Die Studienplanung

Hüttermann / DAAD

Letzte Aktualisierung: September 2017

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Das Studium an einer deutschen Hochschule bringt viele Freiheiten, aber auch einige Pflichten mit sich. Wie gut man durch ein Semester kommt, hängt vor allem davon ab, wie gut man sich organisieren kann. Das ABC der Semestergestaltung hilft weiter.

Arbeitsaufwand:

Wer sein Studium in der Regelstudienzeit abschließen will, hat einen Vollzeit-Job. Lehrveranstaltungen müssen besucht und vor- und nachbereitet werden. Vor Referaten, Hausarbeiten und Klausuren planen Studierende gewöhnlich mehrere Wochen Zeit zum Lernen und Vorbereiten ein. Um einen Credit Point zu erhalten, ist ein Arbeitsaufwand von etwa 30 Stunden vorgesehen.

Bescheinigung:

Das Credit Point-System (ECTS) macht die Anerkennung von Studienleistungen über Landesgrenzen hinweg einfacher. Falls die Credit Points an Ihrer Heimathochschule nicht anerkannt werden, können Sie sich Ihre Teilnahme und Ihre Prüfungsleistungen von einem Dozenten bescheinigen lassen.

Credit Points:

Wer ein Modul erfolgreich abschließt, erhält eine dafür vorgesehene Anzahl an Credit Points. Typische Prüfungsleistungen sind Referate, Hausarbeiten oder Klausuren. Die Credit Points geben nicht die Note an, sondern nur, dass etwas abgeschlossen wurde. Im Laufe eines sechssemestrigen Bachelorstudiums erreicht ein Studierender etwa 180 Credit Points. Meist sind 30 Credit Points pro Semester nötig, um sein Studium innerhalb der Regelstudienzeit abzuschließen.

Einführungsveranstaltung:

Vor dem Semesterbeginn bieten Hochschulen und Fachschaften verschiedene Veranstaltungen an, bei denen sich neue Studierende über ihre Fächer und die Organisation ihres Studiums informieren können.

Fachschaft:

Die Fachschaft ist die Studierendenvertretung für ein bestimmtes Fach, meist mit einem eigenen Raum an der Hochschule. Kommilitonen in der Fachschaft, die Fachschaftler, übernehmen viele Aufgaben, sie helfen im Studienalltag oder organisieren die Orientierungswochen für Erstsemester. Wer Fragen zum Stundenplan oder bestimmten Kursen hat, kann sich an die Fachschaftler wenden.

Hausarbeit:

Im Verlauf eines Seminars oder in den Semesterferien haben Studierende oft die Aufgabe, eine schriftliche Arbeit anzufertigen, die sich wissenschaftlich mit einem Thema auseinandersetzt. Sie ist normalerweise deutlich kürzer als eine Abschlussarbeit, aber länger als ein Essay. Für die Ausarbeitung dieser Arbeiten sollten Sie sich Zeit einplanen.

Kurswahl:

Natürlich gibt es Vorgaben, welche Kurse im Verlauf eines Studiums besucht werden müssen. Die Auswahl ihrer Kurse für ein bestimmtes Semester können Studierende aber oft selbst treffen. Wichtig ist, sich vorher zu informieren. Die meisten Hochschulen bieten Online-Portale, worüber Studierende mit ein paar Klicks ihren Stundenplan zusammenstellen können.

Lehrveranstaltung:

Der Begriff Lehrveranstaltung bezeichnet eine Unterrichtseinheit an einer Hochschule. Es gibt unterschiedliche Typen von Lehrveranstaltungen. Manche sind theoretisch, andere praktisch angelegt.

Modul:

Ein Studium gliedert sich in mehrere Module, die aus zueinander passenden Lehrveranstaltungen bestehen. Sie fassen ein Themengebiet inhaltlich und organisatorisch zusammen. Beim Abschluss eines Moduls wird eine bestimmte Anzahl an Credit Points vergeben.

Online-Angebot:

Manche Professoren oder Dozenten stellen ihre Lehrveranstaltungen oder Lernmaterialien online zur Verfügung. Wer etwas verpasst hat oder ein Thema vertiefen möchte, findet es im E-Learning-Bereich seiner Hochschule.

Prüfungsordnung:

Die genauen Anforderungen, Inhalte und Abläufe eines Studiengangs sind in der Prüfungsordnung geregelt. Darin erfahren Studierende auch mehr über ihre Pflichtveranstaltungen.

Seminar:

Lehrveranstaltung, in der Studierende mit dem Dozenten und untereinander wissenschaftliche Themen und Fragestellungen diskutieren, häufig verbunden mit Referaten und Hausarbeiten.

Stundenplan:

Jeder Studierende muss sich seinen Stundenplan selbst zusammenstellen. Die Veranstaltungen, die besucht und bestanden werden müssen, finden sich im Modulhandbuch jedes Studiengangs. Hilfreich für die Zusammenstellung sind auch das kommentierte Vorlesungsverzeichnis (KVV) und die Studien- und Prüfungsordnung, die auf der Homepage Ihres Instituts stehen. Der Stundenplan ist Thema bei den Einführungsveranstaltungen.

Tutorium:

Im Tutorium bespricht man den Lernstoff mit Studierenden aus höheren Semestern, den sogenannten Tutoren. Sie beantworten nicht nur Fragen, sondern geben auch Tipps zu Prüfungsinhalten.

Übung:

Dieses Angebot ergänzt Vorlesungen oder Seminare um einen praktischen Teil. Die Studierenden lösen unter fachlicher Anleitung Übungsaufgaben oder wenden die erlernten wissenschaftlichen Methoden an.

Vorlesung:

Veranstaltung in einem Hörsaal, bei der ein Dozent einen eineinhalbstündigen Vortrag zu einem bestimmten Thema hält. Meist viele Zuhörer und wenig Diskussion.

Wahlpflichtveranstaltung:

Im Verlauf eines Studiums gibt es nicht nur Pflichtveranstaltungen (oder Pflichtmodule), die auf jeden Fall besucht und bestanden werden müssen, sondern auch frei wählbare Module.

Zeitmanagement:

Wenn Sie Ihre Seminare und Vorlesungen ausgewählt haben, müssen Sie sich für die Veranstaltungen anmelden. Das geht meistens online. In manchen Fächern gibt es aber sehr viele Studierende. Wer ein ganz bestimmtes Seminar besuchen möchte, muss sich frühzeitig darum kümmern.