Die Anmeldung

Letzte Aktualisierung: September 2017

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Für internationale Studierende gibt es nach der Ankunft in Deutschland ein paar bürokratische Aufgaben zu erledigen. Am wichtigsten ist die Anmeldung auf dem Einwohnermeldeamt: Erst danach ist es zum Beispiel möglich, ein Bankkonto zu eröffnen. Diese Behördengänge kommen auf Sie zu:

1. Meldebestätigung

Wer ein Zimmer oder eine Wohnung in Deutschland gefunden hat, muss innerhalb von zwei Wochen zum Einwohnermeldeamt gehen. Die Anmeldung oder Ummeldung (für diejenigen, die innerhalb einer Stadt umziehen) ist eine Pflicht für jeden, der in Deutschland wohnt. Wer sich anmeldet, bekommt eine Meldebescheinigung. Sie bestätigt, dass jemand unter einer bestimmten Adresse gemeldet ist, also seinen offiziellen Wohnsitz dort hat. Die Meldebescheinigung wird bei ganz unterschiedlichen Anlässen gebraucht: zum Beispiel, wenn man ein Bankkonto eröffnet, einen Bibliotheksausweis oder eine Parkgenehmigung beantragt. Diese Unterlagen sind für die Anmeldung nötig:

  • Personalausweis/Reisepass, eventuell mit Visum
  • Mietvertrag oder eine Bestätigung des Vermieters, dass Sie eingezogen sind

TIPP: Manchmal werden weitere Unterlagen wie die Immatrikulationsbescheinigung verlangt. Beim Akademischen Auslandsamt können Sie nachfragen, was Sie alles brauchen. Dort erfahren Sie auch die Adresse Ihres Einwohnermeldeamtes. In größeren Städten gibt es mehrere Bürgerämter. Für Sie zuständig ist normalerweise das Amt, das in Ihrem Stadtteil liegt.

2. Aufenthaltserlaubnis

Studierende aus der Europäischen Union, Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz brauchen keine Aufenthaltserlaubnis. Sie erhalten schon bei der Anmeldung im Einwohnermeldeamt eine Bescheinigung, dass sie das Recht haben, in Deutschland zu leben. Manchmal müssen sie zusätzlich nachweisen, dass sie krankenversichert sind und ihr Studium finanzieren können.

Wer nicht aus den genannten Ländern stammt, muss sich persönlich bei der Ausländerbehörde melden und eine Aufenthaltserlaubnis beantragen. Dieses Dokument ist ähnlich wie das Visum an ein bestimmtes Studienvorhaben geknüpft. Internationale Studierende benötigen eine Aufenthaltserlaubnis zu Studienzwecken, wenn sie schon eine Zusage für einen Studienplatz haben. Ansonsten beantragen sie eine Aufenthaltserlaubnis zur Studienbewerbung, die später umgewandelt werden kann. Als Nachweis für die Aufenthaltserlaubnis wird eine Karte mit einem Chip erstellt, auf der zum Beispiel ein Passfoto und Fingerabdrücke gespeichert sind. Es dauert etwa vier bis sechs Wochen, bis die Karte fertig ist. Diese Unterlagen sind für die Aufenthaltserlaubnis nötig:

TIPP: Eine Aufenthaltserlaubnis zu Studienzwecken wird für maximal zwei Jahre ausgestellt. Sie muss rechtzeitig vor Ablauf dieser Frist verlängert werden. Die Verlängerung hängt davon ab, ob Sie regulär studieren, also Prüfungen ablegen und Credit Points erwerben. Die Ausländerbehörde prüft, ob Sie Ihr Studium ernst nehmen und in einer angemessenen Zeit abschließen können. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

3. Weitere Behördengänge

Bankkonto einrichten: Mit einem deutschen Bankkonto lassen sich regelmäßige Zahlungen wie Miete und Versicherungen einfacher erledigen. Die meisten Banken bieten kostenlose Girokonten für Studierende an. Im Vergleich zu anderen Ländern wird in Deutschland häufig in bar bezahlt, gerade bei kleineren Beträgen. Aber auch die Zahlung per EC-Karte ist bei alltäglichen Einkäufen üblich.

Führerschein prüfen lassen: Ausländische Führerscheine bleiben für Aufenthalte von bis zu sechs Monaten in Deutschland gültig. Manchmal ist eine deutsche Übersetzung oder ein internationaler Führerschein nötig. Nach sechs Monaten verlieren außereuropäische Führerscheine aber meist ihre Gültigkeit. Dann muss der deutsche Führerschein gemacht werden. Für die Erteilung der Fahrerlaubnis sind die Bürgerämter zuständig.