Die richtige Hochschule auswählen

Wer sich für ein Studium in Deutschland entscheidet, hat die Qual der Wahl. Es gibt unterschiedliche Hochschultypen, die meisten bieten eine ausgezeichnete Qualität.

In Deutschland gibt es staatliche und private Hochschulen. Sie werden gewöhnlich in Universitäten, Fachhochschulen sowie Kunst- und Musikhochschulen unterteilt. Etwa 95 Prozent der Hochschulen werden vom Staat finanziert und befinden sich daher in staatlicher Trägerschaft. Bei lediglich 5 Prozenz der Hochschulen handelt es sich um private Einrichtungen. Die große Mehrheit der Studierenden ist an staatlichen Hochschulen eingeschrieben. Wer dort studiert, zahlt keine oder nur geringe Studiengebühren.

Bei den privaten Hochschulen, die staatlich genehmigt oder anerkannt sind, handelt es sich meist um Fachhochschulen. Studierende schätzen die kleinen Studiengruppen, die enge Anbindung an die Wirtschaft und die internationale Ausrichtung. Wer an einer privaten Hochschule studieren möchte, muss aber teilweise sehr hohe Studiengebühren bezahlen. Außerdem werden die Abschlüsse auf dem internationalen Arbeitsmarkt nur anerkannt, wenn die private Hochschule staatlich anerkannt ist.

Darüber hinaus gibt es einige wenige Hochschulen, die von der protestantischen oder katholischen Kirche betrieben werden. Sie sind in der Regel staatlich anerkannte Hochschulen und haben meist einen fachlichen Schwerpunkt – zum Beispiel in Theologie, Philosophie, Sozialarbeit, Pflegewissenschaft oder Pädagogik. Außerdem steht die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg Studierenden aller Regionen und Konfessionen offen.

In Deutschland gibt es im Wintersemester 2013/2014…

107 Universitäten mit 1 727 393 Studierenden
6 Pädagogische Hochschulen mit 24 456 Studierenden
16 Theologische Hochschulen mit 2 460 Studierenden
52 Kunst- und Musikhochschulen mit 35 646 Studierenden
216 Fachhochschulen mit 929 029 Studierenden
30 Verwaltungsfachhochschulen mit 36 424 Studierenden
insgesamt 427 Hochschulen mit 2 755 408 Studierenden.

Forschungsorientiert studieren an Universitäten

Universitäten und den Universitäten gleichgestellte Hochschulen vermitteln vor allem theoretisches Wissen und methodische Kompetenzen. Sie besitzen als einzige Hochschulen in Deutschland das Promotionsrecht, d.h. nur sie vergeben den akademischen Doktorgrad. Die Universitäten sind in der Regel stark forschungsorientiert ausgerichtet und bieten von allen Hochschulen das breiteste Fächerspektrum an.

Einige Universitäten haben sich auf bestimmte Fachgebiete, wie zum Beispiel Technik oder Pädagogik, spezialisiert und nennen sich dann Technische Universität (TU) oder Pädagogische Hochschule (PH). Andere konzentrieren sich nur auf ein Fachgebiet. Dazu zählen die Medizinische Hochschule Hannover, die Tierärztliche Hochschule Hannover und die Sporthochschule Köln.

Praxisorientiert studieren an Fachhochschulen

Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften („Universities of Applied Sciences“) setzen auf einen anwendungsorientierten wissenschaftlichen Ansatz. Sie beleuchten weniger den theoretischen Hintergrund, sondern vermitteln die berufliche Praxis.

Das Fächerangebot ist in der Regel nicht so umfangreich und konzentriert sich auf bestimmte Fachgebiete, wie Technik, Wirtschaft, Sozialwesen oder Medien. Die integrierten Praxisphasen umfassen mehrwöchige Praktika, längere Projektphasen oder ganze Praxissemester. Sie werden in assoziierten Betrieben und Einrichtungen absolviert.

Duale Hochschule/Berufsakademie

Ein duales Studium kombiniert ein Studium mit einer Berufsausbildung oder mit Praxisphasen in einem Unternehmen. Eine interessante Perspektive für alle, die gerne praktisch lernen und schnell ins Berufsleben einsteigen wollen. Mehr Informationen gibt es unter www.duales-studium.de

Künstlerisch studieren an Kunst- und Musikhochschulen

Kunst- und Musikhochschulen bilden den künstlerischen Nachwuchs aus. Dazu gehören zum Beispiel Bildende Künstler, Musiker, Architekten, Regisseure, Schauspieler und Designer, aber auch Kunstwissenschaftler und Kunstpädagogen. Voraussetzung für ein Studium ist in der Regel ein besonderes künstlerisches Talent, das die Bewerber in einer Aufnahmeprüfung nachweisen müssen. Besonders begabte Studierende können manchmal auch ohne Hochschulzugangsberechtigung ein Studium aufnehmen.

Kontaktdaten der Hochschulen in Deutschland

Diese Daten werden dem DAAD freundlicherweise von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) zur Verfügung gestellt.
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