Oder lieber eine kleinere Stadt wie Heidelberg oder Göttingen, wo trotzdem viele Studierende leben? Orte, die nicht so sehr für ihre Hochschule bekannt sind, haben oft den Vorteil, dass die Dozenten und Professoren leichter anzusprechen sind, außerdem ist die Wohnungssuche einfacher.

Kontaktdaten der Hochschulen in Deutschland

Diese Daten werden dem DAAD freundlicherweise von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) zur Verfügung gestellt.
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